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Mittwoch, 31. Oktober 2012


hinter Lagos in Richtung Westen kommt man an dieser Töpferei vorbei

Heute wollen wir natürlich die Yamaha zurückholen, und kurz überlegen wir, ob wir nicht mit einem Leihwagen zur Werkstatt fahren sollten? Herbert hatte irgendwo mal gelesen, dass ein Leihwagen für eine ganze Woche nur 55 EUR kosten soll. Aber am Morgen und Vormittag ist es total herbstlich, ungemütlich und kalt. Und da hat er dann keine Lust, mit dem Roller zu fahren. Und so lassen wir das und fahren stattdessen mit dem Wohnmobil. Der Besitzer der Werkstatt, Joachim, sagt uns, dass ihn ein großes Etikett MADE IN CHINA angelacht hat, als er die Verkleidung abgebaut hatte. Na toll, da hätten wir ja gleich irgendeine chinesische Gurke im Supermarkt für 600 EUR kaufen können und nicht ein vermeintlich japanisches Fabrikat. Für die Einbaukosten haben wir 70 EUR zu zahlen, und die Rechnung für die Benzinpumpe kommt ja noch vom ADAC.


Ankunft an der Motorradwerkstatt in Barão de São Miguel


an der N125 stehen mehrere Orangenverkäufer

Auf der Rückfahrt, wir wollen wieder nach Praia da Rocha zurück, halten wir noch bei einem der Stände, die Obst, hauptsächlich Orangen verkaufen. 5-Kilo Säcke Orangen für 2,50 EUR, na, zum Auspressen sind die doch bestimmt gut. Wir kaufen zwei Säcke und fahren weiter. Wir haben uns auch überlegt, dass wir nicht mehr zum Stellplatz neben dem Yachthafen zurückfahren wollen, sondern uns auf den Platz stellen sollten, wo immer ein paar Wohnmobile stehen. Denn die vielen Generatoren, die jeden Abend auf dem Stellplatz laufen, können doch ziemlich nerven. Warum, das fragen wir uns immer, lassen die Leute ihre Generatoren nicht tagsüber laufen, wenn der Lärm gar nicht weiter auffällt. Warum schalten sie sie erst um 21 Uhr Ortszeit ein? Jedenfalls stehen auf dem anderen Platz nur wenige Wohnmobile und vielleicht haben wir ja Glück, was den Krach angeht.


wir nehmen zwei 5-Kilo Säcke Orangen à 2,50 Euros


an diesem typisch portugiesischen Tor kommen wir vorbei


ein altes Londoner Taxi kommt des Wegs



wir sind wieder auf der Promenade von Praia da Rocha



die Wellen werden wieder stärker

wir kommen jetzt also vom anderen Ende der Promenade, wenn wir nach Praia da Rocha laufen. Das Wetter hat sich berappelt, und wir wollen nochmal ein paar Schritte tun. Heute ist ja Halloween, aber davon ist hier in Portugal gottlob wenig zu spüren. Wir setzen uns dann noch in die Bar Miradouro, und deren Name ist nicht übertrieben, denn der Blick aufs Meer ist wirklich schön von hier aus. Denn Miradouro heißt Aussichtspunkt. Es spielt auch schöne Musik hier. Abends machen wir es uns dann an Bord gemütlich, und es schaltet doch tatsächlich niemand seinen Generator ein? Und die Orangen, die Annette auspresst, sind zuckersüß, besser als erwartet.



wir sitzen in der Bar Miradouro und schauen aufs Meer

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Dienstag, 30. Oktober 2012

Blick in den Yachthafen von Praia da Rocha

Es ist in den ganz frühen Morgenstunden, vielleicht um 3 oder 4 Uhr, als der Regen kommt und uns lange Zeit nicht mehr verlässt. Und so müssen wir bis nach 16 Uhr warten, dass wir uns mal aufrappeln und in den Ort gehen können. Durch den Yachthafen laufen wir und sehen ein Kreuzfahrtschiff in der Nähe der langen Mole liegen. Warum legt es nicht im Fährhafen von Portimão an? Wird etwa immer noch gestreikt? Ein kleines verglastes Boot pendelt immerzu hin und her, als würde es die Passagiere an Land bringen, obwohl wir kaum Leute im Boot sitzen sehen.

dieses uralte Holzboot kommt entlanggetuckert

 das Kreuzfahrtschiff bleibt vor der Mole liegen

Blick auf die Kneipenmeile im Yachthafen

Wir wollen dann noch die gesamte Holzpromenade von Praia da Rocha entlanglaufen, aber Annette hat von den vielen Pfützen schon nasse Füße. Und so landen wir stattdessen im allerersten der schicken Restaurants - O Farol (der Leuchtturm) - die an der Holzpromenade stehen. Und den Leuchtturm können wir auch in der Ferne sehen. Es ist sehr gemütlich, und als dann noch die Sonne leuchtend golden untergeht, springt Herbert schnell auf, geht nach draußen und macht ein Foto davon. Und sobald die Sonne weg ist, wird es schnell kalt und dunkel. Zurück am Platz bestellen wir uns am Imbisswagen zwei Portionen Pommes Frites, die wir 15 Minuten später abholen können. Es sind ziemlich große Portionen, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie nur je einen Euro kosten. Abends erfahren wir dann per SMS, dass die Yamaha fertig ist. Und drei Mücken finden und erschlagen wir an Bord. Komisch, das ganze Jahr über hatten wir keine einzige, und jetzt wollen sie uns plagen. Oder wollen sie gar bei uns an Bord überwintern?

 wir sitzen im O Farol


 

 heute ist der Sonnenuntergang besonders schön

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Sonntag, 28. Oktober 2012



Blick auf den Anfang bzw. das Ende der Promenade (im Rücken haben wir die Forteleza)

Das gute an der leidlichen Zeitumstellung ist, dass es jetzt um 7 Uhr Ortszeit nicht mehr so stockfinster ist, sondern schon taghell. Aber wir bleiben ja auch jetzt bei Winterzeit dem Land um eine Stunde voraus, damit wir nicht jeden Abend die Nachrichten verpassen. Und so schaut Herbert am Vormittag erst die Formel 1 und dann noch den Presseclub, bevor wir losziehen in den Ort. Wir wollen doch heute Lammbraten essen. Und das Restaurant - A Casa da Rocha - ist am anderen Ende der Promenade, und durch die Zeitumstellung essen wir eine Stunde später als gewöhnlich.



auf der Promenade



dieses alte Hotel wurde kürzlich restauriert



Blick auf die berühmten Felsen von Praia da Rocha

 hier kehren wir heute ein, ins A Casa da Rocha

 es gibt Lammbraten portugiesischer Art

Kurz überlegen wir noch, ob nicht einer von uns die Fischplatte nehmen soll, damit wir nicht beide das gleiche essen, um mehr Vielfalt zu haben, und falls das Lamm vielleicht doch nicht so gut ist. Denn uns wurde von Leuten erzählt, dass hier die Fischplatte so gut sein soll. Aber Fisch ist immer so unhandlich im Restaurant, und so landen wir dann doch beide beim Lamm. Und gut so, denn es schmeckt vorzüglich. Schön, dass wir überhaupt wieder in einem richtig portugiesischen Restaurant gelandet sind. Es ist auch sehr gemütlich hier; die bemalten Kacheln auf dem Tisch und der Blick nach draußen sind ganz große Klasse. Es kommen noch mehr Gäste, die auch alle das Lamm nehmen, das es ja nur mittwochs und sonntags gibt, mittags und abends.

 welch herrlichen Ausblick man hier wieder hat

woanders kehren wir dann noch auf einen Galão und frischen Orangensaft ein (für 3,30 EUR)

Später kehren wir in die Moonlight Bar ein auf einen Galão und frischen Orangensaft. Hier ist der Blick aufs Meer immer so schön, und es spielt jedesmal so tolle Musik. Aber kaum, dass wir bestellt haben, hört die Musik auf und es plärrt der Fernseher (richtig laut) mit englischem Kommentar zu englischem Fußball. So ein Mist. Als unsere Sachen kommen, sagt Annette der Bedienung, dass wir nur wegen der Musik gekommen seien und ob sie sie nicht wieder anschalten könne? Das macht sie dann auch, worüber wir sehr glücklich sind. Jetzt müsste man noch den kalten Wind, der heute geht, abschalten können, das wäre optimal. Heute hätten wir mal einen Pullover gebraucht.

über die Fortaleza da Santa Catarina geht es wieder zurück

 im schicken Yachthafen gibt es diverse Kneipen und Tavernen

Blick in den Club No Solo Água direkt am Strand

Zurück laufen wir in einem großen Bogen durch den Yachthafen. Die Clubs, die sich direkt am Strand befinden, sind ja wirklich toll angelegt und gelegen. Aber jetzt im Oktober ist ganz wenig los hier. Oder vielleicht doch nur abends. Bei uns am Platz sitzen wir im Windschatten und beobachten die Leute, die alle so in unserer Nachbarschaft wohnen. Und morgen soll ja die Benzinpumpe in der Werkstatt eintreffen. Wenn dieses Problem erstmal gelöst ist.



Wie sieht es im Yachthafen aus? So.

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Montag, 29. Oktober 2012

wir sitzen im Hafen von Portimão und schauen den Booten hinterher

Heute hat Annettes Freundin aus Bayern Geburtstag. "Nur die besten haben an einem neunundzwanzigsten ihren Geburtstag", das sagen sich die beiden immer. Und das stimmt ja auch. Annette erfährt alle Neuigkeiten vom alten Wohnort im Chiemgau, auch, dass derzeit alles dick verschneit ist. Gegen Mittag laufen wir dann noch mal los nach Portimão und zum Pingo Doce, obwohl wir gar nichts brauchen.

heute ist der Himmel zugezogen

Ach, es ist schön, an der Hafenpromenade von Portimão zu sitzen. Hinter uns klappern die Störche mit ihren Schnäbeln, dass es ein wahres Konzert ist. Drei Storchenpaare sitzen in ihren Nestern auf drei alten Industrieschornsteinen, und es sind mindestens zehn Vögel in der Luft. Sie sind tolle Flieger und sehen aus wie Concordes, die französischen Flugzeuge. Auch, wenn sie zur Landung ansetzen, zum Beispiel auf einen hohen Kran, machen sie eine gute Figur. Ach, es ist schön, jetzt im Winter mit ihnen zusammen hier im Süden zu sein. Obwohl der Himmel heute ganz zugezogen ist und die Temperaturen ohne Sonne entsprechend niedrig sind.

 wir gehen nochmal zum Pingo Doce in Portimão

Beim Pingo Doce merken wir, dass es doch nicht auf alle Produkte 25% gibt. Zum Beispiel auf die Teelichte, die wir kaufen. Na, sei es drum. Zurück am Platz haben sich zwei Wohnmobile direkt neben uns gestellt, auf Armeslänge sozusagen. Und das kann Herbert überhaupt nicht leiden, zumal wenn der riesige Platz doch eigentlich ziemlich leer ist. Der eine, ein Pickup, ist uns besonders im Weg und versperrt uns die Sicht. Also parken wir unseren Phoenix um, um wieder freie Sicht aus dem Fenster zu haben. Bald darauf kommt aber der Platzwart und bedeutet uns, dass wir eine bestimmte Linie nicht übertreten dürfen, damit das benachbarte Hotel Tivoli nicht die ollen Wohnmobile vor der Nase hat. Wir sagen dem Mann, dass wir das nur getan haben, um nicht so eingeparkt zu sein. Daraufhin sagt er, dass auch der Pickup nicht so stehenbleiben kann. Also stellen wir uns wieder auf unseren alten Platz und warten darauf, dass der Pickup seinen Platz  räumt. Die Leute, Engländer, sind aber nicht an Bord und bis zum Abend bleibt deren Fahrzeug so stehen.

an der Ruine der Festung vorbei gehen wir wieder heim

neben dem Yachthafen ist ja schon der Stellplatz

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Samstag, 27. Oktober 2012

diesmal bleiben wir auf der Holzpromenade, um die vielen Stufen zur Fortaleza zu vermeiden

Gottlob haben wir hier nicht solchen Kälte- und Schneeinbruch wie derzeit in Deutschland. Das ist ja schlimm, wenn man jetzt schon mit Schnee zu kämpfen hätte, und die hohen Nebenkosten, die man wegen der frühen Heizkosten hätte. Und wir zahlen nicht mal für unseren Strom, weil der immer von oben kommt, im wahrsten Sinne des Wortes. Wir kennen das alles gar nicht mehr, was man nicht alles an monatlichen Kosten hat, Wasser und Müll usw. Wenn wir uns jemals wieder ansiedeln, werden wir uns ganz schön umgucken. Aber bis dahin genießen wir unsere Winter unter Palmen und in kurzen Ärmeln.

 zwischen den Hochhäusern stehen auch immer Wohnmobile, aber am Yachthafen finden wir den Ausblick schöner

Wir müssen jedenfalls heute wieder losziehen und eine Portugalzeitung bekommen. Man kann diese Zeitung natürlich auch kaufen, aber es gibt so viele Stände, wo sie stapelweise kostenlos ausliegt, Aber unser erster Weg führt heute nochmal zur Promenade von Praia da Rocha, wo wir gestern ein Portemonnaie für Herbert gekauft hatten und jetzt in der Früh, beim allerersten Einsortieren, gemerkt hatten, dass es einen kleinen Riss hat. Wir können das Portemonnaie anstandslos umtauschen. Weiter geht es dann in Richtung Continente; wir müssen der Hitze trotzen.

 wir erreichen den Einkaufskomplex von Continente

 wir brauchen Silikon für unser Wohnmobil

Mega-Rabatte beim Pingo Doce

Den Rückweg wollen wir dann am Hafen von Portimão entlanglaufen und nicht den gleichen Weg gehen. Beim Pingo Doce wollen wir noch Kuchen kaufen, als wir mehrere Aufkleber und auch Aufsteller sehen, auf denen es heißt: Mega-Ersparnis am Ende des Monats. Füllen Sie Ihre Speisekammer auf. Vom 27: bis 31. Oktober gibt es fünf Tage lang einen Sofortrabatt von 25% auf alles. Gut, wenn man portugiesisch zumindest einigermaßen lesen kann. // Im letzen Jahr hatte Pingo Doce sogar mal einen Tag lang 50% auf alles angeboten, und da kam es zu Massenandrängen und Anstürmen, wobei die Supermärkte leergekauft wurden. So hatten wir es auf der Algarve-News Webseite gelesen, denn wir lesen auch dann von Portugal und der Algarve, wenn wir gar nicht im Land sind. Na, jedenfalls gibt es auf den Kuchen, den wir draußen am Kuchenstand kaufen, auch 25%.

wir kommen am Hafen von Portimão vorbei

Vorbei am Fährhafen laufen wir, der gähnend leer daliegt. Keine Menschenseele, kein LKW oder Auto zu sehen. Da erinnern wir uns, dass es in diesen Tagen einen Streik der Hafenarbeiter geben soll. Ist wohl gerade jetzt diese Zeit. Daheim sitzen wir dann bei Kaffee und Kuchen und Annette liest wieder aus der Zeitung vor. Der Artikel "Kostenloser Urlaub für enttäuschte Surfer" erstaunt uns besonders. Darin heißt es, dass, wer an drei aufeinander folgenden Tagen keine Wellen von mindestens 50cm Höhe hatte, einen kostenlosen Flug zurück nach Portugal sowie die Unterkunft im selben Hotel erhält. (bis 750 EUR) Die Bewerber müssen sich mindestens vier Tage im Land aufgehalten haben und das Fehlen der Wellen muss dokumentiert werden, per Foto oder Video. Das ganze ist auf die ersten 20 Einsender beschränkt, die alle Kriterien erfüllen. (Our deal: no waves, come back for free) Wir finden das ganze eine tolle Werbung für Portugal, Leute ins Land zu holen, denn Wellen gibt es am Atlantik und vor allem in Portugal allemal. Wir lesen weiterhin, dass es in 2011 am Nordstrand von Nazaré eine 30m hohe Welle gegeben hat, die von einem Surfprofi gesurft wurde und die Portugal zu internationalem Ruhm als ernsthafte Surfgegend katapultiert hat.

die Möwen warten auf die Fähre, aber es wird ja gestreikt

 wir verbringen den Nachmittag bei Kaffee und Kuchen und der Zeitungslektüre

 das ist unser Abendessen

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