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Montag, 20. November 2017

Nach einem Wochenende mit viel Regen und Schlechtwetter, das wir zum Teil in der Badewanne ausgesessen haben, bleibt es heute zumindest trocken. Von der Werkstatt in Bad Kreuznach, die sich uns ja telefonisch den Kostenvorschlag und auch den Werkstattermin durchgeben wollten, hören wir auch am dritten Tag nichts. Es war aber eh klar, dass ein Termin noch im November illusorisch ist. Wenn der Termin weit in den Dezember hineinreichen wird, so werden wir ihn wohl verschieben auf März oder April, denn uns ist mittlerweile klar, dass wir Weihnachten nicht daheim verbringen werden, so wie wir es eigentlich nach achtmal Weihnachten im Süden vorhatten. Im Dezember wollen wir wieder auf Reisen gehen. Bis dahin wollen wir den Komfort in der Wohnung noch genießen. Heute wollen wir das Stück Kassler mit Sauerkraut essen, aber wir haben keine Zwiebeln mehr im Haus. Alles trocken am Himmel, und Annette findet, dass sie zu Fuß einkaufen gehen könnte, denn wie sagt sie immer so schön: Jeder Gang macht schlank. 2km Hinweg, einkaufen, 2km Rückweg dauern 42 Minuten. Dann stellt sich der Herbert an die Kochtöpfe. Es ist ein herrliches Winteressen. Und egal, ob es morgen regnet oder schneit - morgen werden wir in die Sauna gehen. Morgen ist ein Tag, der eine mehrjährige Odyssee beendet. Am Nachmittag packt Annette schon mal die Saunatasche. Spät abends schauen wir noch die Reportage über Boris Becker (der ja übermorgen 50 wird), während es draußen regnet und stürmt und wir den Fernseher immer lauter stellen müssen.

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Freitag, 17. November 2017



bei uns wird noch traditionell gekocht

Mittlerweile haben wir von unseren Freunden gehört. Sie wollten ja mit zwei Wohnmobilen, also als zwei Paare, in die Überwinterung starten. Jetzt lesen wir, dass sie im Trio fahren. Na, da sind wir mal gespannt, wann es zum Streit kommt. Wir würden uns das nicht mehr antun, mit einem anderen Paar zu reisen. Als wir lange am Frühstückstisch sitzen - wir stehen immer sehr früh auf und trödeln dann lange herum - sagt Herbert um 8:55 Uhr: Es ist fünf vor neun, wir wollten doch um neun weiterfahren, jetzt müssen wir uns aber wirklich beeilen, die anderen warten bestimmt schon . . . Nee, das ist keine Freiheit für uns. Der Tag geht so dahin bei Schlechtwetter; wir kochen dann auch einen Gemüseeintopf und nicht das, was für heute geplant war. Abends schalten wir uns durch die Kanäle und bleiben bei RTL hängen. Überall nackte Leute im Bild. Was ist das denn? Die Sendung heißt "Adam & Eva im Paradies" oder so. Haben wir noch nie von gehört. Was für Gestalten. Blondierte Haare, porzellanweiße Zähne (die wahrscheinlich im Dunkeln leuchten), ein halbes Pfund Make-up im Gesicht, diverse Piercings, kilometerlange Fingernägel, Gummititten. Noch was vergessen? Ach ja, richtig: die großflächigen Tattoos. Ein Wahnsinn. So viel Künstlichkeit. Selbstvertrauen = 0. Es zählt nur die Äußerlichkeit. Was hat das alles mit dem Paradies zu tun? Von den ganzen Gestalten kennen wir nur die Patricia Blanco, weil wir früher immer "Goodbye Deutschland" geschaut haben. Als sie mit diesem Kabelbinderheini aus Monaco zusammen war. Diese Sendung da von der Südseeinsel zeigt einem, wie die Gesellschaft in zehn Jahren sein wird. Wenn man sich vorstellt, heute Anfang 20 zu sein; da wäre man womöglich genauso bekloppt wie alle anderen. Herbert sagt, ach, ich könnte mit dir auch auf so einer Insel sein, aber nur wir zwei und ohne Kameras und ohne diesen ganzen Kitsch. Ach ja, am Ende sind wir ja doch Leute, die in den Süden gehören. Wir denken auch ganz oft an unsere schöne Zeit auf Kreta zurück, wie unkompliziert alles war.    

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Mittwoch, 15. November 2017



Kuckuck . . .

So, heute geht es nach Bad Kreuznach, aber bevor wir um halb zehn starten können, müssen wir oder vielmehr muss Annette erstmal Eis kratzen. Trotzdem ist es ein tolles Reisewetter, die Sonne lacht, auch wenn es anfangs noch recht neblig ist auf den Straßen. Wir kommen gut voran auf den Autobahnen, vorbei an Kaiserslautern und Alzey. In der Werkstatt schaut man sich unseren La Strada auch gleich an, legt sich unters Fahrzeug. Ist ja doch alles ausgerissen und teils verbogen. Man wird die neue Trittstufe wohl ein paar Zentimeter versetzen müssen. Dann zeigen wir ihnen noch den Herd mit der fehlenden Glasabdeckung. Man sagt uns, dass sich die Firma Dometic auch auf dem Gelände befindet, und vielleicht hätten sie die Platte ja vorrätig. Also fahren wir drei Meter weiter und ja, sie haben eine solche Glasplatte. Man montiert sie uns auch gleich. Die Glasplatte kostet 55 EUR, mit Einbau dann 72,85 EUR.



tolles Reisewetter heute



die Glasplatte wird gleich montiert



Ein neuer La Strada gefällig?

Jetzt wollen wir uns noch die La Stradas, die auf dem Hof stehen, anschauen. Herbert will insbesondere mal den La Strada auf Mercedes sehen, mal ein Raumgefühl kriegen, weil der Mercedes ja doch deutlich schmaler und auch etwas kürzer (5,93m statt 5,99m) ist. Puh, was für ein hässliches Holzdekor. Und wo ist die Tischplatte? Die liegt in der Ablage überm Fahrerhaus. Der Essbereich ist total eng. Annette setzt sich mal auf die Sitzbank und stößt gleich mal an den Tischfuß. Herbert soll jetzt mal den Fahrersitz drehen und sich an den vermeintlichen Tisch setzen. Alles ist irre eng. Gut, wir stecken in Wintersachen, aber trotzdem sind wir mit 1,76m und 1,74m keine Riesen. Jetzt bitten wir den Verkäufer, mal den Tisch zu montieren. Nee, das kann man alles vergessen, ist viel zu eng. Und während der Fahrt muss die Tischplatte ab, sonst hat der Fahrersitz keinen Platz. Der Durchgang nach hinten zum Bett ist auch total schmal, das Bett scheint kleiner als unseres. Die Matratze ist dreigeteilt, damit man den Bettenboden hochklappen kann. Und doch hätten die Campingstühle kaum Stauraum. Alles irgendwie unpraktisch. Und die Möbel alle so ungemütlich, so auf Kante. Bei uns ist alles so schön abgerundet und geschmeidig. Und hier und da sind bei uns Extraablagen. Dieser hier könnte auch ein Pössl sein, so pupsig und billig wirkt alles. Und das für 95.000 EUR als Neufahrzeug (statt 103.000 EUR, aber auf die Fantasiepreise muss man eh nichts geben). Für das Geld kann man sich besser wieder ein richtiges Wohnmobil kaufen. Wir begeben uns auf die Heimfahrt und finden, dass wir, wenn wir den Werkstattermin haben, von da aus in unsere Winterreise starten könnten. Auf der Heimfahrt halten wir noch bei einem Schuh-Outlet. Fast kaufen wir das Paar Schuhe für Herbert, aber dann lassen wir es doch sein. Wer soll  das eigentlich alles kaufen, dieses perverse Überangebot?



alles so eng, dass man wirklich ein Kastenwagengefühl hat (da ist auch der Tischfuß)



wir begeben uns auf die Heimfahrt



im Schuh-Outlet, von denen es hier unzählige gibt

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Donnerstag, 16. November 2017



heute ist der Himmel wieder grau

Heute ist es wieder trist am Himmel. Da sind wir froh, dass wir gestern das schöne Wetter genutzt haben, wenn wir schon diese unnütze Fahrt nach Bad Kreuznach hatten machen müssen. Heute hätte alles deprimierend ausgesehen. Heute fahren wir nur einkaufen. Diesmal eine Rinderzunge, ein Stück Kassler und Sauerkraut, Champignons und dies und das. Uns gehen langsam schon wieder die Ideen aus. Die Meeresfrüchte, die sie haben, sehen mickrig aus; da warten wir lieber bis Frankreich/Spanien/Portugal, wo Meeresfrüchte Alltagsessen sind. Total grässlich heute. Es erreicht uns eine Nachricht unserer Leserin Martina, sie schreibt davon, dass das Treffen mit unseren Freunden dann ja in letzter Minute geplatzt ist. Also das fanden wir überhaupt nicht schlimm. Rosi und Manfred hatten einen Kaufinteressenten für ihr Allradfahrzeug, das sie sich extra für ihre Islandreise gekauft hatten. Der Interessent wollte von Stuttgart nach Karlsruhe kommen. Sowas geht natürlich vor. Und dass unser La Strada so schnell wieder vom Lackierer zurück sein würde, damit hatten wir ja auch nicht gerechnet. Daher die gestrige Fahrt zur Werkstatt bei Schönwetter. Heute erreichen uns drei gute Nachrichten, darunter die der Hausverwaltung der Wohnung, die wir letztes Jahr verkauft hatten. Für die sechs Monate, in denen uns die Wohnung letztes Jahr noch gehört hatte, sollten uns nur 201 EUR aus der Nebenkostenabrechnung zugehen. Viel zu wenig; die Summe muss viel höher sein. Dann hatte sich Herbert, der Zahlenheini, hingesetzt und das ganze mit der Abrechnung vom Vorjahr verglichen. Und ja, sie haben uns verschiedene Positionen - wie Verwaltungskosten, Rücklagen, Bankspesen, Miete Warmwasserzähler - für 12 statt für 6 Monate berechnet. Heute bekommen wir die korrigierte Abrechnung: 505 EUR Guthaben. Heißt es nicht immer, dass jede dritte Abrechnung falsch sei? Annette kocht die Rinderzunge, und dann ist der Abend auch schon da. Heute mal mit weinroter Kerze, die natürlich nicht so hell leuchtet wie eine cremefarbene.



die Zunge braucht mehr als drei Stunden

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Dienstag, 14. November 2017



heute mit Tee, von dem das ganze Zimmer riecht

Wir sind schon in Hut und Mantel und wollen gerade zur Tür heraus, als unser Telefon losgeht. Es ist Manfred, und dass die beiden heute nicht kommen können, sondern erst morgen am späten Vormittag auf einen Sprung. Da haben wir aber Glück gehabt, denn wir wollten jetzt losfahren und alles einkaufen. Kuchen und alles mögliche, und am Abend wollte Herbert auch für uns alle kochen, Spaghetti mit Meeresfrüchten. Die Sonne lacht, und so fahren wir jetzt trotzdem in die Stadt. Schauen mal, was der Mediamarkt hat; wir wollen uns einen kleinen CD-Player kaufen und die alte Anlage ausrangieren. Ist ja irre, wie riesig die Auswahl ist. Aber vielleicht warten wir noch bis zum Black Friday am nächsten Freitag, vielleicht ist dann alles günstiger. Eine neue Kamera könnten wir auch gebrauchen. Jetzt durch die Autowäsche und dann in die Stadt und wieder durch die Geschäfte. Im Hutladen findet Annette endlich mal einen neuen Hut - heute gibt es ja überall nur Strickmützen, mit denen man total bescheuert aussieht. Wir brauchen jetzt auch wirklich mal ein paar Wintersachen. Für Annette finden wir am Ende zwei Pullover. Schrecklich, dieses Ausziehen, Anprobieren, Anschauen. Das einzig Gute ist, dass ihr immer alles auf Anhieb passt, dass die Sachen nie hier zu eng und da zu lang sind. Am späten Nachmittag sind wir wieder daheim, und zehn Minuten später geht das Telefon wieder los: Es ist der Lackierer, dass unser La Strada fertig ist und es gut wäre, wenn wir ihn gleich noch abholen würden, da er ihnen doch sehr im Weg sei. Also wieder retour in die Stadt. Wir überlegen dann auch, gleich morgen zur La Strada-Werkstatt in Bad Kreuznach zu fahren, weil morgen noch einigermaßen Schönwetter sein soll. Also sagen wir Rosi und Manfred ab, die eh nur kurz bei uns reinschauen wollten auf dem Weg nach Homburg, von wo aus sie morgen mit einem anderen Paar in den Süden aufbrechen wollen. Wer weiß, ob wir uns nicht irgendwo im Süden mit ihnen treffen werden. Der Herbert fängt nämlich schon so langsam an, mit den Hufen zu scharren.



in der Autowäsche, und den Luftdruck prüfen wir auch noch



tausend Hüte im Hutgeschäft am Exerzierplatz



Einkäufe erledigt

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