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Montag, 30. November 2015



unser Platz bei der Festung von Ferragudo - heute früh müssen wir lange auf die Sonne warten

Heute früh sind es mal wieder nur 9°C, die wir an Bord haben. Und wir müssen lange warten, bis der zugezogene Himmel endlich aufreißt. Fast glauben wir, dass das heute nichts mehr wird mit dem Wetter und wir bei tristem Licht fahren müssen, aber so gegen halb elf Uhr Ortszeit kommt die Sonne. Wir wollen heute einen größeren Sprung machen und bis nach Faro kommen. Jetzt fahren wir erstmal über Sesmarias nach Lagoa zum Aldi, wo wir zwei Tüten tiefgefrorener geschälter Miesmuscheln kaufen und vieles andere mehr. Dann geht es auf die Nationalstraße, die N125. Schrecklich, in welch schlechtem Zustand die ist. In Patã halten wir mal an und kaufen zwei Sack Clementinen à 2 Euros. Überall werden am Straßenrad jetzt Mandarinen und Clementinen und Tangerinen und Orangen verkauft.



in Patã kaufen wir am Straßenrand zwei Säcke Clementinen



wir erreichen das Großstadtgetriebe von Faro



im Kreisverkehr am Flughafen schauen alle h-o-o-c-h



ein Storch schreitet durch die Ria Formosa



diese schmale Brücke führt zum Praia de Faro

Auf schlechten Straßen kommen einem die Entfernungen ja immer endlos lang vor, aber irgendwann erreichen wir Faro. Wir halten uns in Richtung Flughafen und wollen zum Praia de Faro, wo wir im letzten Winter mal zufällig hingeraten waren und wo es uns sehr gut gefallen hatte. Ein 3,5t Verbotsschild hatte Annette damals Angst gemacht, dass wir vielleicht ein Strafe zahlen müssten, und so hatten wir uns damals nur ganz kurz dort aufgehalten. Wir durchfahren jetzt also den Parque Natural da Ría Formosa, ein flaches wasserdurchzogenes Gebiet, durch das gerade ein Storch schreitet, überqueren am Ende eine schmale Brücke und finden uns an einem weitläufigen Strand wieder. Das Meersalz steigt uns in die Nasen und wir haben einen tollen Platz hier. Ein paar Wohnmobile sind auch da. Jetzt trinken wir uns einen späten Nachmittagskaffee und machen es uns an Bord gemütlich. Derweil können die Muscheln auftauen, die Herbert abends in die Pfanne tut mit reichlich Olivenöl und noch mehr Knoblauch. Dazu ein Fläschchen (0,375L) Wein aus dem Alentenjo. Was wollen wir mehr? Höchstens noch einen grandiosen Sonnenuntergang, und den zeigt man uns dann also auch noch. Kalt ist es heute Abend nicht, aber eine Jacke kann man natürlich trotzdem vertragen. Zufrieden gehen wir zu Bett.



so stehen wir hier


 


 



unser Abendessen besteht aus Muscheln mit viel Knoblauch, dazu Weißbrot und Weißwein



diesen Sonnenuntergang bekommen wir dann noch zu sehen


 



unsere Tagesroute ca. 63km

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Sonntag, 29. November 2015



bei uns ist es Tradition, am Adventsonntag ins Casa da Rocha einzukehren

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt . . . Bei uns brennt auf dem Frühstückstisch eine dicke Kerze, die auf einer Weihnachtsdecke steht. Ansonsten sieht es noch nicht so richtig nach Advent bei uns aus. Heute fährt das Bäckerauto an unserem Platz vorbei und lässt eine Holländerin einfach im Regen stehen. Wir warten dann bis zur Mittagszeit, bis wir ins Casa da Rocha einkehren können. Mittwochs und sonntags gibt es bei denen ja immer Lammbraten portugiesischer Art. Diesmal sind wir am Ende aber nicht so zufrieden; die Portionen sind zu klein, es ist zu wenig Sauce usw. Die 34,40 EUR hätten wir woanders ausgeben können. Aber zumindest zeigt sich das Wetter wieder von seiner besten Seite. Als wir zurück bei uns am Platz sind, stellen wir die Fahrräder auf den Träger, packen alles andere zusammen und verlassen Praia da Rocha. Wir wollen rüber nach Ferragudo fahren, denn in Parchal, dem Nachbartort, soll heute ein Weihnachtssingen sein, wenn wir das Plakat richtig verstehen. Es könnte auch in Mexilhoeira sein; etwas weiter weg von hier. In Parchal ist dann nichts los. Egal. Auf der Wiese sind alle Plätze am Flussufer besetzt, sodass wir uns ganz an den Anfang stellen, auf eine Art Plattform. Es ist ein toller Platz, und jetzt gehen wir erstmal nach Ferragudo hinein.



die Lage des Restaurants ist wirklich schön



hier ist alles schön portugiesisch


 



der Ausblick von unserem Tisch aus



wie immer nehmen wir den Lammbraten portugiesischer Art - die Spezialität des Hauses



Durchfahrt durch Portimão



Portimão



jetzt stehen schon wieder so viele Wohnmobile auf der Wiese von Ferragudo



wir stellen uns auf diese Plattform mit toller Aussicht



wir sind im Q Café in Ferragudo

Das Q Café hat nun wieder geöffnet, da kehren wir jetzt ein. Ansonsten ist Ferragudo heute wie ausgestorben. Fast alle Geschäfte sind geschlossen, oder ist es nur, weil Sonntag ist? Als wir wieder zurück sind, kommt ein Portugiese und sagt uns, dass wir hier auf der Plattform nicht stehen könnten, da diese nur für Residenten sei. Na gut, fahren wir halt weiter, und zwar auf die andere Seite des Ortes bzw. ans Ende des Ortes. Hier steht man auch ganz gut. Uns beim Leuchtturm hinzustellen fanden wir dann doch etwas zu dreist. Der Abend wird kalt.



niedliche Schaufensterauslagen, aber fast alle Geschäfte sind heute geschlossen



abends stehen wir am Ortsende mit Blick auf die Festung von Ferragudo



unsere Tagesroute ca. 6km

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Freitag, 27. November 2015



über diese Brücke müssen wir die Räder hieven, und gegenüber ist schon der AQUA Komplex

Am Vormittag sehen wir, dass der Platz ganz außen frei wird. Also packen wir schnell alles zusammen und stellen uns dorthin. Dann haben wir niemanden mehr vor der Haustür. Jetzt warten wir noch ein wenig, bis es warm genug ist und wir mit den Rädern losfahren können. Wir wollen mal zum schicken AQUA Einkaufszentrum von Portimão, das in der Weihnachtszeit immer so schön geschmückt ist. Nur gut, dass kurz vor Mittag wenig Autos auf den Straßen sind, denn es gibt keine Radwege. Dann noch schnell die Räder über eine Fußgängerbrücke geschleppt und schon sind wir da. Wir gehen dann zuerst mal zu dem angrenzenden Komplex, das etwas älter ist. Dort ist auch C & A. BLACK FRIDAY - lesen wir im Schaufenster. Und -20%. Heute ist ja Freitag, gehen wir also mal rein. Die Mode ist heute ja immer so dunkel und uniform, und zuerst denken wir, dass sich die 20% auf schwarze Sachen bezieht. Aber nein, das bezieht sich auf jeden Einkauf hier. Wir finden dann sogar zwei Oberteile für Annette, auf die wir 20% erlassen bekommen. Dann kaufen wir in einem Sportgeschäft ein Sattelkissen für Annette, weil sie mit ihrem kleinen schlanken Popo immer so auf den beiden Knochen sitzt und das zu hart ist. Dann laufen wir hinüber zum AQUA.


 


 



gell, die Jacke passt doch, die kauft Annette



wir wollen ein wenig durch die Geschäfte bummeln

Auch hier heißt es an fast allen Geschäften BLACK FRIDAY und die Geschäfte geben unterschiedliche Rabatte von 15 bis 30%. Schwarzer Freitag, das hört sich so negativ an, gerade jetzt, wo die Adventzeit beginnt. Erinnert so an den Schwarzen Freitag aus dem Jahre 1929 und den gigantischen Börsencrash. Komisch. Na, jedenfalls finden wir in dem schönen Geschäft namens Quebramar auf der oberen Etage zwei schicke Oberteile für Herbert. Eine tolle Mode, irgendwie so maritim, haben sie in diesem Geschäft, und wir bekommen 30% auf den Einkauf, immerhin 36 Euros, abgelassen. Mit den zwei Einkaufstaschen machen wir uns auf die Heimfahrt. Eigentlich wollen wir noch auf einen Cappuccino in eine der Bars in Praia da Rocha einkehren, aber Annette ist jetzt total kaputt. Zumal sie ja schon seit Tagen diesen Batz am Mund hat und die rechte Mandel wehtut. Bleiben wir also bei uns am Platz. Herbert schaut dann später im Internet, was denn nun dieser Black Friday bedeutet. Also der bezieht sich auf den Tag nach Thanksgiving, der in den USA ein Brückentag ist und zu den umsatzstärksten Tagen zählt. Da geben die Geschäfte viele Rabatte. (Als Herbert das alles Annette erklärt, klingelt es bei ihr und sie glaubt, dass sie davon mal in einem Buch von Bill Bryson "Notes From A Big Country" gelesen hätte.) Komisch nur, dass man das in Europa mitmacht, wo man Thanksgiving nicht feiert, geschweige denn an irgendeinem Donnerstag im November Truthahn isst. Aber wer weiß, wir waren ja nun 7 Jahre lang im November nicht mehr in Deutschland, vielleicht feiert man das ja längst. Vieles andere - Valentine's Day und Helloween - äfft man ja mittlerweile auch nach.



bei Quebramar gibt es sogar 30% auf alles



schöne Sachen haben sie bei Quebramar



wir sind schon wieder auf dem Heimweg



Möwen in der Badeanstalt



diese geringelte Jacke ist auch neu von heute

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Samstag, 28. November 2015



heute kaufen wir mal etwas vom Bäckerauto

Jetzt sind die Nächte wieder so milde, dass wir das Dachfenster auflassen können und sogar müssen. Als gegen 9 Uhr das Bäckerauto vorbeikommt, kaufen wir auch mal etwas bei der Frau, damit sie auch mal etwas Umsatz macht. Das Wetter wird heute wieder bombig und wir müssen nicht lange warten auf die Sonne. Wir wollen eigentlich mit den Rädern nach Alvor, aber das tun wir dann doch nicht. Stattdessen bummeln wir am frühen Nachmittag über die Promenade von Praia da Rocha und lassen uns die Sonne auf die nackten Arme und Beine brennen. Von diesem einen speziellen Punkt neben der alten Festung schauen wir auch mal hinunter auf den Stellplatz neben der Marina. Von hier oben sieht man mal, wie voll der Platz ist. Dann steigen wir die Treppen der alten Festung hinunter und bummeln über den Holzweg, der unten am Strand entlanggeht. Wir kehren auch in eines der vielen Cafés und Restaurants hier unten ein und essen Apfelkuchen. Das Gedeck mit Kaffee oder frischem Orangensaft kostet 2,75 EUR, mit Sahne. Dann sind wir wieder daheim und sitzen noch lange Zeit bei uns am Platz. Der junge Einzelreisende kommt auch immer ganz gern mal zu uns zum Reden. So geht der Tag dahin, und auch abends ist es kein bisschen kalt. Die Wettervorhersagen kündigen auch nur gutes Wetter für die kommende Woche an. Da sind wir hier im Süden doch gut aufgehoben.



das Wetter ist jetzt wieder vom feinsten


 



auf der Promenade von Praia da Rocha


 



so voll ist der Stellplatz heuer



die Festung Santa Catarina


 



zurück laufen wir über den Holzweg



Kaffee bzw. Orangensaft und Kuchen für 2,75 EUR im "O Farol"



wie im Hochsommer

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Donnerstag, 26. November 2015



Durchfahrt durch Alcantarilha

Diese extreme Eiseskälte der Nächte liegt jetzt wohl hinter uns. Was uns auch sehr freuen würde. Heute wollen wir ja mal weiterziehen, und wir haben uns überlegt, noch einmal nach Portimão zurückzukehren. Als der Herbert gestern und vorgestern an unserer Webseite gearbeitet hatte, fand er, dass wir die Westalgarve ja doch viel zu schnell verlassen haben. Wir könnten doch hier und da noch schön flanieren und am Sonntag Lamm essen im Casa da Rocha. Also kehren wir heute zurück nach Praia da Rocha. Auf der Fahrt tanken wir noch bei BP Autogas, 28 Liter LPG passen in die Flaschen (zuletzt getankt am 26. Oktober). In Lagoa biegen wir dann ab nach Estômbar, denn diese Route ist viel kürzer als außen rum über die Nationalstraße. In Ferragudo tanken wir bei der Waschanlage auch wieder Wasser, denn das war uns auf dem Stellplatz zu teuer mit 3 Euros. Wir werfen jetzt 50 Cents ein und der Tank wird voll.



in Portimão geht es wieder über die Brücke



wir fahren durch Portimão



wir parken beim Lidl und gehen über die Fußgängerbrücke zum Continente

Wir parken dann auf dem Parkplatz vom Lidl in Portimão und laufen über die pinkfarbene Brücke zum Continente-Komplex. Dort müssen wir auch wieder neues Guthaben fürs Internet kaufen. Dann fahren wir zu den beiden Parkplätzen "zwischen den Hochhäusern". Es ist noch Platz dort, aber es ist erstaunlich, wie die Wohnmobilisten sich hier breitmachen. 5-L Wassergallonen stehen um ihre Fahrzeuge herum, die Abwaschschüssel, Kisten mit Orangen, die Reifen sind mit Lumpen abgedeckt usw. Zigeuner mit 'ner Goldcard, wie Annette immer sagt. Wir treffen auch jemanden an, den wir vom letzten Winter her kennen. Mit ihm reden wir eine Weile und fahren dann mit den Rädern zur Marina. Das Wetter ist eine Pracht, aber die Luft ist kühl. Es ist schön, mit den Fahrrädern durch die Marina zu fahren, auf Betonboden. Im Hafengebäude stehen immer ein paar Bücher im Regal, die man tauschen kann. Drei Bücher haben wir in unserem Rucksack, aber fast alle Bücher hier sind holländisch. Ein einziges findet Annette, das sie mitnehmen kann: The Farm, von Tom Rob Smith. Wir lassen unsere drei Bücher dann hier und kurven noch ein wenig durch die Marina. Drüben in Ferragudo stehen nur wenige Wohnmobile, als hätte man den Platz kürzlich geräumt. Uns wurde es da ja auch zu voll letzte Woche. Jetzt radeln wir heim und sitzen noch lange draußen. Es ist schön, dass der Platz neben uns frei bleibt.



bei MEO müssen wir wieder Guthaben fürs Internet kaufen



wir stellen uns zwischen die Hochhäuser



in der Rezeption der Marina kann man Bücher tauschen



wir radeln noch ein wenig durch die Marina von Praia da Rocha


 



unsere Tagesroute ca. 27km

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