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Samstag, 30. November 2013



Durchfahrt durch Portimão

So, heute wollen wir endlich zum Algarve Book Centre in Carvoeiro. Annette schaut schnell noch mal in die neueste Ausgabe der Portugal News, der Zeitung, die wir gestern beim Pingo Doce mitgenommen hatten, ob der Laden nicht vielleicht geschlossen ist oder so. Aber nein, er ist samstags bis 14 Uhr geöffnet. Die Bücher, zwanzig Stück, darunter fünf Harteinbände und vier in englisch, passen gerade so in die Yamaha und dann fahren wir los. Auf der schönen Eisenbrücke von Portimão geht der Akku der kleinen Canon Ixus aus; schade um den schönen Anblick der beiden anderen Brücken, die über den Río Arade gehen.



wir müssen den Akku der Kamera austauschen

Eins-zwei-drei und schon sind wir im A-B-C, dem Algarve Book Centre, wo wir von Büchern erschlagen werden, so viele, wie es hier gibt. Wir haben den Eindruck, dass es jetzt noch viel mehr sind als im letzten Jahr. Bücher über Bücher, sodass man kaum noch diejenigen findet, nach denen man sucht. Annette hatte auf einen Zettel drei Buchtitel geschrieben und lässt auch den Besitzer, Mr Raymond Crompton, nach ihnen suchen, aber vergeblich. Für unsere zwanzig Bücher zahlt er uns übrigens 32 EUR bzw. setzt man diesen Kredit gleich wieder im Laden ein. Wir finden acht schöne Bücher und zahlen dafür 7 EUR dazu. Sie hätten also 39 EUR gekostet.



im ABC - dem Algarve Book Centre in Carvoeiro



auf der Einbahnstraße geht es einmal ganz durch Carvoeiro



Carvoeiro ist in dieser Bucht gelegen



wir erreichen den Leuchtturm von Ferragudo

Jetzt geht es für uns zurück nach Ferragudo, wo wir uns mit Rosi und Manfred draußen am Leuchtturm treffen wollen. Wir nehmen die Küstenstraße von Carvoeiro, die wir auf keiner Karte oder auf Google Earth gesehen hatten. Es ist eine hübsche Fahrt, und als wir am Leuchtturm ankommen, sehen wir schon die beiden Fahrräder dort stehen. Rosi und Manfred sind ja leidenschaftliche Radfahrer; sie hatten übrigens 23 Jahre lang in Karlsruhe ein Fahrradgeschäft geführt. Sie sind vor uns hier angekommen und haben sich schon ein wenig umgeschaut und sind ganz hingerissen von der Landschaft, den Klippen, dem türkisfarbenen Wasser, den Buchten, die man von oben sieht, dem kleinen Leuchtturm. Wir selbst kommen auch immer wieder gern hierher; es ist ein wunderbares Fleckchen Erde. Hier halten wir uns also eine ganze Weile auf und laufen vor bis zu den beiden Strandbuchten, die man von oben sieht. In der hinteren gibt es ja sogar ein Restaurant, das auf Stelzen im Sand steht. Manfred hat die falschen Schuhe an, mit Eisen an der Sohle, typische Fahrradschuhe. Jetzt hat er seine liebe Müh auf den glatten Steinen, die es hier oben gibt. 



der Leuchtturm hat eine tolle Lage auf den Klippen



wir laufen an den Klippen entlang



was für eine spektakuläre Kulisse



diese beiden schönen Strandbuchten gibt es hier



drüben ist Praia da Rocha



auf der Fahrt nach Ferragudo

Wir halten uns wirklich eine ganze Zeit hier oben an den Klippen auf und fahren dann nach Ferragudo. Zur kleinen Kirche, die etwas erhöht steht und von dort hinunter in den kleinen Ort, der ja mal ein Fischerdorf war. Die Yamaha und die Fahrräder lassen wir an der Kirche stehen und wandeln dann durch die engen steilen Gassen bis zum Ufer des Río Arade. Man hat hier und da einen Christbaum aufgestellt, wobei man hier ja keine richtigen Tannen dafür hat. Unten am Ufer werden gerade ein paar Fische entschuppt, ausgenommen und auf den Grill gelegt. Das Restaurant ist gleich gegenüber. In Ferragudo geht es noch beschaulich zu, auch wenn man in den letzten Jahren manche Apartmenthäuser hingestellt hat. Wir überlegen, ob wir in eines der Cafés einkehren sollen, aber wir haben ja noch ein paar Stück Kuchen vom Pingo Doce. Und so fahren wir heim und haben da unseren Kaffee und Kuchen. Wenn man so in der Sonne sitzt, glaubt man nicht, dass morgen der 1. Advent ist. So, wie das Wetter jetzt ist, kann es bleiben.



Ankunft an der kleinen Kirche von Ferragudo



die Kirche liegt etwas erhöht und bietet schöne Ausblicke auf den Río Arade


 



jetzt kraxeln wir hinunter ins Dorf



der Fisch wird entschuppt . . .



. . . und landet sogleich auf dem Grill



idyllisch geht es zu in Ferragudo



in den Gassen von Ferragudo



ein Blick auf den Hauptplatz



jetzt heißt es Treppensteigen, um wieder hinauf zur Kirche zu kommen



wieder geht es über den Río Arade und heimwärts



wieder durchfahren wir Portimão

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Freitag, 29. November 2013



solche Quallen sehen wir heute in der Marina von Praia da Rocha

Das Wetter zeigt sich wieder von seiner besten Seite, und statt nach Carvoeiro zum Bücherladen zu fahren, wollen wir lieber nach Portimão gehen und etwas durch die Geschäfte bummeln. Nicht, dass wir irgendwas bräuchten, aber jetzt in der Vorweihnachtszeit, wenn alles so schön geschmückt ist, gefällt es uns immer sehr. Um 11 Uhr ziehen wir los und nehmen auch wieder unsere lieben Nachbarn mit. Als wir durch die Marina von Praia da Rocha laufen, sieht Herbert eine dicke fette Qualle, wie wir noch nie welche im Atlantik gesehen haben. Im Mittelmeer schon, aber nicht hier. Ein paar Schritte weiter und es sind insgesamt vier Quallen, die im Wasser wabern.



beim Chinesen kauft sich Annette einen neuen Hut



in den Straßen von Portimão



in dieses kleine Café, das Casa da Isabel, kehren wir ein

Dann wieder am Porto de Portimão, dem Hafen von Portimão, vorbei und schon sind wir mitten in der Stadt. Diesmal gehen wir nicht am Museum vorbei, sondern direkt mitten hinein in die Gassen, wo die Geschäfte sind. In einem Chinaladen kauft sich Annette einen neuen Hut und dann kommen wir in eine Straße, in der sich das Casa da Isabel befindet. Ein kleines altes Café, in das wir alle einen Blick werfen. Innen ist es so gemütlich und klein und einladend, dass wir uns alle hineinsetzen wollen. Die Einrichtung ist so, als wäre man fünfzig Jahre zurückversetzt. Oder gar hundert. Die Deckenlampen, die Kredenz, auf der ein altes Holzradio steht, das Geschirr im Wandregal, alles. Vor allem Rosi und Manfred schauen mit großen Augen und Rosi schießt ein Foto nach dem anderen. Wir beide wissen ja, dass Portugal, vor allem im Hinterland, so schön alt und original ist. Schon deswegen allein haben wir uns vor vielen Jahren in das kleine Land verliebt. Das sagen wir ihnen jetzt. Wir sitzen dann bei verschiedenen Küchlein und Kaffee, und was Eis und Kuchen angeht, ist Manfred ja noch schlimmer als Herbert. Als wir weitergehen wollen, schreibt Annette noch ein paar Worte ins ausliegende Gästebuch, hat das Datum vergessen, läuft nochmal zurück und schreibt es dazu.



drinnen ist alles so gemütlich und original alt



im Hintergrund die alten Möbel



zum Schluss schreibt Annette noch ins Gästebuch

Als wir weitergehen, kommen wir ein paar Gassen weiter, auf der Rua Direita, an einem kleinen Einrichtungsgeschäft namens Diva, Decoração de Interiores, vorbei, das Geschirr und schöne Dekorationen verkauft. Im Schaufenster ist alle so schön weihnachtlich dekoriert, und überhaupt sind die Geschäfte ja oft so klein, als wären es die ehemaligen Wohnzimmer der Häuser. Na jedenfalls sehen wir zwei Kaffeebecher auf einem roten Tablett stehen, die es uns angetan haben. Annette fragt drinnen, was sie denn kosten sollen? 26 Euros. Alles zusammen, die Becher, das Tablett und die beiden Löffel, die in den Bechern stecken. Kurz entschlossen kaufen wir alles, denn immerhin ist es ein portugiesisches Fabrikat, und zwar von Amadeus (A-ma-dää-usch) und es soll uns ein schönes Andenken an den heutigen Tag sein.



hier kaufen wir die Kaffeebecher der Marke Amadeus



fast hätten sich die Männer auf die Karussellpferde gesetzt

Dann wandeln wir weiter, wieder durch die Rua Vasco da Gama, kommen an einer weihnachtlichen Krippe vorbei und sehen diese und jene weihnachtliche Girlande. Auf dem Hauptplatz ist jetzt ein Karussell aufgebaut, bei dem Karussellpferde (also keine echten) auf Schienen fahren und sich abwechselnd aufbäumen. Manfred würde gern mitfahren und Herbert lässt sich sogar dazu überreden, und es steht ja sogar "Para crianças e adultos" - für Kinder und Erwachsene - darauf, aber dann hat Herbert die Idee, dass am Sonntag bestimmt mehr los ist. Jetzt ist es ihm zu leer auf dem Platz, und so ziehen wir weiter.



alles ist immer so schön original erhalten



es gibt ja so viele verschiedene Motive im Pflasterstein



wir kommen an einer Krippe vorbei



auf den Hauptplatz in der Altstadt setzen wir uns

Wir stecken unsere Nasen dann noch in dieses und jenes Geschäft; es gibt auch gute schicke Kleidung zu kaufen, aber meist in kleinen Größen, denn die Portugiesen sind doch so klein und zierlich. Dann kehren wir um und laufen zur Touristinformation, die sich aber gar nicht mehr im angestammten Gebäude befindet, sondern ein paar Ecken weiter. Dort lassen wir uns den Veranstaltungskalender für die Algarve für Dezember geben, denn vielleicht gibt es ja hier und da einen Weihnachtsmarkt? Dann machen wir uns auf den Heimweg und gehen unterwegs noch zum Pingo Doce, dem Supermarkt. Als wir wieder daheim sind, schaut Manfred auf sein GPS-Gerät und es waren sage und schreibe 10,8km, die wir heute gelaufen sind. Da haben wir uns doch jetzt einen zweiten Kaffee mit Kuchen verdient. Den Rest des Tages, also von 15 bis 17:30 Uhr, verbringen wir draußen. Morgen wollen wir aber wirklich zum Büchertauschen nach Carvoeiro, denn montags ist dort geschlossen.



in der Touristinformation lassen wir uns noch einen Veranstaltungskalender für Dezember geben



hier entlang zur Uferpromenade des Río Arade



Portimão gefällt uns immer wieder gut

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Mittwoch, 27. November 2013



ein Blick von der Fortaleza Santa Catarina aus

Für die dritte Ladung Wäsche, alle dunklen Teile, sind wir heute zu faul. Stattdessen sitzen wir schon gleich am Vormittag draußen in der Sonne, denn heute geht kein Wind und es ist entsprechend warm. Manfred rechnet und schreibt Zahlen auf und überlegt, was er wann zuletzt bei sich an Bord eingebaut hat, denn gestern Abend ist sein Bordstrom wieder nicht zusammengebrochen. Mal hält der Strom und mal nicht. Er kommt dann zu dem Schluss, dass sein HD-Receiver (für ein schärferes Fernsehbild) der Übeltäter sein muss, der auf 230V läuft und für den er den Konverter (Umformer) eingeschaltet haben muss. Den will er jetzt mal nicht mehr hernehmen und schauen, ob der Bordstrom seine Kapazität hält. 



wir sind im Casa Portuguêsa

Um kurz vor ein Uhr Ortszeit gehen wir los zum Casa Portuguêsa, wo es ja mittwochs und sonntags immer Lammkeule gibt, mittags und abends. Der war im letzten Jahr so gut, dass wir jetzt wieder dahin wollen. Und man sitzt da so schön mit Blick aufs Meer, den Strand und die Felsen. Das Essen ist wieder sehr gut und wir haben ja alle Zeit der Welt, hier eine ganze Weile sitzen zu bleiben, als die Teller längst abgeräumt sind. Als wir wieder daheim sind, können wir noch bis halb sieben Ortszeit draußen sitzen, weil der Wind noch immer auf sich warten lässt und wir in dicken Jacken stecken. Rosi sogar unter einer Wolldecke.



man sitzt hier so schön und die Küche ist auch richtig gut



ein Salada Sardinha als Vorspeise



die Lammkeule als Hauptgericht


 



noch ein Blick auf die Mole, bevor wir heimgehen

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Donnerstag, 28. November 2013



wir sind beim Einkaufen

Um 9 Uhr auf die Minute hören wir Manfred schon unseren Generator einschalten; da können wir uns denken, dass sein Bordstrom wieder zusammengebrochen ist. Als wir um 10 Uhr losfahren wollen zum Lidl, um zu schauen, ob sie denn nun die Adventkerzen haben oder nicht, kommt er und sagt uns, dass er gestern Abend noch einen Generator (Honda 20i), einen Ladeautomaten und neue Batterien bestellt hat. Die ersten beiden Sachen werden aus Deutschland geliefert, aber als er die Adresse vom Stellplatz angibt, sagt man ihm, dass diese Adresse nirgends im System als Lieferadresse existiert. Wir sagen ihm, dass er doch mal im Hotel Tivoli gleich neben dem Stellplatz fragen soll, ob er deren Adresse nehmen darf. Aber weil sein Englisch nur rudimentär ist, bittet er Annette, ob sie mal fragen gehen kann? Also geht Annette los, und im Tivoli würde man die Lieferung auch problemlos annehmen, aber das Tivoli schließt am Samstag für einen Monat. Man sagt ihr, sie solle mal an der Rezeption der Marina fragen. Das macht sie und man ist mehr als bereitwillig dort, gibt ihr die Adresse der Marina aus einem Prospekt heraus. Als Annette dann Manfreds Namen als Empfänger der Pakete aufschreiben will, will man die Liegeplatznummer und den Bootsnamen von ihr wissen. Als sie dann erfahren, dass Annette gar kein Boot hat, sondern zum Stellplatz gehört, ist der Ofen aus. Man dürfe nur Lieferungen für die Bootsleute annehmen, Ausnahmen sind da nicht möglich. Annette setzt allen Charme ein, sagt auch, dass es dringend ist, kommt aber nicht weiter. Es ist ein komisches Gefühl, so unverrichteterdinge wieder zu gehen. Wurde ihr schon jemals etwas abgeschlagen? Sie kann sich nicht erinnern.



ein Blick auf die Fressmeile vom Continente Einkaufskomplex

Dann fahren wir zum Lidl, aber die dicken Kerzen haben sie nicht; nur ganz kleine, die wir nicht gebrauchen können. Noch schnell zu Fuß zum Continente auf der anderen Straßenseite, wo wir Fleisch für eine Soljanka und ein gebratenes Hähnchen kaufen. Auch eine Mangotorte, die heute nur 50% kostet. Wieder zurück am Stellplatz erfahren wir von Manfred, dass die Batterien, die er in Portimão bestellt hat, morgen geliefert werden, eventuell schon heute. Man würde ihn dann anrufen. Wir sitzen alle zusammen bei Mangotorte, nachdem wir bis 15:15 Uhr vergeblich auf Hanni-Sabine Hansen gewartet haben, die doch um 14:30 Uhr mit Brot und Kuchen kommen wollte, als das Telefon klingelt. Es ist der Batteriehändler. Manfred quält sich kurz auf englisch und reicht das Telefon dann weiter an Annette. Die Batterien würden schon heute da sein und man würde sie zum Stellplatz liefern. Aber für die Rechnung bräuchte man den Namen von Manfred und dessen Steuernummer - fiscal number. Ohne die könne man keine Rechnung schreiben und ohne Rechnung dürfe man die Batterien nicht transportieren, denn wenn man mit Neuware ohne Rechnung unterwegs von der Polizei angehalten würde, müsse man eine gehörige Strafe zahlen. Wir haben so eine Steuernummer nicht, sagt Annette ihm. Manfred wäre eine Privatperson, keine Firma. Ob der Händler nicht irgendeine Nummer nehmen könne usw. Das Gespräch geht hin und her, und gottlob können die Portugiesen alle englisch, wobei diese Geschichte ja nicht mal auf deutsch zu verstehen ist. Wäre uns das in Spanien passiert, sähen wir alle alt aus. Der Händler will jetzt mit seinem Boss sprechen und sich wieder melden. Derweil dämmert es Manfred und Rosi, dass sie seit etwa zwei Jahren eine Steuernummer haben; jeder Deutsche hätte so eine Nummer vom Finanzamt bekommen. (Da sieht man mal, wie lange wir schon aus Deutschland weg sind.) Sie suchen diese Nummer heraus und als der Händler wieder anruft, kann Annette sie ihm präsentieren. Jetzt läuft alles glatt; in einer Stunde will er kommen und die Batterien bringen.



auf der oberen Etage



nachmittags sitzen wir wieder alle zusammen

Derweil ist auch Hanni-Sabine da, die mit lautem Hupen auf den Stellplatz gefahren ist. Kuchen brauchen wir jetzt keinen mehr, aber ein großes Schwarzbrot kaufen wir. Hanni-Sabine kommt jetzt nicht mehr täglich auf die Stellplätze gefahren, sondern nur noch montags und donnerstags, nachdem man sie fast gelyncht hätte, so groß, wie der Konkurrenzkampf hier geworden ist. Eine Finnin, die fließend deutsch spricht mit einem ganz süßen Akzent, kauft sechs Stück Apfelkuchen. Hanni-Sabine backt in der dritten Generation, hat ihre Backstube bei Silves und wir kennen sie und ihre gute Ware noch vom letzten Jahr. Dann kommen die Batterien und anschließend haben wir uns doch wahrlich ein Glas Rotwein verdient. Wieder können wir bis halb sieben draußen sitzen. Vielleicht fahren wir morgen mal zum dem Bücherladen in Carvoeiro und tauschen dort unsere ausgelesenen Bücher.



alle stehen bei Hanni-Sabine Hansen an

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Dienstag, 26. November 2013



die Wäsche hängt wieder

Heute haben wir das gleiche Spiel wie gestern: Hin zum Waschsalon, nur dass es diesmal die Weißwäsche ist und wir eine größere Maschine belegen. Die Waschmünzen muss man sich ja an der Rezeption der Marina kaufen, ein paar Schritte vom Waschsalon entfernt. Auf diesem kurzen Weg hatten wir schon gestern einen kleinen Laden gesehen, der Fender und alles mögliche Bootszubehör im Schaufenster hat. Vielleicht hat der ja auch Autobatterien oder kann welche beschaffen? Die Tür neben dem kleinen Laden ist offen, aber als wir dort fragen, heißt es, dies wäre nur der Unterstand für die Bediensteten der Marina. Ob man denn irgendwo Batterien kaufen könne, fragen wir den Angestellten. Er holt ein Blatt Papier und zeichnet zwei Routen auf, für Geschäfte in Portimão.



am späten Nachmittag laufen wir noch mal los

Dann knattern wir wieder zurück zum Stellplatz und sehen, dass Manfred unseren Generator auf seinem Tisch stehen hat und mit einem Nachbarn daran herumfummelt. Hat er den etwa auch kaputtgekriegt? Er sagt uns, dass unser Generator zwar läuft, aber keinen Strom produziert. Dann hat er mal Nachbars Generator angehängt und dieser würde Strom produzieren. Na toll, sowas hatten wir mal bei unserem Hymer (unserem Vorgängerfahrzeug), bei dem der Generator im Fahrzeug eingebaut war und dieser nach einer Reparatur keinen Strom mehr produzierte. Jetzt nimmt Herbert mal unseren Fön und hängt ihn an den Generator und siehe da, der Fön läuft. Uff, kann es also nur an Manfreds Technik liegen. Die drei Männer fuhrwerken dann noch einige Zeit an der Technik herum, während Annette die Wäsche aufhängt. Dann zeigen wir Manfred die Skizze zu den beiden Geschäften, die Batterien verkaufen, denn irgendwas scheint ja an seinen Batterien faul zu sein. Er fährt dann gleich mal los zum ersten Geschäft, das 8km entfernt ist, was er jetzt aber noch nicht weiß. Als er zurück ist, fährt er mit Rosi zum zweiten Geschäft in Richtung Lagoa, 7km von hier entfernt. Man will ihnen die jeweiligen Preise per SMS zukommen lassen.

Als die beiden um halb vier zurück sind, wollen sie gern noch mit uns auf die Mole gehen statt bei sich an Bord sitzen, wo sie so gut wie keinen Strom verbrauchen dürfen. Es ist gerade die Zeit, in der das Licht immer so schön golden wird. Aber jetzt wird es natürlich auch ganz schnell und schlagartig kalt. Es kommen auch ein paar Wellen. Ach ja, der Blick aufs Meer tut immer wieder gut. Wir sehen einen Taucher, der ganz allein schnorchelt. Aber will man jetzt wirklich im kalten Wasser sein? Zurück am Stellplatz bestellen wir uns eine große Portion Pommes frites und geben dafür unsere Schüssel ab; ist ja weniger Verkackungsmüll. Annette fragt auch mal am Imbisswagen, ob man sich Pakete hierher schicken lassen könne? Das könne man; ihr wird die Adresse des Stellplatzes aufgeschrieben. Man müsse denen am Kassenhäuschen Bescheid sagen, dass man eine Lieferung erwarte, und das wäre schon alles. Na, wir können uns vorstellen, dass die Überwinterer, viele von ihnen hier sind Engländer, die mehrere Monate hier stehen, sich ja vielleicht auch mal dies und das bestellen und hierher liefern lassen.



auf der Mole der Hafeneinfahrt von Praia da Rocha und Portimão



Ob was anbeißt?



aufs Meer zu schauen ist immer wieder schön



ein Blick auf die Marina aus der Ferne



immer mehr Wellen kommen jetzt

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