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Mittwoch, 30. November  2011



hier geht es zum Wohnmobilstellplatz von Portimão

Wir lassen den Tag gemächlich angehen und haben keine großen Pläne für heute. Es ist wieder herrlich warm, als wir losziehen, zuerst mal in den Yachthafen, Boote anschauen. Alles ist hier schick, und Herbert kommt einmal mehr zu dem Entschluss, in ein paar Jahren auf ein Boot umzusteigen. Auf der anderen Uferseite des Arade liegt Ferragudo, und direkt an der Mündung stehen auch ein paar Wohnmobile, die eine tolle Sicht aufs Wasser haben.



wir laufen um den Yachthafen



Blick auf Ferragudo auf der anderen Uferseite des Rio Arade



der Yachthafen ist überaus schick



Blick auf die Fortaleza da Santa Catarina aus dem Jahre 1621

Wir steigen dann auf die Fortaleza, die Festung aus 1621, die ursprünglich zum Schutz der Städte Silves und Vila Nova de Portimão vor spanischen Piraten und Mauren angelegt wurde. Von oben sehen wir, wie hübsch die Wohnmobile hier untergekommen sind. Dann tun wir noch ein paar Schritte auf der Promenade von Praia da Rocha, aber es ist nur wenig los jetzt in den Wochen vor Weihnachten.



die Anlage der Fortaleza



das Café neben dem Hotel Oriental wird gar nicht mehr betrieben

Und wen sehen wir, als wir wieder am Platz sind? Die beiden Nordseeleute, die in der Zwischenzeit in Faro auf einer vorgelagerten Inseln waren. Die beiden scheinen andauernd hin und her zu fahren, weil sie weder Solar auf dem Dach noch einen Generator dabeihaben und ihre Batterien einzig während der Fahrt laden können. Na, die Wiedersehensfreude ist dennoch groß. Den Rest des Tages sitzen wir draußen und lesen. Mittlerweile hat Annette mit dem Buch angefangen, das in Portugal spielt, es beginnt im Jahre 1908 und zieht sich über mehrere Generationen einer portugiesischen Familie. "So weit der Wind uns trägt" von Ana Veloso. Ach, sie kann so richtig in den vielen portugiesischen Namen und Bezeichnungen schwelgen. Herbert hat das Buch als erster gelesen und wusste, das es so sein würde.



Blick von der Festung aus auf die Wohnmobile und Boote

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Dienstag, 29. November  2011



am Morgen ist Ebbe in Olhão

Bevor wir weiterfahren, wollen wir doch noch einen Blick in die Markthallen werfen. Mei, jetzt am Morgen und während der Öffnungszeiten sind so viele Autos vor den Hallen geparkt, dass man die Hallen kaum noch sieht, geschweige denn ein Foto von ihnen machen könnte. Aber es sieht recht flott aus sowohl in der Fleisch- und Gemüsehalle als auch in der Fischhalle. Manche Fischarten haben wir noch nie gesehen, zum Beispiel dicke pechschwarze mit einem irgendwie grimmigen Gesicht.



Blick in die Fleisch- und Gemüsehalle



Blick in die Fischhalle



das Angebot ist üppig



Ankunft in São Lourenço de Matos

Dann setzen wir unsere Fahrt also fort und wollen heute an die Westalgarve kommen. Über Faro geht es auf der N125, der Estrada Nacional, bis wir abrupt nach São Lourenço abbiegen, das kurz vor Almancil liegt. Das kleine Dorf ist berühmt für seine barocke Kirche, die Igreja São Lourenço de Matos, die man von der N125 aus sehen kann. Die Kirche ist perfekt restauriert, aber als wir hineingehen wollen, weisen Schilder in mehreren Sprachen darauf hin, dass das Fotografieren strikt verboten ist. Auch verlangt man einen Eintritt von 2 EUR p.P., was uns befremdet. Eintritt in eine Kirche? Und ohne Fotos? Da verzichten wir auf den Besuch lieber ganz.



Blick auf die Igreja São Lourenço de Matos



die Kirche von der N125 aus

Wir laufen die fünfzig Meter hinunter zur N125, um die Kirche aus einem anderen Winkel zu sehen und zu fotografieren. Puh, ist das ein Verkehr auf der Nationalstraße, richtig beängstigend. Die Autos rauschen an uns vorbei, das es nur so kracht. Auf der Dorfstraße sehen wir dann den Eingang zum Centro Cultural, in dem sich eine Kunstgalerie, ein Skulpturengarten und Räumlichkeiten für Konzerte und Lesungen befinden. Die gesamte Anlage ist sehr hübsch und ländlich; ein paar Maler sind gerade im Hof am Werken.



wir werfen auch einen Blick ins Centro Cultural São Lourenço



im Skulpturengarten



der Phoenix wird wieder schneeweiß

Und weiter geht es, an Albufeira und Lagoa vorbei auf dem Weg nach Portimão. Endlich sehen wir eine Waschanlage, wo wir unseren Phoenix waschen können. Ganz eingestaubt war schon alles. Dann geht es flott weiter, überall werden jetzt Orangen verkauft. Kurz vor Portimão geht es über den Rio Arade und dann steuern wir den neuen Wohnmobilstellplatz von Portimão an, der sich neben dem Yachthafen befindet. Für 2 EUR steht man hier auf einem bewachten riesigen Parkplatz und kann zumindest die Masten der Segelboote sehen. Wir finden, dass wir hier ganz gut gelandet sind und wollen ein paar Tage bleiben.



jetzt werden überall Orangen verkauft



kurz vor Portimão geht es über den Rio Arade



unsere Tagesroute ca. 79km

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Sonntag, 27. November  2011



heute ist Angelwettbewerb am Strand von Manta Rota

Heute findet ein Angelwettbewerb am Strand von Manta Rota statt; das Plakat mit den Ankündigungen hing schon eine ganze Zeit am Supermarkt. Und da wollen wir doch mal schauen, was so los ist am Strand. Donnerwetter, so viele Männer mit Angeln und aller möglichen Ausrüstung. Viele Angeln stecken in Stativen und überhaupt müssen wir uns wundern, was die Angler so alles mit an den Strand schleppen. Hier und da hören wir auch spanisch.



die Einheimischen nehmen zahlreich teil



das Gewürm, um die Fische anzufüttern


 



die Männer stehen von Monte Gordo bis hinter Manta Rota

Wir schauen auch mal in die Eimer, ob denn schon ein paar Fische angebissen haben? Das haben manche; wir glauben, dass es sich dabei um Katzenhaie handelt. Auch ein paar lange und ganz schlanke Fische mit einem langen Horn wie ein Schnabel sehen wir in den Eimern. Es ist Ebbe und wir laufen noch einmal bis ganz an das Ende, an die Lagune vor Cacela Velha. Aber bei Ebbe sieht alles nicht so gut aus wie vor ein paar Tagen bei Flut.



heute verlassen wir Manta Rota

Jetzt müssen wir noch ein letztesmal in den Ort hinein, auf der Suche nach einem Geldautomaten (Multibanco). Den finden wir auf der Hauptstraße. Dann heißt es Abschiednehmen sowohl von Manta Rota als auch von unseren Nachbarn, den beiden Nordseeleuten und einem Paar aus Bremen. Ach, was hat Annette den Bremer Dialekt gern gehört. Wir fahren dann noch einmal schnell nach Castro Marim, entleeren und füllen unsere Tanks, füllen auf der Weiterfahrt noch die Gasflaschen, von denen eine ganz leer und in der zweiten noch 14 Liter (von 22) waren. Jetzt nach Tavira.



irgendwo muss doch ein Geldautomat sein



Tavira am Abend, aber ohne Weihnachtsbeleuchtung

Wir parken am großen Tavia Gran Plaza Einkaufszentrum und zwar an einer Ausfahrt, die ins Nichts geht. Warten, dass es dunkel wird und schauen derweil das Formel 1 Rennen. Abends wird es richtig klamm draußen. Aber dann ist nirgends eine weihnachtliche Beleuchtung zu sehen. Na, vielleicht fängt man damit auch erst am 1. Dezember an? Der hier übrigens ein Feiertag ist. Wir laufen dann noch ein paar Schritte am Ufer des Gilão und gehen wieder heim. Da können wir zumindest noch die Ergebnisse von Stuttgart21 mitverfolgen und freuen uns, dass nun endlich mit dem Bau begonnen werden kann.



unsere Tagesroute ca. 18,5km

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Montag, 28. November  2011



hier hatten wir übernachtet

So blau der Himmel auch ist, aber heute früh müssen wir mal ganz kräftig einheizen bei nur 13°C an Bord. Wir warten darauf, dass der Einkaufskomplex öffnet, denn wir wollen sowohl beim Continente einkaufen als auch in den vielen Geschäften nach ein paar Oberteilen für Annette schauen. Da werden wir auch fündig, und während Annette in der Kabine ist, muss Herbert dann immerzu hin und her rennen und andere Größen heranschleppen, denn diese sind portugiesisch und haben ganz andere Nummern.



wir überqueren den Rio Gilão auf der Nationalstraße N125

Auf der N125 fahren wir dann weiter und sehen Tavira und den Rio Gilão noch einmal von oben aus. Unser Ziel ist Olhão, das wir bisher eigentlich nur im Regen kennengelernt haben. Im Ort angekommen, stellen wir uns zu den anderen etwa 10 Wohnmobilen in den Hafen, auch wenn das nicht erlaubt ist für unsereinen. Aber wie es aussieht, wird man hier wohl geduldet? Nach einem sehr späten Frühstück machen wir uns auf in die Stadt.



hier in Olhão gehen die Taxis Marítimos, die Wassertaxis, zu den vorgelagerten Inseln Armona und Culatra

Der Weg ist ja nur ein Katzensprung, und als allererstes kommen wir an die Ablegestelle der Wassertaxis, die zu den Inseln gehen. Die Küste vor Olhão ist ja total zerklüftet. Die erste Insel kann man fast mit dem ausgestreckten Arm erreichen, so nah ist alles. Unser Blick geht dann zu den beiden Markthallen aus Backstein, deren eine für Fisch und Meeresfrüchte, die andere für Fleisch, Obst und Gemüse reserviert ist. Sie sind aber jetzt am Nachmittag bereits geschlossen.



Blick auf die linke der für den Ort berühmten Markthallen



wir wandeln durch die engen Gassen von Olhão

Wir bummeln dann durch die engen Gassen von Olhão, deren Haupteinkaufsstraße weihnachtliche geschmückt ist. Die vielen alten Geschäfte und besonders deren uralte Leuchtreklamen finden wir interessant. Wir kommen an einer der vielen Kirchen vorbei, die strahlend weiß dasteht.



die Haupteinkaufsstraße ist weihnachtlich geschmückt


 



eine der Kirchen von Olhão



die Promenade von Olhão ist hübsch angelegt

Wieder zurück an der Promenade sehen wir mehrere gekachelte Bänke auf einem parkähnlichen Platz und natürlich haben die meisten der Kacheln Seefahrerj25ive. Wir setzen uns dann in eines der Cafés an der Markthalle und schauen aufs Wasser. Kommen uns dabei vor wie irgendwo an Nord- oder Ostsee, weil man hier Backsteinbauten ja so gut wie nie sieht. Eine Frau kommt mit drei großen Einkaufsbeuteln beladen an uns vorbei, geht auf einen Steg und wird dort von einem kleinen Boot erwartet. Sie will wohl heim auf eine der Inseln. Auf unserem Rückweg schauen wir nochmal direkt in den Hafen hinein, wo die bunten Holzboote gerade so schön von der Sonne angestrahlt werden. Den Blick, den wir später aus unserem Fenster haben, ist dann auch grandios.



man kann die vorgelagerten Inseln vom Ufer aus sehen



heute geht es eindeutig ohne Jacke


 



noch ein Blick auf die von Kuppeltürmen gekrönte Backsteinhalle



diesen Blick haben wir vom Café aus



wir stehen mit dem Wohnmobil im Hafengelände..



..und haben diesen Blick aufs Wasser



unsere Tagesroute ca. 22km

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Samstag, 26. November  2011



am Strand von Monte Gordo

Heute knattern wir mal nach Monte Gordo, den Nachbarort, dessen riesiges pyramidenförmiges Hotel man schon aus mehreren Kilometern Entfernung sieht. Dort angekommen, gefällt uns Monte Gordo nicht besonders. und wir wundern uns, warum uns so oft von anderen Wohnmobilisten von Monte Gordo vorgeschwärmt wurde. Der Ort besteht aus etlichen Apartmentblocks und nicht viel anderem. Der Strand ist mit Holzwegen ausgelegt, die von Laternen gesäumt sind. Das sieht abends bestimmt gut aus, aber die Strandbars sind nicht viel mehr als irgendwelche Bretterbuden. Sonst sind sie an der Algarve fast immer so schick, aber hier ist keine Spur davon.



jetzt im Winter liegen die Boote im Sand

Wir laufen dann einmal am Strand auf und ab und fahren bald wieder heim. Da sind wir in Manta Rota besser aufgehoben, finden wir. Beim Immobilienbüro liegt die neue Ausgabe der Portugalzeitung aus, die kommt immer samstags. Damit setzen wir uns vor die Haustüre und lesen darin.



der Strand ist auch hier vom feinsten



wieder zurück im schönen Manta Rota



dieses arabisch anmutende Haus steht auf dem Hauptplatz



die Wohnmobile stehen neben dem Hauptplatz von Manta Rota

Unter anderem, zum Beispiel, dass man den Arbeitslosen empfiehlt, ins Ausland zu gehen und dort Arbeit zu finden, lesen wir, dass sich viele Kommunen heuer gezwungen sehen, die Weihnachtsbeleuchtung drastisch zu reduzieren und Geld einzusparen. Manche Gemeinden streichen die Weihnachtsbeleuchtung sogar ganz. Wir lesen, dass Lissabon heuer nurmehr 150.000 EUR für Weihnachtsbeleuchtung ausgeben wird, 700.000 EUR weniger als letztes Jahr. Und dass auch die Algarve davon nicht verschont bleibt. In Portimão will man die Ausgaben um 90% reduzieren, von 200.000 EUR auf 20.000 EUR. Auch wird man dort das Silvesterfeuerwerk, das für die Region, wenn nicht sogar für das ganze Land, berühmt ist, von den üblichen 15 Minuten auf etwa 60 Sekunden eindampfen. Na ja, irgendwann und irgendwo muss man ja mal mit den Einsparungen anfangen. Wir wollen morgen weiterziehen nach Tavira, weil wir ja dort alles geschmückt vorgefunden hatten und weil ja morgen der 1. Advent ist.

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