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Dienstag, 30. November 2010

Wir können gar nicht recht glauben, dass der Winter, der kalendarisch ja sogar erst morgen beginnt, Deutschland schon wieder so fest im Griff hat. Hier jedenfalls können wir tags kurzärmelig sein, und das tun wir ja auch. Immerhin erfreuen wir uns wohliger 24°C. Bis 16 Uhr sitzen wir auf unserer kleinen Terrasse, verfolgen das Treiben im Hafen und reden viel mit den beiden Kölnern. Dann machen wir uns stadtfein und wollen Syrakus bei abendlicher oder vielmehr weihnachtlicher Beleuchtung besuchen. 



der Piazza Del Duomo am Abend

Es ist zwar manche Weihnachtsbeleuchtung angebracht, aber angeschaltet ist sie nur hier und da. Vielleicht betreibt man sie nur an den Wochenenden? Trotzdem wirkt Syrakus sehr heimelig, wenn die alten Laternen leuchten. Wir werfen auch wieder einen Blick in den Dom, wo man immer wieder schöne Details finden kann.



eine schöne Stimmung legt sich über die Stadt



die Gassen wirken sehr heimelig

Also kalt ist es überhaupt nicht, im Gegenteil ist es geradezu milde, als wir uns um acht auf den Rückweg machen. Kaum haben wir daheim einen Fuß in der Tür, schmeißt unser Nachbar seinen fest eingebauten Generator an. Also das hätten wir ja nicht gedacht, dass ihm so schnell die Luft ausgeht, dass er so wenig Kapazität hat, denn er hat das dickste Wohnmobil, einen Concorde Carisma. Herbert überlegt nicht lange, sondern parkt uns um, denn der Hafen ist nachts menschen- bzw. autoleer.


 



die Einkaufsstraße ist weihnachtlich geschmückt



am Tempio di Apollo vorbei gehen wir heimwärts

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Montag, 29. November 2010



ein mehr als üppiges Angebot erwartet uns

Wir hatten gelesen, dass täglich außer sonntags ein Lebensmittelmarkt abgehalten wird, und zwar zwischen Apollon-Tempel und dem Piazza C. Battisti. Also mehr oder weniger vor unserer Haustüre. Da wollen wir gleich in der Frühe hin und Obst und Gemüse kaufen. Ach, der Markt gefällt uns, und wie das Gemüse duftet.



beim Fisch ist das Angebot nicht ganz so groß



wir tragen unsere Einkäufe heim

Voll bepackt mit wohl 10 Kilo machen wir uns auf den Rückweg. Dann entschließen wir uns, das Wohnmobil umzuparken auf die andere Seite vom Porto Piccolo, dem kleinen Hafen. Bereits gestern hatten wir dort mehrere Wohnmobile stehen gesehen; man steht dort ungestörter und stört auch selbst weniger. Also fahren wir kurzerhand dorthin. Am Nachmittag kommen noch zwei deutsche Wohnmobile hinzu.



Holzboote dümpeln im Porto Piccolo



wir sitzen wie auf einer Terrasse..

Den Rest des Tages verbringen wir auf dieser kleinen Terrasse; Annette schneidet mehrere Stück Obst auf. Hach, wie herrlich warm es heute wieder ist. Mit den beiden deutschen Paaren kommen wir ins Gespräch, eines davon ist aus Köln und entsprechend lustig. Auch abends ist der Blick auf den Hafen ganz wunderbar.



..und strecken die nackten Beine in die Sonne

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Samstag, 27. November 2010



es geht auf die Autobahn

Es ist nach Mittag, als wir den Stellplatz verlassen. Mit leeren bzw. vollen Tanks und Batterien machen wir uns auf den Weg. Über die Autobahn geht es über Catánia bis nach Syrakus. Die Autobahn ist gottlob in sehr gutem Zustand.



die Autobahn ist gähnend leer..



..aber an der Mautstelle staut sich plötzlich alles

Dann nehmen wir die Ausfahrt Syrakus Nord und schalten mal das Navi an. Laut Auflistung kommt in 7km der Parcheggio Mercato. Na, lassen wir uns mal überraschen, heute am Samstag wird schon kein Markt sein. Immer tiefer hinein geht es in die Innenstadt; wir haben Sorge, mit dem dicken Phoenix noch irgendwo steckenzubleiben. Dann geht es über die Brücke, die auf die Stadtinsel Ortigia führt. Nun heißt es, erste Straße links und schwupp, tut sich ein großer Parkplatz auf.



so einen hübschen Parkplatz haben wir in Syrakus

Hach, wie gut sind wir hier gelandet? Von allen Seiten von Wasser umgeben, die Schiffe schaukeln im Hafen, das hebt unsere Seelen. Die Luft ist zwar erstaunlich frisch heute, aber in dicken Westen machen wir einen ersten Spaziergang am Hafen herum. Wir sind gespannt auf Syrakus.



es wird Abend im Hafen



diesen Blick haben wir aus unserem Fenster



unsere Tagesroute ca. 111km

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Sonntag, 28. November 2010


 

Syrakus, Weltstadt griechischer Antike und heutiges UNESCO-Weltkulturerbe wartet mit herrlichstem Sonnenschein auf uns. Wir aber sind hauptsächlich an der Altstadt, die sich auf der Insel Ortigia - auch Wachtelinsel genannt - befindet, interessiert Immerhin haben wir ja schon die erste Nacht auf der Insel verbracht.



die Überreste des Tempio di Apollo

Nach wenigen Schritten gelangen wir zu den Überresten des Tempio di Apollo (Apollon-Tempel), des ältesten dorischen Tempels auf Sizilien (6./5.Jh.v.Chr.) Noch ein paar Schritte, und wir finden uns auf dem Piazza del Duomo wieder. Von der Größe des Domplatzes sind wir beeindruckt; auch, dass alle Gebäude in so wunderbarem Zustand sind.



auf dem Piazza del Duomo



Blick auf den Dom

Eine üppige Barockfassade ragt hinter der Freitreppe auf, die von Statuen der Apostel Petrus und Paulus flankiert wird. Überhaupt ist auf Sizilien alles überwiegend barock. Wir gehen auch in den Dom hinein, wo gerade der Gottesdienst stattfindet. Es wird gesungen, der Klang ist wunderbar.



es ist gerade Gottesdienst



das Innere ist sehr gut erhalten



Blick auf den Palazzo Beneventano del Bosco

Gesäumt wird der Dom vom Rathaus, einem Werk des Baumeisters Giovanni Vermexio und vom Palast des Erzbischofs. Dem Rathaus gegenüber erhebt sich der Palazzo Beneventano des Bosco.



das Rathaus, ein Werk des Baumeisters Giovanni Vermexio (1629)



an der Fonte Aretusa

Wir lesen, dass Hochzeitspaare, frisch getraut in Rathaus und Dom, durch ein Gässchen zur Fonte di Aretusa, die Quelle der Nymphe Arethusa, eilen. Das tun wir jetzt auch und finden das sagenumwobene halbkreisförmige Bassin nach wenigen Schritten.



Blick auf die Fonte di Aretusa, die Quelle, um die sich ein uralter Mytthos rankt


 

Und nachdem Annette ihren Pullover auch noch auszieht und in die Handtasche verbannt, spazieren wir einmal ganz um die Insel Ortigia herum. Es läuft sich sehr schön, es kreisen sogar endlich wieder ein paar Möwen über unseren Köpfen. Also heute merken wir richtig, dass die 100 Kilometer, die wir nun noch weiter südlich auf Sizilien sind, viel ausmachen in Sachen Hitze. Ein paar Einheimische jedenfalls nehmen ein Sonnenbad, als wäre es gerade erst Spätsommer.



der Weg entlang dem Ufer um die Insel



am Sonntag einen Sonnentag



wir umrunden die Insel einmal ganz



hier stehen wir

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Freitag, 26. November 2010

Unser Entschluss steht fest: Morgen werden wir weiterfahren. Auch bei einem Blick auf die Wetterkarte ist es der ideale Tag, es wird keinen Regen geben, der unsere schöne Polierarbeit ruinieren könnte. Denn nachts kommen hier schon mal ein paar Regentropfen herunter. Schade ist nur, dass wir uns schon so bald von unseren englischen Nachbarn verabschieden müssen. Denn gestern und heute verbringen wir viel Zeit miteinander, erzählen von unseren Reisen usw. Denn so wie wir sind auch sie das ganze Jahr über mit dem Wohnmobil unterwegs. Herbert sitzt mit dem Mann bei uns an Bord und beide versuchen, eine Stellplatzliste auf dessen Navi zu übertragen. Was aber misslingt, alldieweil der Engländer ein Becker-Navi hat und sich die Daten unseres Garmin beißen.
Annette sitzt mit der Engländerin in deren Mobil. Ach, es sind richtig patente Leute und so kontinental. Sie haben deren Wohnmobil in Deutschland gekauft, der Lenker ist also auf der linken Seite. Und es fällt kein einziges Wort in englisch. Am Schluss tauschen beide Frauen noch Bücher. Annette bekommt eines in englisch - die Frau eines in deutsch, das sie sehr gern annimmt.
Heute ist der Himmel bedeckt, aber wie gesagt, für morgen sind die Aussichten gut. Die Yamaha steht schon wieder in der Garage.

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