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Montag,  30. November 2009
 


Blick auf die S. Gualter Kirche

Zumindest regnet es nicht, wenngleich draußen auch nur 4°C herrschen, als wir in der Früh aufstehen. Und drinnen müssen wir uns mit 9°C begnügen, bis uns die Heizung auf Hochtouren in wärmere Gefilde versetzt. Gegen Mittag gehen wir los in die Stadt. Es ist herrlich sonnig. 


wir erreichen die Altstadt

Die Altstadt von Guimaraes ist klein, fein und ist perfekt restauriert. Da sie auch Universitätsstadt ist, findet man hier viele kleine Studentenkneipen. Momentan wird viel gearbeitet, die Leute bessern die Fußwege aus, kehren die Parkanlagen und sind überhaupt sehr beschäftigt.


Blick in die Rua Moniz


die Rua de Santa Maria


 

Die Rua de Santa Maria ist eine der ältesten Straßen von Guimaraes, die das von Mumadona gegründete Kloster und den angrenzenden tiefergelegenen Stadtteil mit mit dem Schloss im höhergelegenen Teil der Stadt verband.


auf dem Praca de Santiago

Der Praca de Santiago mit seiner langen Geschichte, der im Laufe der Zeit in verschiedenen Urkunden erwähnt wird, hat bis jetzt seinen mittelalterlichen Charakter beibehalten. Auf dem Platz finden wir auch eine Touristinformation, wo wir uns einen Stadtplan geben lassen. Außerdem sagt man uns, dass heute am Montag alle Museen und Sehenswürdigkeiten geschlossen seien.


Leben in der Altstadt


auf dem Weg zum Palast der Herzöge von Braganca

Es ist ein schöner Weg zum Palast und der Burg hinauf. Die Gärtner befreien die Parks von Laub. Der Rasen schaut so gut und gepflegt aus, dass wir ihn anfassen, ob er überhaupt echt ist. Hier treffen wir auch auf mehrere andere Touristen, unter anderem auch eine Schulklasse. Am Palast angekommen, ist dieser geschlossen. Er beinhaltet viele Stücke portugiesischer Geschichte aus dem 17. und 18. Jh.


die Burg von Guimaraes

Wieder zurück in der Altstadt, kaufen wir ein. Das Brot schmeckt uns immer so gut. Auch kaufen wir uns ein Grillhähnchen und ein paar Früchte. Die Preise für alles erscheinen uns recht gering, aber vielleicht liegt es auch an der Region.


"Hier wurde Portugal geboren"

Die Altstadt von Guimaraes gehört zum UNESCO Weltkulturerbe. Außerdem gilt die Stadt als Wiege der Nation. Hier gründete Afonso Henriques in 1139 das Königreich Portugal. Wir gehen erst einmal wieder zum Wohnmobil zurück und nehmen uns vor, die Stadt am Abend bei Weihnachtsbeleuchtung noch einmal zu besichtigen.


Adventstimmung legt sich über die Stadt


der Toural-Platz


 

Wir sind überwältigt von der schönen Beleuchtung. Jede Straße ist auf andere Weise geschmückt. Zudem tönt in der Altstadt weihnachtliche Musik aus Lautsprechern, die an den Häuserfassaden angebracht sind.


 

Es sind bestimmt zwei Stunden, die wir im abendlichen Guimaraes verbringen. Wir sind in richtig guter Weihnachtsstimmung mit dem angenehmen Effekt, dass es hier nicht so bitterkalt ist wie daheim. Die Finger frieren uns hier nicht ein.


jedes Straße ist anders beleuchtet


das alte Rathaus auf dem Largo de Oliveira


 


die S. Gualter Kirche am Abend


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Sonntag,  29. November 2009
 


 

Es ist der 1. Advent. Und der Regen hört und hört nicht auf. Als sich gegen Mittag ein kleines Knopfloch blauen Himmels auftut, ziehen wir uns an, weil wir doch endlich in die Stadt gehen wollen. Aber ach, wir sind noch gar nicht ganz in Hut und Mantel, als der Regen wieder einsetzt. Schade um den schönen Adventsonntag. Wir bleiben also den ganzen Tag an Bord. Annette findet einen tollen Radiosender (M80MINHO, was wohl meine 80er heißen mag). Jedenfalls spielt den ganzen Tag tolle 80er Jahre Musik. Wir verbringen viel Zeit mit Lesen und Gemütlichkeit. Am Abend hören wir dann ein endloses Trommeln in den Straßen. Es sind junge Leute unterwegs, die bis weit nach Mitternacht durch die Straßen ziehen und trommeln.


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Freitag,  27. November 2009
 


die Rua de Olaria hinauf zur Oberstadt

Mit dem Wetter haben wir heute Glück und so wollen wir die Stadt Lamego besuchen. Am Vormittag erreichen wir die nur wenige Kilometer von Régua entfernte Stadt und parken ganz nah zur Altstadt.


beim Schuhmacher

In der Rua de Olaria sehen wir ein uriges kleines Schuhgeschäft mit schönen Lederstiefeln in den Auslagen. Wir gehen hinein und Annette probiert ein paar Stiefel. Wir nehmen an, dass der alte Mann sie selbst geschustert hat, denn merkt es an der Verarbeitung (den Nähten), dass sie handgefertigt sind.


die Kathedrale Sé de Lamego

Die Stufen durch die Rua de Olaria führen hinab in die Unterstadt, wo wir etwas bummeln. Wir gelangen an die Kathedrale, in die wir auch hineinschauen. Sie ist sehr prächtig und gut erhalten. Lamego ist sowohl Bischofsstadt als auch Wallfahrtsort auf dem Weg nach Santiago de Compostela.


gut erhaltene Deckenbemalungen


 

Eine alte Frau sitzt in der Sonne und strickt. Es sind solche Alltagsfotos, die der Herbert ganz besonders liebt. Heute müssen wir auf die Uhrzeit achten, denn wir parken an einer Parkuhr, und die Höchstzeit ist auf 2 Stunden begrenzt. Und da vor uns bereits ein Auto mit einem Knöllchen versehen ist, achten wir streng auf unsere Parkzeit und müssen erst einmal wieder zum Wohnmobil zurück. Zu allem Unglück nimmt der Automat keine 1-EUR Münzen an, und so müssen wir in den Geschäften immer kleineres Münzen einwechseln.


Annette sonnt sich vor dem Teatro Ribeiro Conceicao


es geht Richtung Kirche Nossa Senhora dos Remédios


die Freitreppe hinauf zur Kirche

Wir finden in der Unterstadt auch eine Touristinformation, wo uns manches empfohlen wird. Unser Weg führt jetzt zur Kirche Nossa Senhora dos Remédios. Vor allem der spektakulären Schönheit der Freitreppe wegen, die in 686 Stufen hinaufführt, darf uns diese Attraktion nicht entgehen.


Azulejobilder auf der Freitreppe


die Kirche Nossa Senhora dos Remédios

Zu dieser Kirche kommen die Portugiesen aus Glaubensgründen. Die Schautreppe mit Verweilterrassen, Statuen, Azulejobildern und Kreuzwegstationen wurde im frühen 19. Jh. nach dem Vorbild der Anlage von Jesús do Monte bei Braga entworfen.


Blick hinunter auf die Stadt Lamego


eine der Verweilterrassen auf der Treppe

Wir lesen, dass die Kirche einen wenig bemerkenswerten Innenraum haben soll. Und da sie ohnehin erst um 13:30 Uhr geöffnet sein wird, warten wir nicht, sondern steigen die 686 Stufen wieder hinab. Jetzt wollen wir zum Castelo. Über die Rua da Olaria wandern wir hinauf ins Burgviertel. An altertümlichen Steinhäusern entlang erreichen wir das Castelo. Dieses ist jedoch auch geschlossen und es ist keinerlei Öffnungszeit zu lesen.


das Castelo de Lamego e Cisterna


der Weg zum Castelo


es geht wieder hinunter in die Stadt

Da wir in Peso da Régua Strom haben, entschließen wir uns, am Abend wieder dorthin zurückzufahren. Diesmal nehmen wir die Autobahn, was wesentlich empfehlenswerter ist. Es sind gerade einmal 9 Kilometer zurück nach Peso da Régua.


unsere Tagesroute ca. 13km


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Samstag,  28. November 2009
 


über den Wolken..

Als wir aufstehen, ist es sehr neblig. Entlang dem Ufer des Douro geht es in Richtung Amarante. Kurvenreich auf enger Straße geht es den Berg hinauf. Eine Horrorfahrt. Vor jeder Kurve halten wir vorsichtig, weil die Portugiesen unberechenbar sind am Steuer. Sie schneiden uns in jeder Kurve. Außerdem fahren sie so nah auf, als klebte ein Auto am anderen. Die Portugiesen rasen mit ihren Autos, als ginge es um Leben und Tod. Und darum geht es ja letztlich auch. Kein Wunder, dass Portugal die meisten Unfalltoten in ganz Europa aufzuweisen hat. Und dabei sind die Portugiesen ein so angenehmes Volk. Für uns jedenfalls sind es sehr angestrengte 30 Kilometer.


Ankunft in Amarante

Dann erreichen wir Amarante. Heute am Samstag herrscht viel Verkehr und wir müssen zweimal durch die gesamte Stadt fahren. Und finden und finden keinen Parkplatz. Dann sieht Herbert oberhalb des Busbahnhofs am Ortseingang einen versteckten Parkplatz. Und siehe da, er ist fast komplett leer. Wir sind froh, frühstücken erst einmal und verdauen die schlimme Anreise hierher.


die Altstadt wird neu gepflastert

Dann machen wir uns auf den Weg in die Stadt. Diese wird zur Zeit umfangreich neu gepflastert. Wir halten uns in Richtung der Brücke, die über den Rio Tâmega führt. Am Ufer ist heute Markt.


 


Brücke über den Rio Tâmega


Brotverkäuferin auf dem Markt

Wir schauen uns den Markt an, was immer ein Erlebnis ist. Eine alte Frau bietet uns einen ziemlich großen Brocken zum Kosten von ihrem Pfefferkuchen an. Hach, es schmeckt wie aus der Kindheit. Würzig und etwas süßlich. Die Frau ist eine sehr eifrige Verkäuferin. Wir wollen dann einen Laib kaufen. Sie packt uns dann aber zwei ein, was uns auch lieb ist. 


die alte Frau verkauft Pfefferkuchen


Blick auf die Altstadt


ein weiterer Blick auf die Stadt

Dann spazieren wir weiter zur Kirche. Ein heftiger Regenschauer überrascht uns aber, und so suchen wir uns schnell ein Café, wo wir hineinhuschen können. Das Café ist schon recht voll, aber wir bekommen den schönsten Tisch am Fenster mit Blick auf den Tâmega. Es regnet heftig, aber nur kurz. 


bei einer Tasse Cappuccino


die Kirche Sao Goncalo

Endlich sind wir an der Kirche Sao Goncalo. Der Heilige Goncalo wird als Ehevermittler und Kuppler verehrt. Man fleht ihn auch um Kindersegen an. Denn der Heiligenkult um diesen asketischen Eremiten verschmolz auf seltsame Weise mit einem vorchristlichen Fruchtbarkeitskult. Und so beschenkt man sich an dessen Geburtstag, dem 13. Januar (was auch Herberts Geburtstag ist), mit Gebäckstücken in eindeutig phallischer Form.


der Altar der Kirche


der Innenhof der Kirche


Adeus, du schöne Stadt

Unsere Fahrt geht nun weiter nördlich in Richtung Guimaraes. Nahe dem Ort Felgueiras biegen wir auf die Autobahn, um möglichst die Landstraßen zu meiden. Kaum in Guimaraes angekommen, fängt es heftig und ausdauernd zu regnen an. Wir parken auf einem etwas erhöhten Parkplatz neben dem Bahnhof.


 

Dann machen wir es uns gemütlich, trinken uns eine Tasse Kaffee und essen vom Pfefferkuchen. Hach, wir können sagen, dass wir uns in Portugal so richtig wohl fühlen. Wenngleich wir nie für möglich gehalten hätten, dass in Portugal so viel Wassermassen vom Himmel kommen. Der Regen hört auch jetzt bis in die Nacht hinein nicht auf.


unsere Tagesroute ca. 75km


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Donnerstag,  26. November 2009
 


am Douro in Peso do Régua

Unsere Fahrt geht heute direkt am Ufer des Douro entlang. Es ist eine hübsche Fahrt, aber das Wetter spielt nicht so richtig mit. Die Strecke führt über die Stadt Peso do Régua. Eigentlich wollen wir hier nur ein Foto machen von der Promenade am Douro, aber dann sehen wir mitten in der Stadt auf dem Hauptparkplatz einen ausgewiesenen Wohnmobilstellplatz für 4 Mobile. Sogar mit kostenlosem Stromanschluss.


Stadtleben in Peso do Régua


in der Markthalle

Wir bleiben also erst einmal hier und machen uns auf zu einem Spaziergang durch die Stadt. Direkt charmant ist sie aber nicht. Sondern hauptsächlich Zentrum der Portweinindustrie und Drehpunkt für den Verkehr ins Weingebiet. Wir schauen in die Markthalle, in der es turbulent zugeht.


Verkauf von Lebendvieh auf dem Markt


 

Dann gehen wir zum Intermarché, ein Brot und Orangen und Birnen zu kaufen. Auf dem Rückweg müssen wir uns richtig beeilen, noch trockenen Fußes heimzukommen. Aber ein paar Regentropfen bekommen wir dann doch noch ab.


unser offizieller Wohnmobilstellplatz in der Stadt


unser Blick aus dem Fenster

Als wir den Laptop herausholen, stellen wir fest, dass wir uns sogar in ein freies WIFI einloggen können. Mit dem Stromanschluss und dem freien Internet lässt es sich hier auch bei Regen ganz gut aushalten an Bord. Dazu kommt noch der schöne Blick aus dem Fenster auf den Brunnen, der bis in die Nacht plätschert.


unsere Tagesroute ca. 27km


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