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Samstag, 31. März 2018



blauer Himmel - und das Wasser zieht immer weiter ab

Heute ist der Himmel wieder blau, steht einem Sonnentag nichts im Wege. Jetzt bei Vollmond sind Ebbe und Flut immer besonders stark; bis Vormittag ist Ebbe, und zwar so richtig heftig. Das Wasser fließt aus dem Rio Arade ab wie wild. Und dann kommen die Einheimischen mit Spaten und Eimern und graben nach Meeresfrüchten. Die Möwen stehen auch im Schlick und finden sicher dies und das an essbarem Getier. Heute, am Ende des Monats, hat Herbert an unserer Webseite zu tun, und obwohl wir Bordstrom haben ohne Ende und den alten Laptop problemlos an die 12V-Steckdose hängen könnten, finden wir, dass er die Arbeiten auch im Q Café erledigen kann. Da sitzt man immer so schön, es spielt Musik und man kann dem Treiben drinnen und draußen zuschauen. Also gehen wir ins Q Café, und jetzt wissen wir auch (beim Einloggen in deren WIFI), wofür das Q steht: Es steht für Quaresma (Fastenzeit). Und wir dachten immer, die Betreiberin hat einen Vor- oder Nachnamen mit Q. Annette hat sich ein Buch mitgenommen, für den Fall, dass die Arbeit etwas langwieriger wird. Anschließend bringt sie den Laptop nach Hause und dann tun wir wieder ein paar Schritte durch Ferragudo. Heute lesen wir, dass die Festung, die in Privatbesitz und sogar bewohnt ist, Castelo de São João do Arade heißt. Steht am feudalen Eingang dran. In einem größeren Bogen laufen wir durch Ferragudo, kommen am Hotelkomplex Vila do Castelo vorbei, werfen einen Blick in die Anlage und sehen ein großes Wandfoto von Ferragudo von 1980. Da muss der Ort noch bettelarm gewesen sein. Schade, dass der Wind heute vom Meer kommt, entsprechend kalt ist und wir auch an unserem lauschigen Platz nicht windgeschützt sitzen können, denn Annette wollte heute draußen ein Glas Port auf Martina trinken, eine unserer treuesten Leserinnen, die heute Geburtstag hat. Drinnen mag sie nicht trinken, das ist ja nicht stilecht. Na ja, dann halt morgen. Dennoch ist es heute wieder ein grandioser Tag für uns.



kleine Wagenburgen haben sich gebildet auf der Wiese von Ferragudo



wir gehen wieder nach Ferragudo



Ferragudo auf dem trockenen



wir sind wieder im Q Café



diesen Ausblick haben wir aus dem Q Café



wir tun auch wieder ein paar Schritte durch den Ort



wer soll das alles kaufen



ein Scherenschleifer macht sich ans Werk, nachdem er mit einer winzigen Flöte durch Ferragudo geträllert ist


 



ein Blick auf das Castelo de São João do Arade



wir wandeln durch ein paar Gassen


 



hübsche kleine Häuslein gibt es hier oben

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Freitag, 30. März 2018



Ebbe . . .

Wir wachen jetzt doch wieder immer früher auf. Annette sagt: Ich warte nur, bis die Kirchglocken gehen, dann weiß ich, dass es 7 Uhr Ortszeit ist und Zeit zum Aufstehen. Die Glocken gehen und gehen aber nicht. Es dauert. Sie sagt: Oder gehen die am Karfreitag nicht? He, das ist aber kein Grund, mir an den nackten Popo zu fassen. -- Ich will ja die Glocken läuten. -- Aber die sind doch im Glockenturm, nicht da unten im Keller. -- Ach so . . . Wenig später gehen die echten Kirchglocken dann endlich, und zwar ist es da schon 8 Uhr Ortszeit. Jetzt aber aus dem Bett. Das Wetter gibt heute nicht so viel her, und in der Nacht hatte es ja sogar etwas geregnet. Die Luft ist wieder kalt. Laut unseren Unterlagen müsste der Karfreitag auch hier ein Feiertag sein, aber wir können ja mal schauen, ob der Lidl nicht doch offen ist. Er ist, und wir sind schon etwas verfroren, als wir ankommen. Der Lidl ist modernisiert, und sie haben einen Cafébereich geschaffen. Aroma português (pur-tu-gääsch), so heißt wohl die neue Kette. Auf dem Heimweg freuen wir uns, wenn wir wieder bei uns an Bord gehen können und aufwärmen. Der Nachmittag sieht dann aber schon wieder gefälliger aus. Wir beobachten, wie das kleine Wassertaxi ständig hin- und herpendelt zwischen Portimão und Ferragudo. Es ist oft pickepackevoll mit Leuten. Wir lesen auch wieder viel. Annette hat gestern angefangen mit "The Piano Tuner" von Daniel Mason. Sie ist zwar erst auf Seite 85, kann aber jetzt schon sagen, dass dieser Roman mal wirklich gut ist. Die Geschichte beginnt in 1886; der Klavierstimmer soll nach Burma reisen, ein seltenes Klavier stimmen. Es ist ja derzeit ziemlich populär, die Romane in dieser Zeit spielen zu lassen, aber die Dialoge (wie z.B. in "The Tea Planter's Wife", spielt auch in Burma, in den 1920ern) sind immer viel zu freimütig und zu laut, es wird immer viel zu viel gelacht; man projiziert das Verhältnis von Mann und Frau aus heutiger Zeit 150 Jahre zurück. Da ist es besser, man liest die alten Klassiker, da bleibt einem das erspart. 



. . . und Flut



auf dem Weg ins benachbarte Parchal zum Einkaufen



im Lidl haben sie diesen Cafébereich geschaffen



diese bunten Sachen werden aber nicht gekauft (die sind im Ausland immer furchtbar süß und kitschig)



es geht zurück nach Ferragudo

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Mittwoch, 28. März 2018



im Häusermeer von Praia da Rocha

Heute wollen wir mal in die Marina von Praia da Rocha, wo neben dem Waschsalon die Rezeption für die Bootsleute ist und wo man in der Vergangenheit immer Bücher tauschen konnte. Außerdem hat man von da aus einen direkten Blick auf Ferragudo, und wir wollen mal schauen, ob da noch Wohnmobile stehen. Nicht, dass wir von hier wegfahren und drüben nicht unterkommen und unseren Platz hier verlieren. Wir hätten ja auch hinfahren können zur Marina, aber wir wollen jeden Tag lange Wege gehen und uns schön bewegen. Also auf geht es am Vormittag. Wir gehen diesmal die Autostraße entlang, nicht oben auf der Promenade. In der Marina ist es schön wie immer. Und Bücher haben sie jetzt tonnenweise in allen möglichen Sprachen. Schnell noch ein Blick auf Ferragudo geworfen und ja, es stehen Wohnmobile da, ein paar mehr als am Sonntag, als wir von der Festung aus rübergeschaut hatten. Jetzt über Ostern muss man ja mit allem rechnen. So gesehen kommen uns Feiertage aller Art immer irgendwie in die Quere. Für uns ist jeder Tag ein Feiertag - den Alltag überlassen wir den anderen.



Ankunft in der Marina von Praia da Rocha



ein Blick auf die Festung von Ferragudo



einmal um das Hafenbecken herum und zur Rezeption


 



hier kann man Bücher tauschen ohne Ende



unser Platz hat sich etwas geleert

Wir finden, dass wir doch besser noch heute rübermachen nach Ferragudo, denn wer weiß, was morgen ist. Also gehen wir jetzt nicht mehr die große Runde über Portimão, sondern heimwärts. Bei uns am Platz leeren wir noch die Kassette (hier ist ein Gully, den jeder dafür benutzt) und fahren dann durch Praia da Rocha und Portimão und über die Brücke und nach Ferragudo. Erstmal zur Autowäsche im Hafen von Ferragudo, dann dort auch zum Wassertanken. Zum Lidl und zur großen Wiese. Unser angestammter Platz ist von Engländern belegt, aber es gibt noch einen hübschen Platz mit Blick auf Ferragudo durch die offene Schiebetür. Wir müssen uns mal wieder kneifen, weil es so schön ist heute. Die Möwen schreien, die Kirchglocke geht zu jeder Viertelstunde und die Sonne brennt. Annette ist schon etwas rot am Arm. Na, morgen sollen es ja nur noch 14°C werden mit drei Stunden Sonne. Wir sind jedenfalls gerüstet für Ostern, müssen jetzt noch ein paar Ostergrüße schreiben. Bis zum Abend sitzen wir dann draußen und würden uns freuen, wenn wir die Ostertage hier in Ferragudo - immerhin unser Lieblingsort in der Algarve - verbringen können.



Durchfahrt durch Portimão



MEHR LOHN (auf dem Hauptplatz von Portimão)



Portimão



wir müssen über die Brücke übers Wasser, über den Rio Arade



Ferragudo, wir kommen



erst noch in die Autowäsche, dann kann Ostern kommen



wir tanken auch noch Wasser



Also nochmal: Ferragudo, wir kommen.


 



die Anzahl der Wohnmobile hält sich in Grenzen



ein Ausblick, der die Seele hebt



unsere Tagesroute ca. 6km

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Donnerstag, 29. März 2018



ein neuer Tag - mit Blick auf Praia da Rocha

Da freut man sich, dass es heute wieder etwas kühler werden soll mit wenig Stunden Sonnenschein, dass sich die Haut mal wieder etwas erholen kann, dass man seine neuen langen Hosen anziehen kann, und dann muss man sich zu Tode schwitzen, weil die Wettervorhersage mal wieder falsch ist. Schon beim Frühstück sagen wir, so, die erste halbe Stunde Sonne haben wir jetzt, jetzt noch zweieinhalb und dann ist fertig. Aber die Sonne geht nicht weg. Wobei wir sagen müssen, dass die Luft und der leichte Wind ziemlich frisch sind. Am späten Vormittag gehen wir nach Ferragudo, gehen auch mal in den Laden der Heilsarmee, um mal nach Secondhandkleidung zu schauen. Der Erlös des Ladens geht an eine Eselfarm. Wir finden da ein schönes dunkelblaues Sommerkleid mit hellen Punkten, aber wie immer passt Annettes Busen nicht hinein. Eine kurze Hose kaufen wir stattdessen. Wir brauchen leichte Sachen, haben nicht genug mitgenommen, weil wir nicht dachten, dass wir so lange über den Winter fortbleiben würden. Anschließend setzen wir uns ins Q Café, aber nach drinnen, weil es draußen doch zu kalt ist im Wind. Wir kraxeln dann noch hinauf zur Kirche, die sogar mal geöffnet ist. In all den Jahren waren wir erst einmal drinnen während eines Weihnachtssingens, ansonsten war sie immer geschlossen. Es ist herrlich hier hoch oben über Ferragudo. Der Blick auf den Rio Arade und das Umfeld, einfach toll. Zurück im Ort kaufen wir beim Toc Toc ein Hähnchen mit Batata frita, Pommes frites, wie man unschwer erraten kann. Gegen 15 Uhr sind wir wieder daheim, setzen uns noch nach draußen und es werden dem Herbert noch die Haare geschnitten, die schon wieder arg ins Kraut geschossen waren. So geht der Tag dahin und ruckzuck ist es wieder Abend. Im Dunkeln wird Ferragudo richtig charmant, aber auch bei Sonnenschein macht der alte Fischerort immer eine gute Figur.



und täglich werden es mehr



auf geht es



Ferragudo


 



ein Blick auf den Hauptplatz, den Praça Rainha Dona Leonor (Rainha heißt Königin)



im Q Café (fast überall ist Selbstbedienung)



wir lesen das Tomorrow-Magazin, Ausgabe Portimão-Ferragudo-Lagoa



ein Spaziergang durch Ferragudo


 



wir kraxeln hinauf bis zur Kirche


 



welche Seltenheit, dass die Kirche mal geöffnet ist



schöne Ausblicke vom Kirchplatz hinunter



drüben ist die Marina von Praia da Rocha, das runde gelbe Gebäude ist die Rezeption für die Bootsleute


 



hier oben gibt es keine verfallenen Häuser mehr



es geht steil hinab


 



immer fleißig



Ferragudo ist schön



Und noch ein Blick auf den Hauptplatz - wie hieß der noch?



im Toc Toc kaufen wir ein Hähnchen



Ferragudo, ansehnlich von jeder Seite



die Möwen umschwirren das Boot und machen ein Riesengeschrei



unser lauschiges uneinsehbares Plätzchen



auch hier wird das Segeln geübt



Nacht wird es in Ferragudo (ab 22 Uhr gehen die Kirchglocken nicht mehr)

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Dienstag, 27. März 2018



auf dem Weg nach Portimão

Weil unser Olivenöl alle ist, müssen wir nach dem Frühstück mal zum Continente-Komplex gehen und eine neue Flasche kaufen. Heute sind wir schlau und gehen hochsommerlich los in kurzen Hosen, heute wird es nämlich noch wärmer als gestern. Wir freuen uns, dass der Frühling jetzt endlich angesprungen ist. Im Continente gehen wir dann erstmal in die obere Etage, vielleicht haben sie ja ein paar schöne Kleidungsstücke da. Am Ende kaufen wir eine hautenge orange Hose für Annette und ein Polohemd für Herbert. Dann das Olivenöl und das Essen für heute Abend. Fisch und wieder einen Endiviensalat. Gegen 14 Uhr sind wir zurück, puh, 32°C an Bord. Wir wollen auch wieder in die Moonlight Bar gehen; es ist außer dem Miradouro Café unsere liebste Einkehr hier in Praia da Rocha. Herbert schüttelt immer seinen Kopf, wenn er sieht, wie die Leute, also die Männer, mit nacktem Oberkörper im Café sitzen. Und die jungen Frauen, dick wie die meisten heute sind, total knapp angezogen, dass sie aussehen wie Elli Pirelli. Erst sitzen wir bei Orangensaft und Cappuccino. Der Cappuccino mit Schlagsahne, mmh. Annette lässt es immer krachen mit Sahne und Joghurt mit 10% Fett und solche Sachen. Das macht nämlich gar nichts aus. Was etwas ausmacht ist der Zucker, der überall drinnen ist und den es zu vermeiden gilt. (Das Gute bei ihr ist, dass sie außer Keksen und Schokolade überhaupt keine Süßigkeiten mag; nicht mal Eis oder Kuchen.) Später essen wir noch einen Tosta mista (Toschta mischta), und Herbert legt die Füße hoch. Ja, so können die Tage weitergehen. Es kommen vier Leute an den Nebentisch, die wohl Dänen sein müssen. Eine Sprache, die wir selten zu hören bekommen. Heute sind wir eine Stunde früher zurück und können schön trödeln bis zur Zubereitung des Abendessens. Unser Platz ist immer voll, und sobald einer wegfährt, rückt ein anderer nach. Immer mehr Spanier kommen an.



oben im Continente-Komplex



ein Blick auf die Haupteinfallstraße von Portimão - wir haben Praia da Rocha im Rücken



unser Platz ist immer voll



und so ist der Platz gelegen - zwischen den Hochhäusern, wie wir immer sagen



wieder in der Moonlight Bar unter einem Stück Markise



Praia da Rocha ist total international

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