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Montag, 31. März 2014

Heute wollen wir endlich weiterziehen, und wir müssen auch unbedingt Wasser tanken und unsere Tanks leeren, was man ja da am Platz, wo die anderen Wohnmobile in Costa Nova stehen, tun kann. Der Regen hört sogar rechtzeitig auf, sodass wir kurz vor Mittag losfahren können. Das Gewinde vom Wasseranschluss ist dann kaputt, total abgewetzt und platt. Müssen wir also mit der Gießkanne ran. Derweil fängt der Regen wieder an, so ein Mist. Dann noch mit einem Eimer die Tanks leeren, weil der Gulli so sechs oder sieben Meter entfernt ist und man nicht dranfahren kann. Ziemlich ekelhaft, das ganze, aber mit vollen Tanks wollen wir nicht weiterfahren. Und mittlerweile wollen wir überhaupt nicht mehr weiterfahren, sondern uns wieder auf unseren angestammten Platz stellen. Das machen wir dann auch und müssen dann erstmal aus den nassen Sachen heraus. Der Rest des Tages geht dann so dahin bis zum Abend. Der Regen kommt und geht.

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Sonntag, 30. März 2014



die Sonne geht auf über der Lagune - und ist gleich schon wieder hinter den Wolken verschwunden

Um halb sieben - ach nein, da ist es ja schon halb acht wegen dieser doofen Sommerzeit, die seit heute Nacht gilt - na jedenfalls recht früh am Morgen geht die Sonne wieder so schön auf über der Lagune. Aber dicke Wolken warten schon darauf, sich in den Vordergrund zu drängen. Und schon ist die Sonne wieder weg und wir bekommen sie erst wieder am späten Nachmittag zu sehen. Wir sitzen dann lange beim Frühstück, oder ist das nur, weil es schon so spät aussieht auf der Wanduhr? Egal. Heute jedenfalls ist das letzte der vier Stück Butter (ungesalzen), die sich Annette am 18. November in Spanien gekauft hatte, aufgegessen. Vier Stück Butter in viereinhalb Monaten ist doch bestimmt nicht so schlecht? Wir vertreiben uns die Zeit an Bord, während es draußen aus Eimern gießt. Schön, dass wir gestern so einen schönen Tag in Aveiro hatten. Am späten Nachmittag gehen wir mal ein paar Schritte vor die Tür, hatten auch überlegt, in der Markthalle ein paar Garnelen zu kaufen. Hatten dann aber die Befürchtung, dass sie alt sein könnten und so essen wir heute eben Spinat, den wir noch im Eisfach hatten. Ansonsten können wir nichts spektakuläres berichten, das heute passiert sein könnte.



Abend wird es in Costa Nova

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Freitag, 28. März 2014



endlich hat der Regen aufgehört

Die ganze Nacht lang hatte es geregnet und jetzt am Morgen sieht es nicht besser aus. Da fällt unser Plan, heute mit dem Bus nach Aveiro zu fahren, wohl ins Wasser. Schade, denn wir wollten um 9:55 Uhr losfahren und uns einen schönen Tag machen. Stattdessen bekommen wir einen Regenschauer nach dem anderen aufs Dach. In den letzten Tagen ist es morgens auch immer so kalt an Bord, dass wir heizen müssen. Wir vertreiben uns die Zeit bis zum frühen Nachmittag, als der Regen für einige Zeit aufhört, sodass wir mal nach draußen gehen können. Wir gehen wieder in die Pastelaria Costa Nova, wo man so schön auf der Sonnenterrasse sitzen kann. Und alle Tische sind trocken. Auf dem Heimweg kaufen wir noch ein paar Eier und Bananen im Minimarkt, sind um halb fünf daheim und dann fängt der Regen auch gleich schon wieder an. Um 18 Uhr hören wir einen gewaltigen Donnerschlag, der aber der einzige bleibt. Abends schauen wir uns den dritten Teil von "Burning Bush" an.  



wir sitzen wieder in der Pastelaria Costa Nova



jeden Tag lassen wir etwas Geld im Ort

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Samstag, 29. März 2014



es geht los im Bus nach Aveiro

Um 9:35 Uhr sehen wir den Bus losfahren. Nanu, soll der nicht erst um 9:55 Uhr gehen? Und von einem Wochenendfahrplan war auch nichts zu lesen. Annette läuft dann mal hinüber zur Bushaltestelle, die ja gleich uns gegenüber liegt, und merkt, dass sie die falsche Fahrtrichtung abgelesen hatte: Der nächste Bus fährt um 10:50 Uhr. Wir sind dann pünktlich und der Bus ist es auch. Die Hin- und Rückfahrkarte - Bilhete de ida e volta - kostet 3,75 EUR p.P. Die Fahrt geht über den Nachbarort Barra, an dessen Leuchtturm vorbei und dann nach Aveiro hinein. Ganz schön rasant geht es durch die engen Straßen von Aveiro bis zur Station Galitos mitten in der Stadt am Canal Central.



wir steigen direkt am Canal Central aus - Haltestelle Galitos

In Aveiro waren wir ja schon öfter, aber so schönes Wetter wie heute hatten wir wohl noch nie. Die bunten Kanalboote haben heute Hochbetrieb, aber für eine Fahrt auf den drei Kanälen ist uns der Fahrtwind heute vielleicht doch zu kalt. Wir bleiben lieber in der Stadt und bummeln ein wenig durch die Gassen. Aveiro hat besonders hübsche Motive im Pflasterstein, alles maritime Muster. Über die Rua Domingos Carrancho und den Praça 14 Julho laufen wir in einem großen Bogen zur alten Markthalle, die in 2004 ihr hundertjähriges Bestehen feierte. Aber jetzt ist das Markttreiben schon am Abklingen.



die Häuser am Kanal in alter Pracht



über den Praça Melo Freitas geht es in die Altstadt



ein Blick in die Rua Domingos Carrancho



kleine Kneipen gibt es hier



auf dem Praça 14 Julho



dies ist die Markthalle, die in diesem Jahr 110 Jahre alt ist


 



die Jugendstilhäuser am Kanal sind einfach herrlich



wir sind zurück am Canal Central

Dann sind wir wieder am Canal Central, und ein Kanalboot nach dem anderen tuckert an uns vorbei. Die alten Jugendstilbauten auf der Rua João Mendonça, genau am Kanal, haben besonders viel Charme. Wir gehen jetzt in den schicken Einkaufskomplex namens Forum, wo wir bei McDonald's etwas essen wollen. Eigentlich finden wir Burger King besser, und heute merken wir den Qualitätsunterschied wieder besonders deutlich. Wir gehen dann auf die andere Uferseite vom Canal Central und wandeln die Rua Coimbra entlang, die wohl die hübschesten aller Pflastermuster im ganzen Land hat. Welche Pracht. Und auch der Praça da República kann sich sehen lassen.



über eine der vielen Kanalbrücken gehen wir



im Forum, dem schicken Einkaufskomplex, gehen wir zu McDonald's



alles ist elegant im Forum



nun geht es die Rua Coimbra hinauf



ein Blick auf den Praça da República



wir tun noch ein paar mehr Schritte die Rua Coimbra entlang



welch schönes Pflastermuster die Rua Coimbra hat

Wir gehen dann zur Bushaltestelle zurück, und diesmal fährt der Bus eine andere Strecke, und zwar biegt er ab zum kleinen Fährhafen und nimmt dort noch ein paar Fahrgäste auf. Die Fahrt durch den Hafen ist schön und da wird einem mal bewusst, wie zerklüftet die Küste um Aveiro doch ist. Das Haff namens Ria de Aveiro, das wir immer als Lagune bezeichnen, zieht sich auf 47km Länge und bis zu 7km Breite. Die Einheimischen gaben diesem weitverzweigten vielarmigen Binnensee den Namen Pólipo aquático - Seepolyp. Dann geht es über die große Brücke und wieder hinein nach Barra und schließlich landen wir wieder daheim bei uns in Costa Nova. Wir steigen aus dem Bus und marschieren direkt zur Eisdiele Rimini, die heute geöffnet ist. Auf der Stadtpromenade ist es ja doch am schönsten. Heute ist in Costa Nova nicht so übermäßig viel los; entweder ist das immer nur sonntags der Fall oder die Leute haben sich von der Wettervorhersage irritieren lassen. Auch Wohnmobile sind nicht so viele gekommen.



vom Bus aus haben wir einen letzten Blick auf den Kanal, bevor wir heimfahren



diesmal biegt der Bus noch zum kleinen Fährhafen ab



ein schönes Abendlicht legt sich auf Costa Nova

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Donnerstag, 27. März 2014



Aale winden sich in dieser Kiste

Dicke Wolken hängen am Himmel, aber es ist windstill und milde. Und dabei stand noch um 7 Uhr die Sonne als knallroter Feuerball über der Lagune, was toll ausgesehen hatte. Aber wenn kein Wind geht, ist es auch schon nicht so schlecht. Wir wollen heute mal schauen, was wir für unser Abendessen so finden können in der Markthalle. Am liebsten hätten wir Miesmuscheln, aber die haben sie nicht. Was sie heute in Mengen haben, sind kleine Aale, die sich noch winden und bewegen in den Plastikkisten. Schaumiges Wasser ist in den Plastikkisten. Soll es die Aale umbringen oder sondern die Aale diesen Schaum ab in ihrer Angst? Wir mögen generell keinen Aal, weder hier noch daheim. Nach einem Rundgang durch die Markthalle kaufen wir gut zwei Kilo dieser hellen Muscheln - Mexilhões - die Herbert immer so gern im Restaurant bestellt hatte. Dann kaufen wir im Coza Nova wieder diese Semmeln, im Minimercado einen Liter Weißwein im Tetrapack (für den Kochtopf) und im Obst- und Gemüsetrakt der Markthalle ein paar Karotten und Porree.



hier kaufen wir gut 2kg dieser hellen Muscheln



im Coza Nova Café kaufen wir ein paar Semmeln



im Minimercado kaufen wir einen Tetrapack Weißwein für den Kochtopf



jetzt noch die Karotten und den Porree

Daheim verstaut Annette alles und gibt die Muscheln in eine Schüssel mit Wasser. Sie ist schon wieder umgezogen für an Bord, als  Herbert, der draußen geblieben ist, sie fragt, ob wir auf eine Bica ins Café einkehren wollen? Ach ja, warum nicht, und schließlich müssen wir uns ja vom Einkaufen erholen. Es bleibt dann auch erstmal bei einer Bica, einem Espresso, für jeden, aber dann hat Herbert noch Lust auf ein Glas Weißwein - um copo do vinho branco. Und das um 12 Uhr mittags. Irgendwann sind wir dann wieder daheim und machen uns - bzw. macht sich Herbert - ans Abendessen. Schnippelt die Karotten und den Porree und Knoblauch, bringt den Weißwein und etwas Olivenöl zum Kochen und tut die Muscheln in den Sud. Alles sieht gut aus, aber was für eine Enttäuschung die Muscheln dann sind. Sie sind farblos im Geschmack, sie riechen auch kaum nach Meer, kauen sich auch komisch, aber das schlimmste ist, dass sie so sandig sind. Auch wenn man den Sand überhaupt nicht sieht. Aber es knirscht zwischen unseren Zähnen. Solche ollen Muscheln wollen wir nicht nochmal haben. Heute Abend können wir wieder fernsehen, und auf Arte kommen zwei Teile namens Burning Bush, die von der Zeit nach dem Prager Frühling handeln, als sich Menschen verbrannt haben als Protest gegen die sowjetische Besetzung. Morgen kommt der dritte und letzte Teil. Hoffentlich ist es nicht zu stürmisch für die Antenne.



unser Heimweg ist ja wirklich kurz



jetzt erstmal eine Bica, wie der Espresso hier heißt



Herbert hat alles kurz und klein geschnippelt



und so sehen die Muscheln aus, wenn sie fertig sind



unser Abendessen ist eine sandige Angelegenheit

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