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Dienstag, 31. Mai 2016



heute ist Markt in Sitia

So, heute wollen wir endgültig weiterziehen und vorher noch auf den Markt gehen. So auf Anhieb finden wir das Marktgelände gar nicht; es ist an der Ausfallstraße, wo auch der Chalkiadákis Supermarkt ist. Nicht da, wo wir den Markt in Erinnerung haben. Das Obst und Gemüse ist dann wieder richtig gut, die Preise spottbillig und die Leute kaufen und kaufen. Kein Wunder, wenn Tomaten und Paprika jeweils nur 0,40 EUR/kg kosten. Es gibt bergeweise Honigmelonen und Kirschen und alles mögliche. Die Süßkirschen kosten hier 5 EUR/kg, und wir nehmen zwei Kilo. Dann noch Nektarinen und Erdbeeren. Als wir alles bei uns an Bord verstauen, die Erdbeeren und Kirschen erstmal ins Abwachbecken stellen und losfahren, duftet es bei uns an Bord ganz betörend nach Erdbeeren.



Obst und Gemüse sind spottbillig und richtig gut



wir kaufen Erdbeeren, Süßkirschen und Nektarinen



beladen mit den Einkäufen geht es heimwärts



wir verlassen Sitia



Kalo Taxidi - gute Fahrt

Wir wollen an die Südküste von Kreta. Diesen berühmten Palmenstrand, zu dem ganze Busladungen von Touristen gekarrt werden, werden wir auslassen. Wir waren schon zweimal dort und es ist nichts besonderes. Der Strand ist kiesig, und die Palmen stehen ganz woanders, nicht unmittelbar am Strand. Wenn man Sandstrand sagt, ist der Sand doch auch direkt am Strand und nicht irgendwo weiter weg, oder? Die Straße, die uns nach Süden bringt, ist erstaunlich gut, aber wieder unglaublich kurvenreich. Es geht durch ein paar Dörfer wie Maroniá und vorbei an Sykia und Lithines. Bald schon, denn es sind nur ca. 30km, können wir wieder das Meer sehen. Erstes Dorf am Meer ist Análipsi, aber noch vor dem Ort lesen wir "Paralía - Beach". Wir biegen ab und fahren auf einer sehr schmalen Straße hinunter an den Strand. Unten müssen wir uns zwischen zwei Häusern durchquetschen, was sich als echtes Nadelöhr erweist. Mit Hängen und Würgen passen wir durch und finden uns an einer schönen Strandbucht wieder.



bald schon erreichen wir die Südküste



diese schmale Straße führt hinunter zum Strand



ein Blick auf den Strand östlich von Análipsi



jetzt noch durch dieses Nadelöhr, vor allem vorbei an Strauch und Baum



so stehen wir hier

Herbert rollt die Markise aus, stellt Tisch und Stühle heraus und dann genießen wir einen schönen Nachmittag. Essen die Erdbeeren und auch ein paar Kirschen. So gute Erdbeeren haben wir seit Jahren nicht gehabt. Wie die schmecken, und die färben sogar auf die Hände ab beim Abzupfen und Schneiden. Das Meer rauscht unermüdlich. Schön, dass hier kein Gefleuch in der Luft ist. Es gibt eine unbefestigte Straße, die vom Strand aus nach oben führt. Ob wir vielleicht da weiterkommen und nicht wieder durch dieses Nadelöhr müssen? Das schlimmste war ein großer Busch, der an unserem La Strada entlangpeitschte. Am späten Nachmittag läuft Annette mal diese unbefestigte Straße entlang. Sie besteht hauptsächlich aus Kieselsteinen, hier und da sind faustgrößere Steine und ausgewaschene Furchen, aber ansonsten ist sie ganz passabel. Natürlich länger als die andere Straße, aber das ist ja egal. Wir werden wohl diese unbefestigte Straße nehmen, wenn wir den Strand verlassen. Jetzt freuen wir uns erstmal, dass es zum Abend hin etwas kühler wird. Mit uns ist noch ein Kastenwagen (ein James Cook) mit zwei Italienern hier.



Erdbeeren unter der Markise - und Salzluft in der Nase



der Abend bringt Abkühlung

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Montag, 30. Mai 2016



wir sind 30m vorgerückt auf der Mole von Sitía

Heute wollen wir weiterziehen, sind sehr früh auf den Beinen und tanken noch Wasser hier im Hafen. Immerhin haben wir gut 80 EUR in Sitía gelassen, da können wir ruhig unseren kleinen Wassertank auffüllen, oder? Wir sind dann schon fast in Hut und Mantel, als wir bedenken, dass es heute ja bis zu 31°C heiß werden soll. Da wären wir eigentlich am Strand am besten aufgehoben. Und so beschließen wir, heute einfach noch hier zu bleiben. Annette läuft schnell zur Bäckerei, um ein Brot zu kaufen fürs Frühstück. Heute kommt der Wind auch aus anderer Richtung, ist ziemlich stark und ganz warm. Gegen halb elf gehen wir an den Strand und gehen zu der Abteilung Strandliegen, wo man zur Liege noch ein Getränk dazubekommt. "Sunbed + Drink 2,80 EUR". Wir nehmen zwei frisch gepresste Orangensäfte und freuen uns auf einen schönen Strandtag. Herbert geht mit seinem kaputten Zeh einmal ins Wasser, Annette dreimal, davon zweimal mit Flossen. Das Wasser wird langsam herrlich und hat derzeit 21°C. Wir bleiben bis 15 Uhr und sitzen dann wieder bei uns am Platz. Wieder kommt ein Grieche vorbei. Er schaut, wie wir hier sitzen und sagt, dass dies der allerbeste Platz sei. Ist er auch, und deshalb sind wir auch schon wieder eine ganze Woche hier in Sitía. Die ganze Woche soll so heiß werden, aber morgen werden wir wohl weiterziehen. Aber erstmal gehen wir morgen früh noch auf den Markt.



heute legen wir einen Strandtag ein



das Wasser wird jetzt immer wärmer

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Samstag, 28. Mai 2016



um 6 Uhr kommt die Sonne

Die Sonne kommt um 6 Uhr, aber der Wind ist heute so stark und kalt, dass Annette am Vormittag ihre graue Jacke anziehen muss, denn andererseits wollen wir auch nicht bei geschlossener Schiebetür sitzen und auf den schönen Ausblick verzichten. Nach dem Frühstück gehen wir wieder zu dem Chalkiadákis Supermarkt, wo wir heute mal ein paar Süßkirschen kaufen. Die kosten derzeit 6,40 EUR/kg. Im Sommer gehen die Preise dann runter auf 1,50 EUR. In einem der Souvenirläden finden wir auch noch einen neuen Sonnenhut für Annette. Den alten weißen konnte Herbert ja nie leiden. Was uns so langsam auffällt ist, dass wir selten mal einen Kassenbon bekommen. Sei es für den Hut für 5,50 EUR oder egal was. Bisher haben wir auch nur dreimal einen richtigen Kassenbon bekommen beim Essengehen, ansonsten immer nur einen handgeschriebenen Zettel. Keiner zahlt Steuern hier, ganz so wie in den vergangenen 35 Jahren.



solch schöne Ausblicke haben wir

Der Wind wird immer stärker, aber Annette müsste heute mal ins Wasser gehen. Sie hat neun Mückenstiche (eher Flohbisse) am linken Arm, vom Ellbogen runter bis zum Handgelenk. Die müssen gekühlt werden. Und vielleicht kann der Herbert ja mal ein Foto machen aus dem Fenster, während sie an ihm vorbeischwimmt. So richtig aufrappeln kann sie sich nicht, und deswegen müssen wir losen. Herbert steckt sich eine Kirsche in die linke oder rechte Hand. "Da, wo die Kirsche ist", sagt Annette und tippt auf seine linke Hand. "Da gehst du ins Wasser", sagt Herbert, weil er ja weiß, dass da die Kirsche ist. Er hätte ja auch sagen können, "da bleibst du an Land", der Haderlump. Also packt Annette das Handtuch ein und geht los. Wir hatten uns auch oft gefragt, ob man da neben der Kaimauer noch stehen kann, weil die Leute immer so weit hinausschwimmen und im Wasser trödeln. Allerdings mit Flossen an. Puh, ist das Wasser kalt. Und dann enna - dío - tría, und schon ist Annette im Wasser. Es geht schnell ins Tiefe; stehen kann man da nirgendwo mehr. Anschließend essen wir uns die Kirschen, und dann kommt auch die Fähre, die immer samstags nach Rhodos geht. Abends essen wir uns wieder zwei Gyros Pita und warten, dass der traditionelle griechische Tanz beginnt, der jeden Samstag in einer der Tavernen stattfindet. Aber heute ist so wenig los in der Taverne, dass das niemand tanzt. Zumindest lässt jetzt der Wind nach. Es wird ein schöner Abend bei uns auf der Mole.



die Badenixe



Annette kommt vom Schwimmen zurück



die Kirschen können wir bei uns im Hafen waschen



die Fähre kommt von Iraklio und geht weiter nach Rhodos



heute Abend haben wir wieder zwei XXL Gyros Pita

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Sonntag, 29. Mai 2016



heute bleiben wir mal bei uns am Platz

Tagsüber ist der Himmel heute etwas bedeckt, und wir wollen eh nicht an den Strand. Der Herbert hatte sich beim Einsteigen in das Boot nach Spinalonga das Knie und den Zeh aufgeschlagen, und jetzt suppt die Stelle am Zeh durch das Pflaster durch. Aber wir können auch genauso gut bei uns am Platz sitzen und uns des Lebens freuen. Die Geschäfte sind heute am Sonntag fast alle geschlossen bis auf die Souvenirläden, sonst hätten wir etwas Gemüse kaufen können. So aber gehen wir am Abend halt wieder essen. Wir probieren es noch einmal bei Zorbas, denn geschmeckt hatte es ja da. Diesmal nehmen wir zwei Einzelgerichte - Stifado (Rindsgulasch) und Lammfleisch mit grünen Bohnen. Was für ein Gedicht beide Gerichte sind. Heute Abend ist viel los in Sitía, aber die Leute sitzen fast alle nur auf einen Drink in einer der Bars entlang der Promenade. Wir sitzen bis 22 Uhr draußen auf einer Bank. Heute geht fast gar kein Wind.



abends essen wir wieder bei Zorbas



Stifado vom Rind



Lamm mit grünen Bohnen



am Abend kommen wir Sonntagsfahrer zurück



heute ist das Wasser ganz ruhig

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Freitag, 27. Mai 2016



jetzt stehen wir am Kai von Sitía

Gleich am frühen Vormittag packen wir alles zusammen und fahren auf den Kai, die Hafenmole. Dieser Platz ist dann viel schöner, und unsere Lebensgeister kehren zurück. Dann laufen wir nach Sitía hinein, wo wir beim Supermarkt Chalkiadákis eine Flasche Limonade ohne Zucker kaufen wollen. Wir müssen dann alle Flaschen durchackern, weil nirgends draufsteht, was mit und was ohne Zucker ist. Kein Wunder, dass die Leute im Süden neuerdings so dick sind (besonders in Spanien) von den ganzen Softdrinks, dem süßen Gift. Vom Essen jedenfalls nicht, das sieht man. Wir kaufen dann die Marke Ivy, die schon seit 1926 besteht, aber im Kleingedruckten gehört sie dann doch zu Pepsico. Na ja. Markttag in Sitía ist erst wieder am Dienstag, aber auch heute gibt es ein paar Stände, an denen Orangen und Melonen usw. verkauft werden. Wir bummeln noch ein wenig durch die Einkaufsstraßen von Sitía.



ganz nah am Wasser

Heute geht ein kühler Wind. Was für einen tollen Platz wir mal wieder gefunden haben. Zwei ältere Griechen laufen den Kai entlang, einer von ihnen spricht gut deutsch. Er sagt, dass wir hier so lange stehen können wie wir wollen. Das wäre kein Problem. Dann bleiben wir bis Weihnachten, sagt Herbert, denn unsere schöne Terrasse wollen wir nicht wieder hergeben. Der Grieche lacht, und er sagt, dass er in Berlin deutsch gelernt hätte und sich immer freut, wenn er mal mit Leuten auf deutsch reden könne. Wir laufen heute noch mehrmals los in die Stadt, die Promenade entlang und hier und da. Vorbei an den Segelbooten, die am anderen Kai festgemacht haben. Sie kommen von Kanada und der Türkei und von überall her. Wir setzen uns auch mal auf einen Kaffee hin, aber irgendwie ist der Kaffee immer dünn wie Wasser. Den brauchen wir eigentlich nicht mehr. Und im Orangensaft sind immer so viel Eiswürfel. Wir armen geplagten Wesen. Heute Abend holen wir uns zwei XXL Gyros Pita á 4,40 EUR, die wir dann bei uns essen. Ständig plätschert und schwappt das Wasser gegen die Kaumauer, und es scheppern die Takelagen, was wir immer sehr mögen. Für Annette ist es der Inbegriff ihrer Heimat. Schade nur, dass es kaum noch Möwen gibt. Alles so still hier. Möwen sind am Aussterben, das merken wir schon seit Jahren.



die Bauern verkaufen alles mögliche an Obst und Gemüse



wir bringen unsere Einkäufe heim - man beachte unseren Stoffbeutel, während alles immer in Plastiktüten landet



wir wandeln ein wenig durch Sitía






weiter hinten haben auch ein paar Segelboote festgemacht


 



wir kehren auch mal wieder auf einen Kaffee ein


 



der Abend kommt

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