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Sonntag, 31. Mai 2015



in der Wohnung schauen wir nochmal nach dem rechten und lüften auch noch kräftig durch

Bevor wir unsere künftige Heimat nun erstmal verlassen, wollen wir nochmal schnell zur Wohnung fahren und nach dem rechten schauen. Ob wir nochmal lüften müssen oder so. Eine alte Gardinenstange wollen wir jetzt auch noch mitnehmen und wegschmeißen. Das Schlafzimmer sieht jetzt viel besser aus ohne die farbige Wand in violett. Dann fahren wir los in Richtung Landau in der Pfalz, schön die B10 entlang, die autobahnähnlich ist. Dann jedoch kommt eine Umleitung, der wir folgen. Es geht über Dahn und Busenberg und Oberhausen und Winden. Eine gigantische Umleitung, und deren Beschilderung ist so perfekt in die Straßenführung und die übrige Beschilderung integriert, dass wir glauben, diese Umleitung müsse schon seit Jahren bestehen. Die Orte, durch die wir kommen, sind aber ganz hübsch, erinnern uns ein wenig an die Moselorte. In Dahn beginnt übrigens der Dahner "Felsenland-Sagenweg", der in 2013 zu Deutschlands schönstem Wanderweg 2013 gekürt wurde. Hatten wir alles gelesen in den vielen Prospekten, die wir uns in Pirmasens geben lassen hatten.



wir fahren durch den Pfälzer Wald



Durchfahrt durch Dahn - hier geht Deutschlands schönster Wanderweg 2013 ab



Durchfahrt durch Oberhausen



Durchfahrt durch Winden

Jedenfalls kurven wir endlos lang auf der B427 entlang, durchfahren Bad Bergzabern und fahren kurz vor Landau auf die Autobahn, die A65. Jetzt sind es noch 15km bis zu unserem Ziel, dem Stellplatz am Rhein in Maxau, einem Ortsteil von Karlsruhe. Und was erwartet uns, als wir dort ankommen? Richtig, ein Wohnmobilstellplatz, der rappelvoll ist von Autos. Wir können uns erstmal nur in die Mitte zwischen die Autos stellen und darauf warten, dass sich der Platz irgendwann leert. So ein Schmarrn, aber wehe, es wäre umgekehrt. Unsereins würde sich auf einen Autoparkplatz stellen. Dann bekäme man sofort ein Knöllchen oder würde weggejagt. Wie am FKK-Strand, wo sich die Leute in Badehose in den Sand legen. Na ja, wir setzen uns auf eine der neuen Holzbänke und schauen auf den Rhein. Die Brücke, die gleich neben uns her über den Rhein geht, ist natürlich laut, aber das macht uns nicht so viel aus. Am frühen Abend nehmen wir einen richtigen Platz ein. Es kommen auch ein paar Tropfen Regen herunter. So verabschiedet sich der Mai, der heuer wie im Flug verging.



es geht über den Rhein - wir verlassen Rheinland-Pfalz und kommen nach Baden-Württemberg



toll, der Wohnmobilstellplatz am Rhein ist voll von Autos



wir setzen uns auf eine der neuen Bänke am Rhein



heute ist es schön warm



unsere Tagesroute ca. 71km

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Samstag, 30. Mai 2015



beim Wohnzimmer hat Annette schon richtig Übung

Wir hatten ja direkt in der Straße, in der sich unser Wohnhaus befindet, übernachtet. Und wie herrlich still die Nacht war. Kein einziges Auto fuhr noch durch, denn durch diese Straße fährt außer den Anwohnern und vielleicht Paketdiensten niemand sonst. Das hatte uns vor zwei Wochen auch auf Anhieb gefallen. Jetzt am Morgen piepsen die Vögel, aber lange Zeit zum Trödeln haben wir nicht. Um 9 Uhr geht Annette hinauf und klebt noch die restlichen Stellen ab. Eine Stunde später, als sie gerade mit dem Weißeln anfangen will und der Farbeimer schon geöffnet ist, kommt Herbert dazu, dem es heute nicht so gut geht. Er gibt ihr jetzt hilfreiche Tips. Oh Gott, das schaff`ich nie, sagt Annette, als sie das erstemal die nasse Farbrolle auf die Wand setzt. Die ist ja schwer wie Blei. Mit dem Teleskopstab geht es dann besser, und peu à peu arbeitet sich Annette durch die Wohnung. Mit großer und kleiner Farbrolle und einem Pinsel. Was für eine Plackerei, aber am Ende, gegen 15 Uhr, sind die Wände weiß. Der 12-Liter Eimer ist fast leer. Jetzt alles aufräumen, fegen und wischen, alles runtertragen und so weiter. Wir hatten uns auch überlegt, ob wir morgen mal in den Plub, den Pirmasenser Luft- und Badebetrieb gehen sollen, in die Sauna und zum Schwimmen und Erholen, aber morgen, am Sonntag, wird der Trubel bestimmt zu groß sein.

Und so fahren wir jetzt erstmal nur zum Hammer und bringen den zweiten Farbeimer (8 Liter) zurück und den Quast und den Tapetenlöser, den wir nicht gebraucht haben. 20,37 EUR zahlt man uns wieder aus. Dann fahren wir zum Stellplatz am Messegelände. Annette wäscht die kleine Farbrolle und den Pinsel aus, falls wir die morgen noch brauchen werden für diese und jene Stelle. Wir sind natürlich ganz schön kaputt von der Plackerei, aber auch froh, das alles nicht auf Mitte Juli geschoben zu haben. Annette hatte Herbert dazu überredet, die Wohnung jetzt zu weißeln und dass sie das alles auch allein machen würde. Denn wer weiß, was im Juli ist, wenn ein Termin den anderen jagt. Jetzt kann der Abend kommen, den wir auf dem Sofa verbringen. Spät abends schauen wir auf Einsfestival noch den Film "Berlin 36", der von der Sportlerin Dora Ratjen handelt, die im Film Marie Ketteler heißt, aber eigentlich ein Mann ist.

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Donnerstag, 28. Mai 2015



so stehen wir am Messegelände von Pirmasens - da rechts gibt es den Extratrakt für Wohnmobile, mit Sani-Station

Wir haben uns überlegt, noch so lange hier in Pirmasens zu bleiben, bis wir die Wohnung geweißelt haben. Im Schlafzimmer der Wohnung ist eine Wand in violett, die wir so nicht lassen wollen, und in dem Zuge wollen wir gleich alles weißeln, die ganze Wohnung. Wir melden uns beim Noch-Besitzer der Wohnung, ob wir die Schlüssel noch einmal bekommen können? Ja, morgen um 14 Uhr. Eigentlich hatten wir vor, jetzt gleich mal in den großen Einkaufspark auf der Zweibrücker Straße zu fahren, die Farbe und alles kaufen, aber das können wir ja dann morgen auch noch. Am Nachmittag gehen wir nur mal in die Stadt; wir brauchen auch noch ein Geschenk für unsere Enkelin. Im Spielwarengeschäft in der Fußgängerzone hat man komische Geschenkvorschläge für eine fast Zweijährige, zum Beispiel Rollschuhe oder eine Schaukel. Wir nehmen dann etwas ganz anderes. Wir kehren auch wieder ein ins Eiscafé Venezia; drinnen ist es doch so heimelig und plüschig. Der Brunnen am Schlossplatz gefällt uns immer wieder. Annette findet dann auch noch eine Bluse bei Bonita, die sie kauft. Ihr großer Busen passt in Größe 40, Donnerwetter. Dann sind wir wieder daheim. Morgen wollen wir zumindest alles abkleben und vorbereiten fürs Weißeln. Vielleicht fangen wir auch gleich noch damit an. Kommt auf die Uhrzeit an. Das Wetter war heute wunderbar.



wir sitzen wieder im Eiscafé Venezia



bei Bonita kauft Annette eine schöne Bluse

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Freitag, 29. Mai 2015



erst auf dem Kassenbon sehen wir, dass wir 20% auf alles bekommen haben

Am letzten Mittwoch, auf der Fahrt zum Stellplatz nach Hornbach, hatte Annette auf einer Werbetafel gesehen, dass Alpinaweiß Wandfarbe statt 40 EUR nur 27 EUR kosten soll. Bei Hammer. In dieser Woche haben wir diese Schilder nirgends mehr gesehen. Trotzdem fahren wir jetzt mal zum Hammer Heimtex-Fachmarkt hier auf der Zweibrücker Straße. Laut Internet soll es auf der gleichen Straße auch einen Hornbach-Baumarkt geben. Beim Hammer kaufen wir die Farbe dann für 29 EUR für den 12-Liter Eimer. Bekommen sogar noch 20%, also 5,80 EUR abgezogen, was wir erst auf dem Kassenbon sehen. Drüben beim Hornbach gibt es die gleiche Farbe im 15-Liter Eimer für 59 EUR. Und wer hätte einen 15-Liter Eimer jemals schleppen können? Alles andere kaufen wir dann auch beim Hammer mit jeweils 20% auf alle Artikel. Es regnet, als wir das Einkaufsgelände verlassen. Jetzt kaufen wir beim Lidl noch ein paar Erdbeeren (Herkunftsland Deutschland) und fahren dann zur Wohnung.



alles muss abgeklebt werden

Alte Klamotten anziehen, alles hochtragen, Augen zu und anfangen mit der Arbeit. In beiden Räumen sind an einer Wand gestreifte Tapeten, die wir abmachen wollen. Das geht leichter als erwartet. Dann Gardinenstange ab, alte Bohrlöcher zuspachteln, alles abkleben usw. Eine Heidenarbeit, und diese Vorbereitungen verbrauchen viel Zeit, aber dafür wird es morgen mit dem Weißeln schneller gehen. Der kleine Weltempfänger, den wir kaum noch benutzen, dudelt jetzt den ganzen Nachmittag. (Eins gehört gehört: SWR1) Bis halb sieben werkeln wir in der Wohnung. Freust du dich schon auf die Erdbeeren nachher? Die haben wir uns doch verdient. Der Gedanke an die Erdbeeren hält uns auf Trab. Wir sind dann ganz schön kaputt, als wir bei uns an Bord gehen. Und dann wird es noch so ein langer Abend mit "Let's Dance" bis halb zwölf. Hoffentlich kommen wir morgen gut voran mit dem Weißeln; dann haben wir wieder eine Hürde genommen.



Herbert reißt die Tapete ab, was leichter geht als gedacht



alle Dübel raus, alles vorbereiten fürs Weißeln morgen

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Mittwoch, 27. Mai 2015



wir essen noch etwas, bevor wir losfahren

Heute entscheiden wir uns doch für das teurere Schlafzimmer, aber nicht das, was uns gestern gefiel, sondern finden wir heute noch ein anderes. Nicht mit Schiebetüren, wo der Schrank in der Tiefe mehr Platz wegnimmt, sondern mit Drehtüren. Lieferung Mitte bis Ende Juli. Jetzt die Matratzen. Was die da für Fantasiepreise haben. Der Listenpreis liegt bei 999 EUR (Schlaraffia); der Hersteller lässt aber 35% Rabatt nach. Der Verkäufer bei Möbel Martin gibt uns nochmal Prozente, sodass wir am Ende mit Lattenrosten nicht auf 2.652 Euros, sondern auf 2.298 Euros kommen. Das ist uns alles zu sehr aus der Luft gegriffen. Warum gibt man nicht gleich die richtigen Preise an? Wir sagen dem Verkäufer, dass wir erstmal bei Matratzen Concord oder so schauen wollen, fragen ihn, ob es hier in Zweibrücken ein Matratzenstudio gibt. (Hier in dem riesigen Einkaufskomplex auf der Wilkstraße gibt es diverse Geschäfte; Herbert hat gestern auch einen Matratzen Concord gesehen.) Der Verkäufer sagt, dass er das nicht wüsste. Herbert schaut Annette an. (Siehste, sagt er ihr später, der wusste genau, dass die Matratzen woanders günstiger sind.) Wir essen dann eine Kleinigkeit und fahren nach Pirmasens, wo Annette anderntags ein Matratzenstudio gesehen hatte. Dort probieren wir auch wieder alle möglichen Matratzen aus und entscheiden uns am Ende für welche von Vitalis. Dreißig Prozent gibt man uns auch hier, und der Endpreis für alles liegt dann bei 1.397,20 EUR inkl. Lattenroste. Wir stellen uns dann wieder beim Messegelände hin. Verdammt anstrengend, das ganze. Nur gut, dass wir nicht noch mehr Jahre mit dem Ansiedeln gewartet haben.



wieder geht es zurück nach Pirmasens



Annette braucht schon Psychotherapie



unsere Tagesroute ca. 25km

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