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Freitag, 31. Mai 2013



immer geradeaus geht es

Der heutige Tag wird wohl auch wieder nicht so gut und wir haben es nicht eilig mit dem Weiterfahren. Und so erreicht uns noch am Vormittag ein Schreiben unseres Anwalts: Es ist die Bestätigung der Bank des Beklagten, dass sie das Geld aus der Bürgschaft nun überweisen, dass über das Geld aber erst verfügt werden darf, wenn die Zwangshypothek gelöscht wird (Herbert muss also aus dem Grundbuch der ETW wieder raus); und wenn die Übergabe des Fahrzeugs und des Fahrzeugsbriefs an den Beklagten erfolgt ist. Die beste Nachricht seit 4 Jahren, eigentlich müssten wir tanzen und jubeln, aber nix da. Wir verspüren nur Erleichterung, dass es endlich vorbei ist. Über das Geld freuen wir uns natürlich, auch dass wir es in einer Summe bekommen. Herbert sagt, dass wir heute Abend die Flasche Raposeira-Sekt aus Portugal trinken sollen, die wir uns für Silvester gekauft hatten und seitdem an Bord haben. Na, schauen wir mal. Wir schicken das Schreiben an unseren Freund, dem wir über die Jahre auch alles andere immer geschickt hatten, um jeweils die Meinung eines Außenstehenden zu haben. Dann fahren wir los.



wir erreichen die Stadt Loire

Die Straße nach Auxerre geht kilometerlang immer schnurgerade. Die Sicht ist schlecht und das Wetter ist es ja auch. Es sind hübsche Ortschaften, durch die wir kommen. Sancergues und dann Loire. Ja, wir sehen die gute alte Loire wieder. Charité ist wirklich sehr schön, aber bei dem ollen Wetter aussteigen mögen wir nicht. Wir fahren also weiter und erreichen das Département de la Nièvre. Es bleibt total diesig heute. Die Kühe auf den Wiesen sind schneeweiß, und es sind schon viele Kälbchen dabei.



wir sehen die gute alte Loire wieder



Blick auf Loire



Durchfahrt durch Varzy



wir biegen ab nach Clamecy, die mittelalterliche Stadt

Dann ist die Stadt Clamecy erreicht, die sich als Ville Fleurie mit drei Punkten (vier ist die Höchstzahl) präsentiert und auch als Cité Médiévale, als mittelalterliche Stadt. Das mögen wir ja immer, und so biegen wir nach Clamecy ab. Es ist eine hübsche Durchfahrt, aber da fängt es auch schon wieder zu regnen an. So ein Mist. Fahren wir also weiter und kommen schließlich durch Auxerre. Bei dem blöden Wetter könnten wir uns bei McDonald's hinstellen und die Zeit im Internet vertreiben. Aber der Platz ist zu klein für uns. Also immer weiter und weiter. Wir sind jetzt im Département de l'Yonne (oder so ähnlich). Der Himmel ist grau und trist. War nicht letzten Sonntag der 1. Advent? Das soll ein Witz sein. Kein Witz ist dagegen, dass morgen meteorologischer Sommeranfang ist.



in Clamecy fängt der Regen wieder an



eine einsame Mühle begrüßt uns

Wir erreichen den Ort St-Florentin und wollen mal zum Intermarché fahren. Die Supermärkte in Frankreich gefallen uns ja immer so. Auf der kurzen Strecke durch den Ort sehen wir, dass wir am kleinen Freizeithafen mit dem Wohnmobil stehen könnten. Und das machen wir, wir stellen uns neben die Kanalboote, ziehen die Gardinen auf und genießen den Blick nach draußen. Lassen für einen Moment die Heizung laufen und machen es uns gemütlich. Abends erreicht uns die Antwort unseres Freundes, der sich mehr freut und jubelt als wir. Wir wurden über die vier Jahre viel zu ausgebrannt dafür. Die Flasche Raposeira machen wir dann auch wieder nicht auf, aber wir werden jetzt noch alles dafür tun, dass Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft gegen den Beklagten wegen Betrugs erlassen wird. Sei es dafür, dass er uns mit seiner Fristverlängerung beim BGH weitere 3 Monate hat warten lassen, das Mistvieh das. Morgen soll das Wetter ja mal wieder besser sein.



in St-Florentin stellen wir uns in den kleinen Freizeithafen



unsere Tagesroute ca. 174km

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Donnerstag, 30. Mai 2013



ein Platzregen kommt herunter, als wir Valençay noch nicht mal verlassen haben

Der Schreiberin fällt ja immer was zum schreiben ein, und wenn das Wetter oder der Tag noch so oll sind. Aber zum heutigen Tag und Wetter fällt ihr nix mehr ein. Der Tag ist deprimierend, fängt schon gleich im Regen an, sodass wir es mit der Auswahl der gestrigen Fotos vom Schloss nicht eilig haben. Es geht auf 14 Uhr zu, als wir beschließen, weiterzufahren. Immerhin hat es die letzten zwei Stunden nicht geregnet. Aber dann, wir sind noch nicht mal raus aus Valençay, kommt so ein Platzregen herunter, der uns sehr überrascht. Da müssen wir jetzt durch auf der Fahrt in Richtung Bourges.



Durchfahrt durch Villefranche-sur-Cher

Im Regen wirken die Ortschaften natürlich nicht so charmant wie sonst. Die Fahrt geht lange Zeit am Cher entlang, der schnurgerade durch die Landschaft geht. Wir erreichen das Département du Cher. In Selles-sur-Cher und in Langon gibt es Stellplätze mit Entsorgung. Der Stellplatz in Langon liegt direkt am Cher. So kurven wir dahin, das Wohnmobil wird dreckig und Annette wird es wie so oft schlecht von den Scheibenwischern, von denen sie seekrank wird. (Bei Laufschriften im Fernsehen hebt sich ihr auch immer der Magen.)



es geht immer am Cher entlang



wir durchfahren die Stadt Vierzon

Es geht durch Vierzon, eine Stadt, die bei Schönwetter bestimmt sehr hübsch ist. In Yèvre kaufen wir noch dies und das beim Lidl und erreichen dann Bourges. Eigentlich hatten wir vor, uns Bourges mal anzuschauen, aber bei dem unbeständigen Wetter verzichten wir lieber. Jetzt sind wir nur noch auf der Suche nach einem Platz für die Nacht. Den finden wir kurz hinter Bourges in einem Einkaufspark, auf dem Parkplatz von Flunch, einem französischen Schnellrestaurant, wo es auch immer freies WIFI gibt. Besonders toll stehen wir hier nicht, aber zumindest können wir uns den Regentag im Internet vertreiben. Und sogar Radio Nostalgie können wir endlich mal hören, das erstemal in den zwei Wochen, die wir schon wieder in Frankreich sind. Gleich kommt schon Serge Gainsbourg mit "69 années erotique" (unbedingt mal auf youtube anhören). Das Radio bleibt bis zum Schlafengehen an und wir schwelgen in der herrlich alten Musik. Jeder Titel weckt Erinnerungen in uns, denn Radio Nostalgie hören wir schließlich schon seit 10 Jahren. Immer, wenn wir im Land sind. (Jetzt ist ihr doch wieder was zum schreiben eingefallen.) Abends bleibt es hier erstaunlich ruhig, aber vielleicht mag ja auch niemand im Regen aus seinem Auto aussteigen und zum Flunch rennen.



das Wetter bessert sich heute nicht mehr



unsere Tagesroute ca. 96km

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Dienstag, 28. Mai 2013



wir verlassen Montrésor

Die ganze Nacht hatte es geregnet wie wild; jetzt am Morgen ist es nicht anders. Dann wird aus dem Regen Niesel, klopft es an unsere Türe und der Engländer steht im dicken Winterpullover draußen. Er will sich verabschieden; die beiden wollen jetzt gen Süden, in die Provence. Bis Mitte Juli bleiben sie jetzt noch und gehen dann nach England zurück über die Hochsaison, kommen dann jeweils im September für zwei Monate wieder nach Frankreich. Das machen sie schon seit fünf Jahren so und es gefällt ihnen sehr. Der Regen lässt langsam nach, aber es geht ein starker Wind. Eine Weile harren wir noch aus und fahren um 14 Uhr auch los. Unser Ziel ist Valençay. Ist das kalt draußen, als wir ins Fahrerhaus steigen.



Durchfahrt durch Mâle



es wird endlich wieder heller

Es sind nur zwei oder drei Ortschaften, durch die wir kommen. Dann sehen wir ein Schild für einen Intermarché in Valençay. Lass uns hinfahren und ein schönes Huhn für eine Hühnersuppe kaufen. Genau das richtige für dieses olle Wetter. Und so landet ein Huhn in unserem Einkaufskorb, Porree, Karotten und so weiter. Wir kommen dann auch direkt an der Touristinformation vorbei, wo Herbert schnell anhält und Annette sich einen Stadtplan geben lässt und fragt, wo denn der Stellplatz ist? Denn unser Navi führt uns dahin, wo gar keiner ist. Der Stellplatz von Valençay ist direkt hinter der Touristinformation, mit Entsorgungsstation und allem. Perfekt wie immer in Frankreich.


 



auf dem Stellplatz in Valençay

Das Huhn landet dann im Topf und es duftet so schön an Bord davon. Das Wetter berappelt sich; es wird heller. Wir hören hier immerzu das Geschrei von einem oder mehreren Papageien. Die wohnen bestimmt auf dem Schlossgelände, denn das Schloss liegt nur schräg gegenüber vom Stellplatz. Vielleicht haben wir ja morgen Glück mit dem Wetter, denn die Tiefs sehen so zerklüftet aus auf der Wetterkarte. Abends stehen wir zu dritt auf dem Stellplatz.



das Huhn ist fertig



unsere Tagesroute ca. 32km

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Mittwoch, 29. Mai 2013



in Valençay auf dem Weg zum Château

Wir müssen wieder lange warten, bis der Regen endlich aufhört. Derweil sind wir damit beschäftigt, die Lieben daheim anzurufen und zu fragen, wer von ihnen die Fahrzeugpapiere vom Panzer hat? Ob Annettes Freundin oder Herberts Exfrau? Denn nach über 3,5 Jahren können wir uns daran einfach nicht mehr erinnern. Die Papiere sind dann bei Herberts Exfrau und werden morgen zum Anwalt gebracht. Uff, wieder einen Schritt weiter. Wir sind mal gespannt, ob die Bankbürgschaft wirklich so ohne weiteres greift. Eingeleitet ist jedenfalls seit Montag alles. Um 15 Uhr können wir endlich losgehen nach Valençay; jetzt scheint kein Regen mehr zu kommen. Das Schloss von Valençay soll eines der mit Möbeln am reichsten ausgestatteten Schlösser im Loire-Tal sein. Und so wollen wir mal hineingehen.



rechts geht es zum Schloss hin

Eingangs- und Empfangsbereich sehen schon mal richtig gut aus. 12 EUR Eintritt und mit einem Audioguide ausgestattet sind wir dann im inneren Schlossparkgelände. alles ist wie immer sehr gut gepflegt, aber man merkt auch, dass der Regen hier gewütet haben muss. In vielen Blumenbeeten fehlen jegliche Blumen, als hätte man sie lieber herausgerissen als vom Regen verwüstet dastehen zu lassen. 



so präsentiert sich das Château de Valençay

Auf zwei großen Tafeln in sechs Sprachen lesen wir, dass Jacques d'Etampes in 1540 auf den Ruinen einer mittelalterlichen Festung aus dem 12. Jh. ein Schloss im Maßstab der großen königlichen Wohnsitze des Loire-Tals errichten ließ. Im Laufe des Jahrhunderte wurde das Schloss erweitert und vergrößert, zum Beispiel um einen Westflügel, um Kuppeldächer und Ecktürme. 1803 dann erwarb Charles-Maurice de Talleyrand-Périgord - im Audioguide ist dann immer von Monsieur Talleyrand die Rede - das Schloss. Als Außenminister von Napoléon Bonaparte nutzte er das Schloss, um hier Empfänge für für hohe Gäste zu geben. Damals war Valençay eines der drei größten Landgüter Frankreichs: es umfasste 12.000 Hektar Land, mehr als hundert Bauernhöfe, Felder, Weinanpflanzungen und Wälder. Nach Talleyrands Tod 1838 blieb das Gut bis 1979 im Besitz seiner Erben, der Herzöge von Valençay. Heute gehören das Schloss und der Park einem Syndikat an, und die Restaurierung und die kulturelle Aufwertung des Schlosses von Valençay werden durch den französischen Staat und die EU unterstützt.



an der Billeterie, der Kasse



wir sind im Innern des Schlossparks



durch dieses Tor geht es auf den Schlosshof



Voilà, der Blick auf einen Teil des Schlossparks



wir wandeln eine Weile über die Anlage

Mit so viel Wissen wandeln wir eine Weile durch den Schlosspark und betreten dann das Schloss selbst. Alles ist wirklich prächtig und behaglich eingerichtet, die Räume eher klein; dicke Teppiche schlucken jeden Lärm. Uns gefallen die feinen Gardinen und Tapeten. Der Audioguide erklärt alles bis ins Detail; manchmal schalten wir auch einfach weiter. Schon die Bezeichnungen der Räumlichkeiten wie Chambre de la Duchesse de Dino, Cabinet de Travail (Arbeitszimmer), Cabinet de Toilette, Chambre du Roi d'Espagne (Saal des spanischen Königs) klingen ja so elegant. Zwischen 1808 und 1814 beherbergte das Schloss die Prinzen Spaniens, die sich auf die Anordnung Napoléons nach Valençay ins Exil begaben.

 



eine der Schlafkammern

Uns gefällt auch die lange Galerie, die früher zum Park hin offen war. Heute ist sie mit großen Fensterflächen versehen. Ansonsten staunen wir, dass hier und da ein ägyptischer Einschlag an den Möbelstücken zu sehen ist. Wie die Köpfe von Sphinxen, Kuhfüße als Tischbeine, Hieroglyphen als Verzierungen usw. Monsieur Talleyrand hatte übrigens einen verkrüppelten rechten Fuß, und sein entsprechender Schuh und auch eine Art von Rollstuhl sind ausgestellt.



die langgezogene Galerie mit Blick auf den Park war früher offen



das Cabinet de Toilette



Blick ins Cabinet de Travail, das Arbeitszimmer



eine weitere Galerie



ein Blick ins Musikzimmer



Blick aus dem Fenster, das Herbert extra geöffnet hat



wir steigen die Ehrentreppe hinab

In einem der Räumlichkeiten ist Herbert so keck und öffnet eines der Fenster, weil der Blick auf den Schlosspark so bezaubernd ist. Und weil ein Foto durch die Schlierenfenster nicht möglich ist. Die Ehrentreppe - Escalier d'Honneur - die Monsieur Talleyrand später einbauen ließ, ist auch prächtig; sie hat niedrigere Stufen als gewöhnlich, um ihm den Auf- und Abstieg zu erleichtern. Diese Treppe nehmen wir zum Schluss unserer Besichtigung und finden uns im Speisesaal wieder. Hier konnte man bis zu 36 Gäste bewirten. Alles ist sehr prächtig und auch sehr gut erhalten. Gehegt und gepflegt.



im Rücken haben wir den Speisesaal



Blick in den Speisesaal



der Anblick der Blumen tut ja so gut



nun müssen wir um das Schloss herumlaufen zum Westflügel, wo sich die Küche befindet

Unser Weg führt nun außen um das Schloss herum und zur Schlossküche und den Weinkellern. Es ist eine Freude, ein paar Frühlingsblumen zu sehen zu bekommen, wo doch der Mai so schrecklich verregnet war und auf die letzten paar Tage auch nicht besser wird. Die Schlossküche befindet sich im Erdgeschoss des Westflügels und, so lesen wir, war für das frühe 19. Jh. erstaunlich modern ausgestattet. In 1815, auf den Rat Monsieur Talleyrands Nichte hin, der Duchesse de Dino, wurde eine Wiener Küchenausstattung direkt aus Wien importiert, da diese als die bestmögliche war um Kuchen und Mehlspeisen zuzubereiten. Diese Ausstattung funktioniert bis zum heutigen Tage tadellos.



alles mutet wie ein Kellergewölbe an, obwohl wir uns im Erdgeschoss des Westflügels befinden



alles blitzt und glänzt in der Schlossküche

Auch Fließendwasser war in diesen frühen Tagen schon möglich, das den Abwasch und die Reinhaltung der Küche sehr erleichtert hat. Die Wände sind mit allem ausgestattet, was man benötigt. Grillspieße, Brotofen, eine ganze Batterie von Kupferpfannen, Eismaschine, riesige Kasserollen, alle mit einem Monogramm versehen. Monsieur Talleyrand war ein großer Gourmet und hat die größten Köche der damaligen Zeit zu sich aufs Schloss geholt. Jeden Morgen soll er sich eine Stunde lang in der Küche aufgehalten und sich nach jedermann erkundigt haben, mit den Küchenmädchen gescherzt und die Bedienung ausgehorcht haben, was sie am Vorabend denn so alles gehört hätten. Also uns gefallen die gewölbeartigen Räumlichkeiten. 



ein Blick in die große Speisekammer


 



alles ist verstaubt im Weinkeller

Jetzt noch in den Weinkeller, wo sich angestaubte Weinflaschen stapeln und türmen. Klamm und kalt ist es hier unten, und das ist auch so gewollt. Wieder draußen, wandeln wir noch ein wenig durch den Schlosspark, der allein sich auf eine Fläche von 100 Hektar erstreckt. Dann verlassen wir das Schlossgelände und tun noch ein paar Schritte durch den Ort Valençay. Auf dem Marktplatz angekommen, sind schon wieder dicke schwarze Wolken im Anmarsch, sodass wir uns besser auf den Heimweg machen. Abends dröppelt es dann wieder vom Himmel.



vom Schlosspark können wir die Kirche von Valençay sehen



wir gehen zum Ausgang zurück



wir verlassen das Schlossgelände



am Marktplatz von Valençay angekommen, rücken schon wieder dicke schwarze Wolken an

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Montag, 27. Mai 2013



montags ist die Boulangerie geschlossen

Das Leben findet für uns heute draußen statt - endlich mal. Ein herrlicher Tag liegt vor uns. Morgens gehen wir zur Boulangerie, um Brot zu kaufen. Dort angekommen, stehen wir vor verschlossenen Türen, denn montags ist die Bäckerei nicht geöffnet. Gehen wir also zum kleinen Supermarkt am Dorfanfang, dem Proxi Super. Eng und klein ist alles dort, aber sie haben ein umfangreiches Sortiment. Auf dem Rückweg gehen wir auch mal in die Touristinformation und wissen jetzt, dass es sich bei der alten Markthalle um den ehemaligen Wollmarkt handelt. Der Weg durchs Dorf ist wirklich schön. Wieder zurück sitzen wir draußen beim Frühstück. Es ist schon richtig heiß zu dieser frühen Stunde.



wir sind im kleinen Supermarkt am Dorfanfang



mit dem Brot geht es durchs Dorf



dies ist ein Nebenarm der Indre



das Café de la Ville hat jeden Tag geöffnet



in der Touristinformation von Montrésor



wir frühstücken draußen

Wir kommen dann auch wieder schnell mit unseren englischen Nachbarn ins Gespräch, die sich wundern, wo wir das Brot herhaben? Der Engländer kann wirklich gut deutsch. Er sagt, dass er als kleines Kind, in 1947, nach Deutschland kam, da sein Vater dort stationiert war. Für fünf Jahre. Und dann nochmal für ein paar Jahre als junger Mann ab 1960. Die beiden sind sehr nette und lustige Leute, und ihr kleiner Jack Russel Hund liegt den ganzen Tag auf dem warmen Asphalt statt auf ihrem (Hundi ist ein Mädchen) Kissen. Als die drei gegen Mittag ins Dorf gehen, schmeißen wir den Generator an und schneiden einander die Haare. Danach wird es auf dem Stellplatz recht laut, denn der Rasen ringsum wird von zwei Männern gemäht. Jetzt sieht alles tiptop hier aus.

Frisch geduscht sitzen wir dann beim Nachmittagskaffee, der heute aber aus einem Cappuccino und einem Tee besteht. Ach, wenn die Sonne lacht, kommen alle Lebensgeister zurück. Unser fauler Nachmittag wird nur dadurch gestört, dass wir schnell mal zur Entsorgungsstation fahren und den Toilettentank leeren müssen. Bei der Gelegenheit füllen wir auch den Frischwassertank auf, was ziemlich lange dauert, denn das Wasser dröppelt nur. Das Abendessen nehmen wir heute natürlich auch draußen ein, mit einer Flasche Alentejo-Wein aus Portugal. Morgen soll es ja wieder aus Eimern regnen, auch wenn wir das heute nicht glauben können und wollen.



auch zum Kaffee sitzen wir draußen



unser Abendessen, Rumpsteak mit Kartoffelecken und Bohnensalat



selbst abends ist es noch schön warm für Abendessen draußen

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