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Donnerstag, 31. Mai 2012

 

Die erste Amtshandlung am Vormittag ist es, uns gegenseitig die Haare zu schneiden. Dafür setzen wir uns in die Ecke unseres Platzes, wo uns niemand sieht. Dann fallen die Haare ins Gras. Dann unter die Dusche und auf geht es zum Pool. Das Wasser ist mittlerweile so warm, dass wir uns nur wundern können, wieso die Leute - alles Holländer - immerzu klagen, dass das Wasser so kalt sei. Also wir gehen mühelos hinein und tun das auch oft genug. "Ach, Annette, wir haben es doch gut", das sagt Herbert ganz oft in diesen Tagen. Und jetzt ist der Mai auch schon wieder vorbei; der Sommer vergeht immer viel zu schnell, finden wir.

 

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Mittwoch, 30. Mai 2012

wir erreichen die Stadt Lannemezan

Jetzt ist wieder der Punkt erreicht, wo ein Tag auf dem Camp dem anderen gleicht und es nur wenig zu berichten gibt. Wir mögen die Tage, die wir heuer auf Campingplätzen verbringen und wollen dies Jahr nicht so viel herumreisen, sondern bis zur Hochsaison möglichst auf Campingplätzen sein. Zur Zeit warten wir ja auf Nachricht vom Gericht, aber bislang hören wir noch nichts.

Blick auf das Hôtel de Ville von Lannemezan

Heute haben wir mal wieder Lust auf einen Ausflug, und zwar nach Lannemezan, südlich von hier und am Fuße der Pyrenäen Gegen 11 Uhr sitzen wir auf dem Bock und knattern los. Die Umgebung ist aber nicht allzu spektakulär; in der Stadt angekommen merkt man auch, dass es nicht mehr weit ist bis zur spanischen Grenze, und Grenzgebiete sind manchmal trostlos. Aber die direkte Geschäftsstraße von Lannemezan ist recht hübsch. Wir parken gegenüber dem Hôtel de Ville und sehen, dass heute Markt ist.

hier parken wir

Dann bummeln wir einmal durch die gesamte Stadt, die hier und da recht hübsch ist. Manche Häuser sind uralt und wollen nicht mehr so recht zum Gesamteindruck dazupassen. Es ist total heiß heute, da sind wir froh, als wir wieder auf der Yamaha sitzen. Zum Intermarché und Lidl fahren wir noch, obwohl wir eigentlich gar nichts brauchen. Es ist halb fünf, als wir wieder daheim sind. Da können wir noch bis zum Abend nackert unter der Markise sitzen. Schade ist es, dass es in den letzten Tagen so laut zugeht auf dem Camp. Zuerst war es der Rasenmäher, der pausenlos im Einsatz war und jetzt ist es ein Traktor, der die vielen Hecken schneidet. Es ist  wie in einem Steinbruch, was den Lärm angeht. Hoffentlich hört das mal auf.

heute ist Markt

Blick in die Geschäftsstraße von Lannemezan

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Samstag, 26. Mai 2012

Ankunft in Castelnau-Magnoac

Heute wollen wir mal mit der Yamaha nach Castelnau fahren zum Intermarché. Immerhin ist es das Pfingstwochenende und wir wissen nicht, ob der Supermarkt am Montag geöffnet sein wird. Und so knattern wir gegen 11 Uhr los; es sind ja nur drei oder vier Kilometer. Zuerst fahren wir aber mal nach Castelnau hinein, wo heute zufällig Markt ist. Über den laufen wir und hören hier und da auch mal deutsch. Sogar einen winzig kleinen Stand sehen wir, wo es Currywurst gibt. Na, ob sich die hier verkaufen lässt?

wir sehen hübsche kleine Details im Ort

Es ist ein netter kleiner Ort, der an anderen Tagen bestimmt einen verträumten Eindruck macht. Wir laufen dann einen Hügel hinan und befinden uns auf der Rue de Grand Rond, die einen Bogen macht und Blicke aufs Umland bietet. Dann fahren wir zum Intermarché und lesen, dass sogar am Pfingstmontag von 9:00 bis 12:00 Uhr geöffnet ist. Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die einzelnen Intermarchés sind. In einem Ort richtig schick und mit gutem Angebot, im anderen bietet sich ein eher trauriger Anblick. So auch hier.

in Castelnau ist heute Markt

auf dem Marktplatz von Castelnau

alles ist wieder so typisch französisch

Wieder zurück am Platz sitzen wir draußen, aber zum Nacktsein ist es heute nicht warm genug; der Himmel ganz zugezogen. Abends schauen wir uns dann den Eurovision Song Contest an, der ja mittlerweile eine reine Ostblockveranstaltung ist. Entsprechend ist auch die Musik. Wir sind aber erst ab dem Auftritt von Frankreich dabei. Und selbst gefallen die Titel von Spanien, Dänemark und Deutschland (den Deutschen sehen und hören wir heute Abend zum erstenmal), aber dieser Stil hat im Ostblock wie immer keine Chance. Als die Sendung gegen 0:30 Uhr zu Ende ist, schalten wir um und sehen, dass er auf einem anderen Sende gerade als Aufzeichnung wieder gesendet wird. Und so bleibt Annette noch so lange auf, bis die russischen Babuschki kommen. Einfach süß, die sechs Omis. Dann fällt auch Annette ins Bett.

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Montag, 28. Mai 2012

 

Nachdem das Schönwetter mal einen Tag ausgesetzt hat und wir uns mit einem bewölkten Himmel begnügen mussten, ist es heute wieder strahlend sonnig und heiß. Mittlerweile hat sich der Camp auch etwas gefüllt; über die Pfingsttage sind doch einige Leute angereist. Wir verbringen den Tag wieder am Pool; heute nimmt Herbert sein neues Fotobuch mit. Er hatte sich ja extra ein Buch bestellt zur neuen Kamera, und er will nun tiefer einsteigen, was die vielen Funktionen und Einstellungen der 5D Mark II angeht. Die Kamera nimmt er heute auch mit an den Pool und probiert immer gleich die empfohlenen Tips aus dem Buch. Abends wird auf dem Camp gemeinschaftlich gegrillt, und mittlerweile wird es immer später dunkel.




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Freitag, 25. Mai 2012



Blick auf die Poolanlage von L'Eglantiere

Am Pool liegen wir und denken daran, wie gut wir es doch haben. Und wie lange es her ist, dass Deutschland verlassen haben. Schon über drei Jahre ist es her, dass wir dauerhaft unterwegs sind, wenn man von den Gerichtsterminen mal absieht, die uns immer wieder in die Heimat zurückholten. Es ist ja nicht so, dass wir das Vaterland nicht mehr leiden können und es meiden, aber wie wird es erst, wenn der Gerichtsprozess endlich abgeschlossen sein wird? Bisher haben wir die richtige Freiheit im Kopf ja noch gar nicht, weil wir mit den Gedanken ständig beim Prozess waren und alle halbe Jahre unsere Reise unterbrechen mussten für die Fahrt zum Gericht. Und wie gut die Termine immer gepasst haben zur Geburt und Taufe des Enkels usw. Wir denken auch daran, dass es ein großes Glück für uns war, dass der gesamte Prozess in Bayern stattgefunden hat. Und das alles nur, weil das Streitfahrzeug in einer Halle in Rosenheim, sprich in Bayern, war. Denn sowohl unser Wohnsitz als auch der des Beklagten ist in Baden-Württemberg. In Bayern kannten wir uns aus, in jeder Beziehung, auch, wie die Bayern so ticken. Wer weiß, welche Karten wir in Baden-Württemberg (Annette sagt immer Bade-Würgeberg, weil die Leute da immer so klingen, als würden sie am Hals gewürgt) gehabt hätten? Und so liegen wir und denken und reden, wenn wir nicht gerade im Wasser sind.



wir sind ständig im Wasser



 




so verbringen wir unsere Schwimmpausen

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