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Montag,  31. Mai 2010



Blick auf die mittelalterliche Silhouette von Gordes

Heute wollen wir noch die Kleinstadt Gordes an der Südflanke des Plateau de Vaucluse besuchen, bevor wir so langsam, wahrscheinlich morgen, den malerischen Ort Fontaine-de-Vaucluse verlassen wollen. Der motorroller ist am Vormittag startbereit und wir sind es auch.



der Hauptplatz des Orts

Dass Gordes vor einem halben Jahrhundert noch ein fast verlassenes Bergdorf war, merkt man heute nicht mehr. Gordes hat jetzt etwa 1600 Einwohner. Anziehungspunkt ist ein Renaissanceschloss, das auf den Resten einer Burg gebaut wurde und gebieterisch über den Häusern thront. Man kann sich vorstellen, wie beliebt die Silhouette von Gordes als Fotoj25iv ist.


 

Viele Künstler haben den Ort für sich entdeckt und den Wiederaufbau angeregt. Manche von ihnen leben und arbeiten in den malerischen und steilen Gassen. Wir bummeln und kraxeln auf dem Steinpflaster, das sich manchmal recht schwierig ausnimmt.



die Häuser drängen sich auf dem kleinen Felsplateau



die Gassen sind schmal und steil



es gibt manchen verwunschenen Winkel



Blick auf die Abbaye de Senanque

Im Anschluss an unseren Besuch in Gordes fahren wir noch zur etwa 3km entfernten Abbaye de Senanque. Die Fahrt dorthin ist malerisch und kurvenreich. Und heiß ist es mittlerweile, unten im Tal geht dann kein Lüftchen. Wir schauen uns auf dem Anwesen der Abtei um und finden dann auch den Eingang zur Besichtigung.



Lavendelfelder säumen die Abtei

Die nächste Führung ist um 14:30 Uhr. Sie ist aber - wie so oft in Frankreich - nur auf französisch und so verzichten wir auf eine Besichtigung. Wie schade auch, dass die Lavendelfelder jetzt im Mai nicht in der Blüte stehen. Der Ausflug war dennoch schön. Zurück am Wohnmobil bringen wir den Roller schon mal in die Garage, sodass wir morgen weiterziehen können.



auf dem Anwesen der Abtei

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Sonntag,  30. Mai 2010



ein Besuch in L'Isle sur-la-Sorgue

Im kleinen Touristenführer hatten wir gelesen, dass sonntags immer Flohmarkt ist in L'Isle-sur-la-Sorgue. Also nichts wie hin. Dann aber ist es so, dass sich ein riesiger Wochenmarkt durch mehrere Straßen zieht und nur ein einziger Straßenzug von ein paar Antikständen bevölkert ist.



heute ist Markt, der sich über die Innenstadt erstreckt

Egal, wir bummeln einmal über den Markt. Was nicht alles angeboten wird. Aber wir hatten gestern Abend auf dem Platz noch oder schon Kirschen gekauft. Eine einheimische Frau kam auf unseren Platz und hatte ihr halbes Auto voll Süßkirschen. Also brauchen wir heute eigentlich nichts.



ein Stand drängt sich an den anderen

Die Sorgue legt sich wie eine Schlinge um den Ort, weshalb die Einheimischen auch ganz einfach von L'Isle - der Insel - sprechen. Mehrere Brücken führen über die diversen Flussarme.


 



die Marktware muss unter das Volk gebracht werden


 



die Sorgue umschlingt den Ort und macht ihn zu einer Insel



ein Straßenzug ist heute dem Antikmarkt vorbehalten

Über 200 Antiquitätenhändler haben sich in L'Isle niedergelassen. Der kleine Ort ist nach Paris Frankreichs wichtigster Umschlagplatz in Sachen Kunst und Trödel, seit in 1978 die ersten Antiquitätengeschäfte öffneten.



und überall gibt es Seitenarme der Sorgue

Wieder daheim können wir gar nicht glauben, wieviel Wohnmobile und Autos auf dem Platz stehen. Ein Rangieren ist kaum mehr möglich. Die Autos haben die Wohnmobile direkt zugeparkt, aber allzu eilig hat es hier eh niemand, wieder wegzukommen. Am Nachmittag wird es zur Abwechslung mal richtig frisch, sodass Annette in langen Hosen sitzt.



Bon Appétit

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Freitag,  28. Mai 2010



der leuchtend ockerrote Ort Roussillon aus der Ferne

Heute wollen wir wieder einen Ausflug mit dem Roller machen. Schnell ist er herausgeholt, sind die Spiegel angebracht uns dann kann es losgehen. Unser Ziel ist Roussillon, der Ort, der wegen der gewaltigen Ockervorkommen eine farbenfrohe Landschaft hervorgebracht hat.



jedes Haus ist hier in ockerrot getaucht

Die Uhr geht auf zehn, als wir Roussillon erreichen. Und dann sind wir geradezu geblendet vom vielen ockerrot an jeder Fassade. Es schaut wunderbar aus, so warm und behaglich. Aber die Sonne blendet ziemlich bei jedem Foto, das Herbert aufnimmt.



Blick auf die Kirche des Orts


 

Seit der Antike ist Ocker als natürlicher Farbstoff beliebt, und bis in die 1970er Jahre wurden die Pigmente um Roussillon industriell abgebaut. Heute haben synthetische Farben das Naturprodukt verdrängt. Unser Blick geht über die Ockerfelsen.



typisch provenzalisch



auf der Mauer auf der Lauer..

Niedrige, verschachtelte Häuser haben sich rund um die Kirche angesiedelt. Es gibt mehrere Aussichtsplattformen, von denen man hinunter ins Tal schauen kann. Und rot, so weit das Auge reicht. Dieser Ort gefällt uns ausnehmend gut.



der Frühstückstisch ist gedeckt



es gibt viele Souvenir- und Handwerksgeschäfte

Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück in Fontaine-de-Vaucluse. Dann überlegen wir, noch schnell in den Nachbarort L'Isle sur-la-Sorgue zu fahren, um noch ein paar Einkäufe für das Wochenende zu machen. Denn der Wohnmobilplatz ist einfach klasse. Das einzig schlechte ist immer der Internetempfang, der zum Teil gar nicht funktioniert.


 

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Samstag  29. Mai 2010



ein lauschiges Plätzchen am Fluss

Heute versuchen wir es wieder mit Nichtstun. Das heißt, am Nachmittag rappeln wir uns schon noch zu einer kleinen Wanderung auf. Wir wollen auch noch einmal nach Fontaine hinein, denn bei unserem ersten Besuch hatten wir eine kleine Skulptur gesehen, die uns nicht mehr aus dem Kopf geht.



Blick auf den Stellplatz     N 43°55.18  E 05°07.34



der Stellplatz am Ufer der Sorgue

Immer mehr Wohnmobile trudeln ein. Man steht aber auch zu schön hier. Abends haben wir schon manche Bisamratte im Wasser planschen hören. Zuerst dachten wir, es wären vielleicht Forellen, aber Fische sieht man hier keine.



es gehen mehrere Wanderwege ab



die Sorgue


 

rechts der Sorgue-Quelle

Diesmal biegen wir im Ort auf dem Hauptplatz, dem Place de la Colonne, vom Touristenstrom ab, überqueren die Brücke und gehen dann rechtsseitig zur Sorgue-Quelle. Hier ist es auch sehr hübsch, schattig und überhaupt nicht überlaufen.


 

Dann gehen wir doch noch einmal zur Galerie Zubrycki, uns die Skulptur anzuschauen. Sie ist ganz süß mit einem Sonnenhut und in schöner Pose. Aber auf den zweiten Blick finden wir, dass die Konturen nicht genug ausgearbeitet, nicht genug definiert sind. Aber amüsant ist es immer wieder, dass die Franzosen dann plötzlich doch englisch können, wenn es um einen möglichen Verkauf geht.


 

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Donnerstag,  27. Mai 2010



wir wandern die Sorgue entlang

Es kam ein rechter Regenguss herunter in der Nacht. Jetzt ist aber wieder alles sonnig und schön. Heute wollen wir eine kleine Wanderung machen und auch auf den Aquädukt gehen. Die Sicht von dort oben ist bestimmt fantastisch.



der Aquädukt, der auch heute noch Wasser führt

Aber zuerst beobachten wir, wie eine Kanugruppe geschleust wird. Puh, wir können gar nicht hinschauen, wie nah die Leute dem Abgrund sind. Sie steigen dann eine Treppe hinab, während ihre Kanus hinuntergelassen werden. In der unteren Plattform steigen sie dann wieder ein und paddeln weiter.



auf dem Wanderweg kurz vor dem Aquädukt

Kurz hinter dem Aquädukt biegt ein Feld- und Waldweg von der Hauptstraße ab. Eine Beschilderung gibt es nicht, aber das wird der Weg zum Aquädukt sein. Und tatsächlich führt er hinauf und wir finden uns in schwindeliger Höhe wieder.



oben auf dem Aquädukt..



..mit herrlichem Blick auf die Sorgue


 

Mei, wo das viele Wasser nur herkommt, von allen Seiten und mehreren Seitenarmen. Es ist ein Rauschen und Plätschern, dass Annette nicht anders kann als in hohem Bogen in den Fluss zu pieseln.  

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