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Donnerstag, 30. Juni 2016



so stehen wir auf unserem Platz oberhalb des FKK-Strands von Paleóchora

Es wird ein schöner Schwimm- und Badetag. Anfangs ist das Wasser noch etwas kabbelig, aber dann wird es wieder richtig gut. Heute denken wir auch endlich mal an die zwei Schaumgummiauflagen, die wir extra mitgenommen hatten von daheim. Den ganzen Tag auf den harten Strandliegen zu liegen geht nämlich ganz schön aufs Steißbein. Wie oft wir heute ins Wasser gehen, das zählen wir gar nicht mehr. Wir haben auch wieder die gleichen Nachbarn wie gestern. Ein paar aus Tschechien. Die Luft ist heute richtig heiß, und wir können schon am dem Vormittag nicht mehr barfuß durch die Sand laufen, ohne uns die Füße gehörig zu verbrennen. Das Wasser bei der Stranddusche ist auch verdammt heiß; mit einem Sonnenbrand auf der Haut würde das richtig wehtun. Was können wir noch sagen? Am Abend gehen wir wieder essen, aber heute Abend - zum erstenmal - schmeckt uns das Essen nicht. Anschließend gehen wir noch zu INKA und bekommen die Süßkirschen für 3,17 EUR statt 4,53 EUR. Dann noch ein Fläschchen Niveacreme 200ml für 2,44 EUR statt 4,88 EUR. Die Bonuskarte lohnt sich ja richtig. Daheim essen wir dann schon mal ein paar Kirschen. Es ist ein lauer Abend, aber spät nachts kommt wieder ein Wind auf, der alles abkühlt.



heute nehmen wir endlich mal die Schaumgummiauflagen mit an den Strand



die übergroßen Klammern sind der neueste Schrei aus China



gleich wird Hundi vom Fahrtwind erfrischt


 



außer dem guten Wetter haben die streunenden Tiere kein leichtes Leben im Süden



die Fähre bringt die Tagesausflügler zurück, die durch die Samariá-Schlucht gewandert sind



spät kommen wir aus der Stadt zurück

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Mittwoch, 29. Juni 2016



ein neuer Tag beginnt am FKK-Strand von Paleóchora

Heute kommt der Wind zur Abwechslung mal aus der entgegengesetzten Richtung. Vom Land, nicht vom Meer. Na ja, ist doch mal was ganz anderes, gell? Wir gehen dann erstmal ein Brot kaufen, bevor es ans Frühstücken geht. Im Supermarkt macht es peng und dann gehen die Lichter und auch die Musik aus. Die Kassen funktionieren aber trotzdem noch. Auf dem Heimweg sehen wir in einem der Hoteleingänge (Durchgang) ein großes Bücherregal mit Büchern zum Tauschen. Die schauen wir uns mal an, aber auf allen vier Regalen sind es Bücher auf schwedisch, norwegisch und finnisch. Als wir beim Frühstück sitzen, hört der Wind doch tatsächlich auf? Hat man uns erhört? Wir haben aber auch alle Götter angerufen - Aiolos, Boreas, Rasmus. Was für eine Freude, und was für eine Stille nach einer ganzen Woche mit Starkwind. Wir packen unsere Strandtasche und verbringen den ganzen Tag am Strand. Heute ist das Mittelmeer auch wieder ein zahnloser Tiger. Soll heißen, dass kaum noch Wellen gehen. Es ist schön zu schwimmen, und wenn die Sonne direkt über uns steht, und weil das Wasser immer so glasklar ist, sieht es immer so aus, als würde eine Schildkröte unter uns hinwegschwimmen. Aber das ist natürlich nur unser eigener Schatten. Es ist ein schöner Strandtag, und am Abend sind wir richtig kaputt von der vielen Sonne. Vom alten Brot der letzten Tage machen wir heute Abend wieder Arme Ritter. Mit Tomatensalat.



alles dunkel im INKA, aber die Kassen laufen noch



wir verbringen einen schönen Strandtag und gehen sechsmal ins Wasser

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Montag, 27. Juni 2016



der Waschsalon ist direkt an die Autovermietung nebenan angeschlossen

Heute früh geht alles ruckzuck. Wäsche sortieren in zwei Tragetaschen und los zum Waschsalon. Wir hatten gestern schon mal gefragt, wann sie morgens öffnen. Um 8 Uhr. Also sind wir um 8 Uhr da. Dann die Überraschung. An zwei von den drei Waschmaschinen hängt ein Zettel, dass die Maschinen kaputt sind. Na toll. Die hingen gestern noch nicht. Also müssen wir unsere beiden Waschladungen nacheinander laufen lassen statt parallel. Laut Anzeige dauert das Programm 30 Minuten, laut Tafel 45 Minuten. Setzen wir uns also nebenan ins Café Platia und warten dort. Die Maschine braucht dann aber doch 45 Minuten. Dann die nächste Ladung. Jetzt gehen wir heim und kaufen unterwegs noch ein Brot. Die zweite Ladung holt Annette dann allein ab. Herbert kann diese Waschtage immer nicht leiden, aber die Wäsche macht sich halt nicht von selbst, oder?



die Wartezeit vertreiben wir uns im Café Platia neben dem Waschsalon



etwas außerhalb von Paleóchora stehen wir nun und trocknen unsere Wäsche

Wir fahren dann raus aus Paleóchora und zu diesem Parkplatz außerhalb. Direkt zu unseren Füßen ist der FKK-Strand. Aber erstmal hängen wir die Wäsche auf. Wieder so ein Wind, als Herbert die Markise aufmacht, aber wir brauchen den Platz, um dort an zwei Leinen die Wäsche aufzuhängen. Alles trocknet extrem schnell bei der Hitze und dem Wind. Die Bettwäsche ist als erstes trocken. Jetzt können wir uns einen schönen Tag machen. Melone essen, schwimmen gehen. Ist ja doch was ganz anderes am FKK-Strand. Annette kommt sich etwas blöd vor mit ihren Textilstreifen, wo hier alle so nahtlos braun sind. Es ist ein toller Tag mit tollem Wetter und ohne Sorgen. So kann es weitergehen. Es soll am Ende ja doch ein Badeurlaub sein.



der Parkplatz liegt direkt am FKK-Strand



ist ja doch was ganz anderes, wenn man nackig schwimmen kann



wir essen die Melone von gestern



abends um halb neun

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Dienstag, 28. Juni 2016



wir kommen vom Einkauf zurück

Wir sind wieder früh auf und gehen auch recht bald nach Paleóchora, um ein Brot zu kaufen. Bei der Gelegenheit nehmen wir auch zwei unserer ausgelesenen Bücher mit und tauschen diese bei dem Café, wo wir anderntags den Oragensaft getrunken hatten. Wir nehmen dann eines mit: "Das Spiel des Engels" von Carlos Ruiz Zafón (von dem auch "Der Schatten des Windes" ist). Dann noch eines von Bill Bryson, den Annette immer sehr unterhaltsam findet. Aber dieses Buch hier, "A Short History Of Nearly Everything" gefällt ihr dann nicht und am Abend wollen wir es schon wieder umtauschen. Nach dem Frühstück freuen wir uns auf einen schönen Strandtag am FKK-Strand, aber es kommt wieder der blöde Wind auf, von dem wir so langsam genug haben. Wir bleiben nur etwa eine Stunde am Strand. Der Wind ist laut im Ohr und nervt nur noch.



der Wind treibt uns nach einer Stunde vom schönen FKK-Strand fort

Setzen wir uns lieber bei uns ans Wohnmobil in den Windschatten. Aber kaum, dass wir sitzen - Annette ist sogar noch drinnen an Bord - kommt jemand (kein Grieche) mit dem Fahrrad an und fragt uns auf griechisch, ob wir englisch sprächen? Irgendwas mit Anglika. Dann Do you speak English? - Yes, I do, but what's the matter here?, fragt Annette, die schon merkt, wie wütend derjenige ist. Er sagt in einem sehr gehässigen Ton, dass wir nur unten am Strand nackt sein dürften, nicht hier, wo er und seine Nachbarn uns sehen könnten. Es würden auch Kinder hier wohnen. (Als ob man heutzutage noch Rücksicht auf Kinder nehmen müsste. Die sind doch heute verdorbener als unsereins.) Komisch, dass die Leute immer so durchdrehen, wenn sie einen nackten Menschen sehen. Aber umgekehrt, wenn Leute in Badehose am FKK-Strand sind (von denen gibt es immer jede Menge), regt sich niemand auf. Man sollte diejenigen dann auch anschnauzen und sagen, dass man den Anblick von Verklemmten nicht länger ertragen kann und sie verschwinden sollen. Aber FKK-Leute sind eben nicht so kleingeistig.



einfach mal die Seele baumeln lassen

Was den Starkwind angeht, so sitzen wir am Nachmittag eh drinnen bei uns. Es sind auch kaum noch Leute am Strand. Wir laufen später mal den FKK-Strand auf und ab, weil es einfach toll ist, nackt sein zu können. Am Abend gehen wir wieder nach Paleóchora und suchen uns eine Taverne aus. Wir entscheiden uns für die Taverna Inochoos (der Name bezieht sich auf eine antike  Figur, den Krugträger, den man hier und da auf Abbildungen findet). Das Essen ist wirklich klasse hier, es ist eine Taverne, die von mehreren Brüdern geführt wird. Man sitzt auch sehr lauschig in der Seitengasse. Zufrieden und satt wandeln wir dann noch ein wenig durch Paleóchora, tauschen das eine Buch um und kaufen auf dem Heimweg noch ein paar Pfirsiche. Bei IN.KA haben wir uns am Morgen eine Bonuskarte geben lassen, und jetzt bekommen wir satte Rabatte auf alles, ha ha. Aber die Pfirsiche kosten wirklich 30% weniger als ohne die Karte.



Annette ist zwar für ihren ungezügelten Alkoholkonsum bekannt, aber Bier gehört nicht dazu



in der Taverne Inochoos



immer die Klassiker Stifado und Mousaka


 



wenn kein Fußball ist, ist auch kein Halligalli

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Sonntag, 26. Juni 2016



ein Blick aus der Küche morgens um sieben

Seit Mittwoch konnten wir unser Emailprogramm - Windows Live Mail - nicht mehr öffnen. Ständig kam als Nachricht Gruppenrichtlinienclient oder so. Unten in Elafonisi hatten wir eh nur ganz schlechten Internetempfang, aber hier in Paleóchora sogar mal wieder ein freies WIFI. Herbert murkst heute früh dann solange herum, bis Windows Live Mail wieder geht, und bums kommt eine Nachricht vom Makler in Sachsen: Die Kaufsumme ist am 22. Juni auf seinem Konto eingegangen. Sehr schön. Aber am meisten sind wir erleichtert, dass wir die Emails wieder normal empfangen können. Wir hätten uns mit dem Tablet behelfen können, aber es wären ja erstmal alle Emailadressen verloren gewesen, die auf dem Laptop sind. Jetzt genießen wir erstmal den tollen Ausblick, den wir von der Küche aus auf den Strand haben. Das Mittelmeer ist immer noch ziemlich wild, aber kein Wunder bei den Starkwind, den wir in Elafonisi hatten.



wir laufen einmal ganz um Paleóchora herum

Heute machen wir uns einen schönen Tag in Paleóchora, laufen am frühen Nachmittag mal ganz außen herum um den Ort. In den Gassen finden wir in einem der Läden sogar endlich einen Hut für Herbert. Er hat so einen großen Kopf, dass die meisten Hüte, egal ob aus Stoff oder Stroh, zu klein sind und pupsig aussehen. Wir setzen uns auch in eine der Kneipen auf einen frischen Orangensaft. Ach ja, im Schatten können wir ewig sitzen und dem Treiben zuschauen. Wieder daheim geht Annette auch wieder ins Wasser. Hinterher, bei den Strandduschen, muss sie warten, bis sich zwei Männer vor ihr gegenseitig mit dem Schlauch abgeduscht haben. Der eine winkt ihr, als die beiden fertig sind. Ella (auf geht's), sagt Annette und lässt sich von dem einen abduschen. Sie neigt sich so, dass auch die Haare nass werden. Ah, very good. Dann von vorn und von hinten und überall. Das gefällt den beiden. Am Ende sagt sie brav: Evcharistó polí, was bei den beiden zu großer Begeisterung führt.



und schon sitzen wir wieder in der Kneipe



Paleóchora



eine Melone, die wir heute aber gar nicht mehr essen



alles gibt es im Überfluss



Herberts neuer Hut



es regnet sogar mal für zwei Minuten

Heute Abend ist ja wieder Fußball. Und da wir keinen Fernsehempfang haben (wir haben es nicht mal ausprobiert mit der kleinen Schüssel), wollen wir in einer der Kneipen Fußball gucken. Um 19 Uhr unserer Zeit kommen wir da an und bekommen gerade noch einen der freien Tische. Nach zehn Minuten fällt ja schon das erste Tor. Alle reißen die Arme hoch. So in Gemeinschaft haben wir noch nie Fußball geschaut. Schlecht ist es nicht. Sind auch fast alles Deutsche, die hier sitzen. Nur gut, dass Annette die dünne Ringeljacke mitgenommen hat, denn der Wind wird immer stärker und frischer. Zufrieden gehen wir mit 3:0 gegen die Slowakei wieder heim, drehen noch eine Runde durch die Gassen von Paleóchora.



Yámas (Prost)

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