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Montag, 30. Juni 2014



das große Warten beginnt, aber mittlerweile haben wir ja Übung darin

Um 6:50 Uhr soll Herbert in die Werkhalle fahren und dann können die Arbeiten beginnen. Dann kann auch die Warterei für uns beginnen. Man macht sich sogleich an das Entfernen der alten Profilkanten, das wohl leichter vonstatten geht als wir gedacht hatten. Herbert sieht, dass ganz viele solcher Profilkanten auf dem Müll liegen. Ist wohl ein generelles Problem. Bei unseren jedenfalls war an manchen Stellen der Lack abgeplatzt oder es waren Aufblühungen und somit Unebenheiten unterm Lack. Hoffen wir mal, dass die neuen Kanten lange halten. Wir verbringen den Tag im hübschen Warte- bzw. Aufenthaltsraum und trinken uns aus Langeweile einen Kaffee nach dem anderen (jeder drei Tassen). Als wir mittags mal nach Schlüsselfeld gehen wollen, kommt gerade ein Regenguss herunter, und so bleiben wir halt da. Die Arbeiter sind bis 16:30 Uhr zugange, haben dann aber auch schon die Gasprüfung erledigt und die Eintrittsstufe repariert, die in den letzten Tagen nicht mehr zu bedienen war. Die Nacht sollen wir dann wieder vor dem Tor verbringen, und jetzt wissen wir auch, wo sich die Steckdosen für Strom befinden. Fast alle neuen Profilkanten sind mittlerweile dran und sehen gut aus. Abends schauen wir natürlich das Fußballspiel Deutschland : Algerien, das schrecklich langweilig ist. Wie großspurig die Moderatoren immer reden; sie sehen uns schon im Viertelfinale und bezeichnen die Algerier als die absoluten Außenseiter. Und dabei haben die Deutschen heuer überhaupt nicht die Klasse zum Weltmeister. Annette geht es heute Abend sehr schlecht; sie friert bei 24°C Bordtemperatur, selbst auf dem Sofa unterm Federbett. Als müsse sie sich ständig erbrechen, und alle Gelenke tun ihr weh. Nach der ersten Halbzeit geht sie zu Bett. Na ja, am Ende gewinnen wir ja doch noch mit 2:1 in der Verlängerung. Eine schreckliche Nacht steht Annette bevor.



schnell sind die alten Profilkanten abgemacht


 



die Zeit vergeht viel zu langsam

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Sonntag, 29. Juni 2014



nachmittags ist der Concorde-Stellplatz noch recht leer

Heute passiert nicht viel außer dass es immer wieder zu regnen anfängt. Wir igeln uns an Bord ein und lassen den Tag vergehen. Im Laufe des Nachmittags kommen immer mehr Concordes hier auf dem Stellplatz an. Alles ziemlich neue Fahrzeuge. Sie haben wohl morgen alle einen Werkstattermin. Da sieht man mal den Unterschied zu Phoenix. und heißt es nicht immer, dass man mit einem Neufahrzeug das erste Jahr andauernd in der Werkstatt ist, bis alle Macken und Fehler behoben sind? Am Abend schauen wir uns das Fußballspiel Niederlande : Mexiko an. Niederlande oder Niederlage, das ist heute die Frage. Das Spiel ist nicht besonders sehenswert, aber am Ende kommen die Holländer mit 2:1 weiter. Nachdem das Spiel zu Ende ist, packen wir alles zusammen und fahren nach Schlüsselfeld, wo wir uns vors Tor von Phoenix stellen. Damit wir morgen nicht in aller Herrgottsfrühe losmüssen. Da sieht es noch genauso aus wie am Freitag. Zwei Kundenfahrzeuge stehen auf dem Firmengelände.



bis wir am frühen Abend losfahren, kommen immer mehr Concordes auf den Platz

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Freitag, 27. Juni 2014



ein erster Blick auf unsere neue Tür

Früh morgens gehen die Arbeiten weiter; bis kurz vor 11 Uhr dauern sie an. Derweil kommen wir mit einem Paar aus Bremen ins Gespräch, das heute auch einen Termin bei Tegos hat. Wir erfahren von ihnen, dass sie es vier Jahre lang genauso gemacht haben wie wir jetzt: Sie hatten ihr Haus in Hamburg verkauft, waren dann vier Jahre lang dauerhaft im Wohnmobil unterwegs und haben sich vor anderthalb Jahren wieder angesiedelt, und zwar in einer Wohnung in Bremen. Sie sagen uns, dass ihnen der Umstieg vom Haus ins Wohnmobil leichter gefallen sei als zurück ins feste Domizil. Und dass sich ihre Reisegewohnheiten jetzt, da sie die Wohnung haben, geändert hätten. Wir erzählen und erzählen, bis die Arbeiten an unserem Phoenix fertig sind, das Fliegenrollo wieder eingebaut ist usw. Alles sieht jetzt sehr schick aus, die Tür schließt perfekt und die Umrandungen hat man sehr gut eingearbeitet. Wir sind jetzt auch froh, dass wir unser altes Fliegenrollo behalten haben; durch schwarze zickzackgefaltete Gaze hätten wir bestimmt nichts sehen können, auch keine Fliege, die drinnen sitzt, geschweige hätte man die erschlagen können auf Zickzackstoff.



über Land geht es in Richtung Ulm und zur A7

So, dann fahren wir los. Über Saulgau und Biberach an der Riß geht es in Richtung Ulm. Und den ständigen Gedanken ans Kriechen durch die Ortschaften wegen der vielen Radarfallen nimmt uns ein tschechischer LKW ab, der selbst auch nur kriecht. Hat wohl schlechte Erfahrungen gemacht. Bei Ulm geht es dann auf die A7 und wir können schön dahinrollen. So hatten wir es uns zumindest vorgestellt, aber bei Aalen kommen wir in einen Stau. Na toll. Es geht extrem schleppend voran, und als im Radio die Staumeldungen kommen, ist auf der A7 von neun Kilometern Stau die Rede. Da haben wir aber schon 14 Kilometer Stau hinter uns. Staus gibt's echt nur in Deutschland; gestern auf dem Schweizer Radiosender kamen keine Staumeldungen und bei uns im Radio sind die Staumeldungen selbst schon kilometerlang. Wir sehen dann ein Schild: A7 Agnesburgtunnel Generalsanierung. Als wir den Tunnel endlich erreichen, sind da weder Bauarbeiter noch Maschinen zu sehen. Und hinter dem Tunnel geht der Stau noch ewig weiter.



bei Aalen kommen wir in einen Stau von mehreren Kilometern



wieder geht es über Land

Unser neues Ziel ist ja die Phoenix-Werkstatt, wo wir alle Abschlusskanten erneuern lassen wollen. Am Montag haben wir den Termin, aber wir wollen uns jetzt schon mal in Schlüsselfeld hinstellen. Wir nehmen die Ausfahrt 106 und fahren über Land weiter. Über Uffenheim, Sugenheim, Scheinfeld. Die Kirchtürme, die jedes Dorf hat, sind ja wirklich schön. Franken zeigt sich von seiner besten Seite. Schön kriechen, sagt Annette vor jeder Dorfdurchfahrt. Dann ist Schlüsselfeld erreicht, aber so richtig gefällt es uns nicht vorm Tor der Phoenix-Werkstatt. Auf dem Werkstattgelände stehen auch schon mehrere Kundenfahrzeuge. Fahren wir jetzt also nach Aschbach und stellen uns auf den Stellplatz beim Concorde-Werk. Es ist 17:15 Uhr, als wir dort ankommen, und es ist noch verdammt heiß draußen. Auf dem Stellplatz stehen nur dicke Concordes und Phoenixe. Jetzt müssen wir uns erstmal vom Fahren erholen. Spät abends kommt etwas Regen herunter.



die Ortschaften haben so schöne und unterschiedliche Kirchtürme

Ankunft in Schlüsselfeld

wir erreichen die Phoenix-Werkstatt, stellen uns dann aber auf den Stellplatz beim Concorde-Werk in Aschbach



unsere Tagesroute ca. 297km

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Samstag, 28. Juni 2014



wir gehen mal in die Concorde-Ausstellungshalle

Um halb sechs hören wir draußen Schritte auf dem Kies. Als wir später aufstehen, sehen wir, dass eine Brötchentüte auf unserer Eintrittsstufe liegt. Ein Gruße und Service von Concorde. Annette glaubt, dass sie heute am Samstag vielleicht sogar geöffnet haben für Besichtigungen. Wir wollen eh mal nach Aschbach hinein, solange es nicht regnet. Und so schauen wir vorher mal, ob bei Concorde jemand ist. Und tatsächlich ist heute von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Fast alle Fahrzeuge stehen offen, und so können wir uns die riesigen dicken Schlachtschiffe mal anschauen. Was für ein Luxus und Glamour überall. Die Materialien und Farbkombinationen sind schon toll, aber mit diesen riesigen Wohnmobilen äh . . Reisemobilen passt man bestimmt auf keinen Campingplatz. Aber Campingplätze wären für solche Luxusgefährte eh viel zu pupsig und simpel. Das will die Zielgruppe bestimmt auch nicht. Manche Concordes sind bis zu 11,60m lang. Was für ein Klotz am Bein, welche Einschränkung, solange man mit dem Fahrzeug nicht irgendwo steht. Herbert findet, dass die Verarbeitung bei Phoenix besser und solider ist als bei Concorde. Bei Concorde ist alles vor allem fürs Auge.   



die dicksten Reisemobile stehen hier

Als wir wieder gehen, fällt uns noch ein, nach dem Zugang fürs Internet zu fragen. Denn auf dem Stellplatz gibt es WIFI von Concorde. Den gibt man uns gern. Jetzt laufen wir noch nach Aschbach hinein, wo wir in der Bäckerei noch ein paar Semmeln und in einem winzigen Getränkemarkt zwei Colas kaufen. Dann sind wir wieder daheim und warten auf den Regen, der heute ständig im Radio angekündigt wird. Ab halb zwei regnet es, und wir vertreiben uns den Tag im Internet und mit Lesen. Annette fängt mit "A Woman in White" von Wilkie Collins (von 1859) an. Man glaubt ja nicht, wieviel Esprit und Frische diese alten Klassiker haben. Da schreit nicht aus jeder Zeile Bestseller, Bestseller! Abends und nachts kommt der Regen mit solcher Wucht, dass wir unser eigenes Wort nicht mehr verstehen können. Und morgen soll es munter so weitergehen.



wir drehen auch mal eine Runde durch Aschbach



Abend wird es - diesen Blick haben wir aus unserem Fenster

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Donnerstag, 26. Juni 2014



ein letzter Blick auf unsere alte Tür

Um halb sechs fängt der Tag an, und um viertel vor sieben sollen wir schon in die Werkhalle fahren. Dann fangen die Arbeiten an, und für uns fängt das lange Warten an. Wir schauen noch zu, wie die alte Tür ausgehängt und weggestellt wird. Dann setzen wir uns in den Aufenthaltsraum und lesen und warten und sitzen und warten und lesen. Die Zeit vergeht natürlich nur ganz schleppend, und man macht sich ja keinen Begriff, wie anstrengend das Warten ist. Über Mittag gehen wir zum Zeitvertreib auch mal in den Ort Ostrach, der auf den zweiten Blick gar nicht so übel ist. Als wir zurück sind, ist die neue Tür schon probehalber drinnen, aber dann wird sie wieder herausgenommen und gehen die Arbeiten weiter. Zwischendurch kommt Herbert auf die Idee, auch ein neues Fliegengitter einbauen zu lassen. Er bestellt es schon, aber als Annette die Kunststoffumrandung davon sieht und dass die Fliegengaze schwarz und im Zickzackmuster gefaltet ist, will sie doch lieber unser altes glatte weißes Fliegenrollo behalten. Auch ist unsere Umrandung aus Alu. Am frühen Abend kann man die neue Tür schon schließen, und man sagt uns, dass wir diese Nacht entweder in der Werkhalle bleiben oder auch uns draußen hinstellen könnten. Wir bleiben drinnen, und weil wir da natürlich keinen Fernsehempfang haben, bietet man uns an, dass wir im Aufenthaltsraum den großen Fernseher benutzen können. So machen wir es dann auch. Ist mal ein Tapetenwechsel für uns. Das Spiel USA : Deutschland ist zwar langweilig und zäh, aber am Ende gewinnen wir dann ja doch noch mit 0:1. Wäre ja auch zu schade gewesen, wenn Annette den schönen Jogi (Joachim Löw, den Bundestrainer) jetzt schon nicht mehr zu Gesicht bekäme. Nach dem Spiel gehen wir zu uns an Bord und hören Radio SRF1. Die neue Tür sieht schick aus, aber so richtig funktioniert die Zuziehautomatik noch nicht. Man muss die Tür kräftiger zuschlagen als gedacht. Das können und müssen die Arbeiter bestimmt noch justieren.



dieser Aufenthaltsraum steht uns heute den ganzen Tag zur Verfügung



wir sitzen und lesen und warten in großer Langweiligkeit



die Arbeiten gehen gut voran


 



der alte Türrahmen ist komplett entfernt worden

die neue Tür hängt schon mal probeweise drin

abends schauen wir das Fußballspiel im Aufenthaltsraum - gerade ist das Tor für uns gefallen

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