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Sonntag, 31. Juli 2016



ein Blick auf Georgiópoli noch vor dem Sonnenaufgang

Wieder so ein schöner Sonnenaufgang. Um halb sieben kommt einige Bewegung in den kleinen Hafen von Georgiópoli. Leute kommen in Autos und bauen Verkaufsstände auf. Scheint wohl ein Flohmarkt zu werden. Sie stellen sich auch große Sonnenschirme hin, und das, obwohl es heute doch so windig werden soll. Wir gehen dann erstmal in den Ort zum Einkaufen. Morgens sind die Wege immer sehr überschwemmt, weil jeder Tavernenbesitzer seine Terrasse mit Wasser absprüht. Nach sehr langer Zeit kaufen wir auch mal wieder Orangen zum Auspressen. Wir hatten lange damit ausgesetzt. auf dem Rückweg laufen wir dann über den kleinen Flohmarkt im Hafen. Es handelt sich aber hauptsächlich um Neuware, um Kleidung. Es sind auch fast alles Engländer, die die Stände betreiben. Bestimmt haben die den Markt initiiert. Schwupp, hebt schon der erste und größte Sonnenschirm ab. Er bleibt aber heil. Bald nach dem Frühstück gehen wir auch schon wieder zum Swimmingpool. Es soll ja unser letzter Tag in Georgiópoli sein. Heute ist es sehr laut am Pool. Man merkt, dass jetzt Hochsaison ist. Trotzdem ein schöner Tag für uns. Am Abend haben wir den Platz am Hafen wieder für uns allein, denn gestern Nacht hatten wir ein Wohnmobil neben uns stehen. Wir lassen auch mal wieder den Kühlschrank abtauen; leer, wie er jetzt ist.



ein Blick in den Hafen, die Sonne kommt



wir kaufen immer in dem kleinen Laden, der um den uralten Eukalyptusbaum herumgebaut wurde



heute ist Flohmarkt im Hafen


 



nach langer Zeit gibt es bei uns mal wieder frischen Orangensaft



um halb elf ist der Pool noch schön leer

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Samstag, 30. Juli 2016



um 6:35 Uhr geht die Sonne auf

Hier in Georgiópoli krähen morgens die Hühner, als wäre man auf'm Dorf. Dank den offenen Fenstern sind es auch nur 23°C, die wir jetzt an Bord haben. Die Sonne geht um 6:35 Uhr als knalloranger Ball am Horizont auf. Ein neuer Tag beginnt. Es ist schön, dass wir uns an den kleinen Hafen gestellt haben. Hier sind wir mehr für uns allein. Nach dem Aussuchen der vielen gestrigen Fotos gehen wir zum Brotkaufen in den Ort und frühstücken dann. Anschließend gehen wir wieder in den herrlichen Corissia Park zum Swimmingpool. Heute werden es wieder 32°C wie in den vergangenen Tagen auch. Wir wollen jetzt auch nur noch einen Badeurlaub verbringen und bei der großen Hitze, die uns im August noch bevorsteht, keine großartigen Besichtigungen mehr machen.



wir sind wieder im Corissia Park



Herbert hat den Pool ganz für sich allein

Wir bleiben am Pool bis etwa halb vier und machen uns daheim wieder über die Weintrauben her. Unser geplantes Essengehen lassen wir wieder ausfallen; die Hitze ist einfach zu groß, als dass wir großartigen Hunger oder Appetit hätten. Die schmale steinerne Mole, die zur kleinen Kapelle führt, und die wir im Grunde vor unserer Haustüre haben, ist wie für eine Hochzeit geschmückt. Ein mit weißem Tüll geschmückter Torbogen und ein Schiffchen und so weiter. Und tatsächlich trifft gegen 19 Uhr eine Hochzeitsgesellschaft ein. Die Griechinnen alle in kurzen und langen Kleidern, ganz schön aufgebrezelt. Und wie gern sie alle blond wären. Und wie sie wohl in ihren extrem hochhackigen Schuhen über die Mole laufen wollen? Eine Drohne fliegt über aller Leute Köpfe hinweg, ein richtig professionelles stabiles Teil. Das Meer ist ruhig, und doch schwappt eine Welle nach der anderen über die Mole. Wie die Frauen kreischen, und manche sind schon barfüßig. Es ist ein toller Anblick, wie die gesamte Hochzeitsgesellschaft vor der kleinen Kapelle versammelt ist. Die Wellen werden allerdings immer stärker, obwohl so gut wie kein Wind geht und das Meer eigentlich ruhig ist. Als irgendwann alle Leute wieder weg sind, geht Annette noch einmal ins Meer, so gegen 21 Uhr. Es wird jetzt auch immer früher dunkel.



ein Blick in den Hafen von Georgiópoli



die Fischer haben immer zu tun


 



die Hochzeitsgesellschaft kämpft sich zur Kapelle vor



die Trauung kann beginnen, der Pfaffe ist da



es ist ein schönes Plätzchen am Hafen

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Donnerstag, 28. Juli 2016



wie immer findet man uns am Strand

Der blöde Sturm geht uns aber wirklich langsam auf den Geist. Ein kleiner Wind als Erfrischung wäre ja ganz gut, aber dieser Sturm ist einfach zuviel. Nachts kann man nicht schlafen, weil ständig die Fenster zuschlagen und es dann bullenwarm an Bord ist mit 28°C. Jetzt am Morgen ist es auch nicht viel ruhiger als in der Nacht. Unsere Wohnmobilnachbarn sind wie immer Schnarchnasen, Langschläfer. Erst um 9:15 Uhr sehen wir erste Bewegungen bei ihnen an Bord. Heute kommt auch das Geld aus dem Wohnungsverkauf. Annette geht dann mal hinunter an den Strand, um eine Wassergallone zu füllen. Unten am Strand ist der Wind viel weniger; es stünde einem Strandtag also nichts im Wege. Als wir dann aber unten sind, kommen immer wieder heftige Böen, richtige Wutanfälle, die der Windgott anscheinend hat. Feinster Kies und Sand peitscht uns auf die Haut, aber jetzt haben wir eh schon die 5 Euros für die Liegen gezahlt. Und zwischendurch ist der Wind auch recht zahm. Am besten ist es im Wasser auszuhalten. Wir halten es dann immerhin bis 15:40 Uhr aus. Am Abend gehen wir wieder essen; wir haben halt immer noch nicht genug von der immer gleichen Speisekarte. In der Taverne Babis & Popi haben sie dann kein Stifado. Herbert will dann Lamm nehmen. als es dann aber auch kein Moussaka gibt, will Annette, dass wir aufstehen und gehen. Das machen wir dann auch und gehen zur Taverne Blue Sky. Die hat genauso einen deutschen Einschlag wie Babis & Popi. Na ja, aber das Essen ist ganz okay. Schlimmer als vorgestern kann es eh nirgends mehr sein. Es ist schon richtig dunkel, als wir gegen 22 Uhr zurück sind. Wir wundern uns, dass jetzt noch Leute in die Festung gehen, aber dann merken wir, dass auf dem Festungsgelände ein Musikkonzert stattfindet. Es ist eine Art Free Jazz, ein ziemliches Gedudel, ohne jede Melodieführung. Aber es gibt schlimmere Musik. Der Sturm lässt uns auch heute Nacht nicht in Ruhe. Eigentlich wollen wir noch einmal zu dem FKK-Strand an der Südküste, aber da ist für die nächsten vier Tage Sturm (Windgeschwindigkeiten von 50km/h) angekündigt. Müssen wir also noch warten damit. Aber nicht mehr hier in Frangokastello.



wie immer findet man uns in der Taverne

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Freitag, 29. Juli 2016



unsere Fahrt geht weiter gen Westen

Gestern Abend, bei der Taverne Blue Sky, das ja gleichzeitig ein Apartmenthaus ist, hatten wir ein Bücherregal gesehen. Heute früh, bevor wir losfahren, läuft Annette schnell noch einmal dorthin mit drei Büchern, die sie tauschen will. Dann die Enttäuschung. Man tauscht kein Bücher bei Blue Sky, man könne sie nur ausleihen. Also wieder den ganzen Weg zurück in der Hitze. Nein, in Frangokastello war für uns irgendwie der Wurm drin. Unser nächstes Ziel ist Chóra Sfakíon, der kleine Ort, von wo aus die Fähre ablegt nach Paleóchora, über Loutro, Agia Roumeli und Sougia. Es sind nur 12km bis Chóra Sfakíon, und immer sehen wir das Meer.



es geht auch wieder durch ein paar Dörfer



ein erster Blick auf Chóra Sfakíon

Nach einem Dutzend Kurven erreichen wir Chóra Skakíon und fahren vorbei am fast leeren Busparkplatz und am ganz vollen Autoparkplatz bis ganz hinunter zum Fähranleger. Man sagt uns, dass wir hier unten nirgends parken können. Fahren wir also hinauf zum Busparkplatz und stellen uns ganz an den äußeren Rand, der eigentlich gar keine Parkfläche mehr ist. Eine Einweiserin kommt auf uns zu und sagt, wir dürften hier nicht parken, sondern unten im Ort. Da sei alles voll, antworten wir ihr. Sie spricht in ihr Funkgerät. Ja, alles voll. Sie bedeutet uns, 50m weiter oben auf einer eingezäunten Brachfläche zu stehen. Das machen wir dann auch. Puh, eine Hitze, als wir aussteigen.



ein gepflasterter Weg führt vom Busparkplatz hinunter in den Ort



Chora Sfakion und Blick auf den kleinen Badestrand



die Tavernen sind voll auf Tagesgäste eingestellt

Das kleine Chóra Sfakíon - oder Sfakía, wie die Einheimischen sagen, und wie auch die gesamte Region heißt - ist ein hübscher kleiner Ort, der voll auf Tourismus eingestellt ist. Die Fährreisenden sollen hauptsächlich in eine der vielen Tavernen und Cafés - Kafeníos - einkehren. Diese sind fast alle unter Markisendächern, die die Hitze abhalten. Wir bummeln ein wenig durch Chóra Sfakíon, so gut es eben geht in der Hitze. Am Ende setzen wir uns ins Café Akrogiali und trinken einen Orangensaft (schade, mit Wasser verdünnt). Der Ausblick ist ganz zauberhaft. Es gibt auch einen winzigen steinigen Strand hier, aber wir würden nicht gern im Hafenbecken baden. Daher fahren auch kleine Boote und bringen die Touristen zu besseren Stränden in der Umgebung.



Levka Ori - die Weißen Berge (die es auf Kreta gibt)



wir sitzen bei Orangensaft und genießen den Schatten


 



jetzt am Vormittag ist noch ganz wenig los im Ort



Chóra Sfakíon ist ein netter kleiner Ort an der Südküste

Als wir wieder zurück am Wohnmobil sind, erwarten uns 45°C an Bord. Wir ziehen uns wieder die dünnen Sachen an, die wir während der Fahrt immer anhaben. Dann winden wir uns die vielen Serpentinen hinauf. Was für eine Fahrt und was für ein Ausblick. Ansonsten erinnert Kretas Südküste auch immer eine wenig an Mondlandschaft, so karg und wenig bewachsen. Die Straße kurvt so dahin. Wir durchfahren das Dorf Imbros, wo sich auch der Zugang zur Imbros-Schlucht befindet - Entrance to Imbros Gorge. Die Berge sind gewaltig wie immer. Hier und da stehen Ziegen unter den Bäumen im Schatten. Im Dorf Vrisses geht die Straße nach links nach Chaniá, und rechts nach Rethimno. Wir biegen nach rechts ab, unser heutiges Ziel Georgiópoli. Dort wollen wir diejenige Zeit abwarten, die es unten in Paleóchora am FKK-Strand zu windig ist. Besonders am Sonntag soll es wieder überall extrem windig werden. Jetzt biegen wir in Georgiópoli ab zum kleinen Hafen, wo wir noch viel besser stehen als an der Strandpromenade. Dort war es manchmal wie auf dem Präsentierteller. Jetzt haben wir zur einen Seite den Strand und zur anderen die Hafenausfahrt. Wir kaufen ein paar Weintrauben und nein, essen gehen wir heute Abend nicht schon wieder. Wir bummeln aber noch durch den Ort. Heute Abend wollen die Temperaturen einfach nicht fallen. Aber zumindest können wir alle Dachfenster offenlassen und auch das Seitenfenster am Bett. Es geht ein Wind, aber kein Sturm.



ein letzter Blick auf Chóra Sfakíon - jetzt legt auch gerade die Fähre - die Samariá I - an



hoch hinauf geht die Straße in etlichen Serpentinen



alle Serpentinen geschafft



es geht wie immer durch gebirgige Landschaft


 



Ankunft in Georgiópoli



wir haben uns gleich mal ein paar Weintrauben gekauft



diesen Ausblick auf den Strand haben wir

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Mittwoch, 27. Juli 2016



das Frangokastello am frühen Morgen

Es kommen immer mal wieder kurze heftige Windböen auf. Irgendwie ist man hier dem Wind ausgeliefert. Heute früh laufen wir zu diesem kleinen Minimarkt auf der Hauptstraße, um Tomaten und Pfirsiche zu kaufen. Anschließend biegen wir noch ab zur Taverne Flisvos, wohin wir gestern auch schon mal mit dem Wohnmobil abgebogen waren. Die Straße endet am kleinen Hafen. Rings umher gibt es auch ein paar Pensionen. Es sieht alles recht nett aus, und es sind ja auch reichlich Gäste aus aller Welt hier. Hauptsächlich Italiener, deren Gebabbel wir gestern am Strand hören konnten, aber auch Deutsche und Österreicher. Der Wind wird dann auch wieder so stark, dass wir überlegen, ob wir überhaupt an den Strand gehen sollen. Wir tun es dann aber doch, und bis auf ein paar heftige Böen lässt es sich gut aushalten. Als wir wieder bei uns oben am Platz sind, stellen wir die Stühle heraus. Hilfe, es kommen zwei Wohnmobile, Franzosen, die sich direkt neben uns stellen. Später sogar noch ein drittes Wohnmobil, das sich auf die andere Seite von uns stellt. Italiener. Das ist ja jetzt schon wieder wie im restlichen Europa, wo man sich vor Wohnmobilen nicht retten kann. Als wir den Tomatensalat anrichten, zerrt eine weitere Windbö am Campingstuhl. Der Stuhl kippt um und fällt fast noch die Böschung herunter. Glück gehabt. Wir wollen heute Abend Arme Ritter essen. Annette schlägt die Eier in eine Schale und bums, das vierte Ei ist schlecht. Was für ein Anblick, das braune Eiweiß. Als wäre es dunkler Balsamico-Essig, oder Kaffee. Nein, dieses Frangokastello steht für uns wohl unter keinem guten Stern. Nach dem Essen sitzen wir noch bis halb zehn draußen. Der kleine Hafen sieht jetzt richtig nett aus. Das grüne Licht der Hafeneinfahrt blinkt; das rote fehlt.



wir sind auf dem Weg zum Minimarkt



heute brauchen wir nur Tomaten und Pfirsiche



ein Blick ins Umland



beim Apartmenthaus Flisvos befindet sich dieser kleine Hafen


 


 



Schatten, Schatten, Schatten



wir können wieder bis in die Nacht draußen sitzen

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