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Freitag, 31. Juli 2015



bei Möbel Martin sind wir unschlüssig, was wir nehmen sollen

Jetzt, da wir das Auto haben, wollen wir uns endlich wieder nach Möbeln umschauen. Wir wollen zu Möbel Martin in Zweibrücken. Puh, die Fahrt auf der Autobahn; der Audi zieht ja wie Sau. Annette findet, dass der Herbert viel zu schnell ist, aber er fährt nur 120km/h. Man ist es halt nicht mehr gewöhnt, denn mit dem Phoenix sind wir immer nur mit knapp 90 über die Autobahn gegondelt, spritsparend. Im Möbelhaus ist die Auswahl an Wohnzimmermöbeln einfach zu groß. Je größer das Angebot, desto schwieriger die Wahl. Am Ende nehmen wir nur ein paar Prospekte mit und wollen eine Nacht darüber schlafen. Heute kaufen wir nur einen flauschigen Teppich von 1,60 x 2,25m für die beiden Sofas und den Glastisch. Und dann noch einen Badezimmerteppich. Wir setzen uns dann auch wieder in den Biergarten vom Globus nebenan. Es ist kurz vor 17 Uhr, als wir uns ins Auto setzen. Hilfe, wo ist die Zeit geblieben? Beim Globus wollen wir dann noch für 1,13 EUR/L Diesel tanken, aber wir bekommen den Tankdeckel nicht auf. Und in der Affenhitze haben wir keine Lust, die Bedienungsanleitung zu wälzen. Fahren wir also heimwärts. Daheim erwartet uns Post von der Versicherung. Eine Gutschrift von 422 EUR für den Phoenix. Dann ist da noch Post vom Gericht. Es geht noch immer um diese leidige Sache der Überzahlung von 3.033 EUR. Das Gericht hat einen Termin zur Güteverhandlung / Güteversuch zur Aufklärung des Sachverhalts festgelegt auf Ende September. So ein Schmarrn. Güteversuch klingt schon so, dass man gar nicht zahlen muss. Sonst hätte es ja geheißen, Sie haben das und das zu zahlen und fertig aus. Wir werden uns jedenfalls auf nichts einlassen, denn wir haben das zuviel gezahlte Geld ja nicht erhalten. Na, egal jetzt. Am Abend sieht es dann bei uns richtig hübsch und wohnlich aus mit dem neuen Teppich.



wir nehmen den Badteppich, der auf dem Boden liegt



der Wohnzimmerteppich passt locker in den Audi



jetzt essen wir uns noch eine Kleinigkeit beim Globus

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Donnerstag, 30. Juli 2015

Der Verkäufer vom Audi A4 will ja so gegen 14 Uhr kommen, aber am Morgen ruft er an und sagt, dass er auch schon so gegen Mittag da sein kann. Auch nicht schlecht, auch wenn wir dann zwei Stunden in Pirmasens verbringen müssen, bis die Zulassungsstelle um 14 Uhr wieder öffnet. Dann ruft er wieder an: Er ist noch zehn Kilometer entfernt. Dann ist er da mit dem Audi, und sein Spezl fährt den dicken Porsche. Herbert geht runter und schaut sich nochmal alles an. Dann gehen sie hoch. So, der Fahrzeugbrief und der -schein, bitteschön. Und der TÜV-Bericht? Mist, den hab' ich vergessen. Herbert sagt ihm, dass er ohne TÜV- und ASU-Bericht das Fahrzeug nicht anmelden kann. Der Verkäufer verspricht, dass er die noch heute zu uns bringt oder bringen lässt. Am Samstag will er in Urlaub fahren, das hatte er vorhin noch gesagt. Und dass er uns, wenn das mit den anderen Papieren bis dahin nicht geklappt hätte, seinen A5 gegeben hätte während seines Urlaubs. Wir führen jetzt die Banküberweisung aus. Dann sind die beiden weg mit dem Porsche, und wir grübeln, ob er uns jetzt nicht hängen lässt. So, wie die beiden angezogen waren, in kurzen Hosen, sahen sie aus, als würden sie jetzt direkt an den Strand fahren. Irgendwas wegen der Reifen liest Herbert in den Papieren und ruft den Verkäufer an. Dessen Telefon ist ausgeschaltet. Na toll.



so, jetzt haben wir die neuen Schilder und alles ging ruckzuck

Um halb drei ruft der Verkäufer an. Er sei jetzt bei Rottweil und könne in vierzig Minuten bei uns sein. Die Papiere hätte er. Dann kommt er angebraust. Der Porsche hat natürlich nur zwei Sitzplätze, und Annette stellt sich schon darauf ein, nicht mit Herbert mitzufahren in die Stadt. Aber der Verkäufer hat die roten Nummernschilder noch dabei, sodass wir diese jetzt wieder am Audi anbringen können und zur Zulassungsstelle fahren können. Der Verkäufer fährt hinter uns her bis zur Zulassungsstelle. Rote Schilder wieder ab und Tschüss und vielen Dank. Bei der Zulassungsstelle sind wir dann die einzigen. Mei, wenn wir daran denken, wieviel Stunden wir früher in Rosenheim und Traunstein immer zubringen mussten, um ein Auto anzumelden. Wir legen alle Papiere hin. TÜV und ASU brauche ich nicht, sagt sie, TÜV ist hier eingetragen und ASU wird nicht mehr vermerkt (oder so ähnlich). Aua, das dürfen wir dem Verkäufer aber nicht sagen, dass wir ihn extra noch einmal zu uns gescheucht haben. Beim Kennzeichen hätten wir gern ein Y, weil das so schön symmetrisch aussieht (Nach PS für Pirmasens haben die hier fast alle nur 1 Buchstaben), aber das wäre ein Wunschkennzeichen, und das kostete 10,20 EUR. Ach, dann lieber nicht. Wir bekommen ein S, was auch nicht schlecht ist. Die Schilder bekommen wir auch ruckzuck, dann das Papperl drauf und fertig.



wir fahren gleich mal durch die Waschstraße

So, die neuen Schilder dran, und dann ist es unser Auto. Schön versichert und alles. Annette will jetzt erstmal ihren Sitz verstellen. Der war ja so niedrig, als würde sie in der Badewanne liegen. Und er muss auch viel weiter nach hinten; ihre Beine sind doch so lang. Dann fahren wir zum Hammer, die beiden Teile zurückgeben. Dann zum Mediamarkt, ein 3m-Verlängerungskabel kaufen. Dann zum Elektroladen in der Innenstadt, die Waschmaschine bestellen. Wir nehmen eine von Siemens, keine Miele. Wir wollen, dass sie am nächsten Freitag geliefert wird, weil wir ja vielleicht noch den Kastenwagen anschauen und kaufen wollen. Jetzt müssen wir noch ein paar Lebensmittel kaufen. Uff, es ist kurz vor 19 Uhr, als wir wieder daheim sind. Was für ein Tag.

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Dienstag, 28. Juli 2015

Am Vormittag bekommen wir einen Anruf: Es ist der Verkäufer vom Audi, der ankündigt, dass er uns das Auto am Donnerstag bringen wird. Na endlich. Der Tag geht dann so dahin, es stürmt und heult draußen, und wir sehen unseren Hausnachbarn auf eine meterhohe Leiter und auf sein Dach steigen. Ganz hinauf bis zur Abschlusskante, wo er mehrere Dachziegel festhämmert. Gott, wir mögen gar nicht hinschauen, wie er da im Sturm werkelt. Es nieselt auch immerzu. Heute macht sich Annette ans Putzen der Abzugshaube. Derweil beschäftigt sich Herbert mit dem Fernseher, bis er bei den Radiosendern Radio Nostalgie und RFM und so weiter findet. Hach, wir fühlen uns wie im Urlaub in Frankreich. Dann fummelt Herbert so lange am kleinen Bose Mini Link (Lautsprecher) herum, bis er mit dem Fernseher verbunden ist und wir jetzt einen tollen Klang in der Wohnung haben. Für den kleinen Weltempfänger hatten wir keine frischen Batterien mehr, na ja, und weil wir hier so ohne Auto gestrandet sind und bei Regen und Sturm nicht zum Wasgau im Nachbarort gehen wollten, war es hier tagsüber immer recht still. Morgen will sich Annette den Kühlschrank vornehmen. Wir überlegen sogar, ihn zu behalten und gar keinen neuen zu kaufen. Er ist von Siemens und kühlt wie der Teufel, selbst auf kleiner Stufe. Überhaupt haben wir beschlossen, die Küche so zu behalten, wie sie ist, nachdem man uns von allen Seiten gesagt hat, wie niedlich sie doch ist und wie schön sie in die Wohnung passt, zu den Dachbalken und allem. Und die heutigen Küchen sehen so kalt und modern aus, die würden vielleicht wirklich nicht hierher passen. So, jetzt noch ein Musiktip; das Stück spielt gerade auf Radio Nostalgie: Laurent Voulzy mit "Le Soleil Donne". Hach, französische Musik ist immer so toll, auch die moderneren Sachen.

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Mittwoch, 29. Juli 2015



beim Bäcker kaufen wir uns Erdbeertorte

Der Tag beginnt mit stundenlangem Landregen. Na ja, die Bauern werden froh sein um jeden Regentropfen. Für uns ist es der letzte Tag ohne Auto. Die Wohnung ist geputzt, wir haben weder eine Putzmittelallergie noch eine -vergiftung erlitten und können heute einfach mal nur auf dem Sofa sitzen und lesen und nichts tun. Am Nachmittag kommt die Sonne, aber der Wind ist ziemlich kalt, zu kalt zum Draußensitzen. Wir gehen nur mal zur Bäckerei und kaufen Erdbeertorte für den Nachmittag. Dann stellen wir den Tisch vor die Fensterfront, genießen die Sonne, lassen aber den Wind draußen. Heute Abend merken wir, dass es nun immer früher dunkel wird. Letzte Woche war es um halb zehn fast noch taghell, jetzt müsste man schon das Licht einschalten. Und der Mond ist nun fast voll, während er am letzten Montag, dem Tag unseres Einzugs, noch eine ganz schmal Sichel war.



der Weg ist kurz und wir sind schon wieder daheim



wir sitzen drinnen bei offenen Fenstern; der Wind ist zu kalt

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Montag, 27. Juli 2015



warm angezogen geht Annette zum Bäcker

So schnell schießen die Preußen nun doch wieder nicht. So gut wir den La Strada auch immer noch finden, so wollen wir jetzt nichts übers Knie brechen. Um das Fahrzeug zu besichtigen, müssten wir uns einen Leihwagen nehmen, was derzeit mit großen Umständen verbunden wäre. Wir wollen jetzt einfach auf unser Auto warten und dann schauen, ob der La Strada dann immer noch zu haben ist. Herbert schickt dem Verkäufer einige Fragen, zu denen wir am Nachmittag die Antworten bekommen. Alles hört sich gut an, und das Fahrzeug ist also noch nicht weg. Wir wollen jetzt hoch pokern, denn wenn wir es jetzt reservieren oder gar anzahlen würden, hätten wir vor Ort weniger Chancen, den Preis noch etwas zu drücken. Wir müssen halt die Füße stillhalten, wie die ganze Woche schon. So ohne Auto zu sein ist eine komische Sache. Vor allem für den Herbert, der seit seinem 18. Lebensjahr keinen einzigen Tag seines Lebens ohne Auto war. Wir müssen auch noch so viele Dinge für die Wohnung kaufen. Der Einkaufszettel, den Annette bisher geschrieben hat, ist lang. Und wir müssen beim Hammer auf der Zweibrücker Straße noch zwei Teile zurückgeben, die wir am letzten Montag dort gekauft hatten und für die wir nun doch keine Verwendung haben. 38 Euros, auf denen wir nicht sitzenbleiben wollen. Annette müsste am Donnerstag den Bus in die Stadt nehmen. Ansonsten ist der Tag heute eher herbstlich; der Sturm wütet über unserem Dach. Im Wohnmobil hätten wir die Fernsehantenne heute nicht ausfahren lassen dürfen. Überhaupt lieben wir den Komfort, den wir jetzt in der Wohnung haben. Wie haben wir es 6,5 Jahre auf so wenig Raum nur ausgehalten?

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