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Sonntag, 31. Juli  2011



in Neuville ist Jazz-Festival

Als wir am Vormittag losfahren, ist der Himmel noch ganz bedeckt, reißt dann aber auf. Wir wollen an die Loire und hoffen auf ein nettes Plätzchen, wenn das heutzutage überhaupt noch möglich ist. Unsere Route führt über Poitiers und dann auf der D347 über Loudun, wo wir nochmal unsere Tanks leeren können. Wir erreichen dann Montsoreau und sehen die Loire, Frankreichs längsten Fluss mit 1012 Kilometern.



wir erreichen unseren Platz an der Loire

Herbert will zur anderen Uferseite, also fahren wir ins benachbarte Candes-St-Martin und merken zu spät, dass die Hauptdurchgangsstraße für Wohnmobile gesperrt ist. Puh, ist es hier eng, aber alles geht gut. Wir überqueren dann zuerst die Vienne und wenig später die Loire, denn hier bei Candes ist der Zusammenfluss beider Flüsse.



es ist ein richtiges Picknickgelände hier am Port de Montsoreau

Nach ein paar Kilometern, kurz hinter dem Dorf Chouze-sur-Loire, kommt eine Abbiegung mit einem Parkplatzschild und Le Port darauf. Und weil Herbert immer den richtigen Riecher für so was hat, biegen wir ab und finden diesen schönen Picknick- und Parkplatz direkt gegenüber von Montsoreau. Ein Hafen existiert zwar nicht mehr, aber desto mehr freuen wir uns, dass Wohnmobile hier regulär stehen können. Hier wollen wir nun ein paar Tage stehen und die Loire - Weltkulturerbe seit dem Jahr 2000 - genießen.



Blick auf das gegenüberliegende Montsoreau



hier wollen wir, wenn möglich, ein paar Tage im Grünen stehen



unsere Tagesroute ca. 114km

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Samstag, 30. Juli  2011



das Hôtel de Ville von Chauvigny

Heute wollen wir uns aufmachen und zur Oberstadt hinaufsteigen, der Cité Médiévale, der mittelalterlichen Stadt, die ja schon von weitem sichtbar ist und das Antlitz von Chauvigny prägt. Wir gehen einen kleinen Umweg, um schon mal ein erstes Foto der Überreste des Château de Montléon (aus dem 13. Jh.) zu haben.



wir machen uns auf den Weg in die Oberstadt - Blick auf die Überreste des Château de Montléon

Puh, geht es steil hinauf in die Oberstadt, die auf einem die Vienne überragenden Felsvorsprung liegt und ein in Europa einmaliges Beispiel mittelalterlichen Festungsbau ist. Von weitem wundern wir uns, was da für Greifvögel um die Ruine fliegen? Sie sind recht groß; selten haben wir so etwas gesehen, finden aber, dass die Ruine eine tolle Kulisse abgibt.



von hier oben können wir ins Land schauen

Oben angekommen, sehen wir dass eine Show mit Falken und so weiter stattfindet. Na, da haben sich die Betreiber doch den richtigen Hintergrund gewählt. Wir lesen dann, dass fünf Burgen von ein und derselben Ringmauer umgeben sind.



wir stehen an der Pforte der romanischen Stiftungskirche St-Pierre



die Wände und Säulen der Kirche sind nur angestrichen und sehen wie gemauert aus

Das Innere der Kirche ist dann einigermaßen verblüffend, denn die Wände sind eine glattgeputzte Fläche und die Fugen sind nur aufgemalt. Sie aber täuschend echt aus. Irgendwann finden wir uns auf dem Hauptplatz der Cité Médiévale wieder, wo es beschaulich zugeht. Es sitzt eine Skulptur an einem kleinen Brunnen, die uns sehr gefällt.



Blick auf den Hauptplatz der Oberstadt



solch idyllische Ecken lieben wir



diese Skulptur sitzt auf dem Hauptplatz


 



wir befinden uns wieder unten im neuen Teil der Stadt

Wieder heruntergestiegen, setzen wir uns eine Weile an diesen Weiher, den wir von oben gesehen hatten. Heute werden wir noch einmal in Chauvigny übernachten und hoffen, dass wir uns für die nächsten Tage vielleicht irgendwo an die Loire stellen können, die Eindrücke der vergangenen Tage zu verarbeiten.

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Donnerstag, 28. Juli  2011



nach dem Umparken stehen wir jetzt hier

Die Sonne lacht wieder, und die Leute reisen in Scharen weiter. Da können wir uns einen idealen Platz aussuchen, und zwar mit Stromanschluss, und der kostet nicht mal was. Gegen Mittag machen wir uns dann auf in die Stadt. Wir sind ja ganz zentral gelegen; neben uns rauscht das Wasser der Vézère.



wie eine Schlaufe windet sich die Vézère um die Stadt

Wir sind nun also mitten drin im Limousin, einer Region, die den Touristen vielleicht noch nicht so bekannt ist. Was uns schon gestern bei der Anfahrt auffiel, sind die vielen schönen Stadthäuser mit Türmchen und Erkern. Die Stadt ist günstig gelegen an zwei Autobahnen und gilt als Village Étape mit mehreren Hotels im Ort.



über die höhere Brücke ging früher die Eisenbahn



Eindrücke von Uzerche



auf dem Place de la Libération

Auf dem Place de la Libération setzen wir uns ins Café Le Rocher, während neben uns ein Wasserlauf plätschert. Im Stadtplan lesen wir das Sprichwort, dass, wer ein Haus in Uzerche hat, ein Schloss im Limousin besitzt. Ach ja, es gefällt uns hier recht gut, zumal das Wetter sich heute wieder von seiner besten Seite zeigt.



Blick auf die Kirche am Place de la Lunade



der Wasserlauf gefällt uns



die Häuser sind niedrig wie Puppenhäuser

Die Häuser sind alle so schön restauriert, auch wenn es heute komisch ausschaut, dass die Eingänge so niedrig sind. Wie Puppenhäuser, und überall sind kleine Details versteckt, die die Häuser so heimelig machen. Wie laufen einmal ganz durch die Stadt, die fast überall steil abfällt, denn Uzerche ist ja auf einem Hügel gebaut.



alles ist restauriert und heimelig



Blick auf Uzerche, das auf einem Hügel liegt


 



hier gingen früher die Bahnschienen entlang

Am Ende sind wir ziemlich fußlahm und staunen über die Schildkröte, die immer noch so gut zu Fuß ist. Sie steht auf der ehemaligen Eisenbahnbrücke, deren Schienen jetzt entfernt sind und Fußgängerbrücke ist. Über diese Brücke geht es und dann findet man sich direkt am Wohnmobilstellplatz wieder. Also uns gefällt Uzerche sehr gut.



die forsche Wanderin

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Freitag, 29. Juli  2011



das ehemalige Bahnhofshäuschen auf dem Wohnmobilstellplatz von Uzerche

Ein letztes Mal gehen wir am Morgen auf die alte Eisenbahnbrücke für einen letzten Blick auf Uzerche, bevor wir uns auf die Weiterfahrt Richtung Norden machen. Und weil die A20 auf unserem Abschnitt mautfrei ist, bleiben wir bis Limoges auf der Autobahn. Die Stadt Limoges ist riesig mit mehreren Ausfahrten; sie ist für Porzellanmanufaktur berühmt und blickt auf eine 2000 Jahre alte Geschichte zurück. Aber wie fast immer üblich meiden wir auch diese Großstadt, biegen aber von der Autobahn ab und sind dann auf der N147 Richtung Poitiers.



und diesen Blick hat man vom Stellplatz aus auf die Vézère und die Stadt



Au revoir



wir erreichen Bellac

In Bellac sehen wir ein Wohnmobilzeichen an der Straße, also biegen wir mal dahin ab. Der Platz ist sehr schön gelegen wie in einem Park, aber für uns sind die einzelnen Stellflächen zu kurz. Aber Bellac macht einen sehr hübschen Eindruck. Wir fahren weiter und befinden uns im Département de Haute Limousin.



auf der Weiterfahrt nach Norden



Blick auf die Vienne in Chauvigny



auf einem ersten Spaziergang durch Chauvigny

In Lussac-les-Châteaux biegen wir nach Chauvigny ab, was unser heutiges Ziel ist. Die Route führt nun immer an der Vienne entlang. Auch Chauvigny liegt an der Vienne und die Brücken, die über den Fluss gehen, gefallen uns. Den Stellplatz zu finden ist dann zwar gar nicht so leicht, aber letztlich landen wir doch noch dort. Im Grunde ist es ein großer Parkplatz mitten in der Stadt, für Autos und Wohnmobile gemeinsam. Eigentlich sind wir ja zu faul, aber wir rappeln uns dann doch zu einem ersten Spaziergang auf und sind nicht enttäuscht von Chauvigny.



wir sind in der Unterstadt von Chauvigny



und hier parken wir mitten in der Stadt



unsere Tagesroute ca. 162km

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Mittwoch, 27. Juli  2011



in Carsac-Aillac überqueren wir die Dordogne

Kaum haben wir Gourdon verlassen, fängt es zu nieseln und dann zu regnen an. Und hört auch lange Zeit nicht mehr auf. Wir fahren jetzt immer weiter nordwärts, wollen eventuell irgendwo an der Dordogne stehen, dem Fluss, der diesem Département den Namen gab.



Durchfahrt durch Carsac-Aillac

Aber so richtig zum Stehen kommen wir nirgends, wir fahren sowohl durch Carsac als auch durch Sarlat-la-Canéda, wo es einen Stellplatz gibt. Aber den zu finden erweist sich als so schwierig; zweimal fahren wir durch die ganze Stadt, bis wir es entnervt aufgeben. Sowieso ist uns Sarlat schon zu groß. Und heute, das muss wohl am Regen liegen, sind Massen von Touristen unterwegs. Das haben wir ja noch nie erlebt. Also fahren wir weiter und haben als nächstes Ziel Uzerche im Auge.



wir erreichen Uzerche

Dort angekommen, können wir uns noch gerade so auf den vollen Stellplatz quetschen. Wir können uns gerade noch so hinstellen, dass wir im Einfahrtsbereich niemanden behindern bei der Ein- und Ausfahrt oder beim Wenden. Denn im Regen steuern viele Wohnmobilisten diesen Platz an und müssen dann weiterziehen.



abends hört der Regen endlich auf

Der Stellplatz, das ausgediente Bahnhofsgelände von Uzerche (und heißt auch la petite gare, kleiner Bahnhof), deren altes Bahnhofshäuschen heute den Wohnmobilisten dient, ist direkt am Ufer der Vézère gelegen, mit Blick auf die Stadt. Als am Abend der Regen endlich etwas nachlässt, kann Herbert noch dieses Foto machen. Für morgen hoffen wir, dass wir einen besseren Platz zum Stehen bekommen.



unsere Tagesroute ca. 98km

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