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Sonntag, 28. Februar 2016



sie ist ja nur auf dem Foto die Köchin

Heute geht mal wieder so ein Sturm, wenn auch nicht ganz so arg wie vor zwei Wochen. Wir werden also schön daheim bleiben. Zum Frühstück schalten wir wie immer Radio ein, SWR1, und sonntags ist ja immer jemand prominentes im Studio. Heute ist es Heinz-Rudolf Kunze, den Annette in den 80er Jahren ganz toll fand. Sie spielen auch ein paar Stücke aus seinem aktuellen Album; und wenn man ihn so reden hört, ist es, als wäre er aus der Zeit gefallen. Wo doch heute alles so seicht und anspruchslos ist. Das hören wir bis 12 Uhr, schauen dann den Presseclub und machen uns anschließend an die zwei Stück Kassler mit Sauerkraut und Kartoffeln. Sauerkraut hatten wir ja schon seit Jahren nicht mehr. Als das Schlachtfeld in der Küche wieder beseitigt ist, machen wir es uns auf dem Sofa gemütlich.



unser Mittag: Kassler mit Sauerkraut

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Montag, 29. Februar 2016

Gleich morgens um 9 Uhr ruft Annette beim Grundbuchamt Zwickau an. Dort erfährt sie, dass der Grundbuchauszug am 15. Februar rausgeschickt wurde. Unser Antrag war ja vom 11. Februar. Bekommen haben wir den Auszug nicht, und als Annette jetzt um einem neuen Auszug oder eine Kopie davon bittet, heißt es, dass dann auch eine neue Rechnung erstellt würde. Na toll, da kann man ja nur hoffen, dass der zweite Auszug auch mal ankommen wird. Wir brauchen ihn auf jeden Fall. Am Vormittag fahren wir zum Einkaufen ins Kaufland und dort haben wir unsere allererste Begegnung mit einem Flüchtling. Er hält uns eine Packung Tee hin und fragt uns auf englisch, ob es Schwarztee sei? Hier in der Provinz bekommen wir ansonsten nie einen Asylanten (Flüchtling oder Asylant - hört sich beides doof an) zu sehen. Dann sind wir wieder daheim. Am Nachmittag kommt ein Anruf unseres Anwalts. Es geht ja immer noch um diese leidige Überzahlung, die auch tatsächlich stattgefunden hat. Herbert geht ans Telefon, und Annette wird es plötzlich kotzübel. Wir können nur froh sein, dass wir das Geld aus der Türkei im Rücken haben, denn aus den 3.300 EUR der Überzahlung sind mittlerweile bestimmt 5.000 EUR geworden. Hunderte Schreiben sind mittlerweile ans Gericht und an die Gegenseite geschickt worden; zwei Gerichtsverhandlungen usw. Das nervt alles kolossal, auch wenn wir am Ende nicht auf diesen Kosten sitzenbleiben werden. Aber bezahlen müssen wir sie erstmal. Und die Aktien sind seit Anfang des Jahres doch so im Keller. Na gut. So gegen 22 Uhr bekommt Annette extreme Zahnschmerzen, die ganze linke Seite, Unter- und Oberkiefer, alle Zähne dort. Auch das Ohr und die Schläfe. Sie geht zu Bett, aber die Sache beruhigt sich nicht. Wenn sie den Kopf auf die linke Seite legt, geht es einigermaßen, aber auf rechts ist es, als würde der Schmerz durch den ganzen Kopf sickern. Um 1 Uhr schaut Herbert, ob wir Schmerzmittel in Badschrank haben. Haben wir nicht; nur im Wohnmobil. Geh' nicht runter, bleib' hier, sagt Annette zum Herbert, der sich schon anziehen will. Irgendwann am frühen Morgen schläft sie ein. Nein, diesen 29. Februar hat sie wirklich nicht gebraucht.

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Freitag, 26. Februar 2016



heute können wir mal wieder rausfahren

Das Wetter ist schön und wir können endlich mal wieder rausfahren. Heute wollen wir mal nach Neunkirchen fahren, Wir sind mal durch Neunkirchen gefahren, als wir den Audi besichtigt und dann ja auch gekauft hatten im Juli. Wir fahren wieder über Land und gehen auf die Autobahn bei Auffahrt Kleinsteinhausen/Großsteinhausen. Das sollten wir jetzt immer so machen, das ist eine echte Abkürzung. In Neunkirchen können wir dann direkt bei diesem großen Einkaufspark, dem Saarpark Center, parken. Wir staunen dann nicht schlecht über die Größe dieses Centers. Man läuft und läuft in einer Richtung, und dann gibt's auch noch das Obergeschoss und Seitenarme. Und überall Geschäfte und Cafés. Vom Ausland sind wir das eher gewohnt als hier in Deutschland, und wenn, dann eher im Osten.


 



in Neunkirchen können wir direkt neben der alten Gebläsehalle parken



die alten Industrieanlagen sind fast mitten in der Stadt



von außen wirkt das Saarpark Center gar nicht so riesig



über hundert Geschäfte befinden sich hier drinnen



der ideale Ort bei Schlechtwetter

Im ADAC-Büro, das aber außerhalb des Centers ist, lassen wir uns noch ein paar Landkarten für den Sommer geben. Die alten Industrieanlagen, die sich ins Stadtbild einfügen, sehen gewaltig aus. Wir stehen direkt an der alten Gebläsehalle. Jetzt wollen wir noch nach Homburg fahren. Liegt eh auf dem Weg nach Hause. Puh, wieviel Geschäfte es in Homburg gibt. Wir würden auch gern irgendwo essen gehen, am besten chinesisch, aber am Ende landen wir beim Jugoslawen. Ja, richtig, die nennen das heute noch jugoslawische Küche, obwohl das Restaurant, wie wir später von der Bedienung erfahren, erst seit einem Jahr besteht. Das Essen ist dann typisch Balkanküche, also alles Grillfleisch. Jetzt wollen wir noch zum Schwimm- und Saunakomplex namens Koi, etwas außerhalb von Homburg, weil sich dort die liebe Rosi samt Manfred befindet. Auf dem Parkplatz gibt es ein paar Plätze für Wohnmobile, nebst Entsorgungsstation und Stromanschluss. Mit Rosi und Manfred verbringen wir dann noch ein paar Stunden, bevor wir uns auf den Heimweg machen. Im Auto und erst recht daheim sagt Herbert, dass er nicht mit den beiden tauschen und auf irgendwelchen Parkplätzen stehen wollte. Was sind wir froh, dass wir so ein gemütliches Zuhause gefunden haben.



Ankunft in Homburg



wir suchen uns ein Restaurant . . .



. . . und landen am Ende beim Jugoslawen

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Samstag, 27. Februar 2016



wir können wieder unterwegs sein

Noch so ein schöner Tag, bevor das Wetter dann wieder kippt. Heute wollen wir mal nach Bitche, durch das wir bisher nur ein- oder zweimal durchgefahren sind. Bei der Durchfahrt hatte uns Bitche nicht so richtig gefallen, aber der Ort gehört zu den "100 schönsten Umwegen Frankreichs" (Les 100 plus beaux détours de France), also muss ja was dran sein an Bitche. Es ist eine hübsche Fahrt durch hügeliges Land. Wir erreichen Bitche dann um kurz vor zwölf, und die Kirchglocken schlagen dann 12 Uhr. Was für einen wuchtigen Klang sie haben. Die Touristinformation ist dann ab 12 Uhr geschlossen; schade, sonst hätten wir uns die neueste Ausgabe von Michelin zu diesen schönsten Umwegen geben lassen können. Diese Bücher liegen in allen 100 Orten kostenlos aus.



und schon erreichen wir Frankreich



Ankunft in Bitche


 



Eindrücke von Bitche

Wir tun dann ein paar Schritte durch Bitche. Es ist sonnig, aber ziemlich kalt. Anschließend fahren wir noch zur Festung hinauf. Hier oben gibt es auch einen tollen Stellplatz für Wohnmobile, schön einzeln angelegte Plätze. Ein Weg führt dann ganz um die Festung herum und bietet schöne Blicke auf Bitche. Annette ist beim Anblick der Festung immerzu an Mértola in Portugal (im Alentejo) erinnert; sie kann sich gar nicht losmachen davon. Bevor wir wieder abreisen, gehen wir noch in den Match-Supermarkt im Ort. Es ist ja doch irgendwie toll, dass wir Frankreich so nahe vor unserer Haustüre haben. So richtig haben wir das noch nicht verinnerlicht. Aber es hat uns schon mancher Leser geschrieben, dass wir uns ja eine gute Lage als neuen Wohnsitz ausgesucht haben. Als wir wieder daheim sind, ist es auch schön. Heute kommt zumindest schon mal die Rechnung (10 EUR) für den Grundbuchauszug. Nach zwei Wochen. Es ist immer ein Wahnsinn, wie lahm die auf den Behörden sind. Vor allem in Sachsen.


 


 



jetzt wollen wie uns noch die Festung anschauen


 



ein Blick über die Dächer von Bitche



ein Pfad führt ganz um die Festung herum


 



wir haben das tollste Wetter heute



diesen Stellplatz gibt es hier oben an der Festung von Bitche



Vorsicht vor dem Rosaroten Panther

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Mittwoch, 24. Februar 2016



durch Nebel geht es in Richtung Hornbach

Morgens sehen wir auf der Webcam vom Stellplatz Hornbach, dass Rosi und Manfred noch da stehen. Allein auf weiter Flur. Und so beschließen wir, die beiden spontan mal zu besuchen. Wir fahren durch dichten Nebel, und als wir so gegen 11:20 Uhr in Hornbach ankommen, sind die beiden schon weg. Wir fahren dann das kurze Stück zum Outletcenter von Zweibrücken, weil sie ja vielleicht dort sein könnten, aber nein, da sind sie auch nicht. Jetzt fahren wir nach Pirmasens in die Stadt, wo wir uns mal wieder beim Optiker umschauen wollen. Annette will ja diesmal Brillengläser, die in der Sonne dunkel werden und ansonsten hell bleiben. (Beim letztenmal in 2010 hatte man ihr davon abgeraten.) Also sollten wir mal bei den Sonnenbrillen schauen, wo die Fassungen nicht ganz so hässlich und uniform sind. Aber irgendwie finden wir nichts gescheites. Man sagt uns, dass die Sonnenbrillen auch jetzt erst so langsam in die Filialen kommen, dass die Auswahl noch nicht so groß ist. Na ja, warten wir's ab. Als wir wieder daheim sind, haben wir keine Lust mehr, heute noch den Sauerbraten zu machen, den wir anderntags schon eingekauft hatten. Den gibt's dann morgen. Morgen soll es eh wieder richtig kalt werden, da passt der dann gut. 



keine Rosi und kein Manfred auf dem Stellplatz von Hornbach



wir sind wieder in Pirmasens



ist alles noch nicht das richtige

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