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Samstag, 16. Dezember 2017

Der Herbert ist seit Donnerstagabend wieder ganz gut beisammen. Wenn wir uns die Wetterkarte so anschauen, dann wäre der nächste Dienstag wohl der einzige Tag zum Losfahren. Ohne Regen oder Schneefall, und auch für Südeuropa sind die Aussichten ganz gut. Zwar nicht gerade warm, aber sonnig und beständig. Vielleicht fahren wir ja am Dienstag los, vielleicht aber auch erst nach Weihnachten. Heute haben wir fürs Abendessen Riesengarnelenschwänze, und wir haben uns etwas in der Menge vertan. Besser gesagt waren die Preise falsch ausgezeichnet, eine Tüte sollte bloß 3,99 EUR kosten. War aber die falsche Gewichtsangabe, eine typische Kundenverarschung, denn als Annette noch mal zurückgeht zum Regal, gibt es wirklich nur den Preis für 250g; es gibt aber nur Abpackungen von 450g, und die kosten das doppelte, steht aber nirgends geschrieben. Na egal, die Garnelen sind gut, obwohl sie gar nicht fischig schmecken oder riechen, eher wie Vollkornkekse riechen. Eine Tonne Knoblauch dazu und Olivenöl, und dann den letzten Weißwein aus Griechenland. Das Wetter ist wieder übel heute, von daher wird es uns nicht schwerfallen, in den Süden aufzubrechen. Wenn, dann über die Schweiz und die italienische Riviera hin zur Côte d'Azur.

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Mittwoch, 13. Dezember 2017

Hier ein Lebenszeichen von uns. Seit Dienstag früh hat der Herbert etwas an der rechten Mandel und kann nicht schlucken und auch nicht sprechen. Wir glauben nicht, dass es eine Erkältung ist. So etwas hatte er vor drei oder vier Jahren schon einmal, damals an einem See in Frankreich, dem Lac du Salagou, nur dass er damals wirklich erst am vierten Tag überhaupt einen Schluck Wasser oder Tee hinunterbekam. So akut ist es jetzt nicht, und doch quält er sich mit jedem Schluck. Annette will den Herbert hegen und pflegen, aber er sagt zu allem Nein. Wenn sie es trotzdem macht, tut es ihm dann doch gut. Währenddessen gibt es draußen jede Menge Schneeverwehungen, abends Regen. Wir gehen recht früh zu Bett und erleben die schlimmsten Stürme, die es wohl jemals gegeben hat. Hoffentlich halten die Dachziegel auf dem Dach. Stundenlang geht das so und schüttet und schüttet noch dazu.

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Freitag, 08. Dezember 2017



kaum, dass Annette zurück ist, kommen Regen und Schneeregen

Für heute sind ja wieder Schneestürme vorhergesagt. Das wäre schade, denn heute findet die Nacht der tausend Lichter statt in Dahn, in der die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet haben und ihre Räumlichkeiten ausschließlich mit natürlichen Lichtquellen ausleuchten werden. Steht alles im örtlichen Käseblatt, das Herbert beim Frühstück vorliest. Und das es kein weiterer Weihnachtsmarkt ist, sondern lediglich eine schöne Idee, die hektische Vorweihnachtszeit ein wenig zu entschleunigen und gemütlicher zu gestalten. (So, jetzt genug abgeschrieben.) Na, noch ist ja kein Schnee in Sicht. Während wir beim Frühstück sitzen, geht das Telefon für eine Zehntelsekunde los, eigentlich hören wir es fast gar nicht; wir sehen nur, wie das Display aufleuchtet. Viel später entdecken wir auf unserem Telefon einen Anruf mit der Vorwahl +353. Das ist Irland, das ist dieser Trick aus dem Fernsehen. Die Hoffnung, dass die Angerufenen zurückrufen und ihnen dabei Kosten entstehen. Na, so deppert sind wir nicht. Für heute Mittag haben wir Rindergulasch, aber wir haben keine Lust auf Blaukraut dazu. Und so marschiert Annette mal wieder zum Wasgau, wo sie eine Dose Bohnen kauft. Sie geht immer gern zu Fuß. Keine zwanzig Minuten, nachdem sie zurück ist, setzt der Regen ein, später ein Schneeregenmix. Es wütet auch wieder ein Sturm und es wird richtig hässlich draußen. Das mit den tausend Lichtern in Dahn werden wir wohl vergessen können, denn wir wollen ja nicht bei Sturm und Schneeregen durch die Gassen wandeln, das wäre ja nicht gerade heimelig. Machen wir es uns also daheim gemütlich. Später liegt wieder Schnee auf den Straßen und glitzert im Licht der Laternen.

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Sonntag, 10. Dezember 2017



auch am 2. Advent ist alles wieder verschneit

Der 2. Advent - und wieder ist alles tief verschneit. Und wieder sagen wir uns, dass es gut ist, dass wir noch nicht losgefahren sind. Die Wetterkarte für Südeuropa sieht seit Tagen verheerend aus, und warum sollen wir uns das antun und die schöne Heimeligkeit dafür aufgeben? Bekannte, die auch jetzt in diesen Tagen aufbrechen wollten auf eine Winterreise nach Südfrankreich (reiner Zufall), bleiben auch vorerst schön daheim. Wir haben auch mal daran gedacht, mit dem Auto irgendwohin zu fahren, vielleicht an die Küste oder nach Bayern, für eine Woche oder zwei oder so, aber das ist uns zu kurz. Da würden wir ja die ganze Zeit die Uhr ticken hören. Unsere Nachbarn waren ja für eine Woche weg, sind jetzt wieder zurück, und wir hatten uns oft gesagt, jetzt ist die halbe Zeit schon um, noch zwei Tage, dann sind sie zurück, morgen kommen sie. Nein, für so kurze Zeit, das ist nichts für uns. Wenn andere für 14 Tage in Urlaub fahren, sagen wir uns, wir fahren lieber für 14 Wochen. Heute schneit es also wieder, und wir schauen dem Hausmeister zu, wie er den Schnee wegschiebt und die Wege freimacht. Annette holt noch zwei Weihnachtsdeckchen aus dem Schrank und wir genießen den 2. Advent. Unser sehr verspätetes Mittagessen - gegen 15 Uhr - besteht aus einer Lammkeule mit Blaukraut. Wir hatten die Keule zu spät aufgesetzt, aber egal, wir können ja machen, was wir wollen, und sei es dieses späte Mittagessen. Am frühen Nachmittag wird aus Schnee Regen, und es wütet auch wieder ein Sturm. Wie sich das immer anhört bei uns auf dem Dach.



alles so schön heimelig

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Donnerstag, 07. Dezember 2017



um 8:04 Uhr nehmen wir die Ausfahrt Bad Kreuznach

Heute früh wird weder geschrieben noch wird die Musik aufgedreht und der Hula Hoop geschwungen. Heute hieven wir uns um halb sechs aus dem Bett, sitzen beim Frühstück und finden uns um halb sieben hinterm Steuer wieder. Eiskratzen mussten wir auch noch im Dunkeln. Wir sind auf dem Weg zur Werkstatt in Bad Kreuznach, und diesmal bleiben wir für die gesamte Strecke auf der Autobahn, befahren nicht die Landstraße über Waldfischbach bis Kaiserslautern. Um 8:04 Uhr nehmen wir die Ausfahrt Bad Kreuznach und sind mehr als pünktlich für unseren Termin um 8:30 Uhr. Dann beginnt die Warterei. Schade, dass sie hier kaum Zeitungen oder Zeitschriften haben, mit denen man sich die Langeweile vertreiben kann. Aber sie haben das Magazin Caravaning-Welt, und das ist genauso lebensfremd wie diese Werbeclips, die man aus dem Fernsehen kennt kurz vor der Tagesschau, wo die Leute mit ihrem Wohnmobil - nein Reisemobil - durch spektakuläre Gegenden fahren und abends mit einem Glas Rotwein am Lagerfeuer sitzen und überall da frei stehen können, wo es ihnen beliebt. Jetzt im Magazin schreibt man auch so geschwollen von Alpenpässen, der Provence und der Toskana. "Der Ruf der Zikaden schallt durch das geöffnete Fenster, es duftet nach Mohnblumen und Heu. Sie freuen sich schon auf ein Picknick vor dem rollenden Reisemobil . . ." Bla bla. Am Ende heißt es: "Wenn Ihnen die oben geschilderten Eindrücke noch unbekannt sind, dann wird es für Sie höchste Zeit, mit Caravaning zu beginnen." Als müsse man die Branche ankurbeln, als hätte sie keine jährlichen Zuwächse von 10 oder 20 Prozent bei den Zulassungen.



hier geht es ab zur Werkstatt



die Warterei beginnt

Zwischendurch schauen wir uns auch mal wieder die Wohnmobile - Reisemobile - draußen auf dem Hof an, und irgendwann nach drei Stunden hat die Warterei ein Ende. Die neue Trittstufe ist ziemlich klotzig und niedrig, sie ist von Thule, nicht mehr Omni. Sie haben auch noch den Auslass vom Abwassertank erneuert, eine der 12V Steckdosen repariert und die Wasserpumpe (Tauchpumpe) getauscht. Für alles 764 EUR. So, jetzt auf den Heimweg, jetzt auch über die B270 ab Kaiserslautern. Heute haben wir ja wirklich wieder Glück mit dem Wetter, wenn wir so hören, was für morgen alles angekündigt ist. Regen und Schnee und Stürme und Kälte. In Kaiserslautern halten wir beim Globus und machen uns an den Wocheneinkauf. Was für ein Riesentempel, was hier wohl alles an Lebensmitteln weggeschmissen wird. Annette findet, dass man endlich damit anfangen sollte, in die Regale nur leere Verpackungen zu stellen und hinzuweisen "hier, auf diesem Meter sind die echten Sachen, alles andere ist nur Deko". Wer braucht hundert Sorten Jogurt? Wir tanken auch noch beim Globus und sind gegen 16 Uhr wieder daheim. Wenig später fängt es auch schon zu stürmen an und abends schüttet es aufs Dach. Da sind wir froh, daheim zu sein und alles unter Dach und Fach zu haben.



wir tun auch mal ein paar Schritte über den Hof



kuriose Neuheiten haben sie



wir haben heute wieder Glück mit dem Wetter

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