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Donnerstag,  31. Dezember 2009



wir wandern Richtung Praia Bordeira

Heute ist das Wetter traumhaft. Da wollen wir nicht faul sein und uns stattdessen auf eine Wanderung begeben. Es geht vom Praia Amado in Richtung Praia Bordeira. Man soll nicht glauben, wieviel Wandergruppen uns zu dieser Jahreszeit begegnen. Jung und alt, mit und ohne Rucksack. Teils sogar in kurzen Hosen, denn kalt ist es überhaupt nicht. Im Gegenteil: Wir mussten sogar unseren Kühlschrank kälter einstellen.


Aber es herrscht ein enormer Wind, geradezu Sturm. Wir kommen nicht weiter, denn immerzu halten wir an, um das Schauspiel der Wellen zu bestaunen. Haushoch schlägt das Wasser gegen die Klippen. Wir können uns nicht sattsehen daran. Insbesondere Herbert macht es spaß, hier zu fotografieren. Gottlob haben wir wieder das zweite Teleobjektiv dabei.



welche Naturgewalten hier herrschen


Außerdem sind wir begeistert, wie die Portugiesen hier Küstenschutz betreiben. Überall sind befestigte Holzwege und Aussichtsterrassen zum Verweilen. An dieser Stelle wollen wir auch endlich einmal erwähnen, wie sauber das Land ist. Nirgends eine weggeworfene Plastiktüte oder -flasche. Man findet hier einfach keinen Unrat am Straßenrand. Ganz im Gegenteil dazu Griechenland, wo in diesem Sommer der Müll zum Himmel stank.



Holzwege und -terrassen die gesamte Küste entlang



Wusch, schlagen die Wellen gegen die Felsen



und weiter geht der Weg


Am Abend verlassen uns die Nachbarn mit ihrem Unimog. Die beiden sind seit 5 Wochen für ein Jahr unterwegs. Sie wollen, genau wie wir, die Winterzeit hier verbringen und dann im Frühjahr nach Kanada übersetzen. Je später der Abend, desto müder werden wir. Nach zwei Glas Prosecco gehen wir schon um elf Uhr zu Bett. Und so verschlafen wir - wie fast jedes Jahr - den Übergang ins neue Jahr.



Prosit Neujahr

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Mittwoch,  30. Dezember 2009



die Wiese steht unter Wasser

Der Regen will wohl gar nicht mehr aufhören. Wir wollen weiter zur Bucht am Praia Amado. Links und rechts der Straße versinkt die Landschaft im Wasser. Als wir in Carrapateira ankommen und zur Bucht von Praia Amado abbiegen wollen, ist die Straße wegen Überflutung abgesperrt.



die Wellen schlagen gegen die Felsen

Wir kennen aber noch einen anderen Weg, dorthin zu gelangen. Nämlich über den Praia Bordeira. Oberhalb der Klippen führt eine Straße entlang der Küste vom Praia Bordeira zum Praia Amado. Unterwegs halten wir immer wieder an und bestaunen die Wellen, die hier gegen die Klippen schlagen.



Ankunft am Praia Amado



unser Platz an der Bucht

Zuerst stehen wir ganz allein hier; am Abend gesellt sich noch ein Unimog zu uns. Gegen 21 Uhr kommt starker Wind auf, fast schon ein Sturm. Und wir werden ganz schön durchgeschaukelt. Schwache Gemüter würden da bestimmt seekrank. An Fernsehen ist jedenfalls nicht zu denken. Stattdessen köpfen wir eine Flasche Wein.



Blick auf das Meer im Mondschein



unsere Tagesroute ca. 30km

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Montag,  28. Dezember 2009

Ab heute gelten auf dem Campingplatz bis nach Silvester Hauptsaisonpreise. Und da wir ohnehin Silvestermuffel sind und Lissabon jetzt auch ausreichend genossen haben, geht es für uns heute definitiv weiter. Aber es regnet und regnet und regnet. Da wollen wir warten, bis wir eine trockene Stunde erwischen, um unsere Thermomatte von der Windschutzscheibe nehmen zu können. Am Nachmittag checken wir dann endlich aus, aber offiziell hätten wir sogar bis 19 Uhr bleiben können.



auf der Brücke Ponte 25 de Abril mit der Christo-Figur im Hintergrund

Zuerst einmal tanken wir in Lissabon noch für 1 EUR/Liter Diesel. Insgesamt tanken wir auch noch 29 Liter Gas in die Flaschen. Wir hatten schon die Befürchtung, dass wir über Weihnachten ohne Gas auf dem Campingplatz gestanden hätten. Nun stellt sich jedoch heraus, dass wir noch 15 Liter in einer Flasche hatten. Dann geht es über die Brücke und am Christo Rei vorbei Richtung Süden.



wir erreichen Alcácer do Sal

Hinter Setúbal verlassen wir die Autobahn A2 und nehmen die IC1 Richtung Alcácer do Sal. Dort kommen wir wiederum im Regen an. Der Ort gilt als Salzburg am Fluss Sado, da man von der Burg auf die Dächer der Stadt und über den Fluss schauen kann. Die Stadt ist auch das Tor zum Alentejo, einer Region Portugals.



diese Brücke führt über den Rio Sado in Alcácer

Da es so stark regnet, haben wir keine Lust weiterzufahren. Auch offen wir, dass wir morgen die Stadt im trockenen besichtigen können. Denn  von unserem Parkplatz haben wir einen hübschen Blick über den Rio Sado auf die Burg.



unser Übernachtungsplatz gleich hinter der Brücke



unsere Tagesroute ca. 95km

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Dienstag,  29. Dezember 2009



zum Geburtstag viel Glück

Morgens deckt Herbert erst einmal den Frühstückstisch. Denn die holde Gattin hat heute Geburtstag. Aber das Wetter spielt so gar nicht mit. Ein bisschen sind wir sogar am Rätseln, ob wir quer durch Portugal nach Andalusien fahren sollen? Im Internet schauen wir auf die Wetterkarte, aber für die nächste Woche wird für Andalusien auch nichts besseres vorhergesagt. Und so bleiben wir doch besser noch in unserem geliebten Portugal.



bei dem vielen Regen sind die Straßen gefährlich

Bei strömendem Regen fahren wir zuerst einmal in Richtung Sines. Dort füllen wir unsere Vorräte auf, damit Silvester kommen kann. Ein deutscher Wohnmobilist fragt uns, ob wir wohl wüssten, wo man hier deutsche Gasflaschen gefüllt bekommt? Er hat zwar einen Adapter, aber die Tankstellen verweigern ihm die Befüllung der normalen Flaschen. Und wieder sind wir froh um unsere betankbaren Gasflaschen.



upps, schon wieder ein Baum umgebrochen

Nun wollen wir doch recht schnell an die Algarve. Unterwegs wird der Regen immer schlimmer; die Abflussrinnen am Straßenrand werden zu regelrechten Bächen. Plötzlich bremst Herbert ganz arg: Und siehe da, es ist wieder ein Baum umgeknickt. Das hatte Annette vor lauter Grün im ersten Moment gar nicht gesehen. Wir müssen direkt auf der Gegenspur ausweichen, so doll ragt der Baum auf die Straße.



wir sind am Praia de Odeceixe

In Odeceixe angekommen, haben wir keine Lust mehr zum Weiterfahren. Wir erinnern uns an den schönen Strand und halten jetzt darauf zu. Und siehe da, wir finden einen schönen Platz mit Sicht aufs Meer. Der Wind heult zwar und peitscht den Regen gegen die Fenster, aber für diese Nacht wollen wir auf jeden Fall bleiben. (Am Abend findet es Annette denn doch komisch. Ihr Geburtstag so ganz ohne den mindesten Schnee. Dafür aber haben Irene und Ulli ihr einen dicken Truthahn geschickt.)



unser Platz für die Nacht



unsere Tagesroute ca. 148km

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Sonntag,  27. Dezember 2009



auf dem Praca Marquês de Pombal

Eigentlich wollten wir schon heute weiterfahren, aber dann fahren wir doch noch ein letztesmal in die Stadt. Unser Ziel ist der Parque Eduardo VII, wo der große Weihnachtsbaum aufgestellt ist. Vom Zentrum fahren wir mit der Metro bis zur Station Marquês de Pombal.



der Parque Eduardo VII

Vom Platz aus spazieren wir den Park Eduardo VII hinauf bis zum Christbaum. Er ist aber nur ein Metallgestell von 44 Metern Höhe. Abends wird er von 1,625 Mio. Minilichtern beleuchtet. Aber hier vom Park aus hat man einen herrlichen Blick auf Lissabon und den Tejo.



Blick vom Parque auf Lissabon mit dem Tejo



Straßenmusikanten auf dem Rossio

Dann fahren wir wieder zurück in die Baixa und wollen ein letztesmal mit der Tram der Linie 28 durch Lissabon fahren und Abschied nehmen. Denn mit dieser Linie hat man wirklich alles gesehen. Unterwegs steigen wir immer mal wieder aus und schauen uns die schönsten Ecken ein letztesmal an. Denn mittlerweile kennen wir uns in Lissabon richtig gut aus.



Altstadtgassen der Alfama



auch hier kurvt die Tram


Dann steigen wir noch einmal in die Standseilbahn Bica und fahren damit abwärts ins Bairro Alto. Von dort aus spazieren wir zur S-Bahnstation Cais do Sodré, wo auch unser Bus abfährt. Zurück am Campingplatz machen wir uns noch einen schönen Abend.



Adeus Lisboa

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