d11.jpgd18.jpgd01.jpgd06.jpgd08.jpgd13.jpgd19.jpgd21.jpgd14.jpgd04.jpgd02.jpgd10.jpgd07.jpg

Mittwoch, 31. August 2016



es gibt viele solch kleiner Hotels wie das Hotel Clio

Heute sind es zur Abwechslung mal zwei Franzosen, die uns ansprechen und nach dem La Strada ausfragen. Ansonsten waren es meist die Griechen, die wissen wollten, was so ein Fahrzeug kostet und ob alles schon so eingebaut ist, wenn man es kauft. Die beiden Franzosen, zwei Männer, wollen zu gern von uns hören, dass man in dem kleinen Kastenwagen auch zu dritt oder zu viert schlafen könne, aber da müssen wir ihnen den Wind aus den Segeln nehmen. Allerhöchstens mit dritt, wenn es sich dabei um ein Kind handelt. Ansonsten ist es ein Fahrzeug für zwei Personen. Trotzdem gefällt ihnen der La Strada total gut. Es ist auch immer lustig, wenn wir bzw. wenn Annette französisch spricht. Aber die Leute verstehen sie am Ende immer. Später kommt noch eine Deutsche, die wissen will, wie lange das mit den Fähren gedauert hat. Sie selbst hat daheim einen Pössl, kann aber von so einem langen Aufenthalt wie unserem nur träumen. Dann sind wir wieder allein.



wir verlassen die Halbinsel Akrotiri

Am Nachmittag findet Herbert ganz spontan, dass wir ruhig nochmal nach Georgiópoli zurückfahren könnten, abends schön essen gehen und flanieren, tags den Strand entlang wandern usw. Es ist kurz nach 15 Uhr. Eigentlich gar nicht so übel, die Idee. Also packen wir alles zusammen und fahren los. Das Zusammenpacken geht bei uns immer ganz schnell, weil bei uns nie so viel Firlefanz herumliegt. Wir halten dann noch bei der kleinen Shell-Tankstelle gleich hinter Stavrós, wo wir Gas tanken wollen. Es passen schon wieder 25 Liter in die Flaschen (1 Flasche ca. 22 Liter Gas), seit dem 1. August. Dann wollen wir noch den Reifendruck prüfen, denn der eine Reifen sieht schon so platt aus. Mei, das haben wir uns ja die richtige Tageszeit dafür ausgesucht, so eine Affenhitze. Der Druck ist in allen Reifen richtig, aber der Herbert verknackst sich den Rücken. Dann geht es auf die New National Road und bums, kommen wir in einen Stau, den man im Ausland ansonsten gar nicht kennt. Es dauert bestimmt zehn Minuten, bis es weitergeht. Ein Smart war liegengeblieben und muss abgeschleppt werden. Als wir Georgiópoli erreichen, sehen wir nur ein einziges Wohnmobil im Hafen stehen. Engländer. Wir stellen uns auf den alten Platz und gehen abends in den Ort. Nachts lassen wir hinten am Bett alle vier Fenster offen, und dann sind es 24°C an Bord. Kalinichta - gute Nacht.



der Badebetrieb ist noch in vollem Gange



die Souda-Bucht kommt in Sicht



und plötzlich stecken wir im Stau



unser Ziel ist gleich erreicht

back       |      next

Dienstag, 30. August 2016



unser Platz am Wasser

Die ganzen letzten Wochen und Monate hatten wir uns oft vorgestellt, wie es wohl wäre, wenn wir wie die anderen nur 10 oder 14 Tage Urlaub hätten und schon ganz bald wieder zurückmüssten. Stell' dir vor, morgen ginge unser Flieger, morgen wäre die ganze Herrlichkeit schon wieder vorbei. - Eine schreckliche Vorstellung. Nein, für 14 Tage würden wir gar nicht erst losfahren; für uns müssen es schon mindestens 14 Wochen sein. Und doch ist es jetzt bald so weit. Am Anfang hatten wir 4 Monate, und jetzt nur noch 4 Tage. Schade, schade. Man sagt zwar, aller guten Dinge sind drei, und es war nun unser dritter Aufenthalt auf Kreta, aber wir werden auch ein viertesmal wiederkommen. Heute machen wir uns wieder einen schönen Badetag. Ganz entspannt. So gegen 17 Uhr kommt eine unserer Wohnmobilnachbarn auf uns zu. Ein hübsche junge Italienerin. Zuerst spricht sie etwas deutsch, dann englisch. Sie erklärt uns, dass an ihrem Wohnmobil bzw. an ihrem Fiat nichts mehr geht. Keine Benzinzufuhr, keine Reaktion, kein Start. Nur die Warnblinkleuchten sind an. Sie hätten seit Tagen eine Maus bei sich an Bord, sie hätten Mäuseköttel gefunden, und die hat wohl irgendwas an Bord lahmgelegt. Sie hätten auch schon einen Mechaniker daheim angerufen und nicht erreicht. Die Italienerin hat ein Fiat-Handbuch dabei, aber das ist nur auf deutsch (das Wohnmobil hatte früher Schweizern gehört), aber vielleicht können wir ja mal darin lesen und ihr übersetzen, wo der Fehler liegt? Herbert schaut erstmal, ob wir nicht ein Handbuch auf italienisch haben. Haben wir nicht, aber er blättert dann in unserem Buch und findet etwas auf Seite 84. Bei der Italienerin steht auf Seite 84 etwas ganz anderes. Jedenfalls geht Herbert dann mit ihr mit und mit zwei Handgriffen, vorn an der Armatur und an der Batterie, ist die Entsperrung aufgehoben und alles funktioniert wieder. Herbert ist dann wieder zurück, und eine Minute später kommt die Italienerin mit einer Flasche Bier. Sie ist total erleichtert und glücklich und sagt uns, dass in drei Tagen ihre Fähre ginge. Jetzt am Abend fahren sie noch weg, mit zwei Wohnmobilen. Italiener fahren ja gern in Kolonne mit anderen. Ganz im Dunkeln fährt auch noch das dritte Wohnmobil von gestern Abend weg, sodass wir jetzt nur noch ein weiteres Wohnmobil (Italiener) als Nachbarn haben. Der Abend ist wieder richtig schön und mild.

back       |      next

Sonntag, 28. August 2016



mittags eine Kaffeepause

Die gute Nachricht zuerst: Wir haben am frühen Morgen mal wieder nur 20°C an Bord. Heute geht die Arbeit für Herbert zwar weiter, aber er lässt sich nicht den ganzen Tag damit kaputtmachen. Während die Löschungen weiterlaufen, gehen wir wieder gemeinsam einkaufen und anschließend schwimmen. Danach frühstücken wir und erst dann setzt sich der Herbert wieder an den Laptop. Zu allem Unglück hat einer von uns sich einen Teerfleck oder so an den Fuß getreten. Jedenfalls haben wir nach dem Schwimmen vier kleine Teerflecken (die gehen jedenfalls nicht raus) auf dem Teppich. Den wird Annette morgen waschen müssen. Mittags trinken wir uns einen Kaffee zur Pause. Das Wetter ist heute wieder prächtig, und so gehen wir noch ein zweitesmal ins Wasser. Gegen 19 Uhr, nachdem wir die Passwortdatei neu aufspielen lassen haben und die entsprechende Maske, läuft unsere Webseite wieder. Uff. Drei Tage ohne Lebensfreude. Was das für blöde drei Tage waren. Emails können wir auch noch nicht abschicken, nur empfangen. Bis das alles mal wieder im Lot ist. Trotzdem gehen wir heute ziemlich erleichtert und ziemlich früh zu Bett.

back       |      next

Montag, 29. August 2016



jetzt noch den Teppich mit Klarwasser abspülen

Wolkenloser Himmel und der Wind, der schweigt . . kaum zu glauben, wie das Barometer st-e - i  - g  -  t . . . Heißer Sommer in diesem Jahr, ist ein heißer Sommer, wie wunder-b - a -  r. Wie oft wir in diesem Sommer dieses herrliche Lied aus dem gleichnamigen DEFA-Film von 1968 geträllert haben. Einmal angehört, kriegt man es den ganzen Tag nicht mehr aus dem Ohr. (Gleich mal anhören auf youtube, gesungen von Chris Doerk und Frank Schöbel. Und schmunzeln.) Heute wird es also wieder ein heißer Tag, und als allererstes wäscht Annette mal den Teppich, der anschließend wieder ganz gut aussieht. Herbert hat jetzt noch dies und das an der Webseite zu tun, aber alles ist wieder im Lot. Wir sind viel im Wasser und denken jetzt schon mit Wehmut an unsere Abreise am kommenden Sonntag. Heute kommen drei Wohnmobile hier an. Als würden sie jetzt im Spätsommer alle auf die Insel kommen, weil es nicht mehr so heiß ist. Na ja, wir haben jedenfalls den besten Platz hier an der Bucht von Stavrós. Das übergetretene Wasser muss wohl verdunsten; es läuft nicht wieder ab. Und dann werden sich diese dicken Salzkrusten bilden, die wir überall am Boden sehen und die wir uns bis dato nicht erklären konnten. Heute Abend ist ganz schön was los am Himmel. Drei Flugzeuge kreisen immer wieder über den großen Berg und warten auf ihre Landung. Hier auf der Halbinsel Akrotiri ist ja der Flughafen von Chaniá. Eines der Flugzeuge ist voll beleuchtet und hat einen extrem starken Scheinwerfer, seine ganze eigene Milchstraße. Das haben wir noch nie gesehen. Die drei Flugzeuge warten wirklich sehr lange am Himmel, und Annette trällert "Ich drehe schon seit Stunden hier so meine Runden . . ." von Herbert Grönemeyers Mambo von 1984. Aber das kennt der Herbert auch wieder nicht; er hat früher immer nur gearbeitet, gearbeitet. Das ganze Lied singt Annette ihm jetzt vor, während wir unterm Sternenhimmel sitzen und uns die Italiener und Griechen vor ihren Wohnmobilen eh nicht hören können. Es ist ein milder Abend, und die Luftfeuchtigkeit, als wir zu Bett gehen, beträgt nur 39%. Also nicht alles klatschnass.



alles wieder tiptop sauber und frisch

back       |      next

Samstag, 27. August 2016



Ellinikí Dimokratía 1985 - 2015 (diese schöne Münze ist uns heute beim Einkaufen in die Hände geraten

Um 7 Uhr geht der Internetmarathon weiter. Schade, dass uns die letzten Tage auf der Insel noch so vermiest werden. Am nächsten Sonntag werden wir die Insel nämlich verlassen und die Fähre nach Piräus nehmen. Wir hören die Uhr schon ticken. Der Herbert sitzt also wieder den ganzen Tag am Laptop. Annette hat mit dem Buch "Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea" von Yeonmi Park angefangen. Ein erschütternder Bericht. Das Wetter ist heute ähnlich wie gestern, vielleicht etwas freundlicher. Das übergetretene Wasser ist längst nicht abgeflossen; dafür drückt der Wind viel zu stark und schickt eher noch mehr Wasser. Am späten Nachmittag kommt ein Grieche zu uns und sagt uns (in gutem Deutsch), dass sein Freund großes Interesse an so einem Kastenwagen, wie wir ihn haben, hätte. Ob er ihn mal zu uns vorbeischicken könne? ja, er kann gern kommen. Eine Minute später rücken sie zu dritt bei uns an. Alle sind begeistert von dem kleinen La Strada. Der Interessent fragt, ob er für 65.000 EUR schon so ein Fahrzeug gebraucht bekommen könne. Wir sagen ihm, dass er dafür ein Neufahrzeug bekäme, und für 30.000 EUR ein gebrauchtes. Wie oft wir auf Kreta schon auf unseren kleinen Kastenwagen angesprochen wurden. Aber alle stolpern über den italienischen Namen und glauben, dass es eine italienische Marke ist. Komisch, wie man für diese gute deutsche Qualität einen italienischen Namen gewählt hat. Am Abend kann Herbert schon etwas Land sehen, aber noch ist die zeitraubende und stupide Arbeit an der Webseite nicht zu Ende.

back       |      next