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Montag, 31. August 2015



morgens um halb neun bei uns auf dem Balkon

Wir können unser Frühstück, das heute nur aus einem Kaffee und ein paar Stücken Pfirsich besteht, auf dem Balkon einnehmen. Aber nur, weil Herbert den Sonnenschirm aufstellt. Ansonsten wäre die Sonne, die links vom Balkon steht, zu arg. Der Herbert will später in die Stadt fahren, das Formular der Wohnmobil-Inhaltsversicherung abschicken und beim Zollamt die Dokumente vorlegen, die ihm 50% Steuerermäßigung auf den Audi gewähren, aber Annette mag bei der Hitze nicht fahren. Und morgen muss Herbert eh in die Stadt zum Zahnarzt. Also bleiben wir daheim, wo Annette das Formular ausfüllt. Drei Seiten Bürokratie. Man macht sich ja keinen Begriff, mit wieviel Bürokratie wir uns herumschlagen müssen, seit wir uns wieder angesiedelt haben. Der August hat uns 9.240 EUR gekostet. Na gut, für den La Strada allein hatten wir schon 4.950 EUR ausgegeben, für Solar und neue Batterien und die betankbaren Gasflaschen. Dann waren da noch 5.160 EUR für die Wohnung, für Möbel (die großen Sachen hatten wir aber schon im Mai, Juni und Juli gekauft) und die Grunderwerbsteuer. Und 760 EUR hatten wir von den Versicherungen erstattet bekommen, als wir den Phoenix abmeldeten. Und 90 EUR weniger bei der Grunderwebsteuer, nachdem man die Rücklagen für die Wohnung mitberücksichtigt hatte. Wir hatten dem Finanzamt Landau ja dazu geschrieben. Der September könnte so gut werden, gäbe es da nicht diesen leidigen Gerichtstermin. Auch, was unsere Reisepläne angeht. Wir müssen mal schauen, was wir bis 25. September machen, wenn der Gerichtstermin ansteht. Ab morgen sollen die Temperaturen ja rapide fallen.

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Sonntag, 30. August 2015



auf der Liege und im Schatten geht es mit der Hitze

Bevor die große Hitze kommt, holt Annette die Liege aus dem Keller, die wir dann auf den vorderen Balkon stellen. Dieser Balkon ist jetzt am Vormittag noch im Schatten. Als die Sonne kommt, gehen wir nach drinnen, wo man es immer noch am besten aushalten kann. Wir schneiden uns die Haare und setzen uns später hin und schreiben an unseren früheren Anwalt. Auf einem alten Laptop (der pinkfarbene Sony) finden wir noch dieses und jenes Schreiben, das uns vor Gericht entlasten soll. Ansonsten passiert heute nicht viel. Am Abend kommt der Vollmond und wir schauen auf Arte den Bericht über Ingrid Bergman, deren Biographie wir vor einigen Jahren mal gelesen hatten. Es wird ein später Abend.



jetzt ist wieder Vollmond

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Freitag, 28. August 2015



im Regen durchfahren wir Harskirchen

Regen die ganze Nacht. Heute früh wollten wir eigentlich weiterziehen nach Saverne, aber wir könnten auch genauso gut nach Hause fahren. Sind ja nur 66km. Zuerst nehmen wir das nicht ernst, aber nach dem Frühstück, als es immer noch aus Eimern gießt, überlegen wir nicht mehr lange, sondern machen uns wirklich auf die Heimfahrt. Zumal wir uns abends immer irgendwie krank fühlen. Im Regen packen wir die Auffahrklötze ein, alles andere ist eh schon drinnen, und fahren los. Freuen uns auf die Wohnung, wo wir es uns gemütlich machen können, in die Badewanne gehen wollen. Als wir daheim ankommen, erwartet uns Post vom Gericht. Wegen dieser leidigen Überzahlung. Man geht irgendwie gar nicht auf unsere Argumente ein, darauf, dass wir das vermeintlich überzahlte Geld nie erhalten haben usw. Das Gerichtsschreiben zieht uns so richtig runter, vor allem Annette. Bis 9. September haben wir nun Zeit, darzulegen, wie es zu der Überzahlung kam. Wir wissen die Zahlen nicht, müssen nun aber das zerrüttete Verhältnis mit unserem damaligen Anwalt wohl wieder aufleben lassen. Das nervt alles ganz schön. Am Abend backen wir uns zwei Pizzas auf und setzen uns vor den Fernseher.



da unten ist der Stellplatz von Sarreguemine (Saargemünd)



unsere Tagesroute ca. 73km

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Samstag, 29. August 2015



wir gehen über den Wochenmarkt

Heute früh geht es uns schon etwas besser, was das Gerichtsschreiben angeht. Im Schreiben steht auch, das der Kläger die Forderungsaufstellung beibringen soll, aus der die Überzahlung ersichtlich wird. Bisher wissen wir nur, dass diese 3.100 EUR eine Nachforderung aus 2014 sind. Jetzt stellt sich die Frage, ob unser Anwalt diese Summe in seinem oder in unserem Namen gefordert hat. Denn ein Mandat hatte er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr, und wir hatten uns in 2013 ja im Streit getrennt. Aber egal, wir wollen uns jetzt nicht den schönen Samstag verderben. Am Vormittag fahren wir in die Stadt. Es geht immer noch um die tote Fernsehbuchse. Letztens, als die beiden Elektriker hier waren und es hieß, dass kein freies Kabel mehr vom Dachboden aus verfügbar ist und dass man wohl doch ein Kabel im Wohnzimmer ziehen müsste, und dass diese Kosten nicht auf die Hausgemeinschaft gehen würden, hatten wir uns überlegt, eine drahtlose Lösung zu finden. Über Sat-IP. Jetzt, im Elektroladen in der Stadt, sagt man uns, dass man uns gern die entsprechenden Geräte verkauft (für 550 EUR), aber dass diese fast nie störungsfrei liefen. Ob wir nicht doch besser ein Kabel verlegen lassen wollen. Dieses würde auf der Sockelleiste verklebt und mit Silikon versiegelt. Na gut, machen wir es halt. Wir wollen jedenfalls nicht die beiden Elektriker, die uns zu schwerfällig und behäbig scheinen und garantiert eine Ewigkeit brauchen. Jetzt, wo wir die Sache selbst bezahlen müssen.



es sind auch ein paar französische Marktständler dabei

In der Fußgängerzone von Pirmasens gibt es ein ADAC-Büro, in das wir jetzt gehen und uns Kartenmaterial geben lassen für Griechenland. Korfu und Kreta und Rhodos usw. Fast stehen unsere Reisepläne für nächstes Jahr. Inselhüpfen in Griechenland. Mit dem kleinen Schnucki, unserem Kastenwagen, werden die Fährfahrten ja nicht so teuer. Die Fährkosten im Katalog beziehen sich immer auf eine Fahrzeuglänge bis 6m und über 6m. Unser Schnucki ist 5,99m lang. Aus Spaß vergleichen wir mal die Preise, und was wir für den Phoenix hätten zahlen müssen. Wobei wir mit dem Monstrum nie nach Griechenland gefahren wären. Auf dem Rückweg will Annette noch ein paar Oliven auf dem Wochenmarkt kaufen, aber als sie die Schlange vor dem Verkaufswagen sieht, mag sie keine Oliven mehr haben. Als wir zurück zum Parkplatz am Messegelände gehen, trudeln dort gerade jede Menge alter Autos ein, die sich zu einem Autorennen treffen. Wir kehren heim und haben einen schönen Tag auf dem Balkon.


 



auf dem Parkplatz am Messegelände treffen sich die Autos zu einer Rallye

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Donnerstag, 27. August 2015



erstmal frühstücken wir

Am Morgen kommt jemand von der Capitainerie und kassiert 5 EUR für die Nacht. Auch er spricht sehr gut deutsch. Wir bekommen den Zugangscode fürs Internet. Nach dem Frühstück wollen wir mal in den Ort gehen und Brot kaufen. Dann die Überraschung: Der kleine Laden hat Ferien und öffnet erst wieder am 1. September. Und weit und breit gibt es keine Boulangerie oder Epicerie. Unser Kühlschrank ist voller Essen, nur haben wir kein Brot. Und so beschließen wir, in den Nachbarort, nach Sarre-Union, zu fahren. Vorher schauen wir uns aber noch hier in Harskirchen um. Das Dorf ist auch sehr blumenreich und gilt als Village fleuri (Blumendorf) mit 2 Punkten. Als nächste Anschaffung bei uns müssen unbedingt Fahrräder her. Wir gehen am Kanal entlang zurück, kommen auch am Campingplatz vorbei, der uns aber nicht gefallen würde. Wenn, dann gehen wir eh immer nur auf FKK-Plätze, da sind die Leute auch ganz anders. So, dann fahren wir nach Sarre-Union zum Leclerc Hypermarché. Als wir zurück sind, holen wir zum erstenmal die neuen Stühle heraus. Mei, wir komfortabel die sind. Es sind DeLuxe Aluminiumstühle (5,1kg). Wir hatten ja dutzende Stühle bei Obelink ausprobiert, aber diese hier mit den Gummibändern an den Seiten fanden wir am besten. Sie waren absolut baugleich mit welchen der Marke Isabella, aber 20 EUR günstiger. Und warum hätten wir für den gestickten Schriftzug Isabella 20 EUR pro Stuhl mehr ausgeben sollen? Bei uns ist halt Obelink eingestickt. Wenn wir aus dem Stuhl aufstehen, bekommen wir einen kleinen Schubs von der Federung her. Wirklich toll. Was ist sonst noch so passiert heute? Es ist schön, dass sich der Himmel am Nachmittag immer mehr zuzieht und die Hitze nachlässt. Heute essen wir auch wieder draußen zu Abend. Später fängt es zu nieseln an. Drei Boote aus einer Vermietflotte liegen heute Abend hier an. Alle drei Boote haben einen anderen Schnitt. Wir gehen früh zu Bett und schalten mal den Fernseher an. (Wir haben ja in unserem kleinen La Strada zwei Fernseher.) Zuerst mal müssen wir die Farbe extrem herausnehmen; das machen wir immer bei fremden Fernsehern. Von Stufe 45 runter auf 15, dann sind die Farben nicht mehr so schrecklich knallig, sondern fast weg. Es ist wieder eine ruhige Nacht hier.



wir gehen nach Harskirchen, um Brot zu kaufen



Harskirchen ist ein blumenreiches Dorf



die beiden sitzen vor der Schule und lernen und lernen



alle Boote sind ausgeflogen bei uns im Hafen



wir laufen am Kanal entlang bis nach Bissert



ein Blick auf Bissert



jetzt nehmen wir die Stühle zum erstenmal



den kleinen Tisch hat die Vorbesitzerin uns überlassen

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