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Dienstag, 31. August 2010



unsere Fahrt geht weiter

Allzu spät fahren wir nicht weiter, denn die restlichen 300 Kilometer ziehen sich ja doch hin. Für die nächsten Tage sagt der Wetterbericht nur gutes Wetter für die Bretagne voraus. Was wollen wir also mehr? Ab Nantes geht es auf die mautfreie Autobahn, sodass wir gut vorankommen.



die Bretagne hat uns wieder  (Blick auf das zauberhafte Kerfontaine)

Auf der Pont de Kerplouz (Brücke) hält sich Annette wieder für ein Foto bereit. Hach, dieser Anblick hebt die Seele. Als wir die Ausfahrt Quiberon nehmen, halten wir noch beim riesigen Leclerc Supermarkt in Auray, um den Dieseltank zu füllen. Zum einen wird unsere Kreditkarte per 31. August, also heute gesperrt, weil neue Karten mit einem Sicherheits-Chip ausgegeben werden (wurden). Solche Aktionen sind natürlich übel, wenn man auf Reisen ist. Gottlob sind wir im Oktober kurz in Deutschland. Und zum anderen gibt es beim Leclerc eine Extraspur, die für LKWs und Wohnmobile reserviert ist, also ohne Höhenbegrenzung. Denn immerhin kostet der Diesel hier nur 1,09 EUR pro Liter, während er draußen bei 1,22 EUR liegt.



diese Tanksäule ist reserviert für LKWs und Camping-Cars



willkommen in Plouharnel, unserer Zweitheimat sozusagen

Das kleine Plouharnel erreichen wir am Nachmittag, und das hübsche rotgelbe Blechblümel steht immer noch im Kreisverkehr. Hach, es ist wie eine Heimkehr. Auf unserem alten Platz bei der Flugstation sind gar nicht so wenige Wohnmobile versammelt. Wir richten uns also wieder häuslich ein und lassen den Tag mit Nichtstun verstreichen. Aber natürlich schauen wir auch kurz an den Strand.



unsere Tagesroute ca. 304km

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Montag, 30. August 2010



hier war unsere Übernachtung

Nach vielen Wochen hatten wir mal wieder eine laute Nacht, so nahe dem Ortskern von Sauveterre. Jetzt am Vormittag wollen wir noch einen kurzen Blick in dieses weitere Wehrdorf werfen. Aber so gut restauriert oder erhalten wie andere Bastiden ist dieser Ort nicht.



unter den Arkaden von Sauveterre-de-Guyenne



eines der vier Tore in die Bastide

Wir halten uns also nicht allzu lange auf. Gut ist, dass sich der Himmel etwas bewölkt und damit die Temperaturen fallen. Das ideale Wetter zum Weiterfahren für uns.



in Libourne geht es über die Dordogne

Waren es im Périgord endlose Sonnenblumenfelder, wenn auch längst verblühte, so sind es nun hier im Raum Bordeaux Weinberge, die bis zum Horizont reichen. Die Trauben hängen üppig an den Weinstöcken. Irgendwann halten wir auf einem Rastplatz, um die Trauben zu fotografieren. Wir probieren auch mal ein paar Beeren, und siehe da, sie sind schon ganz süß.



im Großraum Bordeaux reichen die Weinberge bis zum Horizont



dick hängen die Trauben am Stock



dieses schicke Schloss in Le Pontet ist heute ein Hotel

Unsere Fahrt geht dann noch weiter bis kurz vor Niort, wo wir auf einem Rastplatz übernachten. Es ist 18 Uhr und wir machen es uns an Bord gemütlich, legen die Füße hoch und schalten den Fernseher ein. Puh, was ist das für ein Wetter daheim in Deutschland, immer kalt und Regen. Also wir waren bisher noch von beidem verschont.



unsere Tagesroute ca. 213km

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Samstag, 28. August 2010

Das wird wohl heute unser letzter Tag auf dem Camp Laborde. Morgen wollen wir uns aufmachen zu neuen Ufern. Irgendwann ist die schönste Zeit ja immer vorbei. Nun stellt sich die Frage, ob wir noch weiter südlich ziehen sollen, wo es noch heißer sein wird, oder aber in den Norden, was dann eher unserer Heimatroute entspricht.


 

Herbert hat große Lust, noch einmal in die Bretagne zurückzufahren, denn dann sind wir ja praktisch auf dem Breitengrad von Südddeutschland und können dann stracks Ende September heimwärts fahren. Das Buzerl (Enkelkind) soll ja Anfang Oktober kommen. Na, schauen wir mal, wie uns morgen so ist.



die beiden Papageien können natürlich auch sprechen

Heute jedenfalls genießen wir die letzten Stunden auf dem Camp. Es gibt hier, wie man auf dem Foto sehen kann, auch zwei Papageien, die nicht gerade leise sind. Am ersten Tag hatten wir gedacht, hier wäre irgendwo eine Schar Gänse oder ein Esel. So haben die beiden Papageien geklungen. Aber dann haben wir sie entdeckt. Manchmal sagen sie keck Hallo und sprechen auch ganze Sätze, was die Holländer immer zum Lachen bringt. Es werden also irgendwelche frechen Dinge sein, wie man sie von Papageien ja gewöhnt ist.



Blick in das Hallenbad

Abends werfen wir noch einen letzten Blick in das Hallenbad, bevor wir uns an Bord zurückziehen. Der Vollmond leuchtet uns den Weg, ansonsten wären wir fast noch auf ein kleines Fröschchen getreten, dessen Schatten wir am Boden sehen.



Au revoir Domaine Laborde

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Sonntag, 29. August 2010



die Straße zum und vom Camp

So, heute geht es weiter. Als wir bezahlen, gibt man uns noch eine Flasche Wein mit dem Etikett des Laborde Campings. Das ist eine liebe Geste, finden wir. Es geht schon auf 15 Uhr, als wir abfahren. Die ersten der acht Kilometer bis Monflanquin gehen durch Wald und wirklich dünnbesiedeltes Gebiet.



wir kehren in die Zivilisation zurück

Der Laborde Campingplatz gehört zum Dorf Paulhiac und dieses wiederum postalisch zu Monflanquin. Diesen Ort hatten wir bei unserer Anreise bereits durchfahren und gesehen, wie hübsch er ist. Dorthin wollen wir also als erstes. Ein Parkplatz findet sich leicht.



Ankunft in Monflanquin

Puh, ist das eine Hitze, als wir aussteigen. Es geht ein Wind, aber der ist wie die Höchststufe beim Fön. Also müssen wir von einer Schattenseite der Straße zur anderen eilen, bis wir den Marktplatz erreichen. Dort können wir dann unter den Arkaden wandeln, aber der heiße Wind ist doch irgendwie befremdlich.



auf dem Marktplatz von Monflanquin



auch dieser Ort ist eine Bastide



Arkaden spenden Schatten



der Marktplatz ist riesengroß

Monflanquin ist eine Bastide, die wie die anderen von uns besuchten Wehrdörfer auf das 13. Jahrhundert zurückdatiert. Diesem Ort wurde im Jahre 1252 das Stadtrecht erteilt. Charakteristika wie Charta des Gewohnheitsrechts, Arkadenplatz und Schachbrettgrundriss machen Monflanquin zu einem Beispiel für die Bastiden Aquitaniens. Monflanquin war ursprünglich eine offene Stadt und wurde Ende des 13. Jh. von den Engländern befestigt.



Blick ins Umland



unterwegs im schicken Alvis

Wir wollen auch mal einen Blick ins Umland werfen, als uns dieses schicke Auto entgegenkommt. Der Fahrer hält an und wir laufen einmal um das Auto herum. Des Fahrers Brust schwillt immer mehr, als wir das Auto voller Bewunderung anschauen. Er sagt uns, dass es ein Alvis sei. Dann geht sein Ausflug weiter.



der Eingang zur Kirche



Blick auf die Kirche von Monflanquin

Wir wandeln dann weiter zur Kirche hin. Für dieses Foto geht Herbert auf die Knie; seine Assistentin muss sogar Stühle dafür verrücken. Um diese Nachmittagszeit ist die Stadt aber wie ausgestorben, die Hitze erschlägt aber auch.



es gibt hübsche Einkehren rund um den Marktplatz



und noch eine Ansicht vom Marktplatz



der Marktplatz ist arkadengesäumt



Frankreich von seiner besten Seite

Zurück am Wohnmobil steht unser Entschluss fest: Wir fahren noch einmal zurück in die Bretagne. Dort fühlen wir uns mittlerweile heimisch und weiter südlich wollen wir aufgrund der Hitze nicht mehr. Unsere schöne Zeit im Périgord und jetzt in Aquitaine wollen wir aber um keinen Preis missen. Hach, jetzt haben wir Vorfreude auf den ständigen Wind, der am Meer geht. Unsere Fahrt geht heute noch bis Sauveterre, wo wir zufällig einen Stellplatz sehen. Auch dieser Ort ist eine Bastide aus dem 13. Jahrhundert.



unsere Tagesroute ca. 87km

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Freitag, 27. August 2010



Wer will mit auf einen Ausflug?

Jedesmal, wenn wir zum Müllplatz gehen, der etwa 800m vom Camp entfernt ist und wir ganz schön zu tippeln haben, sehen wir diese schöne Ente unter einem riesigen Carport stehen, zusammen mit etlichen Wohnwagen, die hier zum Überwintern abgestellt sind. Dass die Autotür offen ist, haben wir schon festgestellt, und so wollen wir heute mal ein paar Fotos machen.



huch, die Tür ist sogar auf



Annette setzt sich schon mal ans Steuer

Immerhin hat Annette noch nie in einer Ente gesessen, geschweige ist sie damit gefahren. Als erstes löst Herbert mal die Bremse, sodass wir das Auto in die Sonne schieben können. Alles ist so einfach und mechanisch. Die Ente schaukelt zuerst und dann lässt sie sich ganz leicht schieben.



das wird ihre allererste Fahrt in einer Ente

Dann zeigt Herbert der Fahrerin, wie sich die Seitenscheiben hochklappen lassen. Annette findet die Ente richtig klasse, auch die Farbe gefällt ihr gut. Aber mei, das Blech ist in der Sonne ja ruckzuck kochendheiß.



aber dann ist der Tank leer


 

Nachdem die Fotos dann im Kasten sind, schieben wir die Ente wieder zurück an ihren Platz, als wäre nichts geschehen. Den Rest des Tages verbringen wir dann wieder im Wasser und mit Nichtstun.

 

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