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Sonntag, 05. April 2020



so sieht es aus, wenn einem die Vorräte ausgehen

Wir hatten vorgestern vergessen zu erwähnen, dass der Nationale Ausnahmezustand, der bis 2. April galt, um weitere zwei Wochen verlängert wurde. Damit war ja absolut zu rechnen, und vielleicht hatten wir es deshalb zu erwähnen vergessen. Heute liest Herbert auf der Webseite des Auswärtigen Amts folgende Aktualisierung für Portugal: "Vom 9. bis einschließlich 13. April 2020 gilt ferner ein Verbot jeglicher Form von Ortswechsel außerhalb der Gemeinde (Município) des gewöhnlichen Aufenthalts, mit Ausnahme von Familienmitgliedern sind nicht mehr als zwei Personen pro Fahrzeug erlaubt und Versammlungen jeglicher Art sind auf maximal fünf Personen beschränkt. Der Flugverkehr wird mit wenigen Ausnahmen (u.a. Frachttransport, Humanitäre Hilfe, Repatriierungsflüge) eingestellt." Ja, hier nimmt man die Krise ernst, und wir glauben, dass Deutschland mit seiner Tralala-Einstellung und -Handhabung der Krise noch sein blaues Wunder erleben wird. Und dann wollen wir erst recht nicht im Vaterland sein. Annette taut am Vormittag den Kühlschrank ab, in dem es jetzt so schön übersichtlich aussieht. Heute gibt es noch die letzten Muscheln aus dem Eisfach. Unseren Plan, morgen einkaufen zu fahren, werden wie vielleicht auf Dienstag verschieben. Dann sind wir abgebrannt bis zum letzten. Keine Kartoffeln mehr, keine Zwiebeln, kein Gemüse, aber dafür noch immer jede Menge Nudeln und Reis. und das Brot, das die Nachbarn gestern mitgebracht hatten. Sie hatten uns gestern noch eine Packung Salat geschenkt, wollten eine Hühnersuppe machen und dazu hätte der Salat ja nicht gepasst. Was gibt es ansonsten neues an der Front? Viele Leser nehmen großen Anteil und haben großes Interesse an unserem Wohlergehen. A la "Haltet durch, dort im Süden seid ihr recht gut aufgehoben. Alles Gute und haltet durch."



und wieder ist ein Gallone leer (da links im Bild)

Auch schreiben uns die Leute von Teneriffa wieder. Sie schreiben: "Wenn ich das so lese, kommen mir ganz sorgenvolle Gedanken. Nämlich, in solchen Zeiten lernt man den Menschen wieder so kennen, wie er eigentlich wirklich ist. Jagt die Ausländer raus, die nur "Gäste" waren. Wer ihnen Unterschlupf gibt, wird bestraft. Die meisten wollen doch sowieso lieber nach Hause und können das gar nicht, weil alle in Panik geraten. Ihr würdet Euch wohl auch zu Hause wohler fühlen, wenn der Weg dahin nicht einem Horrortrip gleichen würde. Da muss man doch für die wenigen, die lieber bleiben möchten und eine Unterkunft haben, nicht so einen Film machen. Mallorca, die Kanarischen Inseln und viele andere werden ohne diese Touristen/Gäste wieder von ganz unten anfangen. In diesem Jahr wird es nichts mehr mit Urlaub in Portugal, Spanien usw. Die Menschen werden in ihrem Umfeld bleiben. Wer will in Urlaub fliegen mit genug Gesichtsmasken im Gepäck und wenn es im Hotel einen Corona-Verdacht gibt, bleibst du zwei Wochen im Zimmer. Man darf sich ja gar nicht mehr erkälten, dann hast du gleich Corona. Solange es keine Impfung gibt, ist der Tourismus tot. Und die Wohnmobilfahrer werden auch erstmal unter Schock stehen. Unser WoMo wird auch dieses Jahr im Winterlager bleiben. Alle "Gäste", die jetzt förmlich aus dem Land gejagt wurden, werden nicht so schnell wiederkommen und die Euros nur so in den Urlaubsländern verteilen. Denn das war jetzt der Supergau. Im Flughafen wird dann geprüft, ob du genug Masken und Handschuhe dabei hast, es wird Fieber gemessen und ein Gesundheitszeugnis von vorgestern verlangt?? Uns ist die Lust aufs Reisen jedenfalls vergangen. Wir bleiben auch weiterhin zu Hause." (also auf Teneriffa) "Ob man Euch dulden wird, wird wohl davon abhängen, wie sich die Infizierten-Zahlen bewegen. Ist man zufrieden, lässt man wohl eher Gnade walten. Sogar in Marokko werden viele WoMo's geduldet, haben auch Ausgangssperre auf den genehmigten Parkplätzen, aber werden versorgt und dürfen einkaufen. Es ist einfach ein Albtraum! Wir drücken Euch jedenfalls die Daumen und sind in Gedanken bei Euch! . . ."
 

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