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Dienstag, 25. April 2017



weiter geht es am frühen Vormittag

Was für ein herrliches Licht, das uns noch vor 6 Uhr aus dem Bett holt. Man glaubt gar nicht, dass es noch so früh ist. Wir können auch wieder früh starten und weiterfahren, immer an der Küste entlang. Viele Ortschaften bekommen wir heute nicht zu sehen; wir durchfahren nur Acharavi. Im Radio kommt Radio Tirana durch, und jetzt hören wir endlich mal die albanische Sprache. Bei unserer Fahrt durch Albanien gab es nämlich immer nur italienisches und griechisches Radio. Die albanische Sprache klingt irgendwie asiatisch - wie Chiao Shung, und Shao Shong und so. Das L wird gelallt und ist schwer nachzuahmen. Keinerlei Ähnlichkeit mit den anderen Ostblocksprachen, die ja bis auf rumänisch und ungarisch alle gleich sind. Die Straße ist so schlimm, dass man Kopfweh bekommen kann, aber irgendwann erreichen wir den Ort Sidári, der, was die Schilder angeht, wohl voll in englischer Hand ist. The Pump House - The Irish Pub - Sun's Daughter usw. Korfu ist irgendwie nicht so griechisch wie man sich das gedacht hat.



Durchfahrt durch Acharavi



wir erreichen den Ort Sidári

Im Ort biegen wir mal ab zum Megali Beach, aber der Strand ist wie überall bisher Kiesstrand. Und alles verkrautet. Das müssen die alles noch wegmachen, bis die Saison losgeht. Den Strand kann man hier vergessen, aber die Swimmingpools sind alle toll. Dann durchfahren wir Sidári auf dem Weg nach Peroulades, wo es eine schöne Sandsteinküste geben soll. Die Straße ist eng und es kommt uns gottlob niemand entgegen. Am Ende landen wir an der Sunset Bar oder Taverne, die eine wahrhaft grandiose Lage hat. Etwas weiter daneben wartet ein größerer Parkplatz auf uns, und man höre und staune (wir staunen jedenfalls), der gesamte Platz ist total sauber. Kein Fitzel Müll oder Plastikflasche oder -tüte. Hier stellen wir uns hin und staunen gleich nochmal, denn der Ausblick ist wirklich klasse. Es ist noch richtig früh, erst 10 Uhr Ortszeit. Nach dem Mittag wollen wir mal die Stufen hinuntersteigen, die steil zur Küste hinabgeht.



ein Blick auf den Megali Beach



Durchfahrt durch Sidári



Durchfahrt durch Peroulades



wir erreichen unser Ziel an der Sunset Taverne



ein Platz nur für uns

An der Sunset-Taverne wird noch gewerkelt, die ist noch nicht geöffnet. Die Stimmen der Arbeiter wehen zu uns herüber, und griechisch ist ja wirklich die schönste Sprache von ganz Europa. So warm und weich - wie Honig. Als wir dann losgehen, sehen wir, dass ein paar Besucher auf der Terrasse der Taverne sind, denn von da aus hat man die besten Ausblicke. Es gibt auch einen kleinen Glasbalkon oder eine Glasplattform, die frei über dem Boden schwebt. Herbert tut sich schwer mit seiner Höhenangst, und es ist auch unheimlich, durch den Glasboden nach unten zu schauen, aber für ein Foto stellt er sich dann doch auf. Anschließend steigen wir die Betonstufen hinunter. Wie brachial es nach unten geht. Man kann die Stufen kaum erkennen, alles sieht aus wie ein glatter steiler Weg in den Abgrund. Wieder diese Höhenangst. Aber die Sandsteinküste, die hier steil und strandlos ins Meer stürzt, ist absolut sehenswert. Jetzt einen Kaffee bei uns am Platz. Ein paar Leihwagen kommen an und ein Leihmotorroller. Das Paar steigt ab und steigt die Stufen zur Küste hinunter. Auf halbem Wege bleibt die Frau stehen und kann keinen Schritt mehr tun. Genau wie Herbert vorhin. Come on, sagt ihr Mann, kehrt zu ihr zurück, nimmt sie an die Hand und führt sie Stufe um Stufe bis fast ganz hinunter. Sie lässt ihn nicht mehr los; er muss einhändig Fotos machen. Es gibt also auch noch andere, die sich mit der Höhe schwertun. Wir finden, dass wir einen großartigen Platz gefunden haben und vielleicht bleiben wir morgen ja auch noch hier.


 



ein steiler Weg, später mit Treppe, führt hinunter an die Küste - da hinten links stehen wir



dieser Glasboden ist die Hauptattraktion hier



die Sandsteinküste von Peroulades


 



noch ein Blick auf die Sunset Taverne



ein Nachmittag zum genießen

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