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Freitag, 07. April 2017



immer südlicher geht es

Eine ruhige und milde Nacht liegt hinter uns. Wir merken, dass wir hier am Kanal keinen Internetempfang haben, was uns im Ausland eigentlich nur ganz selten passiert im Gegensatz zu Deutschland. Nach dem Frühstück fahren wir dann weiter. Vielleicht mal nach Rovinj? Wobei Herbert keine große Lust auf Rovinj hat. Rovinj - oder Rovigno auf italienisch - war früher unser Revier, als wir noch immer auf das FKK-Camp Valalta fuhren. Bis wir gemerkt hatten, dass es in Frankreich auch tolle FKK-Camps gibt, und die nicht so riesengroß sind wie die in Kroatien, wo die Camps richtige Ferienfabriken sind mit 2.000 Plätzen und mehr. Da war Kroatien für uns dann passé. Jetzt fahren wir nach Rovinj hinein. Die Parkplätze haben wieder überall Schlagbäume und Verbotsschilder für Wohnmobile. Selbst die Straße zur Altstadt hin hat einen Schlagbaum und ist wohl nur den Anliegern gestattet. Ganz außerhalb der Stadt gibt es einen Parkplatz für Busse und Wohnmobile. Aber es kommt gar kein Ticket aus dem Automaten. Es stehen auch keine Preise dran. Der Schlagbaum bleibt unten. Annette läuft mal auf den Platz, ob man irgendwo was lesen kann. Am Bezahlautomaten heißt es dann, dass die Stunde 25 Kuna (3,60 EUR) kostet. Stunde um Stunde, von 0 bis 24 Uhr. Und wir bräuchten bestimmt jeweils eine halbe Stunde hin in die Stadt und zurück. Da haben wir keine Lust drauf und pfeifen auf Rovinj.



ein Blick auf Rovinj

Wir halten noch bei den Supermärkten, die sich überall im Land ausgebreitet haben. Kaufen ein Brot und Eier und übertragen den Reisebericht. Dann fahren wir weiter südlich nach Pula. Pula ist bis auf das Amphitheater nichts besonderes, aber das Amphitheater können wir uns ja mal anschauen. Also so viele Schlagbäume wie in den letzten drei Tagen haben wir noch nirgends gesehen. Am Ende landen wir in Pula ganz außerhalb auf einer Brachfläche, wo zwei französische Wohnmobile stehen. Von dort gehen wir in die Stadt, vorbei an den vielen Reisebussen. Das Amphitheater ist ganz gut erhalten, kein Vergleich zu dem in Rom. Pula selbst hat wenig Charme, jedenfalls was wir so sehen. Wir gehen nicht in die Altstadt, sondern fahren weiter um die Halbinsel Istrien herum. Über Marčgjana und Labin geht es, und bald schon sehen wir auch die Küste wieder. Die Landschaft ist schön. Das Radio ist an, aber die Musik ist so, als würde man den ganzen Tag lang Eurovision Song Contest hören, nur dass die Titel nicht auf englisch, sondern in Landessprache sind. Wir haben noch keinen richtigen Draht gefunden zu dem Land. Herbert findet, dass ihm die portugiesischen Frauen besser gefallen als die Kroatinnen. Und die jungen Männer rennen alle in Jogginganzügen herum, mit dick ADIDAS oder PUMA oder sonstwas drauf.



Ankunft in Pula - wir sind am Amphitheater



das Amphitheater ist richtig gut erhalten



es geht durch schöne Landschaft


 


 


 



ein Blick auf Plomin



es geht schön an der Küste entlang

Wir fahren und fahren, bis wir auf einer Freifläche mit Blick aufs Meer von oben anhalten. Hier könnten wir eigentlich stehenbleiben, aber der Herbert will weiter. Also weiter. Bis Rijeka sind es noch 41km, und es ist nicht ganz 14 Uhr. Die Ortschaften werden immer schicker und mondäner, wie am Gardasee oder überhaupt in Italien. Und nirgends können wir jetzt noch anhalten. Hier und da sind sogar Schlagbäume, sodass man in gewisse Orte gar nicht hineinkommen kann. Dann kommt Opatija, dann Rijeka. Rijeka ist eigentlich ganz schön, bis auf die Werft, die sich mitten in der Stadt befindet und das Stadtbild etwas hässlich macht. Wir halten uns in Richtung Split, was ganz gut ausgeschildert ist. Straßennummer 8. Wir fahren und fahren, und es sind schon viel zu viele Eindrücke für einen einzigen Tag, fahren vorbei an Kraljevica und Crikvenica, bis wir auf der Küstenstraße 8 sind. Irgendwann, in Novi Vinodolski, sieht Herbert einen Platz am Meer, neben einem kleinen Hafen. Uff, geschafft. Es ist nach 16 Uhr, als wir hier ankommen. Wir stellen uns direkt ans Wasser und schwupp - sieht der Herbert einen Delphinrücken im Meer. Oder sind es Schweinswale? Da, noch einer. Annette sieht sie jetzt auch. Da . . . und da .. und da.. schon wieder. Das müssen sechs oder sieben Tiere sein. Was für eine Freude, sie mal in natura zu sehen. Die Sonne scheint, aber die Luft ist doch ziemlich frisch. Trotzdem sitzen wir an der offenen Tür und erholen uns von der Fahrt. Der Blick aufs Meer und die Küste ist wirklich großartig. Hier jagt uns bestimmt auch keiner weg.



Durchfahrt durch Rijeka



Rijeka ist hier und da richtig mondän



hier wollen wir übernachten - in Novi Vinodolski



drüben ist Novi Vinodolski



als die Delphine kommen , ist Herbert bereit mit der Kamera



Champignons und dazu Rühreier



der Himmel wird knallrot

 

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