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Sonntag, 30. April 2017



der Strand von Kanáli ist endlos lang

Wir wollen heute noch hierbleiben, denn so schön am Strand kann man ja auch nicht überall stehen. Gegen Mittag gehen wir auch mal nach Kanáli, wo es ein paar ganz nette Ferienhäuser und -apartments gibt. Auch einige Tavernen und Cafés, die gut besucht sind, denn morgen ist ja auch in Griechenland Feiertag. Am Ende landen wir aber bei uns am Strand in der Strandbar namens Mango Beach Experience. Als wir zurück am Platz sind, sehen wir, dass wir neue Nachbarn bekommen haben, Leute aus dem Rosenheimer Raum, die sich jetzt so langsam auf den Heimweg machen mit ihrem Hymer. Wir reden eine ganze Weile mit ihnen, und so geht der Nachmittag dahin. Es sind auch Franzosen gekommen, die mit ihren Fallschirmen mit Motor jede Menge Krach machen und aufsteigen in den Himmel. Na, bis zum Abend werden sie ja wieder weg sein. Das Meer ist heute nicht ganz so ruhig, und es sind auch schon die ersten Leute im Wasser. Das Wasser hat derzeit 17°C. Wir verbringen wieder einen netten Nachmittag bei uns am Platz und haben auch keine Eile mit dem Weiterziehen. Auf jeden Fall wollen wir dann Inselhüpfen machen, von Lefkada mit der Fähre nach Kefalinia und dann mit der Fähre rüber nach Kyllini auf den Peloponnes. Vielleicht können wir da ja auch schon die Badesaison einläuten. Ansonsten von da aus immer weiter südwärts.



Esel sind immer so lieb und kein bisschen störrisch



wir sind in der Strandbar - Mango Beach Experience


 



nachmittags kommen die Fallschirmleute mit viel Getöse

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Samstag, 29. April 2017



ein Blick auf die Marina von Platariá

Heute früh ist das Wetter so, wie es schon für gestern vorhergesagt wurde. Der Himmel ist zugezogen, alles grau. Wir gehen dann mal nach Platariá, um eine Bäckerei zu finden. Der Ort ist wirklich nett; es gibt einige Tavernen und Cafés hier, und in der Saison ist bestimmt einiges los hier. Zumal man hier auch Segelboote chartern kann; eine ganze Flotte liegt in der Marina. Am späten Vormittag fahren wir dann weiter in Richtung Süden. Die Straße ist eine echte Erholung von Korfu und bis auf wenige Teilstücke, die noch alt sind, in sehr gutem Zustand. Es geht vorbei an Karteri und Mesopótamo und Vrachos, bis wir kurz hinter Kanáli ein Schild für einen Strand - den Kanali Beach - sehen. Wir biegen ab und finden uns an einem Sandstrand wieder. Die Wellen kommen all einzeln an den Strand und das hört sich immer gut an. So beruhigend. Es geht ein Lüftchen, für das wir dankbar sind. Später wird es drückend warm, aber als sich der Himmel dann richtig zuzieht, ist es draußen herrlich erträglich. Unsere Freunde setzen heute mit der Fähre von Dänemark nach Island über, drei Tage auf See bis 2. Mai. Wir schicken ihnen noch eine SMS und wünschen ihnen eine gute Überfahrt, gutes Essen und wenig Seegang. Ihre Dankeschön kommt prompt zurück. Später machen wir noch die Flasche Wein leer. Mal schauen, ob wir schon morgen rübergehen nach Lefkada und auf die gleichnamige Insel. Vorher würde es noch durch einen Tunnel gehen, der unter dem Meer entlangführt.



die Kirche von Platariá war gestern Abend beleuchtet



wir bummeln mal durch den Ort


 



Segelboote können auch gechartert werden



die Fischer legen nie die Hände in den Schoß



man angelt ja nicht um der Fische willen, sondern für den Seelenfrieden


 



weiter geht unsere Fahrt



hier, am Kanali Beach, haben wir uns niedergelassen

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Donnerstag, 27. April 2017



hier in Agios Stéfanos kaufen wir Brot

Heute wollen wir mal weiterziehen, aber zuerst brauchen wir Brot. Wir fahren zurück nach Sidári, aber im kleinen Supermarkt haben sie noch keines. Es ist schon halb neun. Wir fahren weiter nach Agios Stéfanos, wo es im kleinen Supermarkt auch keines gibt. man sagt uns, dass es am Ende der Straße eine richtige Bäckerei gebe. Dort kaufen wir dann welches und biegen ab in Richtung Afiónas, nicht zu verwechseln mit Avliotes, das es hier auch gibt. Ganz schön mühselig alles, denn die Straßen auf Korfu bestehen fast nur aus Kurven und Schlaglöchern. Dann kommen wir an eines der wenigen Ausschilderungen. Es besagt: links nach Magoulades und rechts nach Kérkyra. Annette kann ja keine Karten lesen und hat auch keinen Orientierungssinn, aber sie findet, dass die Straße laut Karte erst hinter Magoulades abgeht in Richtung Afiónas, nicht davor. Herbert meint, dass wir in die andere Richtung fahren sollten. Wir fahren dann aber durch Magoulades, das am Berg klebt und in sechs oder sieben extrem steilen Serpentinen steil abfällt. In mancher Serpentine muss Herbert sogar nachsetzen und kommt nicht in einem Rutsch rum.

Irgendwann merkt auch Annette, dass das nicht die richtige Route ist. Herbert will umkehren, aber Annette weigert sich, die ganzen Serpentinen wieder hinaufzuquälen. Sie hat keine Lust mehr auf Afiónas und überhaupt auf die ganze Insel. Und so fahren wir in einem ziemlichen Bogen bis Sidári von heute Vormittag zurück und nehmen einen neuen Anlauf nach Agios Stéfanos usw. Kurz vor Stéfanos besagt ein Schild, dass rechts in 3km Stéfanos kommt. Da sind wir vorhin nicht abgebogen. Wir streiten, welche Route wir denn jetzt nehmen sollen, die alte oder die neue? Als Herbert auf der alten nach wenigen Metern umkehren will, obwohl Annette sagt, dass es ihr Fehler ist, wenn sie auf die neue gehen wollte und das jetzt nicht mehr will, fängt sie an zu heulen, aber so richtig. Sie kann nicht mehr. Die Scheißstraßen und alles. Mit dem riesigen Phoenix von 8,50m hat man sich das Leben nicht so schwer gemacht und sich diesen ganzen Mist angetan. Dann stehen wir wieder vor dem Schild Magoulades und Kérkyra. Diesmal biegen wir richtig ab, und ein kleines Schild besagt, dass Fahrzeuge über 5m nicht nach Magoulades hineindürfen. Blöde Serpentinen.



die Fahrt ist mühsam



wir erreichen Afiónas

Als wir Afiónas erreichen, sehen wir das Meer von oben. Hier soll es ja endlich Sandstrände geben. Bisher hatten wir ja nur Kiesstrände gesehen. Aber wir haben jetzt beide keine Lust mehr, weiter auf Korfu zu bleiben. Korfu ist keine Insel für Wohnmobilisten. Und es ist auch nicht so, als hätten wir noch nie Sandstrände gesehen. Wenn man weiß, wo die schönen Gegenden sind, warum soll man sich da in schlechten aufhalten? Mitten in Afiónas hört die Straße auch ganz auf; wir müssen eh umkehren. Wir halten jetzt auf Korfu-Stadt zu, tanken unterwegs noch für 1,26 EUR/L Diesel, während der Diesel ansonsten bei 1,33 bis 1,36 und in einem kleinen Kaff sogar bei 1,49 EUR gelegen hat. Dann fahren wir nach Korfu-Stadt hinein, wo wir uns wieder auf den Parkplatz beim Hafen stellen. Der Platz ist voll, aber es fährt gerade jemand weg. Dann gehen wir in die Stadt, immer die Uferstraße entlang. Diesmal will man, dass wir mit diesen roten Sightseeing-Bussen fahren wollen. Wir gehen nur bis zu diesem Park - der Esplanade - wo wir uns das halbkreisförmige Denkmal mit den sieben Bronzereliefs anschauen wollen, die an die Vereinigung der Ionischen Inseln mit Griechenland in 1864 erinnern. Als wir wieder daheim sind, ist der Parkplatz fast ganz leer. Wir bleiben für die Nacht hier.



mitten in Afiónas endet die Straße in einer Sackgasse



wir müssen umkehren



hier bei Afiónas soll es Sandstrände geben



wir sind zurück in Korfu-Stadt



und wieder hat ein dicker Pott festgemacht- die Majestic Princess



wir bleiben auf der Uferstraße


 



ein Blick auf die alte Festung von Korfu-Stadt



am Eingang zum Museum Für Asiatische Kunst


 



am Denkmal zur Erinnerung an den Anschluss der 7 ionischen Inseln an Griechenland



Kefalinia - eine der sieben ionischen Inseln



wir treten den Heimweg durch die Gassen an

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Freitag, 28. April 2017



hier entlang in den Hafen von Korfu-Stadt

Wir überlegen trotzdem noch hin und her, ob wir noch weiterhin auf der Insel bleiben sollen? Die Südhälfte gibt ja eh nicht mehr viel her, und wir wollen diesmal auch die Fähre von Korfu-Stadt aus nehmen, um noch den Blick auf die Stadt vom Wasser aus zu haben. Lust auf Korfu haben wir keine mehr, und so machen wir es kurz und fahren in den Hafen, kaufen das Ticket und warten, dass die Fähre ablegt. Am Ticketschalter will man uns das Ticket für 48 EUR verkaufen, obwohl es am Sonntag noch 41 EUR geheißen hatte. Es ist derselbe Verkäufer. Annette sagt ihm das und bums, zerreißt er das 48 EUR-Ticket und stellt eines für 41 EUR aus. Geht doch. Die Fähre ist dann die Ágia Eirini - die heilige Irene, die ein alter Seelenverkäufer ist. Alles an Bord rappelt und rüttelt und macht eine ziemliche Unruhe. Der Blick auf Korfu-Stadt ist grandios - den haben ja auch die vielen Leute, die täglich mit Kreuzfahrtschiffen ankommen. Gerade kommt schon wieder ein dicker Pott hinein.



es geht an Bord der Ágia Eirini (gesprochen A-ija Irini)



wir verlassen Korfu



ein letzter Blick auf die neue Festung von Korfu-Stadt bzw. Kérkyra



die Skyline von Korfu-Stadt hat italienisches Flair

Während der zwei Stunden der Überfahrt denken wir an die Insel zurück. Ein paar schöne Ecken haben wir ja doch gesehen, aber die Fahrerei auf der Insel war zu mühselig. Wenn man mit dem Flugzeug anreist, ist es bestimmt alles viel besser, aber unsere Lieblingsinsel ist Korfu bestimmt nicht geworden. Man wurde auch ständig und überall nur auf englisch angesprochen (Hello, good morning, how are you?) , sodass man gar nicht das Gefühl hat, man sei überhaupt in Griechenland. Die Überfahrt ist kurzweilig und wir sind fast immer allein auf dem Oberdeck, obwohl die Fähre rappelvoll von Autos und LKWs ist. Punkt 12 Uhr legen wir in Igoumenitsa an und fahren direkt zum Büro von Linos Travel, wo wir fragen, ob wir den Apple ans Stromnetz hängen dürfen? Wir dürfen, fahren in der Zwischenzeit zur Waschanlage in nördlicher Richtung, waschen das Auto, trödeln noch etwas herum und sind punkt 14 Uhr wieder bei Linos Travel, die jetzt in die Mittagspause gehen. Dann verlassen wir Igoumenitsa und gehen auf die Straße gen Süden, laut Beschilderung Richtung Sívota. Das Schild kann man missverstehen und prompt finden wir uns auf der Abbiegung in den abgesperrten Hafen wieder. Kurz davor kann man zu einem Parkplatz abbiegen, was wir auch tun und eine Ehrenrunde drehen. Als wir wieder an der Beschilderung sind, sehen wir, wie zwei Autos, Holländer und Polen, auch falsch abbiegen. Wird wohl allen so ergehen wie uns.



ein letzter Blick auf die alte Festung


 


 



wir haben das Oberdeck fast für uns allein



Igoumenitsa kommt in Sicht



proppevoll ist das Fahrzeugdeck



die Ágia Eirini hat uns gut rübergebracht



erstmal in die Autowäsche



es geht die Küstenstraße entlang gen Süden



Ankunft in Platariá



diesen Blick haben wir von unserem Platz aus

Die richtige Straße nach Süden ist herrlich breit und heil. Es geht an der Küste entlang und nach wenigen Kilometern sehen wir einen hübschen Ort am Meer. Wir biegen mal ab und landen so in Platariá. Auf einem kleinen Kai in der Marina steht ein Kastenwagen, und im Ort ein Wohnmobil aus Frankreich, sonst kein anderes. Wir fahren ganz ans Ende von Platariá, wo es eine Mole gibt, auf die wir fahren können. Was für ein nettes Plätzchen, genau das, was wir immer gesucht und auf Korfu nie so richtig gefunden haben. Es ist verdammt heiß, und da sind wir froh, dass ein schöner Wind geht. Der Wind heult durch die Takelagen der Segelboote und hört sich an wie in einem bösen Märchen, wenn es gruselig wird. Nur, dass der Wind schön warm ist. Wir setzen uns nach draußen und haben viel Freude an diesem Platz.



so stehen wir auf der Mole

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Mittwoch, 26. April 2017



heute gibt es frischgepressten Orangensaft

Seit wir auf der Insel sind, gibt es immer irgendwo einen Hahn, der kräht. Heute früh gibt es auch mal frischen Orangensaft zum Frühstück. Wir beschließen, heute hierzubleiben, zumal der Himmel heute, im Gegensatz zu gestern, als er bis Mittag total verhangen war, gleich schon am Morgen strahlend blau ist. Wir machen heute einfach mal nix außer vielleicht Haareschneiden. Wir sitzen den ganzen Tag draußen in einer Wolke aus Kamille, die hier überall wächst wie Unkraut. Die Sonne lässt heute schon mal ahnen, was uns für ein heißer Sommer bevorsteht. Wenn nur erst die Badesaison anfängt. Am Abend kommen wieder viele Ausflügler hierher, um sich den Sonnenuntergang anzuschauen. Sie werben ja damit, dass der Strand - der Logas Beach- der Sunset Beach ist. Aber na ja, die Sonne geht hinter einer kleinen Insel unter und taucht nicht ein ins Meer.


 



die Sonne geht hinter der Insel unter

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