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Mittwoch, 27. April 2016



wir fahren die zehn Kilometer zurück nach Triest

So gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Triest zum Hafen. Rückblickend haben wir hier in Koper ja doch ganz gut gestanden, nahe zur Altstadt, und sogar ein freies WIFI hatten wir. Jetzt geht es also wieder durch die Höhenbegrenzung von 2,60m und dann direkt auf die Autobahn nach Triest. Sind ja nur 10km Fahrt. Hin zum Minoan-Lines-Terminal, wo wir vor einer Schranke zum Stehen kommen. Annette geht mal zum Wachhäuschen, aber der Bedienstete ist beschäftigt. Ein LKW kommt angerollt, und Herbert fährt rückwärts aus der Spur, um ihm Platz zu machen, denn vielleicht hat er ja ein Ticket, das ihm die Schranke öffnet. Da brüllt der Bedienstete los und flippt total aus. Annette sagt ihm, dass wir unsere Tickets ja noch nicht hätten und ob er die Schranke öffnen könne. Passports - blafft er sie an und schmeißt sein Telefon auf den Tisch. Er sagt, dass er Probleme mit dem Zoll hätte. Not my problem, though, antwortet Annette ihm und wird jetzt auch unfreundlich. Er will, dass wir durch die Schranke fahren und uns auf den angrenzenden Parkplatz stellen. Das machen wir und wollen uns jetzt erstmal umschauen, wo was ist, der Ticketschalter und alles. Da kommt er angerannt und brüllt uns wieder an, wir sollen woanders parken. Okay, okay, okay, sagt Annette und tut, als hätte sie es mit einem Irren zu tun.



Ankunft am Minoan Lines Terminal - vor verschlossener Schranke

Dann sehen wir auch schon die Reihen, wo sich die Fahrzeuge entweder für Igoumenitsa oder Patra einreihen. Unsere Tickets für die Hinfahrt sind ja für Igoumenitsa ausgestellt, aber mittlerweile wollen wir nach Patra und von da aus weiter nach Kreta, über Gythion. Wir hatten daheim auch schon darum gebeten, dass man unsere Tickets umbucht, aber dann hatte es geheißen, dass mit dieser Umbuchung der Frühbucherrabatt hinfällig würde und wir die Differenz zu zahlen hätten. Das wollen wir natürlich nicht gern, zumal der Fährpreis immer gleich ist, egal, wo man aussteigt. Jetzt hier, beim Ticketschalter von Minoan Lines sehen wir auf einem Tisch, wo die Fährkataloge in diversen Sprachen ausliegen, ein Pappschild liegen mit PATRAS darauf. So ein Pappschild muss später ein jeder vorne hinter die Windschutzscheibe legen, damit die Einweiser wissen, auf welches Parkdeck an Bord man kommt. Na, da ist unser Problem mit Patra doch gelöst, oder? Jetzt heißt es aber erstmal, warten, warten, warten, denn es ist erst 16 Uhr. Um Mitternacht öffnet der Ticketschalter erst. 



das lange Warten beginnt

Wir kommen auch noch ins Gespräch mit einem Paar aus Offenbach. Ältere Leutchen, die schon seit 20 Jahren mit ihrem Wohnwagen nach Griechenland fahren. Um 18 Uhr fängt es an zu regnen, und wie. Es wird auch ziemlich kalt, sodass wir die Heizung anhaben müssen. Annette packt die Tasche für die Fähre, Pyjamas, zwei Handtücher, eine Flasche Wasser, die Badelatschen. Dann legen wir uns aufs Bett. Als wir um Mitternacht zum Ticketschalter gehen, ist es bitterkalt draußen und die Leute sitzen in ihren Autos und lassen den Motor laufen wegen der Heizung. Wir fragen jetzt trotzdem mal, ob wir bis Patra auf der Fähre bleiben können. Ja, überhaupt kein Problem. Es ist dann 1:25 Uhr, als wir auf die Fähre fahren. Alles geht ruckzuck, und als wir an der Rezeption auf Deck 7 sind, zeigt die Uhr 2:35 Uhr. Haben sie also schon die griechische Zeit an Bord. Man bringt uns zur Kabine auf Deck 9, wo wir unsere Sachen ablegen und dann eine kleine Runde über die Fähre tun wollen. Immer wieder begegnen wir den beiden Offenbachern, die die Fähre in- und auswendig kennen. Wir wollen jetzt auch nicht mehr warten, bis die Fähre ablegt, zumal auf dem Oberdeck das Regenwasser knöcheltief steht. Wir gehen zu Bett und sind froh, dass wir ein Bett für die Nacht haben und nicht im Pullmannsitz ausharren müssen.



um 1:25 Uhr geht es auf die Fähre



rauf auf die Rampe und aufs richtige Parkdeck



wir drehen eine erste Runde übers Schiff



alles, was man braucht für zwei Nächte



so sieht sie aus, unsere Kabine

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