d04.jpgd06.jpgd07.jpgd13.jpgd14.jpgd10.jpgd19.jpgd02.jpgd01.jpgd21.jpgd08.jpgd18.jpgd11.jpg

Samstag, 30. April 2016



unser Frühstückstisch, aber dann wird der Wind zu arg

Das Meer haben wir die ganze Nacht lang gehört. Heute früh ist es ziemlich windig, und das Frühstück, das wir eigentlich draußen einnehmen wollen, verlagern wir auf halber Strecke nach drinnen, weil uns sonst alles um die Ohren fliegt. Anschließend sitzen wir wieder draußen. Im Windschatten ist es richtig schön, und wir müssen sogar die Sonnencreme hernehmen. Die Sonnencreme riecht immer schon so nach Sommerferien. Am frühen Nachmittag laufen wir auch mal am Strand entlang in Richtung Camping Melissa. So mit nackten Füßen ist der Sand jetzt schon fast zu heiß. Auf dem Camp Melissa stehen nur fünf oder sechs Wohnmobile und Wohnwagen. Überhaupt noch nichts los, und das Restaurant, wo wir früher immer so gern gegessen hatten, ist geschlossen und noch so richtig winterlich verpackt mit Folien und Stricken usw. Wir laufen dann weiter zum Robinson Club, aber auch dort ist noch alles geschlossen. Fängt die Saison hier so spät an oder läuft einfach nichts mehr? Wir kehren dann in der Polo Beach Bar auf einen Kaffee und ein paar Pommes frites ein. Auch da sind nur zwei griechische Familien zu Gast. Dann sind wir wieder daheim, wo wir einen Salat fürs Abendessen zubereiten. Gegessen wird draußen, und später wird noch eine kleine Flasche Rotwein (0,375L) geköpft. Die letzte Flasche Wein aus dem Alentejo in Portugal. Nachdem die Sonne untergegangen ist, wird es deutlich kühler und es kommen plötzlich so kleine Gewitterfliegen an. Wir gehen nach drinnen und hören griechische Musik im Radio. Herrlich.



der Sand ist jetzt schon fast zu heiß



der Strand von Killini ist traumhaft schön und endlos lang



wir laufen über das Camp Melissa



im Robinson Club ist auch noch nichts los



alles ist sehr schön angelegt



heute Abend ein Glas Wein


 



unsere letzte Flasche Wein aus dem Alentejo

back       |      next

Freitag, 29. April 2016



wir erreichen Igoumenitsa in strömendem Regen

Um 5 Uhr kommt die Durchsage in fünf Sprachen, dass diejenigen Passagiere, die in Igoumenitsa aussteigen, ihre Kabinen jetzt zu verlassen hätten. Die Durchsage wird mehrmals wiederholt, sodass an Schlaf nicht mehr zu denken ist. Wir stehen also recht bald auf und packen schon mal unsere Tasche, die wir nachher, wenn die Parkdecks öffnen, wegbringen wollen. Dann sind wir nachher beweglicher. Gegen 7 Uhr macht die Fähre in Igoumenitsa fest. In strömendem Regen. Wenn wir uns vorstellen, wir hätten jetzt von Bord gehen sollen. Stattdessen begeben wir uns zum Frühstück im Restaurant, wo man uns bedient und alles an den Tisch bringt, was zu einem Frühstück gehört. Alles für 9 EUR bzw. dann ja 6,30 EUR mit dem Rabatt. Die Offenbacher und wir sind die einzigen im Restaurant, alle anderen sind im Self Service.



jetzt lassen wir es uns beim Frühstück gutgehen



alles wird an den Tisch gebracht



der Regen hat aufgehört


 



unsere Fähre - die Cruise Olympia Highspeed - hat sogar diese Superfast überholt



Patra kommt in Sicht



Kalimera Patra!



die Fähre macht fest



es geht zügig von Bord

Der Regen bleibt uns noch lange erhalten, aber als wir in Patra anlegen, sieht der Himmel deutlich besser aus. Von Bord kommen wir dann recht schnell. Als erstes wollen wir in Patra ein Geschäft von WIND finden, wo wir uns eine SIM-Karte und einen Stick kaufen wollen. In Patra ist das Verkehrsaufkommen immer katastrophal, an einen Parkplatz ist nicht zu denken. Wir wollen das Fahrzeug auch nicht verlassen; Annette soll allein zu WIND gehen. Wir vereinbaren, dass Herbert zurückfährt zur Uferstraße und versucht, da irgendwo zu parken. Als wir am WIND vorbeifahren, springt Annette also raus. Die SIM-Karte kostet dann 14,90 EUR mit 3GB Startguthaben, der Stick kostet 22 EUR (Ist gerade im Angebot, sonst 27 EUR). Später kosten 5GB 15 EUR. Das Gespräch verläuft auf englisch, aber ganz zum Schluss sagt Annette evcharistó polí (vielen Dank). Da lacht die Verkäuferin und sagt, auf deutsch: Auf Wiedersehen. (Und wir hatten die Befürchtung, die Griechen würden uns Deutsche hassen oder ablehnen.) Annette läuft dann die Geschäftsstraße zurück und zufällig biegt sie schon jetzt ab in Richtung Uferstraße. Sie glaubt nicht, dass Herbert hier schon irgendwo steht und läuft dann direkt an ihm vorbei. Er muss nach ihr rufen.



wir stürzen uns ins Gewimmel von Patra

So, jetzt erstmal zum Lidl, wo wir Mineralwasser kaufen wollen. Es wimmelt da von Zigeunerkindern, die einen anbetteln und nicht abzuschütteln sind. Ein blöder erster Eindruck von Griechenland. Dann fahren wir in Richtung Killini, nach ein paar Dörfern biegen wir aber ab auf die New National Road. Also die Dörfer und die Häuser sehen alle richtig adrett aus, man merkt so nicht, dass das Land seit 2010 extrem sparen muss. Die Straßen sind überwiegend gut. Was uns am meisten auffällt: Es liegt gar kein Müll mehr am Straßenrand. Früher hatten Plastikflaschen und Bierdosen und Tetrapacks kilometerlang im Straßengraben gelegen. Jetzt ist es, als hätten die Griechen mal ganz gründlich ihr Land aufgeräumt. Überhaupt ist alles schön grün und blumenreich. Richtig hübsch alles. Blöd nur, dass unsere große Kamera fast alle Fotos verschwommen aufnimmt. Irgendwas stimmt da nicht. Der Diesel kostet übrigens zwischen 0,96 EUR und 1,02 EUR. Es gibt auch fast überall Autogas, LPG.



auf geht es in Richtung Süden - Durchfahrt durch Vrahneika

Irgendwann erreichen wir unseren Zielort - Kastro Killinis. Auch hier in Kastro sieht alles nett aus. Der Bäcker, der Metzger, der Gemüseladen - alles noch da. Die alten Männer sitzen vor dem Café. Auch die Tavernen existieren alle noch. Alles wie vor sieben Jahren. Jetzt fahren wir hinunter zum Strand von Killini. Auch hier ist alles sauber und überraschend gut. Drei Wohnmobile stehen am Strand. Mit unseren unmittelbaren Nachbarn, Bad Tölzern, kommen wir ins Gespräch. Sie kommen auch gerade erst von der Fähre. Der Herbert stellt dann Tisch und Stühle raus, und dann essen wir früh zu Abend. Es ist herrlich warm in der Sonne. Wir stecken natürlich in kurzen Hosen. Ein schöner Sonnenuntergang wartet noch auf uns. Besser kann unser erster Tag in Griechenland eigentlich nicht sein.



Ankunft am Strand von Killini

back       |      next

Mittwoch, 27. April 2016



wir fahren die zehn Kilometer zurück nach Triest

So gegen Mittag machen wir uns auf den Weg nach Triest zum Hafen. Rückblickend haben wir hier in Koper ja doch ganz gut gestanden, nahe zur Altstadt, und sogar ein freies WIFI hatten wir. Jetzt geht es also wieder durch die Höhenbegrenzung von 2,60m und dann direkt auf die Autobahn nach Triest. Sind ja nur 10km Fahrt. Hin zum Minoan-Lines-Terminal, wo wir vor einer Schranke zum Stehen kommen. Annette geht mal zum Wachhäuschen, aber der Bedienstete ist beschäftigt. Ein LKW kommt angerollt, und Herbert fährt rückwärts aus der Spur, um ihm Platz zu machen, denn vielleicht hat er ja ein Ticket, das ihm die Schranke öffnet. Da brüllt der Bedienstete los und flippt total aus. Annette sagt ihm, dass wir unsere Tickets ja noch nicht hätten und ob er die Schranke öffnen könne. Passports - blafft er sie an und schmeißt sein Telefon auf den Tisch. Er sagt, dass er Probleme mit dem Zoll hätte. Not my problem, though, antwortet Annette ihm und wird jetzt auch unfreundlich. Er will, dass wir durch die Schranke fahren und uns auf den angrenzenden Parkplatz stellen. Das machen wir und wollen uns jetzt erstmal umschauen, wo was ist, der Ticketschalter und alles. Da kommt er angerannt und brüllt uns wieder an, wir sollen woanders parken. Okay, okay, okay, sagt Annette und tut, als hätte sie es mit einem Irren zu tun.



Ankunft am Minoan Lines Terminal - vor verschlossener Schranke

Dann sehen wir auch schon die Reihen, wo sich die Fahrzeuge entweder für Igoumenitsa oder Patra einreihen. Unsere Tickets für die Hinfahrt sind ja für Igoumenitsa ausgestellt, aber mittlerweile wollen wir nach Patra und von da aus weiter nach Kreta, über Gythion. Wir hatten daheim auch schon darum gebeten, dass man unsere Tickets umbucht, aber dann hatte es geheißen, dass mit dieser Umbuchung der Frühbucherrabatt hinfällig würde und wir die Differenz zu zahlen hätten. Das wollen wir natürlich nicht gern, zumal der Fährpreis immer gleich ist, egal, wo man aussteigt. Jetzt hier, beim Ticketschalter von Minoan Lines sehen wir auf einem Tisch, wo die Fährkataloge in diversen Sprachen ausliegen, ein Pappschild liegen mit PATRAS darauf. So ein Pappschild muss später ein jeder vorne hinter die Windschutzscheibe legen, damit die Einweiser wissen, auf welches Parkdeck an Bord man kommt. Na, da ist unser Problem mit Patra doch gelöst, oder? Jetzt heißt es aber erstmal, warten, warten, warten, denn es ist erst 16 Uhr. Um Mitternacht öffnet der Ticketschalter erst. 



das lange Warten beginnt

Wir kommen auch noch ins Gespräch mit einem Paar aus Offenbach. Ältere Leutchen, die schon seit 20 Jahren mit ihrem Wohnwagen nach Griechenland fahren. Um 18 Uhr fängt es an zu regnen, und wie. Es wird auch ziemlich kalt, sodass wir die Heizung anhaben müssen. Annette packt die Tasche für die Fähre, Pyjamas, zwei Handtücher, eine Flasche Wasser, die Badelatschen. Dann legen wir uns aufs Bett. Als wir um Mitternacht zum Ticketschalter gehen, ist es bitterkalt draußen und die Leute sitzen in ihren Autos und lassen den Motor laufen wegen der Heizung. Wir fragen jetzt trotzdem mal, ob wir bis Patra auf der Fähre bleiben können. Ja, überhaupt kein Problem. Es ist dann 1:25 Uhr, als wir auf die Fähre fahren. Alles geht ruckzuck, und als wir an der Rezeption auf Deck 7 sind, zeigt die Uhr 2:35 Uhr. Haben sie also schon die griechische Zeit an Bord. Man bringt uns zur Kabine auf Deck 9, wo wir unsere Sachen ablegen und dann eine kleine Runde über die Fähre tun wollen. Immer wieder begegnen wir den beiden Offenbachern, die die Fähre in- und auswendig kennen. Wir wollen jetzt auch nicht mehr warten, bis die Fähre ablegt, zumal auf dem Oberdeck das Regenwasser knöcheltief steht. Wir gehen zu Bett und sind froh, dass wir ein Bett für die Nacht haben und nicht im Pullmannsitz ausharren müssen.



um 1:25 Uhr geht es auf die Fähre



rauf auf die Rampe und aufs richtige Parkdeck



wir drehen eine erste Runde übers Schiff



alles, was man braucht für zwei Nächte



so sieht sie aus, unsere Kabine

back       |      next

Donnerstag, 28. April 2016



der Tag beginnt auf der Cruise Olympia

Bei so einer Innenkabine ohne Tageslicht weiß man natürlich nicht, wie spät es eigentlich schon ist. Und so sitzt Annette erst um 7:35 Uhr unserer Zeit am Schreibtisch. Um 8:15 Uhr (9:15 Uhr auf der Fähre) kommt die Durchsage, dass die Frühstückszeit in zehn Minuten endet. Ganz schön hart, wenn wir alle doch erst gegen 3 Uhr zu Bett gingen. Dafür war die Nacht schön ruhig; die Maschinengeräusche hatten wir überhaupt nicht gehört, es ist nur so ein leichtes Vibrieren im Bauch. Im Liegen hatten wir auch überhaupt nicht gemerkt, wie sehr das Schiff rollt und hin- und hergeht. Im Sitzen und Stehen torkeln wir dafür ganz schön. Das Frühstück haben wir also verpasst, und bis Ancona ist es nicht mehr lang; dort legen wir zwischen 13 und 14 Uhr an. Dann öffnen das Restaurant und das Self-Service-Restaurant. Wir wissen ja, dass die Preise fürs Essen auf den griechischen Fähren immer gesalzen sind, und selbst mit dem 30% Gutschein aufs Essen und Trinken zahlen wir (im Self-Service) noch 21,30 EUR für Pommes mit Schweinesteak, eine Portion Mousaka und 0,33L Limonade. Mehrmals laufen wir übers Schiff, um uns die Zeit zu vertreiben, trinken uns auch mal einen Kaffee oben auf Deck. Kalt ist es überhaupt nicht, aber ganz trist und traurig am Himmel, als ließe uns der Sommer im Stich. Abends essen wir im Self-Service nur je eine Portion Pommes und gehen dann früh zu Bett. So eine Fährfahrt kann ganz schön zäh sein.



Ankunft in Ancona



wir können ohne Jacken sein



diese Fahrzeuge wollen mit an Bord kommen



bald hat das Warten ein Ende

back       |      next

Dienstag, 26. April 2016



es gibt auch einen Stellplatz für 4 EUR, aber wir ziehen jetzt nicht mehr um

Heute ist es wärmer als gestern, weil der Wind nicht so kalt ist. Wir wollen auch wieder unterwegs sein, und wer weiß, vielleicht finden wir ja doch noch eine Möglichkeit zum Essengehen. Gestern hatten wir zwei winzige Restaurants gesehen, die wie Studentenkneipen aussahen. Aber vielleicht gibt es ja doch noch dieses oder jenes. Erstmal schauen wir in einen der vielen Einkaufspaläste - Planet Tus. Sind ja heute doch alle gleichgeschaltet in ganz Europa, und immer die gleichen Modeketten drinnen. Dann laufen wir wieder die Cevljarska Ulica entlang, wie gestern, und heute halten wir mal bei der kleinen Taverne von Bepi an. Sieht drinnen so gemütlich aus, sodass wir uns jetzt hineinsetzen und das Tagesmenu bestellen, das aus einem Fisch- oder Fleischgericht à 6,80 EUR besteht. Ist alles richtig bodenständiges Essen, das auf Platten ausliegt und das man dann aussuchen kann. Schmeckt auch richtig gut, und das winzig kleine Restaurant füllt sich über die Mittagszeit mit Gästen. Zum Schluss nehmen wir noch zwei Cappuccini und ein Stück Kuchen, das ähnlich einem Apfelstrudel ist, aber mit Mohn gefüllt. Für alles haben wir am Ende 18,60 EUR  zu zahlen, und ein Wasser und ein Wein waren ja auch noch dabei. Jetzt müssen wir unsere Pfunde abarbeiten und laufen wieder zum Hafen, von wo aus wir dann in einem großen Bogen wieder heimgehen. Vorbei an der Stara Ulica (Alte Straße) bzw. der Calle Vecchia. Zum Abend kommt wieder ein Wind auf, der uns aber nichts weiter ausmacht. Morgen geht es dann zum Hafen von Triest.



im Planet Tus Einkaufstempel



Eindrücke von Koper



hier - bei Bepi - kehren wir heute ein



drinnen ist es klein und gemütlich



wir nehmen das Tagesgericht


 



im Hafen von Koper



durch alte Gassen geht es wieder heimwärts

back       |      next