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Montag, 20. April 2015



auf geht es mit der Fähre zur anderen Uferseite

Über das Wetter können wir uns nicht beklagen, als wir gegen halb zwölf die Fähre nehmen, die uns hinüber bringt auf die andere Seite des Nord-Ostsee-Kanals. Wir wollen zu Fuß nach Rendsburg, das nur 3km entfernt liegt. Als wir drüben ankommen, halten wir uns an die Beschilderung. Eines zeigt zur Innenstadt von Rendsburg, das andere zur Schwebefähre. Wir wollen dann erstmal zur Schwebefähre, was sich aber als ziemlich weite Strecke entpuppt. Unterwegs fragen wir auch mal Leute, ob wir überhaupt noch auf dem richtigen Weg sind. Dann sehen wir die große Eisenbahnhochbrücke, auf 2,6km kunstvoll gewunden wie eine Schlaufe. Sie ist in 42m Höhe die längste Eisenbahnbrücke Deutschlands. Erbaut in 1911 bis 1913 galt sie als größtes Stahlbauwerk der Welt. Heute ist die "Eiserne Lady" technisches Denkmal. Unter dem Abschnitt, der über den Kanal geht, hängt an 12 Trageseilen die Schwebefähre.



da drüben stehen die Wohnmobile vom Stellplatz Schacht-Audorf

Auch die Fahrt mit der Schwebefähre ist kostenlos (das stammt noch aus der Kaiser-Wilhelm-Zeit; er hatte das damals so festgelegt, und es ist nie geändert worden). Die Fähre kommt gerade auf unserer Seite an, und schon gehen wir an Bord und fahren mit. 4 Autos und 60 Fußgänger haben Platz auf der 14m langen und 6m breiten Fähre. Tagtäglich schwebt die Fähre vom einen zum anderen Ufer, und das in weniger als zwei Minuten. Wir lesen, dass sie eine von weltweit nur noch acht existierenden Schwebefähren ist; davon die einzige in normalem Alltagsbetrieb. Drüben angekommen, wollen wir nicht gleich wieder zurückschweben, sondern die Schwebefähre vom Ufer aus bewundern. Aber dann kommt erstmal wieder ein dicker Pott, und die Schwebefähre muss ihren Betrieb kurz unterbrechen. Wir sind hier übrigens an der Deutschen Fährstraße.



jetzt geht es auf die Schwebefähre



Herbert ist immer im Einsatz



schon kommt wieder ein dicker Pott vorbei . . .



. . . und noch einer



Herbert als keines Männeken vor dem Riesenschiff



immerzu schwebt die Schwebefähre hin und her zwischen den beiden Ufern



wir kehren auf die andere Seite zurück



da drüben gibt es die Schiffsbegüßungsanlage



endlich erreichen wir die Altstadt von Rendsburg - hier am Stadtsee



ein Blick auf das Theater von Rendsburg

Dann gelangen wir wieder ans andere Ufer und machen uns auf in die Altstadt von Rendsburg. Wir tippeln und tippeln, und der Weg wird immer länger. Eigentlich hatten wir gedacht, dass wir nach dem Altstadtbesuch wieder die Schwebefähre nehmen und dann von dort aus zum Stellplatz zurückkehren könnten. Aber wir entfernen uns immer mehr von der Schwebefähre. Irgendwann erreichen wir den Stadtsee und finden uns auf dem Jungfernstieg wieder. Nun bummeln wir durch die Innenstadt bis zum Altstädter Markt, wo sich auch das alte Rathaus befindet. Bei der Touristinformation lassen wir uns ein paar Broschüren geben. Dann sitzen wir auf einer Bank auf dem Altstädter Markt; es ist gerade 14 Uhr und es ertönt eine alte Volksweise vom Glockenspiel des alten Rathauses. "Wenn alle Brünnlein fließen", hatte Annette das nicht gerade anderntags geträllert? In Bad Oldesloe?



auf dem Altstädter Markt steht das Rathaus



alles ist sehr hübsch auf dem Marktplatz

Wir sind jetzt schon ziemlich fußlahm, wollen nicht mehr die "Blaue Linie" gehen, die sich auf 3,2km erstreckt und an 30 Besichtigungspunkten entlangführt. Wir laufen aber noch durch die Hohe Straße und bis zum Schlossplatz. Dann wollen wir eigentlich nur noch heimwärts. Man hatte uns gesagt, dass wir die Kieler Straße entlanglaufen müssten, um zur Fährstelle Nobiskrug zu kommen. Dass es aber ziemlich weit zu laufen sei, dass wir besser den Bus nehmen sollten. Egal, wir gehen jetzt zu Fuß, gehen am Obereiderhafen vorbei und an den Stadtwerken, treffen irgendwann auf die Kieler Straße, landen an der Fährstelle, schleppen uns auf die Fähre und lassen uns fallen auf eine Eisenbank auf der Fähre. Gleich legt die Fähre ab. Auf dem Wasser sehen wir eine Gänsefamilie mit neun Gösseln zwischen Mutter und Vater. Eine andere Familie hat nur drei Küken. Wir sind dann froh, als wir unser Zuhause erreichen. Heute tun wir nix mehr.



am Obereiderhafen entlang machen wir uns auf den langen Heimweg



endlich erreichen wir die Fährstelle Nobiskrug (da hinten ist schon unser Phoenix)



wie niedlich die beiden Gänsefamilien sind

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