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Montag, 13. April 2015



wir fahren die 10km bis Dannenberg

Heute wollen wir uns mal Dannenberg anschauen. Dazu müssen wir sagen, dass sich in Dannenberg die Wohnung befindet, für die wir für heute Abend einen Besichtigungstermin vereinbart hatten. Als wir am Freitag hier ankamen und durch Dannenberg fuhren, gefiel uns der Ort und die Gegend auf Anhieb nicht. Wir fuhren auch schon direkt hin zur Wohnung, aber wie auf Knopfdruck hatten wir die Wohnung in unseren Köpfen gelöscht. Gestern früh hatten wir den Besichtigungstermin abgesagt. Aber dennoch wollen wir Dannenberg einfach mal besuchen, und für den Notartermin in Berlin müssen wir eh noch hier ausharren und uns nicht noch weiter von Berlin wegbewegen. Es ist kalt heute bei nur 11°C. In Dannenberg stellen wir uns auf einen Parkplatz, der recht zentrumsnah ist. Vorbei an der Jeetzel geht es in die Altstadt.



die Jeetzel fließt durch Dannenberg (da ganz hinten steht unser Phoenix)

Die Häuser in der Altstadt sind ähnlich wie in Hitzacker, alles Fachwerk und schön restauriert. Aber das Wendland kommt für uns nicht infrage; es ist uns zu abgelegen hier. Wir können es gar nicht genau benennen, aber alles scheint hier seit Jahren stehengeblieben zu sein. Oder so. Wir gehen auch mal zum dicken Waldemarturm, dem Wahrzeichen der Stadt. Erbaut um 1200 und im Laufe der Jahrhunderte immer wieder auch als Gefängnis genutzt, beherbergt er heute ein Museum zur Stadtgeschichte und einer umfassenden Ausstellung zum Thema Hochwasser. Wir laufen über den Kuhmarkt und den Marktplatz, und es ist alles sehr hübsch hier. Es gibt auch diverse Geschäfte in Dannenberg.



der dicke Waldemarturm ist das Wahrzeichen von Dannenberg



Eindrücke von Dannenberg



das Rathaus wurde in 2000 restauriert ("Wi Börgers hebbn de Last dorvon un mütt dat all betahlen" steht dran)


 



auf dem Marktplatz von Dannenberg



zum Schluss kehren wir ins Café Ambiente ein

Zum Schluss kehren wir ein ins Café Ambiente auf der Marschtorstraße. Wir heimelig es hier drinnen ist. Mit dem Betreiber des Cafés kommen wir ins Gespräch, und wir horchen den Mann ein wenig über Dannenberg aus. Erfahren, dass man das Problem Hochwasser, seit man die Staumauern in Hitzacker gebaut hat, gut im Griff hat. Was das Hallenbad von Dannenberg angeht, so hat man Pläne, das jetzige Freibad zu überdachen mit einem mobilen Dach. Dass der Campingplatz mal ganz oll war und sich jetzt, nachdem die Wasserwacht ihn betreibt, sehen lassen kann. Wir erfahren dieses und jenes über den Ort, bis wir dem Mann sagen, dass wir nach Dannenberg gekommen sind, um eine Wohnung zu besichtigen. Ach, sagt er, Maklerbüro So-und-so? Ja. Heute um 18:30 Uhr? Ja. Tja, also das ist meine Wohnung, sagt er. Wie klein die Welt doch ist. Wir sagen ihm, dass wir die Besichtigung bereits abgesagt hätten, wovon er selbst noch nichts weiß. Wir sagen ihm, dass wir uns das alles ganz anders vorgestellt hätten, auch die Lage des Hauses im Wohngebiet. Auf dem Exposé wirkte alles irgendwie anders. Das mit dem Hochwasser ist uns trotz allem suspekt. Wir hätten der Maklerin abgesagt, damit sie nicht aus Lüneburg (50km) anreisen muss. Kein Problem, sagt er, und wir unterhalten uns munter weiter. Na, jedenfalls kommen wir am Ende dahin, dass wir uns die Wohnung heute Abend doch mal anschauen werden. "Schauen Sie sich mal an, auf was Sie verzichten wollen", so sind seine Worte. Er sagt, dass so eine Wohnung in Lüneburg locker 200.000 EUR kosten würde. Und im Grunde hat die Wohnung auch alles, was wir wollen: 4-Familienhaus; eigener Eingang, Carport, Balkon, eigene Gastherme, EBK, zwei Zimmer im Dachgeschoss, alle Einkaufsmöglichkeiten usw. Alles, was wir vor ein paar Tagen schon aufgezählt hatten.



es ist heimelig hier


 



alle Dekorationen kann man im Café Ambiente auch kaufen

Wir gehen dann erstmal zum Wohnmobil zurück. Der Mann hatte uns gesagt, dass wir beim Freibad gut auf dem Parkplatz stehen könnten. Wir fahren dorthin, aber die Bäume auf dem Parkplatz stehen zu dicht. Wir fahren weiter und finden einen Parkplatz am See. Dort warten wir bis 18:20 Uhr und fahren dann zur Wohnung. Jetzt im Sonnenschein sieht alles gefälliger aus als letzten Freitag. Aber die Wohnung kann uns nicht überzeugen. Die Dachschrägen kommen so steil herunter, dass wir uns ducken müssen. Und mit 1,74m und 1,76m sind wir nun wahrlich keine Riesen. Die Wohnung ist zu verwinkelt, und unter gehobenem Standard verstehen wir etwas anderes. Aber nichts für ungut; es ist ja erst unsere allererste Besichtigung. Das kann noch viele Monate dauern, bis wir etwas passendes finden. Nach der Besichtigung fahren wir zurück nach Hitzacker zum Stellplatz. Die Nacht wird kalt; wir lassen die Heizung laufen. Vom Makler in Sachsen hören wir den ganzen Tag nichts, und wir wären auch nicht böse, wenn der Termin am Donnerstag in Berlin gar nicht zustande käme.



am frühen Abend fahren wir zur Wohnungsbesichtigung

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