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Sonntag, 19. April 2015



ein letzter Blick auf Plön und den Kleinen Plöner See

Heute wollen wir die Holsteinische Schweiz verlassen und mal zum Nord-Ostsee-Kanal fahren. Schiffe gucken - wie man heute immer in so tollem deutsch sagt. Am späten Vormittag fahren wir los, nehmen die B76 in Richtung Kiel und sind dann auch ein Stück auf der A210 bis Ausfahrt Schacht-Audorf. Als wir den Stellplatz von Schacht-Audorf erreichen, ist der natürlich ziemlich voll, aber wir bekommen dann sogar noch einen Platz, wo nur zwei Wohnmobile stehen. Alle weiteren Wohnmobile stehen auf dem anderen Trakt, wo auch die Entsorgungsstation ist. Nachdem wir das Ticket - 10 Euros - ziehen, gehen wir auch schon los in den Ort Schacht-Audorf, der nur 500m entfernt sein soll.



ab Kiel geht es auf der Autobahn weiter



wir nehmen die Ausfahrt Schacht-Audorf



Ankunft am Stellplatz von Schacht-Audorf

Aber erstmal zieht es uns natürlich zur Fährstelle, denn die beiden kleinen Fähren haben wir aus der Ferne längst gesehen. Wir befinden uns hier an der Fährstelle Nobiskrug, und aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens sind hier und in Brunsbüttel zwei Fähren nebeneinander im Einsatz. Das können wir alles auf den Infotafeln lesen. Auch, dass 14 Fähren den Nord-Ostsee-Kanal queren und dass die Fährpassage für Passagiere und Fahrzeuge kostenlos ist, weil dort frühere Wegequerungen durchschnitten wurden. Ruckzuck fahren jeweils 8 Autos auf Deck und los geht die Überfahrt. Die beiden kleinen Fähren pendeln ständig hin und her.



zwei kleine Fähren pendeln ständig hin und her an der Fährstelle Nobiskrug

Dann schauen wir uns mal den Ort Schacht-Audorf an, der gar nicht so winzig ist. Alles ist hier gediegen und alteingesessen. Hier und da steht ein reetgedecktes Haus. Aber dann zieht es uns zurück zum Kanal. Es ist sogar ein dicker Pott im Anmarsch, der erste, den wir seit halb eins, als wir hier ankamen, zu sehen bekommen. Der Nord-Ostsee-Kanal ist doch die meistbefahrene künstliche Seeschiffahrtsstraße der Welt. Auf einer weiteren Infotafel lesen wir, dass man für den Bau des Nord-Ostsee-Kanals - oder NOK, wie man ihn auch nennt - 8 Jahre mit insgesamt 80.000.000m³ Bodenaushub (1887 - 1895) gebraucht hat; dass er 98,637km Länge aufweist von der Nordsee bis zur Ostsee; wie breit und tief die Sohle ist; dass die Durchfahrt-Höchstgeschwindigkeit 12 bzw. 15km/h beträgt, und dass etwa 110 Schiffe den NOK täglich befahren. Wir sitzen auf einer Bank und schauen dem Schiff hinterher. Sobald es die Fährstelle passiert hat, fahren die beiden Fähren wieder los.



wir laufen mal nach Schacht-Audorf hinein



zurück am Nord-Ostsee-Kanal



wir bekommen den ersten dicken Pott zu sehen



kaum ist das Schiff weg, nehmen die Fähren wieder ihren Fährplan auf

Wir gehen heim und setzen uns auf unsere Terrasse, die kleine Fläche vor unserem Phoenix, wo es windstill genug ist, dass wir es ohne Wintermantel aushalten. Im Ernst, der Herbert sitzt in kurzen Hosen und barfuß da. Während wir hier sitzen, kommen vielleicht sechs oder sieben Schiffe vorbei, aus aller Herren Ländern. Abends, als die Dämmerung einsetzt, hören wir das Tuckern und Wummern weiterer Schiffe. Wir haben den Eindruck, dass jetzt viel mehr Schiffe vorbeikommen als am Nachmittag. Da fällt uns ein, dass wir ja gelesen hatten, dass der NOK nachts durchgängig beleuchtet ist; dass sich im Abstand von 250m Lampenmasten in Form eines Tores gegenüberstehen; dass die Beleuchtung Tor-Ketten-Richtfeuer-Linie genannt wird. Wir freuen uns auf eine schöne Zeit hier am Nord-Ostsee-Kanal. Morgen wollen wir mal nach Rendsburg gehen oder fahren (3km von hier).



nachmittags auf unserer kleinen Terrasse mit Kanalblick



unsere Tagesroute ca. 60km

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