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Freitag, 10. April 2015



die Aller fließt direkt hinter unserem Parkplatz vorbei

Das wird ein Bombenwetter heute. Wie im Sommer. Bis zum späten Vormittag sitzen wir und hören Radio BFBS - 24 Hour Radio for the British Forces. Was die für tolle Musik spielen. Dass die Engländer immer noch in der Lüneburger Heide stationiert sind, das wussten wir gar nicht. Dann gehen wir los; kurzärmelig und in den dünnen Sommerwesten. Hätte nicht viel gefehlt, und wir wären in Sandalen losgegangen. Der Parkplatz am Schützenplatz ist auch ziemlich zentral gelegen, wir müssen nur am Neumarkt vorbei und durch die Hehlentorstraße, und schon sind wir in der Altstadt. Finden uns am Rathaus wieder, wo gerade geheiratet wird. In Schwarz, hat man das schon mal gesehen? Braut und Bräutigam in schwarz, fängt ja gleich gut an.



am Rathaus von Celle- gerade ist eine Hochzeitsgesellschaft da



wir bummeln durch die Altstadt von Celle

Dann bummeln wir durch die Altstadt, durch die Zöllnerstraße, die Mauernstraße, die Schuhstraße, bis hin zum Herzogschloss und zurück zum Marktplatz, wo wir uns einen Stadtplan geben lassen. Celle wirbt mit dem Schriftzug Ex(Celle)nt - und wir können nur zustimmen. Celle ist eine zauberhafte Stadt mit ihren 450 Fachwerkhäusern, die die Altstadt bilden. Celle ist Norddeutschlands schönste Fachwerkstadt, und ein toller Auftakt unserer diesjährigen Deutschlandreise. Nur gut, dass wir so leichtbekleidet sind und dass es mehrere Eiscafés in Celle gibt. In eines davon wollen wir uns später noch setzen. Jetzt bestaunen und bewundern wir erstmal die vielen Fachwerkhäuser, die alle in erstklassigem Zustand sind. In den Altstadtgassen gibt es kein einziges verfallenes Haus. Man muss auch dazu sagen, dass die Altstadt im Krieg verschont blieb.



ein Blick auf das Bomann-Museum



dies ist das Herzogschloss von Celle (Grundmauern von 1292)

WER SEIN VERTRAWEN SETZET AVF GOT  DER VORLEST KEINEN IN DER NOHT - dieser Spruch ist ja noch recht gut zu lesen und zu verstehen. Andere Sprüche, die andere Fachwerkhäuser zieren, sind da schon schwieriger für uns zu verstehen. Manche sind auch schlichtweg auf Latein, und da müssen wir passen. Aber jetzt hat sich Herbert erstmal ein Eis verdient. Wir entscheiden uns fürs Eiscafé Dolomiti auf der Zöllnerstraße, weil wir da so schön in der Sonne sitzen können. Herbert ist recht angetan von Celle. Viele weitere Städte auf unserer Besichtigungstour werden es jetzt schwer haben, gegen Celle anzukommen. Nach dem Eis machen wir uns auf den Heimweg, denn wir wollen heute noch nach Hitzacker, auf den Stellplatz an der Elbe. Und heute, am Freitag, müssen wir daran denken, dass bestimmt viele Wohnmobile unterwegs sein werden. Wir müssen also rechtzeitig auf dem Stellplatz von Hitzacker ankommen.



wir bummeln durch die Zöllnerstraße



fast alle Fachwerkhäuer haben prächtige Verzierungen


 



hier im Eiscafé Dolomiti kann man so schön in der Sonne sitzen


 



in diesem Gebilde werden alle Partnerstädte von Celle aufgeführt, und deren Himmelsrichtungen



ein Blick in die Schuhstraße



hach ja, Strandkörbe findet man ja doch nur in Deutschland

Es ist halb drei, als wir Celle verlassen. Und jetzt steckt Herbert tatsächlich in Sandalen, denn die Hitze ist ja nicht mehr auszuhalten. Wir fahren dahin auf der 191. Wir sehen mehrere Radarfallen, und durch eine der 70er Zonen gondeln wir mit 63km/h durch. Dann, an einer Abbiegung in Uelzen passiert es: Es gibt ein furchtbar lautes Geräusch und dann zischt es und zischt und zischt. Tschschschsch . . . und hört nicht mehr auf. Was das ist? Na, ein Schlauch von Herberts Sitz ist abgerissen und jetzt strömt die Luft aus bzw. versucht, sich ständig wieder aufzubauen. Herberts Sitz geht ganz langsam immer tiefer, und das blöde ist, dass wir nirgends anhalten können. Gibt es in Deutschland etwa keine Parkbuchten am Straßenrand? Für Notfälle? Endlich können wir irgendwo an einer verlassenen Scheune anhalten. Herbert sitzt schon ganz unten, kann gerade noch über das Steuer schauen. Jetzt müssen wir erstmal den abgerissenen Schlauch finden und zu fassen bekommen. Es ist ein Schlauchsalat da unterm Sitz, und sie sind nicht viel stärker als Streichholzdicke. Herbert muss den Motor laufen lassen, damit sich der Luftdruck immer wieder aufbauen kann und wir hören können, wo die Luft austritt. Wir ersticken bald an den Abgasen. Aber irgendwann bekommt Herbert den abgerissenen Schlauch und das Anschlußstück zu fassen. Beides verbinden wir mit Panzerband, und das hält sogar. Wir können weiterfahren.



unsere Fahrt geht weiter in Richtung Hitzacker, zum Stellplatz



alles ist so schön niedersächsisch hier

Als wir Dannenberg erreichen, sind wir auf der "Deutschen Fachwerkstraße". Beim Lidl kaufen wir noch ein paar Erdbeeren und fahren dann weiter nach Hitzacker. An der Elbe entlang, wo ein paar Schafe stehen. Als wir den Stellplatz von Hitzacker erreichen, ist der ganz anders als in unserem Stellplatzbuch von 2009. Aber sehr gut, alles gepflastert und gut angelegt. Es stehen auch einige Wohnmobile hier. Es ist kurz vor sechs, als wir hier ankommen. Nachbarn sitzen mit einem Glas Rotwein draußen, aber bis Annette mit den Erdbeeren fertig ist, wird es für draußen wohl zu spät sein für uns. Egal, wir freuen uns auf ein schönes Wochenende in Hitzacker. Abends füllt sich der Platz mit weiteren Wohnmobilen; die meisten sind aus der Region.



es geht an der Elbe entlang



und so stehen wir auf dem Stellplatz von Hitzacker



unsere Tagesroute ca. 97km

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