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Donnerstag, 30. April 2015



als allererstes gehen wir mal an den Strand . . .

Heute wollen wir mal nach Zingst laufen, und zumindest regnet es nicht und ist auch der Wind nicht so arg und so kalt. Jedenfalls, wenn wir nicht auf dem Deich bleiben, sondern unten die Straße nehmen. Nach einem ersten Gang zum Strand gehen wir die Seestraße entlang bis zum Kurhaus. Nanu, findet denn morgen gar nicht mehr das traditionelle Anbaden am 1. Mai statt? Nirgends gibt es ein Plakat oder so. Am 1. Mai 2003 hatte Annette ja sogar mal mitgemacht hier in Zingst; das war eine Gaudi. Wir gehen jetzt mal hinein ins Kurhaus und setzen uns für eine Weile ins Kaminzimmer, von wo aus wir einen tollen Blick auf die Seebrücke haben. Dann gehen wir auch auf die Seebrücke. Jemand muss wohl gerade die Möwen füttern, denn sie schwirren über jedermanns Köpfen. Wir wollen auch gern irgendwo essen gehen, vielleicht im Kurhaus oder am Hafen? Als wir den Hafen erreichen, fängt es schon zu dröppeln an. Aber zum Draußensitzen ist es heute eh zu kalt, ist ja immerhin erst Ende April, ha ha. Hier unten am Hafen ist es schön, aber es sind alles nur Eiscafés und Cafés hier. Ein Fischkutter verkauft Backfisch und Räucherfisch, aber man kann damit nirgends drinnen sitzen zum essen. Gehen wir also zurück zum Kurhaus, wo wir Brathering mit Bratkartoffeln essen. Na ja, besonders ist das Essen nicht. Als wir gegen 16 Uhr heimgehen, sehen wir schon dicken Wolken am Himmel. Kaum, dass wir zur Tür hereinkommen, fängt es an zu regnen, aber so richtig. Ansonsten gefällt es uns auf Zingst bzw. in Zingst. Die Halbinsel ist ja dreigeteilt in Fischland, Darss und Zingst.



. . . dann laufen wir unten entlang, weil uns oben auf dem Deich der Wind zu kalt ist und man den Strand eh nicht sieht



solche Häuschen sind zu mieten



ein Blick vom Kurhaus aus auf Zingst



endlich sehen wir mal wieder die Möwen



die Ostsee hat immer so eine schöne Dünenlandschaft



die Buhnen sollen die Wellen brechen



ein Blick auf die Seebrücke von Zingst



ein Blick zurück auf das Kurhaus



wir gehen mal ins Kurhaus



im Obergeschoss gibt es dieses Kaminzimmer für schlechte Tage und zum Zeitunglesen



wir tun ein paar Schritte durch Zingst


 


 



Ankunft im kleinen Hafen von Zingst



bei Schlechtwetter ist alles wie ausgestorben



im Kurhaus essen wir Brathering mit Bratkartoffeln



auf dem Heimweg haben wir schon dicke Wolken im Rücken

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Mittwoch, 29. April 2015



über die Warnow geht es, als wir Rostock verlassen

Gegen 10 Uhr, und nachdem wir seit gestern um halb drei bis jetzt 7 Euros eingeworfen hatten (die gebührenpflichtige Zeit geht jetzt von 8 bis 20 Uhr, nicht mehr bis 18 Uhr) fahren wir weiter gen Osten. Es geht über die Warnow und dann auf die B105. Als die Bundesstraße uns an Ribnitz-Damgarten vorbeiführen will, biegen wir ab in die Stadt, wo wir auch Gas tanken. So viel heizen wie in den letzten Wochen mussten wir ja in den vergangenen sechs Jahren, die wir dauerhaft unterwegs sind, nicht. Hinter Ribnitz biegen wir wiederum ab und kommen durch Saal und Fuhlendorf und Bodstedt, damit wir wenigstens mal etwas zu sehen bekommen. Reetgedeckte Häuser, den Bodden, rapsgelbe Felder bis zum Horizont. Die kleinen Dörfer sind recht hübsch anzuschauen; es sind viele Ferienwohnungen und -häuser zu mieten. 



bald schon können wir den Bodden sehen



schöne Ferienhäuser unter Reet gibt es hier



gelb blüht der Raps

Dann erreichen wir Barth. Nun sind es noch ein paar mehr Kilometer, aber die ziehen sich ganz schön hin. Wir wollen ja heute schon mal zu dem Objekt fahren und uns einen ersten Eindruck verschaffen. Schließlich erreichen wir den Ort und finden das Haus auch auf Anhieb. Aber unsere Euphorie verfliegt ganz schnell. Das Haus ist ganz schön heruntergelumpert für Baujahr 2004, auch die Lage im Ort und alles gefällt uns jetzt nicht mehr. Auf google-earth hatte alles anders ausgesehen; wir hatten eine richtige Wissenschaft aus allem gemacht. Es stehen zwar viele neue Ferienhäuser ringsum im Ort, und den kleinen Sportboothafen sehen wir uns auch an, und den Blick auf den Bodden hat man auch, aber das alles kann uns nicht umhauen. Der Ort ist viel zu abgelegen, nein, hier werden wir nicht glücklich werden. In unseren Köpfen macht es klick, und dann vergessen wir die ganze Sache mal ganz schnell wieder.



in diesem Haus hatten wir uns für die rechte obere Wohnung interessiert



diesen kleinen Hafen gibt es in dem Ort

Wo sollen wir jetzt hin? Jetzt steht ja auch noch der Feiertag, der 1. Mai an. Am besten fahren wir jetzt erstmal auf den Darss. Den Parkplatz am Strandaufgang 6 scheint es ja noch zu geben in Zingst. Laut Internet 15 EUR für Wohnmobile. Als wir dort ankommen, befindet sich eine Surfschule neben dem Parkplatz. Alles sieht ganz schön schlampert aus hier, alte Wohnwagen stehen auf dem Parkplatz, mehrere Zelte und Autos. Ein paar Wohnmobile stehen auf einer angrenzenden Wiese. Auf der Preistafel ist der Tarif für die Wohnmobile mit Papier überklebt. Fahren wir also erstmal aufs Gelände, und es kümmert auch niemanden von den Surfleuten. Heute wollen wir nicht mehr aus dem Haus gehen, sondern erstmal alles verdauen, was uns der Tag gebracht hat. Abend schaut sich Annette mal auf dem Parklatz um. Alles ganz schön schäbig. Auf dem Schild der Parkplatzordnung heißt es: Die gebührenpflichtige Zeit für die Wohnmobile ist von --- bis --- Uhr. Ist alles mit weißer Folie überklebt. Komisch, das ganze. Im Osten ist das doch sonst immer so happig. Heute gehen wir früh zu Bett und sind auch ganz leer im Kopf.



in Barth wird in der Innenstadt viel gebaut - wir wollen von hier aus auf den Darss fahren



wir fahren auch am Hafen von Barth vorbei



wir erreichen den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft



sie haben eine neue Brücke gebaut, die auf den Darss führt



dies ist die alte Brücke, die dem heutigen Massenansturm wohl nicht mehr standhalten würde



Ankunft in Zingst auf dem Darss



unsere Tagesroute ca. 83km

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Montag, 27. April 2015

Nachdem auch der gestrige Tag nichts als Schlechtwetter brachte, hatte er uns aber dennoch eine freudige Überraschung gebracht. Vor lauter Langeweile im Regen hatte Herbert die Immobilienwebseiten vorwärts und rückwärts geblättert, hin und her, bis er bei einem tollen Objekt hängenblieb. Es ist ein Objekt, das so ein nichtssagendes Startfoto hat, dass Herbert es bisher immer überblättert hat. (Wenn man das Haus oder die Wohnung nicht auf dem Startfoto zeigt, kann es sich nur um eine Bruchbude handeln, oder?) Jetzt schaute Herbert sich die Immobilen genau an, und Annette sollte sich dann zu ihm setzen. Oh, so schön, wo ist das denn?, fragte Annette. Fünfhundert Meter vom Wasser weg, 10km vom Darss entfernt. Oh, schön, aber was kostet das denn? Dann zeigte Herbert Annette, was das Objekt kosten soll. Das ist ja in unserem Budget. Und so schön gelegen, mit Blick auf den Darss. Eigentlich liegt für Annette die Grenze nach Osten hin bei Barth, wegen der Halbinsel Darss, aber dieses Objekt liegt 15km östlich von Barth. Der Darss ist für uns die schönste Gegend an der mecklenburgischen Ostseeküste. Das hätten wir nicht erwartet, dass man da noch etwas zum erschwinglichen Preis bekommt. Das Objekt ist Baujahr 2004. Na, jedenfalls ruft Herbert jetzt die Maklerin an und fragt wie so oft, ob das Objekt noch zu haben sei? Ja. Wir haben dann noch diese und jene Frage und auch die nach einer Besichtigung. Mittwoch oder Donnerstag, sagt die Maklerin, und dass sie uns noch das genaue Datum nennen würde. Und dass es zwar mehrere Anfragen zu diesem Objekt gäbe, aber dass wir in Sachen Besichtigung vor allen anderen an der Reihe wären. Sie soll uns zusichern, dass es bis Donnerstag niemanden gebend wird, der uns dazwischenfunkt. Das macht sie. Hach, wir sind total Feuer und Flamme und können uns den ganzen Tag nicht mehr beruhigen. Als Herbert später vor die Tür geht, kommt er mit Wohnmobilnachbarn aus Rosenheim ins Gespräch. Er erzählt ihnen, dass wir Schleswig morgen verlassen werden, um uns eine Immobilie am Darss anzuschauen. Ach Gott, das ist ja unsere Lieblingsregion, sagen die beiden Bayern. Ja, ja, jeder kennt diese zauberhafte Region mittlerweile. -- Wir haben dann noch ein weiteres schönes Objekt gefunden. Ein kleines Häuslein am See. Mit einer Sauna in einem noch kleineren Häuslein auf dem Grundstück. Aber da gibt es schon einen Interessenten. Und das Häuslein steht auf Pachtland, was wir nicht gut finden. Na, seien wir mal gespannt, was uns die nächsten Tage bringen. 

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Dienstag, 28. April 2015



wir verlassen Schleswig

Wir sind früh wach und fackeln dann auch nicht lange. Schon um 7 Uhr verlassen wir den Stellplatz von Schleswig, fahren auf die Autobahn, überqueren wieder den Nord-Ostsee-Kanal, bleiben bis Neumünster-Süd auf der A7, fahren über Land nach Bad Segeberg und gehen dann auf die A20, die nach Osten führt. Auf dem ersten Rastplatz halten wir an, um zu frühstücken. Dann meldet sich auch die Maklerin und teilt uns mit, dass die Besichtigung am Donnerstagnachmittag stattfinden kann. Wir sind mal gespannt.



es geht auf die Autobahn

Dann heißt es "Auf Wiedersehen im echten Norden" (kommt jetzt der falsche Norden?), als wir Schleswig-Holstein verlassen und Mecklenburg-Vorpommern erreichen. Jetzt heißt es " Willkommen im Land zum Leben", und vielleicht können wir das ja schon ganz bald wörtlich nehmen? Vorbei geht es an Dorf Mecklenburg (Wiege des Landes) und den Ausfahrten für Kühlungsborn und das Quellental usw. Schöne braune Schilder haben sie für die jeweiligen Orte. Die Ausfahrt Rostock-West ist dann unsere, aber wir wollen uns noch etwas die Zeit vertreiben, bis wir uns in den Stadthafen von Rostock stellen werden. Je später der Nachmittag, desto größer die Chance auf einen Parkplatz dort. Und so fahren wir zu IKEA, das wir seit der Eröffnung vor wenigen Jahren noch nie besucht hatten. Um halb drei kommen wir dann am Rostocker Stadthafen an. Der Parkplatz ist zur Hälfte vom Circus Roncalli belegt. Insgesamt gibt es nur noch zwei Parklücken in unmittelbarer Lage zur Warnow, dem Fluss, der wenig später, in Warnemünde, in die Ostsee mündet. Es ist klirrend kalt (9°C), und doch stehen manche Angler hier, die einen Hering nach dem anderen aus dem Wasser ziehen. Ach so, ja, Rostock ist Annettes Geburtsstadt, und der Blick vom Parkplatz aus auf die Silhouette der Stadt ist ihr immer wieder eine Freude. Um 18 Uhr, als der Wind nachgelassen hat, tun wir noch ein paar Schritte am Warnowufer entlang. Vor zwei Jahren waren wir zum letztenmal in Rostock, und die Stadt verändert ständig ihr Gesicht. Hier im Stadthafen ist es immer besonders schön. Beim Circus Roncalli fällt die heutige Abendveranstaltung aus, ansonsten würde es wohl recht turbulent hier zugegangen sein. Die letzten Angler packen jetzt zusammen, und ein jeder hat mehrere Heringe gefangen.



Ankunft in Rostock, unserem Zwischenziel



ein erster Blick in den Stadthafen von Rostock - der Circus Roncalli ist gerade da


 



es ist sonnig, aber klirrend kalt heute



die Angler holen einen Hering nach dem anderen aus dem Wasser



wir haben mal wieder ein paar Erdbeeren am Nachmittag



gegen 18 Uhr tun wir noch ein paar Schritte durch den Hafen



ein Blick auf Rostock



die beiden da oben kommen später als Räucherfisch auf den Tisch



so stehen wir im Stadthafen von Rostock



das Abendlicht kommt



unsere Tagesroute ca. 265km

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Samstag, 25. April 2015



heute hört der Regen nicht mehr auf

Heute schüttet es aus Eimern. Es regnet und regnet fast ununterbrochen. Da können wir uns nicht vorstellen, im Regen die Tanks zu leeren geschweige denn weiterzufahren. Zumal der Stellplatz von Flensburg, unserem nächsten Ziel, auch nicht so gut ist wie hier in Schleswig. Harren wir also hier aus, während der Regen aufs Dach prasselt. Bei unserer Immobiliensuche gefallen uns verschiedene Objekte heute besser als bei Schönwetter. Wir sind immer zu schnell Feuer und Flamme, aber über Nacht kühlt sich die Begeisterung immer wieder schnell ab. Wir sind in einer komischen Verfassung, was das alles angeht. Was ist über den heutigen Regentag sonst noch zu sagen? Eigentlich nichts. Wir sind froh, wenn die Regenfront wieder abzieht, aber als wir zu Bett gehen, pladdert es immer noch aufs Dach.

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