d08.jpgd21.jpgd14.jpgd11.jpgd01.jpgd06.jpgd04.jpgd07.jpgd18.jpgd02.jpgd19.jpgd13.jpgd10.jpg

Donnerstag, 03. April 2014



Blick auf die Igreja Nossa Senhora da Agonia in unmittelbarer Nähe zu unserem Übernachtungsplatz

Nachts kam der Regen wieder eimerweise herunter. Jetzt am Morgen sieht der Parkplatz traurig aus, überall steht das Wasser. Was ist das heuer für ein Frühling? Fast überlegen wir, gar nicht mehr nach Viana do Castelo hineinzugehen, sondern einfach weiterzufahren. Aber es wäre ja doch schade um die Stadt, deren Altstadt am Río Lima gelegen ist. Als wir dann doch noch losgehen, ist die Sonne da und unser erster Weg führt zum Castelo, also dem Castelo de São Tiago da Barra. Man kann dort einfach aufs Gelände gehen. Das Castelo wurde im 16. Jh. zur Verteidigung des Hafens angelegt. Wir haben von hier aus einen schönen Blick auf den Hafen und die Mündung des Río Lima.



wir gehen mal auf das Gelände vom Castelo




dieser Leuchtturm befindet sich auf dem Gelände vom Castelo



über der Stadt thront die Wallfahrtskirche Santa Luzia



unten am Rio Lima liegt die Gil Eannes

Dann laufen wir die Uferstraße des Río Lima entlang, wo auch das Hospitalschiff liegt, das wir ja schon gestern gesehen hatten. Die Stadt Viana do Castelo hatte im 19. Jh. Viana da Foz do Lima geheißen, (Foz heißt ja Flussmündung.), und der Wohlstand der Stadt kam durch den Kabeljaufang vor der Küste Neufundlands. Aber auch heute ist die Stadt ein bedeutender Hafenplatz der portugiesischen Atlantikküste. Dieses und jenes ansehnliche Bürgerhaus ist zu sehen, aber uns zieht es erstmal zum Hospitalschiff Gil Eannes. Schneeweiß liegt sie da. Auf einer Tafel lesen wir, dass das Schiff hier auf der Schiffswerft in Viana in 1955 gebaut wurde und dass ihre Mission darin lag, die portugiesische Kabeljaufangflotte vor Neufundland und Grönland zu unterstützen. Ihr Hauptzweck war es, den gesamten Schiffsbesatzungen als Hospital zu dienen, aber die Gil Eannes war auch Flaggschiff, Postschiff, Eisbrecher, und hat somit den Schiffen die Belieferung mit Lebensmitteln und Netzen und Ködern und Diesel garantiert. In 1984 hat sie ihren Dienst eingestellt und dann jahrelang in den Lissabonner Docks gedümpelt. In 1997 wurde sie zum Schrottwert verkauft, als sie bereits in verheerendem und ausgeplündertem Zustand war. In 1998 wurde sie hier auf der Schiffswerft in Viana aufwendig überholt, Geldgeber waren diverse Institutionen, Firmen und Bürger, und sie wurde zum Eigentum der Gil Eannes Foundation. Im gleichen Jahr wurde sie der Öffentlichkeit hier im Handelshafen vorgestellt und kann seitdem besichtigt werden. Wir haben sie mal im Hochsommer 2008 besichtigt und das war äußerst interessant. Die Operationssäle und alles waren noch original erhalten.



das Hospitalschiff Gil Eannes kann seit einigen Jahren besichtigt werden



wir sind auf der Uferstraße



jetzt machen wir uns auf in die Stadt

Wir wandeln jetzt noch ein wenig durch Viana do Castelo und die Stadt gefällt uns heute wieder genauso gut wie in 2008. Besonders der Praça da República ist sehr schön und stimmungsvoll. Obwohl zu dieser frühen Tageszeit noch nicht viel los ist. Durch mehrere Geschäftsstraßen laufen wir und in einem großen Bogen wieder zurück zu unserem Parkplatz. Mittlerweile ist es wieder richtig heiß geworden. Wenn der ständige blöde Regen nicht wäre, so wäre es jetzt schon richtig wie im Sommer.



ein Blick auf den Praça da República



der Praça da República ist groß und stattlich



durch die Einkaufsstraßen von Viana do Castelo bummeln wir



ein Blick auf die Igreja de São Domingo



nachdem wir Viana verlassen haben, biegen wir wenige Kilometer später ab zum Praia de Afife

Dann verlassen wir die Stadt in nördlicher Richtung. Linkerhand haben wir jetzt ja immer den Atlantik neben uns. Bei einem Minipreço Supermarkt kaufen wir noch ein und beim Intermarché tanken wir für sagenhaft günstige 1,27 EUR für den Liter Diesel. Gehen auch noch in den Intermarché hinein und als wir wieder heraußen sind, kommt mal wieder ein Regenguss, der uns auf den paar Metern so richtig nass macht. So ein Mist. So schnell, wie der Regen gekommen ist, ist er auch wieder vorbei und wir können weiterfahren. Jetzt sind es ja nur noch 44km bis zur Grenze nach Spanien. Aber wir biegen nochmal ab zum Praia de Afife und finden uns an einem herrlichen Strand wieder. Auch auf den letzten Kilometern zeigt sich Portugal von seiner schönsten Seite. Wir können auf einer Holzbank sitzen und aufs Meer schauen. Alles ist wieder so schön angelegt hier. Abends bleiben wir die einzigen auf dem Parkplatz. Aber der Regen verschont uns nicht in der Nacht.



ein allererster Eindruck vom Praia de Afife



wir können noch schön in der Sonne sitzen


 



Annette wird wehmütig beim Gedanken, das schöne Portugal nun bald zu verlassen


 


 



unsere Tagesroute ca. 11km

back       |      next