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Mittwoch, 30. April 2014



mit der Yamaha geht es zum Einkaufen

Uns gehen so langsam die Vorräte aus, und weil morgen bestimmt Feiertag und alles geschlossen ist, wollen wir heute mal mit der Yamaha nach Narbonne für einen größeren Einkauf fahren. Gegen Mittag fahren wir los. Die Fahrt an den Flachwassern, den sogenannten Etangs entlang, ist wie immer sehr schön; es ist auch mancher Wasservogel zu sehen. Das Wasser steht überall ziemlich hoch. Dann erreichen wir auch schon Saint-Pierre-la-Mer, wo es diesen großen Wohnmobilstellplatz gibt. Ziemlich voll ist es dort. In diesem Jahr zahlt man da 6,50 EUR pro Nacht. Als wir durch Saint-Pierre fahren, liegt der Ort da wie ausgestorben. Der Spar-Supermarkt an der Hauptstraße ist auch geschlossen; die Schaufenster mit Papier zugeklebt. Der macht wohl nur in der Hochsaison auf. Auf der Weiterfahrt nach Narbonne-Plage sehen wir, dass sowohl der Utile als auch der Casino-Supermarkt auf die gleiche Weise geschlossen ist.



hier geht es auf den Stellplatz von Saint-Pierre-la-Mer



es sind ziemlich viele Wohnmobile da

So richtig gefällt uns diese Region hier sowieso nicht. Man sieht den Ferienhäusern, Geschäften und Restaurants an, dass sie nur für ein paar Wochen oder Monate im Jahr geöffnet sind. Die kleinen Ferienhäuser, die überall reihenweise stehen, nennt Annette immer Garagen, und viel mehr Wohnraum bieten sie auch wirklich nicht. Die Mittelmeerregionen werden immer so ausgeschlachtet, um möglichst viele Leute hier unterbringen zu können. Wir sind auch nur deswegen hier, weil La Grande Cosse ein FKK-Camp ist und so südlich liegt. Sonst hätten wir uns diese Region nicht für uns ausgesucht. Wir biegen jetzt ab in Richtung Narbonne, und die Fahrt ist nun sehr hübsch. Und wie es nach Nadelwald riecht. Die Strecke windet sich dahin in vielen Kurven und über noch mehr Hügel. Aus der Ferne, als wir uns umschauen, sieht Narbonne-Plage dann recht hübsch aus. Es geht ein Wind, der immer wieder von der Seite gegen uns drückt. Heute ist er aber ganz warm.



Durchfahrt durch Saint-Pierre-la-Mer



hinter Narbonne-Plage geht es durch hügelige Landschaft



Ankunft am Carrefour-Komplex

In Narbonne fahren wir wieder zum großen Carrefour-Komplex, wo wir erstmal tanken müssen. Dann kaufen wir bei Carrefour etwas Hackfleisch für ein paar Frikadellen. Auch ein paar frische Bratwürste aus der Region. Dann geht es weiter zum Lidl, und Herbert, der alte Fuchs, fährt durch Narbonne, als wäre er hier daheim. Aber wo er einmal gewesen ist, kennt er sich aus und findet immer wieder den richtigen Weg zurück. Nach dem Einkauf beim Lidl sind wir dann so beladen. Es ist komisch, dass am Ende immer alles ganz genau in alle Stauflächen passt, als hätten wir das vorher ausgemessen. Vieles muss auch in Annettes Rucksack, aber der sitzt während der Fahrt hinten auf dem Koffer, sodass sie dessen Gewicht nicht zu tragen hat. Als wir wieder durch Narbonne-Plage kommen, biegen wir ab zur Strandpromenade, aber wie gesagt, so richtig gefällt uns die Ecke hier nicht. Um halb vier sind wir zurück und müssen uns jetzt erstmal von der Fahrt erholen. Annette hat gestern mit der Biographie von Elizabeth Taylor angefangen, und das Buch gefällt ihr bisher ganz gut.


 



aus der Ferne sieht Narbonne-Plage ganz nett aus



wieder geht es übers Wasser



alles in dieser Region wird immer nur für wenige Wochen im Jahr belebt



wieder geht es an den Flachwassern entlang auf dem Heimweg

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Dienstag, 29. April 2014



die Wäsche kommt auf die Leine

Pünktlich um 8 Uhr sind wir die ersten bei der Waschmaschine. Dann geht eigentlich alles ganz schnell, die Wäsche landet auf der Leine und wir am Frühstückstisch. Viel anderes passiert heute nicht, außer dass Annette großen Hausputz macht. Aber zumindest hält sich das Wetter gut, sodass wir noch einige Zeit draußen sitzen können. Seit zwei oder drei Wochen ist auch Bewegung in der Gerichtssache von Annettes Wohnung in Alanya. So bekommen wir auch heute wieder Nachricht vom Anwalt aus Alanya. Nach sage und schreibe sieben Jahren sieht es jetzt so aus, als stünde die Sache vor ihrem baldigen Abschluss und als bekämen wir noch in diesem Jahr die gesamte noch ausstehende Miete. Im November kann der Anwalt endlich Räumungsklage beantragen. Ungeheuerlich, wie sich die Sache hingezogen hat, aber damals, im Mai 2007, als wir das alles beim Anwalt in Alanya in die Wege geleitet hatten, hatte es ja geheißen, dass das alles viele Jahre dauern kann. -- Abends schauen wir uns das Champions-League-Halbfinale von Real Madrid gegen Bayern München an, und Herbert freut sich diebisch, dass die Bayern so haushoch verlieren mit 0:4.   


 



Annette zerrupft den Salat fürs Abendessen

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Sonntag, 27. April 2014


heute köpfen wir den Zitronenlikör, den wir seit Ende Dezember an Bord haben

Es soll heute nur 18°C geben. Eigentlich das perfekte Wetter, um aufs Dach zu steigen und die Nanoversiegelung aufzutragen, was wir ja immer einmal im Jahr tun. 18 Grad sind nicht zu heiß zum arbeiten und auch nicht für das Mittel, um auf dem Lack zu verdampfen. Wenn nur der blöde Wind nicht wäre, der heute geht. Er zerrt an den Bäumen und fegt über den Platz wie nix. Laut Wetterkarte handelt es sich heute um Wind der Stufe 7 (60 bis 70km/h), am Nachmittag sogar der Stufe 8. Da will Herbert nicht, dass Annette aufs Dach steigt, denn unser Phoenix ist hoch und hat eine große Angriffsfläche. Bleibt sie also unten. Aber an den Pool können wir uns auch nicht legen. Sie haben da zwar eine hohe Mauer um das Poolgelände, aber der Wind ist zu stark dafür. Die Bäume rings um das Poolgelände biegen sich hin und her und sehen bedrohlich aus. Wir bleiben also bei uns am Platz, setzen uns in eine windgeschützte Ecke und köpfen die Flasche Zitronenlikör -  Licor de Limão - aus Portugal, die Annette zum Geburtstag geschenkt bekommen hatte. Donnerwetter, ist dieser Likör gut, denn bei Zitrone ist der Geschmack ja oft wie Geschirrspülmittel. Nach zwei Gläschen wandert die Flasche wieder zurück in den Kühlschrank. Am späten Nachmittag müssen wir dann aber doch nach drinnen gehen, denn der Wind wird kalt. Im Internet finden wir eine tolle Immobilie, für die wir auf den ersten Blick Feuer und Flamme sind. Wir halten ja seit einiger Zeit immer die Augen auf auf der Suche nach einem Domizil, weil wir nicht mehr dauerhaft unterwegs sein wollen. Damit wir Auszeiten nehmen und uns wieder aufs Reisen freuen können.  

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Montag, 28. April 2014



heute sind die Teppiche dran

Wieder geht so ein Wind, und wir glauben, dass wir nicht mehr allzu lange hier auf La Grande Cosse bleiben werden. Während wir drinnen beim Frühstück sitzen, klingelt das Telefon: Es ist der Makler vom Haus, für das wir uns gestern so begeistert hatten. Er sagt uns jetzt, dass das Haus bereits einen Käufer hat. Schade, aber wer weiß, wozu das gut war? Statt heute aufs Dach zu steigen, macht sich Annette an das Waschen der Teppiche. Wir hatten uns ja in Marokko ein Kaltwaschmittel von OMO gekauft, von dem alle, die wir unterwegs in Marokko sprachen, immer so geschwärmt hatten. Und das Mittel ist dann wirklich gut. Es schäumt gut, es riecht gut und es reinigt gut. Es ist zwar eine Plackerei mit dem vielen Wasser, das anschließend auf die Teppiche geschüttet werden muss, aber die Teppiche sehen wieder richtig gut aus. Herbert spannt eine Leine zwischen zwei Bäume und dann hängen wir die drei Teppichstücke über die Leine. Sie wehen auch nicht weg. Am frühen Abend sind sie trocken. Für morgen holt sich Annette schon mal eine Waschmaschinenmünze. Für 6,50 Euros - ganz schön teuer. Dann hätten wir schon mal alles erledigt, wofür man einen Campingplatz gebrauchen kann. Abends in der Tagesschau sieht die Wetterkarte ganz schön mies aus für morgen; die hatte doch im Internet viel freundlicher ausgesehen.

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Samstag, 26. April 2014

Morgens heißt es im Radio immerzu Bonne Fête. Ist denn heute ein Feiertag? Als wir wenig später draußen frühstücken wollen, alles steht schon auf dem Tablett in der Küche, kommt unser Platznachbar und erzählt, wo er überall schon gewesen ist auf FKK-Plätzen. In Spanien und Kroatien und in deutschen Saunalandschaften. Es geht auf halb elf zu, als wir beim Frühstück sitzen. Derweil ist es richtig schön warm in der Sonne. Wir sind dann am Pool, wo sie vormittags immer Aquagym betreiben, aber da das Wasser den meisten Leuten ja noch zu kalt ist, finden die Übungen an Land statt. Annette geht für eine halbe Stunde ins Wasser, und selbst da hört sie andauernd die Worte voilà und comme ça vom Vorturner. Französisch ist eine komische Sprache. Es kommen jetzt immer mehr Schleierwolken auf, aber das ist genau das richtige Wetter zum Braunwerden. Die Sonne brennt nicht so auf der Haut, und kalt ist es ja nicht. Als wir wieder bei uns am Platz sind, kommen wir wieder mit unserem Nachbarn ins Gespräch. Er hatte mit seiner Frau den gesamten März auf El Portus (FKK-Camp) in Spanien (bei Cartagena) verbracht, wo es ihm gefallen hat, aber der Platz war wohl recht liederlich. Was Camping angeht, so mögen wir französische Plätze am besten. Sie haben den meisten Charme und sind längst nicht so teuer wie zum Beispiel in Italien, Spanien und Kroatien. Diese riesigen Campingplätze in Kroatien bezeichnet Annette immer als Ferienfabriken. Abends kommt wieder ein Wind auf und ein kräftiger Regenguss kommt vom Himmel.

 

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