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Sonntag, 07. April 2013



durch die Überschwemmung geht es, als wir Souiria verlassen

Morgens geht unsere Fahrt weiter und wir müssen durch die kleine Überschwemmung entlang der Promenade. Dann sind wir wieder auf der Küstenstraße. Nach wenigen Kilometern sehen wir etliche Leute auf der Straße, die sich, beim näheren Hinsehen, um ein Auto scharen, das sich überschlagen hat. Schrecklich sieht das aus.



ein Unfall ist passiert



weiter geht es auf der Küstenstraße



sonntags ist oft Markt



die Industriestadt Safi begrüßt uns mit rauchenden Schloten - es stinkt auch gehörig

Nach etwa 30km erreichen wir die Industriestadt Safi. Weder sind die Schlote zu übersehen, noch der Gestank zu ignorieren, der uns in die Nasen steigt. Total widerlich. Maroc Phosphore, so lesen wir auf mehreren Schildern, die nach rechts abgehen zum riesigen Werk. Die Stadt hat 285.000 Einwohner, ist aber bei der Durchfahrt gar nicht so hässlich. Modern mit dreispurigen Straßen, Blumenrabatten und sogar einem Marjane Supermarkt. Dort halten wir mal an und kaufen wieder dies und das. Zum Beispiel 3kg Pampelmusen (aus Agadir), die es sonst fast nirgends gibt im Land.


 



eine ausgelassen singende Gruppe kommt des Wegs; ein Traktor fährt ihnen voraus

Auf der Weiterfahrt kommt uns ein Traktor entgegen, hinter dem zwei Fahrzeuge fahren mit einer Feiergruppe, die singt und fröhlich ist. Kurz darauf kommt der Leuchtturm vom Cap Beddouza in Sicht. Schön sieht er aus, aber wir können nirgends mal anhalten. Was wir übrigens auf der gesamten Strecke praktisch gar nicht tun können.



dieser Leuchtturm steht am Cap Beddouza



Blick auf die herrliche Lagune von Oualidia

Nach insgesamt etwa 95km ist der schicke Badeort Oualidia erreicht. Die Einfallstraße, die Avenue Hassan II, ist sowohl palmen- als auch laternengesäumt. Wir fahren bis zum Kreisverkehr, wo es zum Strand hinuntergeht. Ach, wie schön der Blick auf die Lagune ist. So türkis und südländisch. Oualidia ist bei Surfern beliebt, und wir denken uns, dass es am Strand gewiss einen größeren Parkplatz geben wird. Es gibt dann sogar einen, zwar nicht am Strand, wo man mit dem Wohnmobil stehen kann. Für 25 DH. Nachdem wir uns dort niedergelassen haben, laufen wir mal die paar Schritte hin zum Strand.



wir laufen mal ein paar Schritte durch Oualidia



an der Promenade ist einiges los; man verkauft Austern und Fisch



Fisch und Krebse werden am Strand gegrillt und sogleich an den Tischen verspeist

Die Stadt ist bekannt für ihre Austernzucht, und auf der Promenade werden Fisch, Austern und Krebse verkauft. Es stehen auch mehrere Grillstände direkt im Sand, die ihre Waren gleich an den Mann bringen, an einem der Tische im Strandsand. Albern nur, dass man von Herbert 10 DH verlangt für ein Foto vom Grillstand, und sie meinen das nicht zum Spaß, sie meinen das im Ernst. Das zahlen wir natürlich nicht, sonst würde das immer mehr in Mode kommen und man könnte eines Tages gar nicht mehr durch Marokko fahren, ohne ständig für alles immerzu bezahlen zu müssen.



so nett sitz man hier am Strand und macht sich einen schönen Sonntag



ach, am Meer ist es doch am besten



Holzboote liegen im Sand



diese Leute wollen 10 DH (0,90 EUR) für ein Foto



Herbert will mal ein paar Austern probieren

Herbert will, so versteht es Annette zumindest, ein paar Austern haben. Und so fragt sie, was ein Dutzend kostet (combien coûte la douzaine). Die Antwort lautet quatre Dirhams - vier Dirhams. Das ist doch zu billig, das kann nicht sein. Also fragt Annette noch zweimal und bekommt immer die gleiche Antwort. Na, vielleicht kostet ja eine Auster 4 DH. Herbert lässt sich mal eine aufmachen zum probieren. Grr, total salzig findet er die. Dann noch eine und noch zwei. Dann hat er genug, denn salzig sind sie alle wie nix. Der Verkäufer will dann 30 DH (2,70 EUR) von uns. Mal wieder eine Verarschung, aber wir wollen uns auch nicht die letzten Tage verleiden lassen. In Frankreich kostet ein Dutzend Austern bei so einem Direktverkauf zwischen 3,50 EUR und 5 EUR, kommt auf deren Größe an. Aber das ist dann wie gesagt ein Dutzend.



kleine Barkassen schippern durch die Lagune

Die Häuser, die hier unten um die Lagune stehen, sind sehr schick, und wir laufen mal zwischen zweien hindurch zum Wasser, wo kleine Barkassen dümpeln und auf Gäste warten, die sich hin- und herschippern lassen wollen. Wir gehen dann zurück zu unserem Platz, setzen uns in die Sonne und schauen auf den kleinen Tümpel, der direkt an den Parkplatz angrenzt. Ob es nur eine Überschwemmung vom Regen der letzten Tage ist?, fragen wir uns. Es sieht jedenfalls hübsch aus. Abends, als ein Froschkonzert zu uns hinüberschallt, wissen wir, dass es keine Überschwemmung ist, sondern dass die Frösche hier wohnen. Bis zum Abend hin hat sich der Parkplatz sehr mit Wohnmobilen gefüllt, und wie immer sind es ausschließlich Franzosen, die uns umgeben.



nachmittags sitzen wir bei uns am Platz in der Sonne



auf diesem Parkplatz können die Wohnmobile stehen für 25 DH (2,25 EUR)

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