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Samstag, 13. April 2013



Blick auf La Herradura

Schnell ist die Yamaha aus der Garage geholt und es kann losgehen nach Nerja. Zu so früher Tagesstunde, es ist vielleicht elf Uhr, sind die Straßen noch recht leer, sodass wir die Fahrt auch etwas genießen können, was die Meerblicke angeht. Aber jetzt, da wir in dieser Fahrtrichtung unterwegs sind - im Gegensatz zu Mittwoch - sehen wir doch viel zu viele Ferienhäuser, die überall hingesetzt wurden. Selbst an den Berghängen kleben die Häuser jeweils im Dutzend.



viel zu viel Beton überall



die Küstenstraße ist trotzdem eine hübsche Strecke



Was gibt's denn für Schnäppchen im Nerja Book Centre?

Nach knapp 30km ist Nerja erreicht, und als erstes schauen wir mal beim Nerja Book Centre vorbei, denn wer weiß, ob sie samstags nicht schon mittags schließen? Wir brauchen eigentlich keine Bücher, aber dann findet Annette bei den Schnäppchen á 90 Cents eines von Martina Cole namens The Business. Das nimmt sie also mit, aber als wir dann weiterlaufen auf der Straße, sieht sie in einem Papierkorb, in unmittelbarer Nähe zum Laden, eine große Plastiktüte voller Bücher. Gott, wie kann man Bücher wegschmeißen? Oder wollte man die im Laden abgeben und sie wurden nicht genommen? Wir laufen ein Stück weiter, aber dann geht Annette zurück zum Papierkorb, um die Plastiktüte mitzunehmen und einfach an unserer Yamaha anzuhängen. Es sind dann sogar zwei große Tüten voller Bücher (eines in holländisch, eines in französisch, alle anderen in englisch). Sie nimmt beide mit und rangiert diejenigen Bücher aus, die ihr auf den ersten Blick nicht gefallen. Bleibt also immer noch eine große Tüte zum Mitnehmen. Die andere wandert wieder in den Papierkorb. Jetzt machen wir uns auf zum Balcón de Europa.



Blick auf die Kirche von Nerja



auf dem Balcón de Europa

Die Stadt Nerja ist für ihren sogenannten Balcón de Europa (Beton de Europa) berühmt, die Panoramaterrasse, die sich weit ins Meer vorschiebt, und von der aus man einen tollen Blick auf die zerklüftete Küste und das gebirgige Hinterland hat. Die Blicke in beide Richtungen sind dann wirklich schön; es sind sogar schon Leute im Wasser. Grr. Aber es ist auch ein heißer Tag heute.


 



vom Balkon aus hat man eine tolle Sicht auf die zerklüftete Küste


 


 



zu dieser frühen Stunde ist noch nicht so viel los in Nerja

Allzu viel anderes hat Nerja auch irgendwie nicht zu bieten. Wir bummeln ein wenig über den Kirchplatz und setzen uns auf einen Kaffee in eines der Straßencafés. Alle Cafés und Restaurants scheinen hier Balcón de Europa zu heißen. Die Markise ist aufgespannt, aber wir braten trotzdem in der Hitze. Dann reden wir auch wieder davon, wie es wohl wäre, ein Häuschen im Süden zu haben? Skeptisch sind wir immer, ob Spanien überhaupt unser Land ist. Die Mentalität und alles. Annette, die sich eigentlich nirgendwo im Ausland ansiedeln will, lässt sich aber auch mal wieder zu solchen Gedanken hinreißen.



un café doble y un café con leche, por favor



in den hinteren Gassen geht es beschaulich zu



auf der Geschäftsmeile von Nerja

Wieder zurück bei der Yamaha sehen wir, dass die Büchertüte noch immer auf uns wartet. Wir verstauen die Bücher im Koffer und machen uns auf die Rückfahrt. Biegen auch mal nach Mato und nach La Herradura ab, weil beide Orte von der Küstenstraße oben so hübsch aussehen. Mato rühmt sich sogar mit einem Balcón de Mato, der aber nicht viel hergibt. La Herradura ist beim näheren Hinsehen kein bisschen charmant. Eher gesichtslos. Und der Strand besteht aus groben Steinen, die wir Schutt aussehen. Na ja, das Mittelmeer eben. Daheim sortiert sich Annette durch die Bücher, rangiert dabei sechs Thriller aus, geht damit zu unserem englischen Nachbarn und fragt, ob er sie haben mag? Er freut sich sehr, will auch schon zu dreien seiner Bücher greifen und sie ihr geben. Aber nein, Annette braucht keine Bücher zurück. Den Rest des Nachmittags sitzen wir in herrlichstem Sonnenschein bzw. unter der Markise, und abends wird die Burg von Salobreña wieder so schön beleuchtet.



Blick auf die Strandbucht von La Herradura



Blick über die Dächer von Almuñécar



abends wird die Burg von Salobreña beleuchtet

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