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Samstag, 06. April 2013



ein letzter Blick auf unseren Übernachtungsplatz in Essaouira

Die Sonne ist wieder da, aber jetzt wollen wir nicht länger in Essaouira bleiben, sondern zu neuen Ufern aufbrechen. Morgens läuft Annette noch schnell zum Campingplatz, der sich neben bzw. hinter dem Leuchtturm befindet, um dort Brot zu kaufen. Gegen Mittag geht es dann los; wir tanken noch in der Stadt und halten uns in nördlicher Richtung nach Safi, einer Stadt in 114km Entfernung. Die soll nur als Himmelsrichtung dienen, denn Safi ist eine Industriestadt.



vorbei geht es am Leuchtturm, der in unserer unmittelbaren Nachbarschaft steht



wir verlassen Essaouira

Wir biegen dann direkt auf die Küstenstraße ab, sind also nicht auf der N1, sondern auf der 301. Die Straße ist in sehr unterschiedlichem Zustand, manche Strecken sind sehr gut, dann wieder kommen Schlaglöcher, wie wir sie lange nicht mehr gesehen haben im Land. Der Blick aufs Meer entschädigt uns dafür, und auch manche Häuser, die wie kleine Burgen aussehen mit ihren gemauerten Steintürmchen. Wirklich hübsch.



die Häuser sind wie kleine gemauerte Burgen mit den Türmchen und Zinnen



die Straße geht fast durchgängig am Meer entlang

Irgendwann, nach vielleicht 80km, kommen wir an die Stelle, wo der Oued Tensift ins Meer mündet. Der Anblick erinnert uns irgendwie an Odeceixe in Portugal (obwohl es dort viel hübscher ist als hier). Noch ein paar Kilometer mehr und wir kommen durch das Dorf Khemis Oulad el Hadj, wo riesige Wasserpfützen noch an den vergangenen Regen erinnern. Und doch sollten wir hier mal anhalten und etwas Obst, Wassergallonen und vielleicht auch Fleisch kaufen. Und so halten wir am Ende der Durchfahrtsstraße.



hier mündet der Oued Tensift in den Atlantik


 



das Kamel bringt eine Riesenladung Brennholz heim oder auf den Markt



wir erreichen den Marktort Khemis Oulad el Hadj

Puh, so ein schäbiges Dorf haben wir ja lange nicht mehr gesehen bzw. sieht man wohl nicht alles, wenn man immer nur durchfährt. Wir wollen auch wieder Brot kaufen, denn das kann man ja kaum auf Vorrat kaufen; es trocknet immer ruckzuck aus. Von einem winzigen Laden zum anderen rennen - es sind bestimmt acht Versuche, die wir unternehmen - aber niemand verkauft Brot. Das gab es ja noch nie. Na gut. Schauen wir uns mal das Fleisch an.



wir wollen mal wieder einkaufen gehen



auf der Hauptstraße gibt es mehrere Garküchen



es werden wohl hauptsächlich LKW-Fahrer einkehren



es ist skurril, wie hier überall die Füße und Rinderhälften herumhängen

Dass das Fleisch ja immer an Haken hängt bei Regen und Schnee, macht uns dabei eigentlich nichts aus. Dafür ist es gut abgehangen und kommt nicht aus Massenhaltung. Außerdem wird es ja kräftig angebraten oder gekocht. Wir wollen Rinderfilet, und das kostet 120 DH/kg (10,80 EUR). Am Ende schneidet der Verkäufer zwei Filetstücke aus den Rinderhälften, die es auf 1,5kg bringen. Er mogelt uns dabei aber auch einiges an Talg unter, sogar ein Stück Knochen, aber egal. Weiter geht unsere Fahrt.



wir wollen heute auch Fleisch kaufen



das Messer wird angesetzt . . .



ein weiterer Versuch, noch irgendwo Brot zu bekommen



der Strandort Souiria kommt in Sicht

Aber nicht sehr weit, denn schon nach etwa 8km sehen wir einen Badeort, der von weitem recht gefällig aussieht. Also biegen wir ab und fahren mal durch den Ort. Er heißt Souiria Qédima. Auf einem größeren Parkplatz mitten im Ort bzw. neben der Promenade kommen wir zum Stehen. Mei, wie die Promenade hier versandet ist. man kann ja keinen einzigen Schritt tun. Hier muss ein Sturm gewütet haben. Auch ist der Sand noch klatschnass. Laufen wir also unten auf der Straße, und es kommt ja eh kein Auto des Wegs. Der Ort liegt da wie ausgestorben, obwohl er recht hübsch angelegt ist mit schicken Ferienhäusern, von denen keines dem anderen ähnelt.



die Strandpromenade ist hoffnungslos versandet (verwüstet)



alles ist hübsch angelegt



wir können nur unten auf der Straße laufen

Ganz am hinteren, also südlichen Ende der Promenade sehen wir, dass wir uns hier irgendwo hinstellen könnten und heute gar nicht mehr weiterfahren müssten. Und so machen wir es. Auf der kurzen Fahrt hierher sehen wir sogar einen Wohnmobilstellplatz, auf dem drei Wohnmobile stehen. Alle anderen Plätze haben eine Eisenkette davor. Na, wir wollen eh lieber allein und frei stehen. Dann richten wir uns ein auf einen hübschen Nachmittag mit Meerblick. Abends essen wir vier kleine Stücke vom Rinderfilet und müssen sagen, dass das Fleisch butterweich und zart ist. Das sollten wir in größeren Mengen nachkaufen, einfrieren und mitnehmen nach Europa. Spät abends, es ist 19:45 Uhr Ortszeit (für uns also schon 21:45 Uhr) und stockfinster, knattert ein Quad hierher. Es klopft an die Tür und jemand drückt Herbert einen Zettel (Kassenbon) mit den Worten Parking in die Hand. 30 DH sind zu bezahlen. Mei, hier ist aber auch nichts umsonst, man muss wirklich für alles immer bezahlen. Aber dafür bleiben wir die einzigen hier über Nacht.



ganz ans äußerte südliche Ende der Promenade und des Ortes stellen wir uns hin für die Nacht



die Sonne taucht ins Meer

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