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Donnerstag, 25. April 2013



ruckzuck landet die Yamaha in der Garage

Nach einem sonnigen Tag sieht es am Morgen nicht gerade aus, und so fackeln wir nicht lange, sondern fahren wir die Yamaha in die Garage und dann sagen wir Adios. Schön, dass wir es überhaupt so lange hier auf der Wiese ausgehalten haben; es war uns eine angenehme Zeit. Unser englische Nachbar drückt Annette noch ein Buch in die Hand mit den Worten: Do you know Jilly Cooper? You'll love her. (Mit dem Titel Rivals. Na, mal schauen, wie das Buch so ist.) Dann fahren wir los und nach wenigen Metern halten wir schon wieder, nämlich am Brunnen am Fuße der Festung von Salobreña. Hier holen auch die Einheimischen ihr Trinkwasser, und auch Herbert ist schon mit der Yamaha, zwei Kanistern und der Gießkanne hier gewesen, denn unser Wasservorrat hätte ja nie so lange gehalten ohne Nachschub. Jetzt zu zweit arbeiten wir wie am Schnürchen, auch wenn es natürlich eine Heidenarbeit ist, unseren riesigen Wassertank aufzufüllen. Dann fahren wir noch zu Repsol in Salobreña, wo es Autogas - GLP - gibt. Allerdings haben sie den entsprechenden Adapter nicht. Die Gasanlage sei ganz neu, sagt der Angestellte, und Adapter hat er noch gar keine. Wäre halt gut gewesen, denn was man hat, das hat man.



am Brunnen - Fuente El Gambullón - füllen wir unseren Wassertank



es geht in nördlicher Richtung auf der Autovía de Sierra Nevada

Kurz vor Motril biegen wir von der Autovía del Mediterráneo ab auf die Autovía de Sierra Nevada. Das Straßennetz in Spanien ist ja wirklich bombastisch, und die Autobahn ist es auch. Sie geht über etliche Brücken und führt an herrlicher Landschaft vorbei. es dauert nicht lange und wir erreichen Granada. Auf dem Ronda Sur, dem Südring geht es in Richtung Sierra Nevada. Alles ist gut ausgeschildert.



die Autobahn führt hier über etliche Brücken



tief gehen die Schluchten



der Südring in Granada - Ronda Sur - führt uns zur Sierra Nevada, unserem heutigen Ziel



die A395 geht in tausend Kurven, ist aber in erstklassigem Zustand

Die Straße, die A395, die in die Sierra Nevada geht, windet sich natürlich in tausend Kurven, ist aber in perfektem Zustand und fast immer sehr breit. Man hat eben einiges getan für den Wintersport und -tourismus. Recht bald sehen wir die ersten Schilder: Altitud 1.750m, dann 2.000m und 2.250m. Parque Natural usw. Es ist eine hübsche und entspannte Fahrt die Berge hinauf, und irgendwie sind wir auch an die Pyrenäen erinnert



die Sierra Nevada zeigt sich von seiner besten Seite



puh, auf 1.750m kommt der Schnee


 


 


 



die Wohnhäuser bzw. Hotels sehen hier nicht gerade hübsch aus

Es ist komisch, von allen Seiten von Schnee umgeben zu sein. Vor allem, wenn wir an gestern denken, als wir in kurzen Hosen durch Almuñécar gelaufen sind. Irgendwann sehen wir den Ort Pradollano, ein paar Häuser und Hotels, eine Skipiste und auch einen Skilift. Auch ein Schild für einen Wohnmobilstellplatz (Autocaravanas, 60 plazas), noch etwas höher den Berg hinauf. Jetzt aber stellen wir uns erstmal auf einen Parkplatz, wo wir mit großer Verspätung frühstücken. Wenn wir aus dem Fenster schauen, sehen wir die Skiläufer den Hang hinuntersausen. So ist es eben in Andalusien.



auf 2.075m Höhe halten wir mal auf einem Parkplatz an



nach einem späten Frühstück geht es noch weiter hinauf bis auf knapp 2.500m



Gestern in kurzen Hosen am Strand - heute im Schnee. Das geht nur in Andalusien.



ein Männeken fährt sogar gerade hinunter, später sehen wir noch mehrere

Wir fahren also noch höher hinauf, verpassen dann aber die Abfahrt zum Stellplatz. Als wir noch höher sind, auf 2.500m, sehen wir die Wohnmobile weiter unten stehen. Drehen wir also um und gesellen uns zu ihnen. Und was für ein schöner Stellplatz. Mit Strom, Ver- und Entsorgung, sogar mit freiem WIFI. Die einzelnen Plätze sind vom Schnee befreit, der sich auf 1,50m auftürmt. In der Saison hat man hier 15 EUR pro Nacht zu zahlen, jetzt aber hat man die automatischen Schranken abgebaut. Ach, es gefällt uns hier, auch wenn es wie gesagt skurril ist: Gestern Sommerlaune, heute Wintergefilde. Draußen ist es hier natürlich recht kalt, aber nicht bei uns an Bord.



zu diesen Wohnmobilen wollen wir uns gesellen



Ja, ist das denn wohl möglich?



unsere Tagesroute ca. 79km

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