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Freitag, 27. April 2012



 wir sind wieder auf dem Stellplatz in Bad Aibling

Die Temperaturen sollen heute auf 28°C klettern, da sollten wir früh anfangen mit dem Polieren. Und so steigt Annette um 10 Uhr aufs Dach mit einem Eimer Wasser und der Nanopolitur. Im Vergleich zum letzten Jahr ist diesmal gar kein Moos an den Rändern der Dachfenster und der Umrandung der Klimaanlage. Und so ist sie nach insgesamt 1,5 Stunden mit allem fertig, steigt mit ihrem Fuß wieder auf Herberts Schulter, der ihren anderen Fuß dann so dirigiert, dass er auf dem Tisch landet. Also wäre Annette zehn Zentimeter kleiner, so würde der Durchstieg durchs Dachfenster wohl gar nicht funktionieren. Jetzt hat sie sich einen Becher Buttermilch doch redlich verdient. Dann macht sie sich ans Heck, wofür sie die Leiter braucht. Herbert hält die Leiter fest. Mittlerweile ist es so heiß, dass wir nicht weiterarbeiten können, denn die Politur würde sofort eindampfen. Gegen Mittag fährt Herbert mit dem Motorroller zur Waschanlage. Insbesondere der Motor hatte eine Wäsche nötig. Anschließend sitzen wir den ganzen Nachmittag nur noch unter der Markise. Herbert schaut nach, ob eventuell eine Nachricht vom OLG hinsichtlich des Termins eingegangen ist. Und tatsächlich ist sie das: Der Termin für den 2. Mai steht fest. Perfekt. Dann wissen wir endlich, woran wir sind.

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Donnerstag, 26. April 2012

 wir fahren zu MAN in Rosenheim zum TÜV

Am frühen Vormittag wieder ein Anruf unseres Anwalts: Der letzte Zeuge kann nun doch einen der vorgeschlagenen Termine wahrnehmen, und zwar gleich den allerersten am 2. Mai. Das wäre ja perfekt für uns, denn wir hatten uns entschieden, zumindest noch so lange in Deutschland zu bleiben, bis wir den Termin wissen. Aber so richtig fix ist der nächste Mittwoch noch nicht. Na, schauen wir mal.

in der Stadt vertreiben wir uns die Wartezeit

Um 14 Uhr haben wir heute den Termin bei MAN für den TÜV. wir fahren aber schon so früh los, dass wir gegen halb eins dort ankommen. Denn auf diese Weise können wir in der Stadt überhaupt irgendwo parken, wenn der Fußweg auch ziemlich weit von dort in die Innenstadt ist. Dafür ist strahlender Sonnenschein und eine Affenhitze. Nachdem wir durch ein paar Geschäfte gebummelt sind, setzen wir uns in eines der vielen Cafés (auf der Schattenseite vom Max-Josefs-Platz) und reden natürlich hauptsächlich vom gestrigen Prozesstag. Etliche Details kommen uns ins Gedächtnis, die gesagt wurden und uns immer mehr beruhigen, was das Endurteil angeht. Wieder kommt ein Anruf: Die Nutzungsgebühr, die gestern noch bei der grotesken Summe von 20.000 EUR lag, pendelt sich heute auf etwa 1.000 EUR ein, eine Summe, die von einem DEKRA-Gutachter angegeben wird.

 mit dem Wetter haben wir in unseren Deutschlandtagen ja wirklich Glück

 der Mangfall (der Fluss) geht durch Rosenheim

 zurück bei MAN

Um 15 Uhr sind wir zurück bei MAN (der TÜV-Mann war ja erst um 14 Uhr da), der PhoeniX kam anstandslos durch den TÜV und wartet schon auf uns. Jetzt noch zur DEKRA, um die Yamaha durchzubekommen. MAN hat den TÜV für den Roller nicht durchführen können, weil ihnen das Gerät zur Abgasprüfung fehlt. Bei der DEKRA holen wir die Yamaha heraus, der Mitarbeiter fährt damit eine winzig kleine Runde auf dem Firmengelände, fährt dann in die Halle und keine zwei Minuten später ist seine Inspektion fertig. Da gucken wir. Wir gucken auch, als uns die Rechnung präsentiert wird. 61 EUR für die zwei Minuten Arbeit. Na ja. Jetzt noch in die Waschanlage in Bad Aibling, endlich den PhoeniX waschen, damit wir ihn morgen wieder mit der Nanoversiegelung polieren können.

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Samstag, 21. April 2012


 Bayern, wir kommen

Gott, wie sieht das Wohnmobil aus. total verdreckt von vielen Fahren im Regen. Eine Schande ist das. Wir sind wieder recht früh unterwegs in Richtung unserer alten Heimat. Bayern begrüßt uns unter blauweißem Himmel und mit strahlendem Sonnenschein. Na, wenigstens darauf kann man sich verlassen.


 diese kleine Kirche steht am Irschenberg

Am Irschenberg hat man immer einen großartigen Eindruck vom Freistaat Bayern mit den Bergen rings umher. Überall auf den Bergen liegt Schnee, es muss also auch hier tüchtig geregnet haben. Unser erstes Ziel für heute ist Rosenheim, wo wir ein kleines Geschenk für unseren Enkel kaufen wollen. Vielleicht und hoffentlich finden wir ein schönes Buch für ihn. Dann das Pech, dass die Loretowiese gesperrt ist wegen einer Messe. Wo also parken? Wir stellen uns dann einfach neben die Schranke bei der Dekra; heute am Samstag ist ja alles verwaist.


 Ankunft in Rosenheim


 diesmal wollen wir unserem Enkel ein schönes Buch schenken


in Rosenheim (Max-Josefs-Platz) ist heute bei strahlendem Wetter der Teufel los

Ein schönes Buch, das sogar Geräusche macht, wenn man an bestimmten Stellen zieht, ist dann auch gefunden. Auf dem Max-Josefs-Platz ist richtig viel los bei dem schönen Wetter. Es ist später Nachmittag, als wir uns auf den Weg machen zu Herberts Tochter. Mei, ist der Kleine gewachsen und süß geworden. Er versteht alles und ist eine richtige Freude. Er sitzt dann auf Annettes Schoß, während sie ihm das Buch zeigt. Herberts Tochter und deren Mann wollen bauen und sind nun voll in der Planung. Ein Grundstück haben sie bereits gekauft, was wir uns anschauen, als wir abends nach Bad Aibling zum Stellplatz fahren. Der Stellplatz ist dann ziemlich voll und wir können gerade noch dort unterkommen.


 auf der Fahrt zu Herberts Tochter


 unsere Tagesroute ca. 249km

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Mittwoch, 25. April 2012

das Gebäude ganz hinten mit den roten Dach ist das OLG München

Gestern Nachmittag erreichte uns ein Anruf unseres Anwalts: Der Richter am OLG hätte ihn angerufen und gebeten, dass Annette zum morgigen Termin erscheinen und noch einmal aussagen möge. (Sie wurde ja beim letzten Termin im September 2011 nicht mehr benötigt trotz Ladung.) Und nachdem wir gestern bis spät in die Nacht, bis ein Uhr, noch einmal bei Herberts Tochter waren und mit ihr und deren Mann, Herberts Exfrau und deren neuem Mann zusammengesessen und -gegessen und geredet haben und erst um 2 Uhr ins Bett kamen, auf dass es eine möglichst kurze Nacht würde, ist heute also unser großer Tag. Die Übernächtigtheit steht uns eigentlich ganz gut; wir sind weniger aufgeregt als sonst. Um 10:30 Uhr beginnt der Prozess, den Auftakt macht Annette mit ihrer Aussage, was total günstig ist, denn anschließend kann sie im Gerichtssaal verbleiben. Dann ist die Frau des Beklagten an der Reihe. Herbert malträtiert die gute Frau und hat tausend Fragen an sie. Widersprüchlichkeiten treten zutage. Dann redet einer der drei Richter (zwei Männer, eine Frau): Er hält das Pamphlet von 22 Seiten in der Hand und sagt dem Beklagten "das gehört sich nicht, 22 Seiten mit Behauptungen gegen die beiden Gutachter und dann die Gebühren von 1.200 EUR (600 pro Nase) nicht bezahlen, obwohl die Gutachter auf dieses Pamphlet hin geladen werden müssen für deren Richtigstellungen. Der heutige Prozesstag verläuft total gut für uns, sowohl Gutachter A als auch B, der immer so vage war, sagen "dass der Beklagte zu 100% vom Schaden gewusst hat". Der Beklagte, der in seinem Pamphlet schrieb, dass Gutachter A nun schon dreimal das Fahrzeug begutachtet hat und noch immer nicht erkannt hat, dass wir das Fahrzeug geflutet hätten, dass es später noch eine zweite Flutung seitens der Werkstatt gegeben hätte, wird irgendwann wieder ungehalten und sagt wörtlich "Ich habe ja wohl die meiste Sachkenntnis von allen im Raum Anwesenden". Worauf alle im Raum Anwesenden äußerst negativ reagieren. Auch wurde Gutachter B im Pamphlet nicht verschont in Sachen seiner Urteilsfähigkeit und seines Fachwissens. Na, wie dem auch sei, alles wird protokolliert, praktisch jedes Wort. Bis der Prozesstag um 13:30 Uhr beendet wird, fordert der Richter von uns, dass wir zu den vorgelegten Rechnungen auch Bankauszüge vorzulegen hätten, da die Gegenseite unsere Investitionen anzweifelt. Auch will der Richter, dass Gutachter A eine Summe nennt, die der Nutzung entspricht für den Zeitraum von den knapp 6 Monaten, die wir das Fahrzeug benutzt haben. In diesem Zeitraum haben wir das Fahrzeug 8.000km bewegt und die Gegenseite verlangt 2,50 EUR pro Kilometer, was einer Summe von 20.000 EUR entspräche. Eine Summe, die alle im Raum Anwesenden als abenteuerlich bezeichnen. Gutachter A fände 500 EUR angemessen. Jedenfalls sind alle drei Richter völlig auf unserer Seite und lassen dies den Beklagten spüren. Einmal mehr braust dieser auf und fragt "Sie wollen mich doch wohl nicht als Lügner bezeichnen, Herr Richter?" Und doch hat die Beklagtenseite wieder eine Möglichkeit gefunden, den Prozess weiterhin in die Länge zu ziehen, und zwar mit einem Zeugen, der auch schon damals vor dem Landgericht Traunstein ausgesagt hat. Es werden vom Richter drei Termine vorgeschlagen, der Anwalt der Gegenseite telefoniert mit diesem Zeugen, aber natürlich ist dieser Zeuge bei allen drei Terminen verhindert. Na ja, so war es ja immer. Aber heraus kommt der Beklagte jetzt nimmermehr, da sind wir nach dem heutigen Prozesstag überzeugt. Bei strahlendem Sonnenschein fahren wir von München wieder heim nach Bad Aibling, erzählen den Lieben vom derzeitigen Stand der Dinge und bringen abends den Polo wieder zurück zu Herberts Exfrau. Morgen müssen wir zum TÜV; der noch im April fällig ist

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Freitag, 20. April 2012



 Blick auf Clerval am Fluss Doubs

Als wir morgens weiterfahren, sieht der Himmel noch recht freundlich aus. Auch ist die Fahrt am Doubs entlang sehr hübsch. Kurz vor L'Isle-sur-le-Doubs halten wir an, um zu frühstücken. Währenddessen kommt schon wieder der erste Regenguss herunter. Weiter geht es in Richtung Belfort und Basel, denn diesmal wollen wir durch die Schweiz, was wir schon lange nicht mehr getan haben.


 Durchfahrt durch L'Isle-sur-le-Doubs


 wir überqueren den Doubs


an der Grenze zur Schweiz

Es ist halb vier, als wir an der Grenze sind. Für die Schweiz müssen wir ja Schwergewichtsabgabe zahlen, weil das Wohnmobil über 3,5t ist. Aber egal, wieviel wir im Internet suchen, was es kosten wird: wir finden keinerlei Angaben, kommen nur immer auf unsere eigene Website in Sachen Schwergewichtsabgabe. Wir probieren auch altmodischere Bezeichnungen (für das Wort Abgabe), aber nichts klappt. Lassen wir uns überraschen und gehen in das Zollhäuschen namens Kreuzliacker. Auf dem Formular steht dann Schwerverkehrsabgabe. Aha. Und Wohnmobil heißt Wohnmotorwagen. Auf französisch Voiture d'habitation. Haben wir noch niemals gehört oder gelesen, das muss total altmodisch sein, denn in Frankreich heißen sie immer Camping-car. Na, wie auch immer, wir zahlen für den Tarif für 10 Tage innerhalb eines Jahres 32,50 CHF, was etwa 27,50 EUR sind.


 nichts zu sehen als Regen auf der Fahrt durch die Schweiz

Kaum sind wir in der Schweiz, wird es ganz dunkel und Dauerregen setzt ein. Aber besonders hübsch wird die Fahrt schon aufgrund der vielen Industrieanlagen entlang der Autobahn nicht. Der Regen hört den ganzen Tag nicht mehr auf, es wird auch richtig kalt draußen. Wir fahren über Zürich, Winterthur, St. Gallen bis St. Margrethen, wo wir die Schweiz verlassen und nach Bregenz hineinkommen. Auch hier ist das Wetter kein bisschen besser; wir tanken im Regen für 1,46 EUR für den Diesel. Im nachhinein glauben wir, dass der Diesel in der Schweiz günstiger gewesen wäre(1,82 Franken).


 wir biegen ab nach Bregenz, wo wir in strömendem Regen tanken

Wir fahren nach Lindau, wo Herbert zu McDonald's will, bevor wir weiterfahren. Mei, ist da was los, als hätten die Leute kein Zuhause. Eigentlich wollen wir noch bis auf die Autobahn und da irgendwo übernachten, aber dann fahren wir doch nur auf den Stellplatz in Lindau. Es ist klirrend kalt am späten Abend.



 unsere Tagesroute ca. 472km

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