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Donnerstag, 24. November 2016



es geht in die Serra da Estrela

So, in der Nacht haben wir die Heizung durchlaufen lassen. Jetzt am Morgen sieht auch wieder alles grau aus am Himmel. Wir wollen nicht mehr hier oben im Norden bleiben, aber Herbert will unbedingt noch in die Serra da Estrela hinein. Also auf geht's , noch mehr Kurven. So richtig ausgeschildert ist die Serra da Estrela anfangs nicht, nur der Ort Manteigas, der schon in den Bergen liegt. Unten am Fuße der Berge bekommen wir unsere Überdosis Herbstfarben ab, was für eine Pracht. Die Straße windet sich nach Manteigas, einem hübschen Bergdorf, von wo aus der höchste Punkt der Serra da Estrela - Torre auf 1.991m - ausgeschildert ist. Auch der Poço do Inferno. Auf den Gipfeln liegt jede Menge Schnee. Alle zweihundert Höhenmeter kommt ein Schild. Auf 1.000m ist noch alles grün, aber dann sehen wir schon erste kleine Schneeflecken am Straßenrand. Wie hübsch. Und wie gut, dass wir Winterreifen draufhaben.



Durchfahrt durch Valhelhas



wir erreichen Manteigas in den Bergen



Durchfahrt durch Manteigas

Dann kommt eine Übersichtstafel, und wir sehen, dass die Straße nach Torre gesperrt ist. Ist wohl so viel Schnee da oben und noch nicht geräumt. Aber wir können erstmal weiterfahren, und plötzlich ist der da, der Schnee. Die Straße ist schmal, aber in sehr gutem Zustand. Natürlich geht es in tausend Kurven daher. Immer dichter liegt der Schnee, es ist richtig märchenhaft für uns. Als wäre heute unser Geburtstag, denn immerhin sind wir Steinböcke, Winterkinder. Das Thermometer zeigt 1°C, aber als Annette mal aussteigt für ein Foto, ist es gar nicht so kalt. Eine andere Kälte als bei Nebel. Die Sonne kommt sogar heraus. Die Landschaft ist so schön, so viele Fotos kann man gar nicht machen, wie sie hergibt. Wir hatten gelesen, dass die Serra da Estrela zu den bemerkenswertesten Naturschönheiten Portugals gehört, und das zeigt sich uns jetzt. Auf 1.500m ist alles dick verschneit. Dann kommt die Abbiegung nach Torre, und eine Schranke verhindert die Durchfahrt. Na, immerhin sind wir hier auf 1.600m.



die Straße nach Torre, dem höchsten Punkt der Serra da Estrela, ist gesperrt



immer weiter geht es bergauf


 


 


 



da kommen wir angeschnauft



ein Blick zurück ins Tal


 



hier würde es nach Torre abgehen



Durchfahrt gesperrt



das kann nur Mutter Natur

Es geht nun weiter in Richtung Penhas da Saúde, einem weiteren Gebirgsdorf. Vorher kommen wir noch an einem Gebirgssee vorbei, auf den die Sonne gerade so schön scheint. Dann überlegen wir uns, noch einmal zu dieser Abbiegung zurückzukehren, um ein Foto von uns im Schnee zu machen. Nachdem das im Kasten ist, fahren wir weiter, aber die Schneegrenze hört dann ganz schnell auf. Die Landschaft ist auch nicht mehr so hübsch. Die Sonne geht weg. Da sind wir ganz froh, dass wir von der anderen Seite hochgekommen sind und nicht von hier bzw. von der Stadt Covilhã aus. Die Straße geht steil abwärts, und alles ist wieder grün. Covilhã ist dann ziemlich groß, Schwerpunkt der portugiesischen Tuchindustrie. Uns steht nach der schönen Natur nicht der Sinn nach Stadtbesichtigung, obwohl die Stadt bei der Durchfahrt ganz hübsch ist. Wir gehen jetzt auf die Autobahn, die A23 und wollen einen großen Sprung in Richtung Meer machen.



ein Erinnerungsfoto


 



bergab ist die Fahrt gar nicht mehr hübsch



wir erreichen die Stadt Covilhã



auf der Autobahn machen wir einen großen Sprung

Auf gut 120km geht es auf der Autobahn entlang, vorbei an Castelo Branco und Abrantes, vorbei am Rio Tejo und immer weiter südlich bzw. später westlich. Bis Torres Novas, wo wir die Autobahn verlassen und uns vom Navi nach Nazaré führen lassen. Es geht durch Mira de Aire und Porto de Mós und dann irgendwann nur noch durch Wald. Ob das alles so richtig ist mit dem Navi? Zumindest ist der Waldboden schon so typisch sandig und voller Nadelbäume, wie es am Meer typisch ist. Die letzten 10km geht es über Stock und Stein und dann erreichen wir tatsächlich Nazaré. Wir fahren nach Sítio hinauf, wo wir uns wie alle Jahre auf den Parkplatz kurz vorm Leuchtturm stellen. Puh, es ist schon halb fünf, heute tun wir nix mehr. Am Abend fängt der Regen an und nachts kommen gewaltige Regenmassen herunter. Und doch sind wir froh, wieder am Meer zu sein, zumal die Temperaturen hier bei 16°C liegen. Ist ja doch was anderes als 4°C und Nebel.



Durchfahrt durch Porto do Mós



Porto do Mós



wir erreichen Nazaré



immer der Beschilderung zum Leuchtturm - Farol - folgen



unser altbekannter Platz oben in Sítio



morgens im Schnee - abends am Meer mit Blick auf Nazaré