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Montag, 04. Januar 2016



in Sanlúcar de Barrameda leeren und füllen wir noch die Tanks

Egal, wie schrecklich das Wetter heute sein wird, wir werden weiterfahren. Als der nächste Regenguss kommt, warten wir aber doch noch eine Weile, damit wir nicht im Regen entsorgen müssen. Dann verabschieden wir uns auch noch von Ingrid und Horst, den beiden, mit denen wir ein paar schöne Stunden verbracht hatten. Es ist so richtig ungemütlich, als wir auf die Autobahn in Richtung Jerez de la Frontera (da kommt der Sherry her) gehen. Wir wollen auf die A381 nach Algeciras, und als dann die Auffahrt nach Algeciras - aber die A48 - kommt, ist uns die Zahl egal. Hauptsache, die Richtung stimmt. Aber denkste, die A48 geht über Tarifa und hört auf halber Strecke auf als Autobahn. Sie geht dann als Landstraße weiter. Nach Tarifa wollten wir bei dem ollen Wetter eigentlich gar nicht mehr, aber wenn wir jetzt schon mal auf dem Weg sind? Die Straßen sind auch gar nicht so gut wie wir sonst immer schwärmen. Würde man heute während der Fahrt einen Tee trinken wollen, so würde man sich ganz schön verbrühen am überschwappenden Tee. Man sollte eine Schnabeltasse nehmen.



auf die Autobahn geht es in Richtung Algeciras - und ewig grüßt der Stier



vor Tarifa, wo es immer windig ist, stehen viele Windräder



wir erreichen Tarifa im Regen

So, nach vielen Windrädern im Niemandsland erreichen wir Tarifa. Es regnet und es geht ein unglaublicher Wind. Wir durchfahren Tarifa also nur, und ehrlich gesagt gefallen uns die dutzenden Surfshops auch nicht. Alles ist nur auf Surfer ausgerichtet, richtig langweilig. Wir halten beim Lidl und kaufen ein. Dann sitzen wir an Bord und essen etwas, während draußen ein mörderischer Sturm wütet. Hier wollen wir nicht bleiben, aber in Regen und Wind weiterzufahren ist auch keine gute Vorstellung. Aber was soll's? Hinter Tarifa, wo man normalerweise immer so einen schönen Blick auf Afrika und die Straße von Gibraltar hat, kommt dichter Nebel auf. Wir sehen nix bis auf die Rücklichter unseres Vordermanns. Schade um die eigentlich schöne Fahrt. Dann erreichen wir Algeciras und alles wird wieder normal. Unser Ziel ist Gibraltar, wo wir eventuell auch eine neue Kamera kaufen wollen.



Durchfahrt durch Tarifa



im Nebel geht es weiter



als wir Algeciras erreichen, hört der Regen auf



ein erster Blick auf den Felsen von Gibraltar - The Rock



ruckzuck geht es über die Grenze

Mit dem kleinen Schnucki können wir völlig sorglos rüberfahren nach Gibraltar. "Just the two of you?" (Nur Sie zwei?) fragt man an der Grenze und schaut auf die Pässe. "Yes, just the two of us (Ja, nur wir zwei.) sagen wir und schwupp sind wir in Gibraltar. Annette hat auch schon RadioGib eingeschaltet. Gibraltar gefällt uns immer richtig gut für einen Tag. Heute wollen wir nicht mehr in die Geschäfte. Der Regen hat zwar aufgehört, aber wir wollen nur zum Leuchtturm hinten am Europa Point. Mit dem Phoenix waren wir bisher nur einmal in Gibraltar, zum Tanken. Die Straßen zum Leuchtturm hin sind eng und kurvig und immer Berg und Tal. Aber was für schöne Ausblicke aufs Meer. Und manch schönes Haus gibt es hier. Dann erreichen wir den Europa Point und sehen die Moschee schon von weitem. Das Licht ist gerade wieder so schön. Aber hier ist gar keine Brachfläche mehr ringsum. Alles ist jetzt gepflastert und geteert. Schilder mit "Cars only" (Nur Autos) und "Fine or Cramp" (Strafgebühr oder Kralle) sind hier und da zu sehen. Als Annette mal aussteigen und sich alles genauer anschauen will, reißt der Wind ihr fast die Tür aus der Hand. Die Landkarte fliegt fast davon. Hier wollen wir nicht bleiben. 



die Straßen in Gibraltar sind eng



wir wollen zum Europa Point


 



schön ist es hier hinten zum Meer hin



ein Blick aus dem Seitenfenster



die Moschee kommt schon in Sicht



Ankunft am Leuchtturm am Europa Point



es ist irre windig, und so wollen wir nicht bleiben, auch ist das Parken wohl nicht gestattet für unsereinen

Wir wollen jetzt hintenrum um den Felsen fahren und dann wieder zurück auf die spanische Seite. Was für eine schöne Fahrt. Hier waren wir noch nie. So eine hübsche Küstenstraße. Dann geht es durch einen Tunnel, der mitten durch den Felsen von Gibraltar geht. Irgendwann sind wir wieder in den Straßen von Gibraltar und wollen nur noch abbiegen zum Grenzübergang. Es ist 17 Uhr. Was für ein Stau. In Schlängellinien und in Zweierreihen geht es wieder zurück. Niemand will jetzt noch unsere Pässe sehen. Wir fahren dann die äußere Straße entlang, die direkt am Meer entlangführt und sehen einen Parkplatz, auf dem mehrere Wohnmobile stehen. An der Einfahrt steht Precio: 1€. Na ja, bleiben wir doch da für die Nacht. Sieht aus wie ein altes Sportgelände oder so. Der Kassierer kommt abends und verlangt 3 Euros. Entsorgen kann man hier auch. Wir sind ganz schön kaputt jetzt, und wären wir nicht in Gibraltar gewesen, so wäre es ein langweiliger Tag geworden mit viel Regen und Schmuddelwetter. So aber wurde alles noch recht schön für uns.



wir halten nochmal an für ein Foto


 



ein letzter Blick auf den Leuchtturm


 



der Tunnel geht direkt durch den Felsen



ein paar hübsche Strandhäuschen hat man hier gebaut


 



alle wollen wieder über die Grenze



über das Rollfeld bzw. Airfield geht es



wir stehen auf einem Parkplatz auf spanischer Seite



unsere Tagesroute ca. 171km

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