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Donnerstag, 07. Januar 2016



morgens riecht es hier wie im Wald

Die Luft riecht so richtig schön nach Wald und Harz, als wir morgens mal die Tür aufmachen. Allzu kalt war die Nacht auch nicht. Wir sind dann ziemlich früh unterwegs, so früh, dass die Sonne so stark aufs Meer scheint, dass dieses ganz weiß aussieht und die Fotos fast verblitzen. Wir wollen jetzt erstmal nur bis Salobreña fahren. Zona de Curvas, heißt es auf Warnschildern, und entsprechend kurvig ist die Küstenstraße. Es geht auch durch manchen Tunnel - Zona de Túneles. Kurz vor Salobreña biegen wir ab nach La Caleta, wo man früher immer auf einer Wiese am Fuße von Salobreña stehen konnte, die aber vor zwei Jahren für Wohnmobile gesperrt wurde. Aber vielleicht hat man ja einen Ausweichplatz gefunden? Jetzt ziert eine Höhenbegrenzung die alte Wiese, und die Wohnmobile stehen neben dem Wasserbrunnen ganz in der Nähe. Hier will Herbert nicht bleiben.



wir können allen Küstenorten aufs Dach schauen



Durchfahrt durch Almuñécar

Wir wollen aber trotzdem mal in die Stadt gehen, denn Annette will in dem Bücher- und Schreibwarengeschäft ein paar Bücher tauschen. Also parken wir auf dem Parkplatz von Maxi Día und gehen los. Du kannst dich ja mit dem Tablet in die Biblioteca setzen und ins Internet gehen. Ich gehe dann allein zum Geschäft, sagt Annette. Und so machen wir es. Drei schöne Bücher findet Annette zum Tauschen, darunter eines von Anita Shreve "The Last Time They Met". Der Grund, warum Annette fast nur noch Bücher auf englisch liest, ist die Flucht vor der deutschen Sprache. Die schöne deutsche Sprache, die man in den letzten Jahren so verhunzt hat, dass sie nicht mehr schön ist. So, dann holt Annette den Herbert wieder ab von der Bibliothek und wir können weiterfahren. Kaum haben wir Salobreña hinter uns gelassen, fangen die hässlichen Treibhäuser mit den Plastikfolien an. Wo man hinschaut, sieht man nichts als Plastikfoliendächer. Kurz hinter Calahonda stoßen wir wieder automatisch auf die A7, die aber weiterhin am Meer entlangführt.



wir verlassen Salobreña, nachdem wir alles erledigt haben


 



die A7 geht immer schön an der Küste entlang



Treibhäuser überall



jeder Fleck ist zugebaut mit Plastikfolie

Im La Strada sitzen wir natürlich viel niedriger als im Phoenix, und wir müssen immer ganz stark zoomen, damit nicht auf jedes Foto die Leitplanke kommt. Wir fahren und fahren, vorbei an Almería und immer weiter, und haben eigentlich gar keinen Plan, wohin wir sollen? Die Plastikfolien sind so hässlich und das Land so riesig und endlos. Wir beschließen, bis Vera auf der A7 zu bleiben. Dort fängt die AP7, die Bezahlautobahn, an. Also runter nach Vera, wo wir ein paar Tintenfischringe und Muscheln und eine Paprikaschote kaufen für einen Meeresfrüchtereis. Dann halten wir uns nach der Beschilderung zu den Stränden - Playas de Vera. Hier in Vera gibt es auch ein FKK-Dorf, das wir von früher her kennen. Jetzt stellen wir uns auf eine Parkfläche, von der wir das Meer sehen können. Herbert fängt dann früh an mit dem Kochen. Wasser in den Topf, einen Brühwürfel, die Muscheln und die Tintenfischringe hinein, Knoblauch auch und einen Klecks Tomatenmark, und als das Wasser kocht, eine Tasse Reiskörner dazu und warten, bis der Reis fertig ist. Macht kaum Arbeit und noch weniger Dreck in der Küche, und schmeckt richtig gut. Schön fischig. Hier sind noch drei weitere Wohnmobile, und der Abend ist sehr milde, die Luft ganz warm. Und dabei hatte die Iberische Halbinsel gestern Abend auf der Wetterkarte (in der Tagesschau) richtig verheerend ausgesehen.



ein Blick auf Almería von der Autobahn aus



wir fahren und fahren durchs riesige Spanien



Ankunft in Vera mit Blick aufs Meer



unser Abendessen - Reistopf mit Meeresfrüchten



unsere Tagesroute ca. 216km

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