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Samstag, 16. Januar 2016



auf dem Stop & Go La Volta tanken wir noch Wasser

Windig ist es heute immer noch, aber lange nicht so arg wie gestern. Als wir für die zwei Nächte bezahlen, gibt man uns ein Kärtchen, auf dem unsere zwei Nächte eingestempelt sind. Jetzt sind da noch sieben kleine Felder, die abgestempelt werden können. Auf dem Stop & Go La Volta ist jede 10. Nacht kostenlos, und es müssen anscheinend keine aufeinanderfolgenden Nächte sein. Herbert muss beim Losfahren zwei- oder dreimal rangieren, um an den wirklich engen Bäumen vorbeizukommen. Dann geht es für uns in nördlicher Richtung weiter. Über Benicarló, Vinaros usw., immer die N340 entlang, die bestimmt 1.500km lang ist.



Durchfahrt durch Benicarló



wir erreichen Catalunya

Die neue Mode ist jetzt übrigens, dass man zu diesen leidigen Beulen, diesen Erhöhungen im Asphalt, die den Fahrer ständig zum Bremsen zwingen, den Asphalt aus der Fahrbahn herausschneidet, etwa 30 bis 40cm breit und 1 oder 2cm tief, quer über die gesamte Fahrbahn. Diese blöden Vertiefungen sieht man immer so spät, und dann macht es ba-bam, ba-bam, und erschüttert das ganze Fahrzeug. Manchmal sind es auch dick aufgetragene Farbstriche auf der Fahrbahn, besonders vor Kreisverkehren, die den gleichen Effekt haben. Na, jedenfalls macht es bei uns irgendwann auch wieder ba-bam, ba-bam und dann macht es  k-r-a-c-h  und dann ist die Schiebetür vom Bad mitsamt der Halterung herausgerissen und liegt schräg gegenüber am Kühlschrank an. Ganz toll. Da freuen wir uns.



die Schiebetür vom Bad ist herausgerissen

Wir können irgendwann anhalten und uns den Schaden mal anschauen. Alte Klebeflächen sehen wir; man hat die Schiebetür also nur an die Schiene angeklebt bzw. an vier kleinen angeschraubten Befestigungen angeklebt. Jetzt müssen wir einen Baumarkt finden. Annette sagt: Die heißen hier AKÌ oder BRICO-irgendwas. Auf portugiesisch heißt Klebe Cola, aber hier? Keine Ahnung. Auf spanisch kann sie sich kein einziges Wort merken, aber sie hat einen ziemlich guten Wortschatz auf portugiesisch. Das ist die Liebe zu dem Land. Die Stadt Tarragona ist nicht mehr weit, und wir halten Ausschau nach einem großen Centro Comercial, die ja oft direkt an den großen Verkehrsadern liegen. Das klappt dann auch; wir sehen aus der Ferne einen Riesenkomplex, und da ist auch Bauhaus.



windig ist es heute auch, aber lange nicht so arg wie gestern



in Tarragona finden wir einen Baumarkt

Wir nehmen die Schiene mit in den Baumarkt. Damit wir nicht überall suchen müssen, geht Annette zur Information. "Where will I find the glue, please? Cola?" Auf das Wort Cola beißt die Frau von der Info an. Ein Wortschwall ergießt sich über uns, und das Wort Peintures (Farben). Also hin zur Farbenabteilung. Dort erklären wir unser Anliegen einem jungen Mann in einem Mix aus portugiesisch und spanisch und englisch. Die Verständigung klappt gar nicht so schlecht; wir sind ja hier in Catalunya, der Region, die sich vom restlichen Spanien abspalten will. Und vielleicht sind sie hier ja wirklich klüger als im Rest des Landes. Jedenfalls kaufen wir am Ende einen Zweikomponentenkleber. Der Mann erklärt uns, wie man das mischt und die Wartezeit bis zur Anwendung. Dann fahren wir weiter.



weiter geht unsere Fahrt



Durchfahrt durch Ordal

Irgendwo hinter Vilafranca del Penedès, im kleinen Ort Les Casetes d'en Julià, kommen wir endlich zum Stehen. Kein schöner Platz, aber es ist schon nach 16 Uhr. Jetzt schauen wir uns die Sache mit der Schiebetür genau an. Kratzen die alten Klebereste ab und merken dann, dass wir die Schiene in die vier Halterungen schieben können aufgrund der Profilkante. Kleben müssen wir da gar nicht. Es ist dann zwar einigermaßen schwierig, aber mit vereinten Kräften kriegen wir das hin. Die Tür gleitet jetzt sogar besser als vorher. Vielleicht hat der Vorgänger das mal geklebt und es war nicht original so von La Strada. Jetzt essen wir erstmal etwas, schalten die Heizung ein bei einer Bordtemperatur von nur noch 18°C und draußen 9°C. Wir sind trotzdem ganz schön kaputt von der Aufregung und gehen recht zeitig zu Bett. Vorher schreibt Annette noch den heutigen Tagesbericht, damit sie nicht morgen in aller Herrgottsfrühe aufstehen muss.



unser Nachtplatz



unsere Tagesroute ca. 192km

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