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Mittwoch, 06. Januar 2016



weiter geht es an der Küste entlang

Dass die Nacht kalt würde, hatten wir schon gestern Abend gemerkt, als wir bei nur 18°C zu Bett gingen. Die Wolldecken hatten uns dann gute Dienste geleistet. Es sind am Morgen nur 10°C, die wir an Bord haben, also schön die Heizung an. Heute früh können wir mal richtig lange ausschlafen, denn die fleißige Biene (wer das wohl sein mag?) hatte schon gestern Abend den ganzen Text geschrieben und zusammen hatten wir dann noch die Fotos ausgesucht. Wir stehen also jetzt auf und setzen uns direkt an den Frühstückstisch mit Tee und allem. Es ist 9:17 Uhr, als die Polizei ankommt und uns einen Zettel übergibt, auf dem in vier Sprachen steht, dass das Campen auf öffentlichen Straßen und Wegen sowie am Strand und Ufergebiet verboten ist. Zwischen 21:00 und 9:00 Uhr ist es verboten, Wohnmobile oder ähnliches auf städtischen Straßen und angrenzenden Gebieten abzustellen. Die beiden Polizisten sind aber freundlich und sagen nichts weiter als Buenos Días. Tagsüber, also jetzt können wir also hier stehen. Eigentlich hatten wir heute vor, mit den Rädern nach Torre del Mar zu fahren, aber die Luft ist so eisig und der Wind ist auch ziemlich heftig. Fahren wir also direkt weiter nach Torre del Mar.



Ankunft in Torre del Mar



so stehen wir vor dem Häusermeer

Torre del Mar wirkt auf den ersten Blick wie ausgestorben. Wir können auf einem Parkplatz an der Promenade stehen. Warm angezogen laufen wir dann die Promenade entlang. Komisch, wie der Strand aussieht mit dem fast schwarzen Sand. Da loben wir uns den Atlantik. Auf dem Rückweg sind schon ein paar mehr Leute auf den Straßen, und da dämmert uns, dass ja heute Feiertag ist - Heilige Drei Könige. Bevor wir Torre del Mar verlassen, wollen wir noch zu dem schicken Einkaufskomplex "El Ingenio", aber da ist heute natürlich auch alles geschlossen. Na ja, bei McDonald's können wir noch ins Internet gehen. Dann begeben wir uns auf die Küstenstraße, die durch Algarrobo-Costa und Torrox usw. führt. Die Orte selbst sind nicht schön. Was schön ist, sind die Blicke aufs Meer während der Fahrt. Dann erreichen wir Nerja und biegen mal ab nach Frigiliana, einem der weißen andalusischen Dörfer.



wir wandeln ein wenig auf der Promenade von Torre del Mar



der Sand ist ganz dunkel und ungewohnt


 



weiter geht unsere Fahrt



Torre del Mar



die Fahrt selbst ist sehr schön



als wir Nerja erreichen, biegen wir ab nach Frigiliana

Immer höher den Berg hinauf geht es, und als wir Frigiliana erreichen, hupt jemand hinter uns im Kreisverkehr zweimal kräftig. Ob der uns meint? Die Dorfstraße geht dann wirklich steil bergan und ist nicht gerade breit. Irgendwann kommt ein Sackgassenschild vor einem schmalen Sträßchen, das furchtbar steil hinabführt; und ein winziger Parkplatz, auf den wir nicht passen. Da waren wir wohl etwas übermütig mit unserer Fahrt hier hinauf. Jedenfalls drehen wir jetzt auf einer kleinen Fläche und gottlob war die Straße hinauf keine Einbahnstraße. Wir kehren um nach Nerja, wo wir aber nicht bleiben wollen. Bis auf den Balcón de Europa finden wir Nerja gar nicht so dolle. Fahren wir also die Küstenstraße weiter. Es kommen ein paar kleine Parkbuchten oder Rastplätze, auf denen Wohnmobile und Autos stehen. Auf eine dieser Parkbuchten stellen wir uns. Dort sind wir ganz allein. Der Blick aufs Meer ist schön, und jetzt essen wir erstmal zu Mittag. Die restlichen Kartoffeln von gestern, die wir jetzt aufbraten. Dann können wir auch wieder draußen sitzen, aber so gegen 16 Uhr wird der Wind so arg, dass wir besser an Bord gehen. Der Wind wird zu einem Sturm, und so beschließen wir gegen 17 Uhr, weiterzufahren zu einem anderen Parkplatz, den wir noch von früher her kennen. Auf Asphalt und besser geschützt von umgebenden Bergen. Auch dort sind wir wieder ganz allein, was uns nur recht sein kann. Der Wind ist immer noch krass, aber längst nicht so wie auf dem anderen exponierten Platz. Jetzt kann der Abend kommen, der aber auch wieder richtig kalt wird.



hoch oben liegt Frigiliana, eines der weißen Dörfer Andalusiens



wir sind zurück auf der Küstenstraße



diesen Platz haben wir uns für die Nacht ausgesucht



jetzt essen wir erstmal die restlichen Kartoffeln von gestern



in der Sonne ist es schön, aber wehe, wenn eine Windböe kommt



ein Blick aus dem Fenster während der Weiterfahrt



weil es einfach zu stürmisch wurde, stehen wir nun hier für die Nacht



unsere Tagesroute ca. 43km

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