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Mittwoch, 28. September  2011

Nach einer schlaflosen Nacht steht heute also der zweite Termin beim Oberlandesgericht in München an. Wir fahren schon um 7:30 Uhr los, um genug Zeit bis 10 Uhr zu haben. Wir sind dann schon kurz nach 9 Uhr in München. Nun beginnt die Zeit des Wartens. Unser Termin verschiebt sich dann auf 10:30 Uhr, und wie beim letzten Mal haben die Zeugen, es sind derer vier, nach einer kurzen Anwesenheitskontrolle draußen auf dem Flur zu warten. Um kurz vor 13 Uhr werden alle vier Zeugen in den Gerichtssaal gerufen, wo man ihnen mitteilt, dass auf deren Vernehmung verzichtet wird bis auf einen unserer Zeugen, und zwar den Mechaniker, der damals in der Werkstatt den Schaden festgestellt hat und der die Umbaumaßnahmen im Panzer durchführte. Kurz darauf ist dann für zwanzig Minuten eine Pause, während der wir auf die Straße gehen und Herbert alles berichtet, was soweit passiert ist. Es ist so, dass der 1. Gutachter völlig zu unseren Gunsten aussagt und der 2., der Holzsachverständige, auch zu unseren Gunsten aussagt, sich aber nie richtig festlegt. Am Ende ist er immer recht vage in seinen Aussagen. Auch werden wieder mehrere Aussagen des Beklagten widerlegt; das Gericht stutzt mehrmals. Schließlich will man sogar, dass das Fahrzeug nach München gebracht wird, was Herbert entschieden ablehnt. Auch rät der 1. Gutachter ihm davon ab. Am Ende, das heißt um 16 Uhr, also nach 5,5 Stunden, wird festgelegt, dass sich beide Gutachter noch einmal gemeinsam zu einer weiteren Besichtigung am Fahrzeug einzufinden haben. ("Zur Manifestierung eines entsprechenden Urteils benötigen die Richter jedoch noch eine aussagekräftige Sachverständigenstellungnahme", so heißt es wörtlich.) Herbert erfährt, dass dies noch im Oktober zu geschehen hat und der nächste Verhandlungstag im Dezember zu erwarten ist. Man weiß noch nicht, ob die Parteien dann wieder anwesend zu sein haben oder ob nach Aktenlage entschieden wird. Unser Anwalt fragt die Richter, ob denn schon eine Tendenz zu erkennen sei und es heißt, dass unsere Chancen gut seien. Dennoch sind wir beide total kaputt, sind um 17 Uhr heim und um 19 Uhr im Bett mit einem extremen Unwohlsein. Die Warterei geht weiter.

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