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Dienstag, 04. März 2014



wir wollen nach Grândola

Wir wollen jetzt immer weiter nördlich kommen und wenn wir erstmal Lissabon hinter uns gelassen haben, haben wir noch einen schönen Küstenabschnitt vor uns. Unser heutiges Ziel ist Grândola, die Stadt, die Gegenstand des Liedes war, mit dem im April 1974 die Nelkenrevolution eingeleitet wurde. Es gibt in Grândola ein Monument, das wir uns anschauen wollen. Annette interessiert sich sehr dafür, und in diesem Jahr ist es der 40. Jahrestag der Nelkenrevolution (25. April 1974). Wir sind auf der IC33 unterwegs und erreichen Grândola recht schnell. In der Stadt selbst biegen wir dann instinktiv richtig ab und kommen direkt zum Monument hin.




Durchfahrt durch Azinhal



wir sind auf der IC33 und kommen gut voran



wir erreichen Grândola

Es gibt dann sogar einen Stellplatz in Grândola, aber der gefällt uns nicht. Es ist ein normaler Parkplatz, auf dem viele LKWs stehen. Stellen wir uns also auf eine Brachfläche ganz in der Nähe des Monuments. Dann lassen wir die Größe des Platzes, des Praça da Liberdade, auf dem das Monument steht, auf uns wirken. Das Monument besteht aus Kacheln, darauf die Musiknoten des damals verbotenen Liedes °Grândola, Vila Morena" (Grândola, braune Stadt). Auf dem unteren blauen Rand ist der gesamte Liedtext in die Kacheln eingeritzt. In der Mitte die Nelke, Symbol der Nelkenrevolution; mit ihnen wurden am 25. April 1974 die Uniformen der Soldaten und ihre Gewehrläufe geschmückt. Das Kampflied °Grândola, Vila Morena° wurde vom katholischen Radiosender Rádio Renascença in der Nacht vom 24. auf den 25. April gespielt; es war das vereinbarte Zeichen für den Beginn des Aufstandes gegen die salazaristische Diktatur, die fast 48 Jahre andauerte. Das Lied wurde zur Hymne der Nelkenrevolution von 1974. (Einfach Grândola, Vila Morena im Internet suchen, der gesamte Liedtext ist auf portugiesisch und deutsch zu lesen. Oder Nelkenrevolution, oder José Afonso.) Auf der Rückseite des Monuments sind Artikel der neuen Verfassung zu lesen. 



das Monument steht auf dem Praça da Liberdade



zum 25. Jahrestag wurde das Monument errichtet



alle Kraft der Freiheit



weiter geht unsere Fahrt in Richtung Alcacer do Sal

Nachdem wir uns das Monument ausgiebig angeschaut haben, setzen wir unsere Fahrt fort. Am Ende der Stadt sehen wir eine Tankstelle mit Autowaschanlage, bei der aber der Platz fürs LKW-Waschen gesperrt ist. Dafür können wir hier billig tanken für 1,32 EUR/L Diesel, statt 1,39 EUR an anderen Tankstellen. Dann geht es weiter; es kommt eine Elefante Azul Waschanlage, die aber nur für PKWs gilt. Dann waschen wir eben nicht. Im Dorf Isaías gibt es eine BP-Tankstelle, wo wir Gas tanken können. Wir hatten auch nur noch 60% in der zweiten Flasche. Dann fahren wir gemächlich auf der N120 weiter in Richtung Alcácer do Sal. Die Straße ist recht schlecht zu befahren, weil überall am Rand alte Baumwurzeln den Asphalt hochgedrückt haben.  Dafür sehen wir wieder herrlich alte Bäume während der Fahrt.



im Dorf Isaías auf der N120 können wir Gas tanken



an herrlich altem Baumbestand geht es entlang



Ankunft in Alcacer do Sal (Salzstadt)



wie hübsch sich Alcacer hier zeigt

In Alcácer do Sal wollen wir übernachten und stellen uns ans Ufer des Río Sado. Drei Wohnmobile stehen schon auf dem Parkplatz, wo wir eigentlich hinwollten. Dann kehren wir ins Café Amar O Sado auf einen Kaffee ein und lassen uns die Zugangsdaten fürs WIFI geben. Abends wird es dann richtig hübsch hier am Ufer mit Blick auf die Stadt. Alle halbe Stunde spielen die Kirchglocken eine schöne Glockenmelodie.



wir können direkt am Ufer parken



hier im Café Amar O Sado bitten wir um den Zugangscode fürs Internet



alles ist schick, auch wenn wir nur die einzigen Gäste sind



es wird Abend am Río Sado




unsere Tagesroute ca. 65km

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